:-) Sag ich doch. - So einfach wie möglich - einfach eine rote Linie ziehen. - Aber zu deinen Freunden....

Olivia, Sonntag, 20.03.2022, 12:12 (vor 1421 Tagen) @ D-Marker1810 Views
bearbeitet von Olivia, Sonntag, 20.03.2022, 12:18

"Positv denken".......
Ganze Esoteriker-Fraktionen gehen seit Jahrzehnten damit hausieren. Es ändert aber nichts, außer dass sie die Realität nicht mehr erkennen.

Das gehört zu den gleichen Mind-F-Schemata mit denen jeder, der ein öffentliches Amt bekleidet "in Form" gebügelt wird.

Da gibt es ein Problem = SCHLECHT - da gibt es eine Herausforderung = GUT = postiv.

Und die ganzen neu "Geschulten/Gebrieften" trauen sich nicht mehr, das Wort Problem überhaupt in den Mund zu nehmen. Hat man ihnen doch klar gemacht, dass das Wort "Problem" es ihnen schwerer machen würde, ein solches überhaupt zu lösen. "Herausforderung" hingegen werde ihnen helfen und auch das Publikum "positiv beeinflussen".

Du kannst Dir möglicherweise vorstellen, dass ich das Wort "Problem" mit höchstem Genuß in den Mund nehme? Kann man den "Gebrieften" doch leichter überhaupt nicht zu einer Schnappatmung verhelfen. :-)

Einen "Problemlöser" wird das Wort "Problem" nicht erschrecken und einem "Problemlösungs-Vermeider" wird es auch nicht helfen, wenn er das Problem als "Herausforderung" bezeichnet. Lange Rede, kurzer Sinn:
Eine "Umetikettierung" ändert nichts. Der Inhalt bleibt.

Zum "positiven Denken": Leider wurde dieser Ausdruck von "deinen Freunden", von denen du öfter berichtest, ziemlich malträtiert und hat sich inzwichen fast zu einer Art Schimpfwort entwickelt.

Dabei kann man das Leben als solches nur dann vernünftig bewältigen, wenn man die positiven Seiten von Ereignissen immer in seine Betrachtungen einbezieht. Das heißt aber nicht, dass man die negativen Seiten negieren sollte, denn das würde zur Verblödung führen. Grundsätzlich dienen "Ereignisse", gleichgültig wie sie emotional gefärbt sind, dazu, sich mit dem was IST auseinanderzusetzen. Bei jedem "Ereignis" hat man daher die Chance, ein Stückchen mehr über sich selbst zu erfahren. EREIGNISSE verdeutlichen auch die eigene Stellung/Haltung in der Welt und bieten jedes Mal die Chance, korrigierend einzugreifen. "Drinnen" und "Draußen" haben fließende Übergänge.

Im übrigen kann ich nur immer wieder das oft zerrissene Buch von Umberto Ecco - das Pendel - empfehlen. Nicht erschrecken, der Sinn erschließt sich erst ganz zum Schluß. So lange werden die Kritiker aber wohl nicht durchgehalten haben.

Viele Grüße :-) und weiterhin Spaß mit deinen Freunden.

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For entertainment purposes only.


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