Man reibt sich die Augen: ein Plädoyer für das 1-jährige Pflichtjahr beim öfftl.-rechtl. SWR wie ich es selbst hier im Gelben noch nicht gelesen habe: (mTuL)

DT @, Montag, 07.03.2022, 11:48 vor 1434 Tagen 4478 Views

https://www.swr.de/swraktuell/debatte-ueber-allgemeine-dienstpflicht-kolumne-100.html

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Martin Rupps: ein alter weißer Mann. Wann wird ihn der SWR für seine Meinungsäußerung canceln?


Debatte über allgemeine Dienstpflicht
Meinung: Pflichtjahr für die Hätschelkinder

2.3.2022, 16:17 Uhr

Martin Rupps


Die Forderung, dass Deutschland wieder die allgemeine Wehrpflicht einführt, kommt von politischen Trittbrettfahrern, meint Martin Rupps. Ein rein soziales Pflichtjahr dagegen kann die Generation der Hätschelkinder erden und für Pflegepersonal sorgen.

...


Gleichwohl steckt in den Vorschlägen von Roger Lewentz und Christian Baldauf ein diskussionswürdiger Kern. Ein soziales Pflichtjahr nicht in der Armee, sondern in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Flüchtlingsunterkünften erdet diese Generation, nach meinem Dafürhalten eine Kohorte von Hätschelkindern. Außerdem rekrutiert das soziale Deutschlandjahr Personal für diese wichtigen Einrichtungen.

Ich stelle mir das so vor: Die Frauen und Männer würden regelmäßige "Pflege-Manöver" absolvieren wie früher Reservisten der Bundeswehr. Das soziale Pflichtjahr wird wie einst bei Wehr- bzw. Zivildienstpflichtigen mit Rentenpunkten bedacht. Die jungen Leute von heute, die ohnehin zu früh von ihren Schulen abgehen, können ihr Reisejahr in Thailand oder Ozeanien auch noch Monate später antreten.

Träume ich oder was? G8, was Edelgard Bulmahn und Bertelsmann eingeführt haben, um ein weiteres Jahr zusätzlich für die Firmen und für die Ausplünderung zu haben, in Frage zu stellen? Den Finger in die Wunde legen bei der Generation Greta, FFF, Autobahnklebe, Carla Reemtsma? Wird diesen kleinen Dxn jetzt endlich einmal auch von den Propagandahxn der Wind ins Gesicht geblasen? Wird bei den ÖRs jetzt endlich einmal Tabula Rasa gemacht und werden die ganzen Grünen Khmer Posaunen radikal abgesägt und rausgeschmissen?


Und so antworten die Snowflakes in den Kommentaren:

"Altersrassistischer Unfug. Da labern ein paar alte, verbitterte Menschen. Die Jugend ist verhätschelt sagt die privilegierteste Generation. Dabei sind wir jungen es, die unter Klimawandel, Wohnungsnot und Corona am meisten leiden. Es wird kaum was für uns gemacht, alles geht an die alten. Wir müssen auch deren Rente stemmen, stehen unter viel mehr Druck als alte Menschen. Wir sind die benachteiligte Generation, die erste Generation denen es schlechter geht. Boomer haben die Welt zerstört. Und anstatt Pfleger besser zu zahlen, sollen Zwangsarbeiter jetzt schuften. Boomer gehen in die Geschichte ein als die Generation, die nur an sich selbst gedacht hat. Dass alte Menschen nicht geerdet sind, sollte jedem bei diesem Artikel klar sein. Wie wäre es mit ein bisschen Zwangsarbeit für die verhätschelten Boomer? Oder können sie nur zerstören?"

Die bösen Boomer

Rain @, Montag, 07.03.2022, 12:12 vor 1434 Tagen @ DT 3286 Views

Lieber DT,


glücklicherweise haben Snowflakes nur ein etwa 3 Tage zurückreichendes Gedächtnis.

Sonst wüßten sie aus den Erzählungen ihrer Eltern, daß es früher Wehrdienst gab und schon in den 80gern das soziale Jahr.

Vorschlag zur Güte:

Wer nicht zum Bund will, oder ein Bufdi machen will, wie das soziale Jahr heute heißt, kann eine Lehre machen.

Danach ist man wieder in der Gesellschaft angekommen und schätzt den Wert des Geldes.


Beste Grüsse

Rain,

die schon 1983 zwei Jahre lang mit schwerbehinderten Kindern gearbeitet hat, die böse Boomerin.

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Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Ja, sehr gute Idee. oT

Olivia @, Montag, 07.03.2022, 12:18 vor 1434 Tagen @ Rain 1991 Views

.....

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For entertainment purposes only.

Die Spaltung der Gesellschaft funktioniert also nicht nur horizontal, ...

