Jedes Windrad braucht einen eigenen Starkstromanschluss, der richtig Strom zieht

Manuel H. @, Dienstag, 01.03.2022, 23:30 vor 1436 Tagen 4084 Views

Tatsächlich ist es nämlich so, dass Windkraftwerke bei Flaute nicht nur keinen Strom liefern.
Sie brauchen sogar welchen, um am Leben zu bleiben.

Nach Herstellerangaben, je nach Ausführung, zwischen 20 und 200 kW! Dafür haben sie einen extra Starkstromanschluß vom lokalen Energieversorger.

Geht man von einen Durchschnittsverbrauch von 100 kW je WKA aus, dann brauchen die derzeit in Deutschland vorhandenen ca. 35.000 WKA’s bei einer Dunkelflaute schon heute ca. 3,5 Gigawatt an Leistung.
Das entspricht in etwa 2 Blöcken eines AKW’s.

Erhöht man die Zahl der WKA’s auf 100.000, dann wären es 10 Gigawatt, was etwa 15 % der derzeitigen Grundlast entspricht! Zusätzlich zum dann ja nicht vorhandenen Strom! Da neue WKA’s wahrscheinlich noch größer sind, brauchen sie auch eher die 200 kW. Dann sind es vielleicht sogar 15 Gigawatt.

Und das ist noch nicht genug! Die Dinger sind ja maximal 20 Jahre im Betrieb. Dann müssen sie zurückgebaut werden!

Anbei eine Berechnung der Rückbaukosten. Deshalb gründen Schlaue Betreiber für jede WKA eine GmbH. Die haftet nämlich nur mit 50.000 Euro. Den Rest dürfen dann die Grundstücksinhaber blechen! Und am Ende der Steuerzahler.

https://egon-w-kreutzer.de/ohne-wind-kein-strom-nee-schlimmer

Zu allem Überfluss ist jedes einzelne Windrad davon abhängig von irgendwelchen Satelliten Befehle zu empfangen, diese sind zufällig zum Ukraine Krieg allesamt ausgefallen, was nach Meinung der Experten aber wahrscheinlich keine Gefahr darstelle, da die sich irgendwie selber steuern könnten, also bei zuviel Wind sich wahrscheinlich trotzdem abschalten, so hofft man.

Es wurde sogar behauptet, dass sie damit Geld produzieren

solstitium @, Mittwoch, 02.03.2022, 01:24 vor 1436 Tagen @ Manuel H. 2791 Views

bearbeitet von solstitium, Mittwoch, 02.03.2022, 01:31

War mal hier verlinkt.
Bei Windstille drehen sie sich, komisch.
Der Strom aus dem Netz kostet dem Erzeuger/Betreiber 10 cent - die Vergütung 49 cent
Macht pro Umdrehung 39 cent gewinn auch bei Windstille , Verluste mal frech ausgeklammert.
Die Idee hatte man schon bei den Photovoltaik mittels Lampen, die weniger ziehen als die Vergütung hinterher einbringt - war aber bei dem Wirkungsgrad nicht möglich - also Photovoltaik nachts einfach mit Lampen beleuchten um damit dieselbe Differenz zu generieren. Bei 100% Wirkugnsgrad der Lampe hätte es funktioniert. Demgemäß als noch 49 cent Vergütung angesagt waren, wäre der "break even" irgendwo bei 28% Wirkungsgrad - gemacht hats dann wohl keiner.

Nebensatz
Wieso auf die Photovoltaik keiner Sonne per Spiegel umlenkt ist mir ein Rätsel, auch damit ließe sich der Ertrag einfach mal so verdoppeln.


bzgl. Windkraftanlage hab ich mit zwei privaten Betreibern gesprochen.
Beide erklärten mir, dass die Anlage Strom braucht, für den "Anlauf" oder so!
Also erst oder nur bei einer konstanten Windgeschwindigkeit hätte es funktioniert, aber die meiste Zeit eben nicht. Das waren in beiden Fällen senkrecht stehende Zylinderartige Windkraftanlagen.

Ohne Strom, also wie der Anlasser beim Auto - gehen die gar nicht los.
Nur einmal gestartet, läuft ein Auto, ein Windrad aber keinesfalls, das startest Du scheinbar permanent nach, sowie sich am Wind was ändert.

Die haben also nichts eingenommen mit ihren Anlagen - obgleich einer von denen in sehr exponierter Lage!


Was mir noch wegen dem Satellitenausfall aufgefallen ist und bei ein paar Nebesätzen weiter unten zu lesen war:

GPS läuft ja nun auch über Satelliten.

Wenn eine Armee nur GPS in ihren Fahrzeugen aber kein Kartenmaterial hat, und die Satelliten entweder ausfallen oder aber gehacked falsche Standorte anzeigen - hat man ne ganze Armee auch "kaltgestellt". GPS - einfach mal ganz schnell vergessen, taugt nichts, ist nicht im Ansatz kriegstauglich, beim "richtigen " Gegner!

Ein Analyst lachte über die rückständigen Russen in der Ukraine, die noch mit Kartenmaterial herumfahren!

Ja ja lach nur!
Gleichzeitig lachen die Russen über die Ukrainer, die ohne altmodischem Kartenmaterial nur mit modernem schicken mit GPS Navi unterwegs sind und wahrschienlich grad hintereinander den Ob Richtung Sibirien überqueren in der Annahme an der Neva zu stehen!

