Nato-Bedrohung an Russlands Grenzen

Gernot ⌂, Donnerstag, 03.03.2022, 23:51 (vor 1437 Tagen) @ ebbes3255 Views

Bis gestern sah ich das ebenso wie Ebbes. Dann fiel mir durch einen kritischen Kommentar irgendwo auf, dass die Nato-Mitglieder Estland, Lettland und Polen ebenfalls an Russland grenzen und von ihnen die gleiche Bedrohung ausgehen kann wie sie von der Ukraine ausgehen könnte.
Das widerspricht der Abstands- und Sicherheitsthese.

Was mich aber bis zur Erregung körperlicher Übelkeit abstößt, ist die Einheitlichkeit und Grenzenlosigkeit der Maßnahmen gegen Russland und im Leugnen des achtjährigen Terrors gegen die sich separierenden Republiken, die Verneinung deren Rechts, sich abzuspalten, das Unerwähntlassen der Massaker, des gewaltsamen Umsturzes vom Maidan, des Verbots der russischen Sprache - oder zumindest deren Streichung als Amtssprache, das Unerwähntlassen des Nichtvorhandenseins historischer Grenzen der Ukraine, die Bevorzugung von Geographie und Staaten ggü. Menschen und Völkern usw. - mir fällt jetzt vielleicht nicht alles ein. Ach doch, das Abgraben des Süßwasserzuflusses in die Krim z.B.
Auf die Krim hätten die Türken noch mehr historischen Anspruch als die Ukraine; besiedelt war sie m.W. seit mindestens Jahrhunderten russisch mit tartarischer Minderheit.

Heute hörte ich von einer im Donbass lebenden Deutschen in einem Video, dass dort immer noch Granaten aus der Tiefe der Ukraine einschlagen. Ich hatte nicht den Eindruck, sie würde lügen.

Verstörend sind auch die Bilder, die man zu sehen bekommt: zusammengeschossene russische Kolonnen, Lkw, Panzer usw., alles dicht beieinander, manchmal aufeinandergeschoben, ausgebrannt, verrußt - in einer Allee. Die Bäume über den Wracks sind nicht verbrannt - wie die grünen Wipfel über den Häusern, die einst bei den Waldbränden in Kanada ausgebrannt sind. Das stimmt doch vorn und hinten nicht! Außerdem werden schon russische Rekruten etwas von "Fliegermarschtiefe" hören, großem Abstand zwischen Fahrzeugen in den Kolonnen, damit es eben nicht zu solchen Vernichtungsergebnissen kommt.

Ich weiß nicht, ob es nicht genügt hätte, hätte Russland die Donbassrepubliken gesichert. Vielleicht hätten die nächsten Wahlen in der Ukraine eine weniger dem Westen der Weltbank, dem WEF usw. hörige Regierung an die Macht gebracht. Grund genug, anders zu wählen, hätten die Ukrainer ja angesichts der Verschlechterung ihrer Lebensverhältnisse gehabt. Hätte Putin nicht darauf warten können?

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Ab jetzt wird durchregiert. Wir kennen keine rote Linie mehr. Verbote bedeuten auch mehr Freiheit. Krieg bedeutet Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Hass bedeutet Liebe. Gebt ihnen keinen Millimeter preis.


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