Greenhoop @, Montag, 07.03.2022, 12:37 vor 1434 Tagen @ DT 2834 Views

... sondern auch vertikal und ich frage mich, weshalb diese vereinfachte Sichtweise hier im Gelben Widerhall findet. Diejenigen über die hier so geredet wird, sind auch nur das Produkt ihrer bereits verkorksten Eltern welche sich mühelos auf die 77 Jahre zurückliegende Verlierergeneration zurückführen lassen. Die Gedankengänge des "alten weißen Mannes" sind obsolet, denn die neue Epoche steht bereits vor der Tür und hat weder Zeit noch Lust, sich mit verpassten Chancen auseinanderzusetzen. Natürlich hat die junge Generation schlechte Karten und während die Alten nur von Urlaub zu Urlaub flüchteten, vergaßen sie die Jungen mitzunehmen auf die Reise in die Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und stopften ihnen stattdessen Geld in den Hintern (Ausnahmen seien hier nicht erwähnt).

Entschuldigung, aber dieses Narrativ ist mir einfach zu billig es weiter verfolgen zu wollen.

GH

Sorry, dein Post ist keineswegs weniger billig, wenn wir schon das Wort "billig" so gebrauchen wollen, wie du denkst.

Olivia @, Montag, 07.03.2022, 13:57 vor 1434 Tagen @ Greenhoop 2044 Views

Hast Du eigene Kinder, wenn ja, wie alt sind die - genauer: WANN sind die hier aufgewachsen?

Ich wohne in einer ziemlich vernünftigen Gegend in München und die zeichnet sich dadurch aus, dass die Eltern ALLE sehr engagiert waren in Bezug auf ihre Kinder. D.h. die Eltern, von denen oft beide berufstätig waren/sind, haben sich auch noch im Elternbeirat engagiert. Sie haben auch durchwegs an ihre Kinder eine Leistungsbereitschaft und ein Lerninteresse weitergegeben.

Trotzdem war/ist es SEHR schwierig, Kinder und speziell Jugendliche vor dem "Zeitgeist" zumindst zu einem gewissen Maße "in Schutz" zu nehmen.
Die bekommen einen solchen Blödsinn verbraten, dass man es kaum noch fassen kann. - Entspricht in allem dem, was die Medien jetzt über die "Ukraine"-Krise verfassen und verbreiten.

Beliebt war zu der Zeit, als meine Tochter das Abitur machte (ist bereits 10 Jahre her, ich denke, dass es sich NICHT verbessert hat) dass die Jugendlichen ein "soziales Jahr" machten und/oder "work and travel" für etwa ein Jahr oder aber dass sie ins Ausland gingen an eine Uni. Meine Tochter plante "ein soziales Jahr" in Südamerika zu machen. Es gelang mir, sie davon zu überzeugen, ERST eine Lehre zu machen, da sie mit abgeschlossener Lehre nicht mehr so ausgenutzt werden kann (in Südamerika). Sie hat die Lehre abgeschlossen und danach ein Studium. Obwohl an der Lehre viele NICHT optimal lief und teilweise sehr schwierig war (Hotelbereich, die wurden sehr ausgenutzt), bin ich trotzdem froh, dass sie das gemacht hat. Die Dinge, die sie dort (auch im Zusammenhang mit anderen Auszubildenden) gelernt hat, hätte ich ihr nie beibringen können, denn dazu gehört eine Gruppe von Gleichaltrigen. Sie hat dort u.a. gelernt, dass sie (egal wie heftig sie Nachts gefeiert hat und wieviel sie getrunken hat) MORGENS ANTRETEN mußte.

Ein solcher RAHMEN ist für viele Jugendliche ABSOLUT notwendig, um mit kritischen "Sturm- und Drang-Zeiten" klarzukommen. Die Berufstätigkeit/Lehre war für sie ein Gerüst. Sie wäre sonst vmtl. sehr leicht "abgesackt". Das Drama habe ich bei Freunden von ihr beobachten können.

Die Freunde, die ein "soziales Jahr" gemacht haben, die wurden NICHT gefordert, die wurden weiter gepampert. Gelernt haben sie auch nicht viel. Sie haben auch nicht gelernt, was sie alles können und wie sie ihre "Grenzen" ausweiten können.

Ein verpflichtendes Jahr für die Gemeinschaft (gleichgültig, was das ist), wo die Jugendlichen gefördert UND gefordert werden und lernen, über ihren eigenen Tellerand hinauszuschauen, halte ich für sehr sinnvoll.

--
For entertainment purposes only.

Rückwirkend

Michael Krause, Montag, 07.03.2022, 14:06 vor 1434 Tagen @ DT 2383 Views

Bin ich sehr dafür allerdings auch für <65jährige, die weder Wehr- noch Zivildienst geleistet haben.

Dienst an der Gesellschaft

Rain @, Montag, 07.03.2022, 14:47 vor 1434 Tagen @ Michael Krause 2233 Views

Ihr Lieben,

ich weiß nicht, wo und in welcher Gesellschaftsschicht ihr aufgewachsen seid, ich komme aus der ländlichen Kleinstadt aus der Mittelschicht.

Nahe alle haben sich früher neben ihrem Beruf gesellschaftlich engagiert.

Kinder,- und Jugendarbeit, Betreuung der Alten, Vereinsleben, Kirche, Tierschutz, es gab wenige, die Nichts machten.

Viele Frauen pflegten die Eltern oder Schwiegereltern, alle Freunde meines Vaters haben geholfen, dessen Haus zu bauen. Die ganze Straße, die alle miteinander befreundet waren, hat gemeinsam ein Vereinsheim gebaut und dann regelmäßig Kerwe gefeiert. Die Männer waren im Gesangverein, Angelverein, der Feuerwehr, die Frauen im Kirchenchor, die Kinder im Turnverein.

Allerdings hat man damals, in den 70ger Jahren weniger Stress im Beruf gehabt, weniger Fernsehen und kein Handy.

Heute gehen die Vereine kaputt, weil niemand mehr Zeit und Energie hat, zu helfen oder schlichtweg zu alt ist.

Die Jungen haben keine Lust und machen ihr eigenes Ding.

Was ich damit sagen will: Die Alten haben ihre Pflicht getan. Die Jungen opfern rum und beschimpfen die Alten. Jetzt sind die mal dran mit gesellschaftsrelevanter Arbeit. Aber nicht auf die Straße kleben und wieder nichts schaffen.


Beste Grüsse

Rain

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Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Hey hey, das genau ist doch dieselbe Ausplünderung!

solstitium @, Montag, 07.03.2022, 20:51 vor 1433 Tagen @ DT 1492 Views

bearbeitet von solstitium, Montag, 07.03.2022, 21:43

Diese Pflegeinrichtungen sind doch auch Unternehmen, die dann kostenlose Arbeitskräfte bekommen.


Da bin ich lieber für diese freiwillige Dienstjahr bei VW bei Daimler, auf den Baustellen und in der Landwirtschaft!

Das bringt uns mehr (echte nützliche Erfahrung) und lässt nicht an der Stelle, wo seit Jahrzehnten personell professionell gezielt und mit Ansage gepfuscht wird (Pflege) den Schlendrian weiterlaufen.

Erinnert mich an eine Erzählung aus Neufünfland.
Vom Prinzip 1:1 dasselbe.

Genau hinhören:

In der Braunkohle, gab es Jobs, die wollte keine machen - weil staubig, dreckig bis zum geht nicht mehr.

Was machten die Firmen?
Die ließen die Drecksarbeit einfach liegen.
Wieso?
Im Winter suggerierten sie, dass sie es alleine nicht mehr schaffen, der böse Frost droht alles festzufrieren, wir kriegen die Kohle nicht mehr in die Kraftwerke, wir brauchen das Militär als Unterstützung - und das wurde dann auch "geliefert".

Die armen Schweine, konnten dann kostenlos den Dreck, der sich seit 12 Monaten aufgebäumt hat, wegschaufeln!

Nee also freiwillige Pflichtjahre - forget it! (vergiss es!)

Das ist Ausbeutung Kapitalismus (oder Kommunismus vgl. Subbotnik) hoch zehn!

Und die Thailandurlauber - kannste knicken - das deutet doch klar Richtung NEIDDEBATTE hin erinnert an den Arbeitslosen der auf Malle fünfe grade sein ließ Bildzeitungsniveau.

Neid ist die Quelle für Hass!
Hass ist die Quelle für Krieg!

Wenn einer daherkommt, bei mir Neid zu säen, gehen die Warnlampen an!

Und diese Warnlampe hatten bis dato noch nie eine Fehlfunktion - also 100% Trefferquote!

PS
Und falls oben einer Subbotnik gelesen hat, das vergess mal ganz schnell wieder, und fang ja nicht an, danach zu yandexen! Vergiss es!
Der Kommunismus ist der noch schlimmere Kapitalismus! Klar?!

--
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=568547
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"...nein, wer NICHT kämpfen will, der fällt genauso!"
(Zur Erklärung, man "fällt" im Krieg, ohne Krieg hieße es man stirbt!)

Soll das auch für Migranten und Asylsuchende gelten? Oder Befreiung wegen Unzumutbarkeit? (oT)

Wayne Schlegel @, Montag, 07.03.2022, 21:55 vor 1433 Tagen @ DT 1263 Views

(oT)

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