Das Ding mit dem falschen Kartenmaterial wurde ja bekanntlich mal der Roten Armee genauso zum Verhängnis im geschichtlichen 1941 und den gewaltigen Landgewinnen unsererseits.

Die Rote Armee, nicht auf Rückwärtsgang vorbereitet respektive eingerichtet, hatte nur Kartenmaterial für einen Angriffskrieg dabei - vom etwaigen Rückzug nach Russland nichts, deshalb die kopflose Flucht und die hundertausende Gefangene die wir nehmen konnten.

--
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=568547
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"...nein, wer NICHT kämpfen will, der fällt genauso!"
(Zur Erklärung, man "fällt" im Krieg, ohne Krieg hieße es man stirbt!)

Milchmädchen

Echo @, Mittwoch, 02.03.2022, 10:21 vor 1436 Tagen @ solstitium 1825 Views

Wieso auf die Photovoltaik keiner Sonne per Spiegel umlenkt ist mir ein Rätsel, auch damit ließe sich der Ertrag einfach mal so verdoppeln.

Je heißer es wird, umso niedriger der Wirkungsgrad. Und genau das passiert, wenn man über Spiegel noch mehr Sonnenstrahlung drauf lenkt. Noch dazu brauchen Spiegel sowhl Fläche als auch eine aufwändige Nachführung. Dein Vorhaben ist also relativ sinnlos, zumal Photovoltaik an sich nicht wirklich teuer ist - in erster Linie sind Montage und Bürokratie Preistreiber der Photovoltaikanlagen. Elektrikerzwang (für Anlagen über 600Wp), Baugenehmigung/Statiker, Montagematerial und Arbeiter, Zählermiete (man benötigt bei aktueller Förderung den Jahresertrag von 2000Wp um allein die laufenden Kosten für den Zähler reinzubringen!), Buchhalter und EEG Abrechnung, ...

Aber die Förderung macht den Braten eh nicht mehr fett - jetzt ist Eigenverbrauch angesagt. Leider ist die Steuerung sehr aufwändig. Denn in Zeiten der Energieflaute möchte man sich weiterhin versorgt sehen. Die von dir angesprochenen Darrieus Rotoren sind aber eine ernstzunehmende Ergänzung. Wenn da nicht die Bürokratie wäre.

Wenn man Verschwörungstheorien glaubt, gibt es ja gar keine Windkraft, weil die Mühlen von Strom angetrieben sind... Soweit ich weiß hält eine gute Windkraftanlage länger als 20 Jahre. Es ist nur nicht mehr wirtschaftlich, ohne Fördermittel die ganzen Kosten zu decken. Es ist ja nicht so dass man da einfach eine Elektroladestation oder Fernwärme anklemmen kann, denn man muss ja Stromsteuer, EEG-Umlage etc zahlen.

Wenig substantiierte Behauptung

Martin @, Mittwoch, 02.03.2022, 06:05 vor 1436 Tagen @ Manuel H. 2377 Views

Wie wäre es mit einer seriösen Quelle? Beispielsweise mit der Dokumentation (Spezifikation / Betriebskosten) einer WKA? Dass eine WKA ein Starkstromkabel benötigt ist eigentlich trivial.

Egon W. Kreutzer ist eine seriöse Quelle

Manuel H. @, Mittwoch, 02.03.2022, 06:53 vor 1436 Tagen @ Martin 2226 Views

Egon W. Kreutzer ist eine seriöse Quelle, ist aber zugegeben eher im geldpolitischen Bereich unterwegs und kein Fachmann für Stromfragen.

Ehrlich gesagt, mir erscheint der Strombedarf auch ziemlich gaga. Wäre also für eine Verifizierung oder Falsifizierung dankbar. Bei letzterem würde ich sofort Kreutzer informieren, der sich dann auch sofort korrigieren würde.

Kreutzer ist übrigens sehr nahe am Debitismus, hat mal ein sehr wertvolles Buch von Samirah Kenawi veröffentlicht, das den Debitismus gut auf den Punkt bringt

Die Quelle ist ja nicht Kreutzer, sondern eine Leserzuschrift, die Kreutzer nicht validieren kann owT

Martin @, Mittwoch, 02.03.2022, 07:02 vor 1436 Tagen @ Manuel H. 1924 Views

Kreutzer hat selbst nachrecherchiert, das steht in seinem Text (owT)

Otto Lidenbrock, Mittwoch, 02.03.2022, 09:14 vor 1436 Tagen @ Martin 1750 Views

Nachrecherche nicht plausibel. "In der Spitze durchschnittlich" kann nur ein Laie schreiben

Martin @, Mittwoch, 02.03.2022, 09:41 vor 1436 Tagen @ Otto Lidenbrock 1742 Views

In der ersten Veröffentlichung gab es nur die Behauptung des Lesers. 20 kW bei Stillstand (Nachrecherche) macht keinen Sinn. Und eine Vereisung ist relativ selten.

Aus einem Datenblatt einer Windkraftanlage...

HW71 @, Mittwoch, 02.03.2022, 09:48 vor 1436 Tagen @ Martin 1985 Views

Hallo zusammen,

ich hänge das mal unter Martins Beitrag. Wir hatten vor einigen Jahren mit einem Windpark-Projektierer zu tun und aus der Offenlage der ganzen Dokumente im Rahmen des Genehmigungsverfahrens habe ich folgende Infos gefunden (vielleicht noch interessant: Es handelte sich dabei um Anlagen mit einer Nennleistung von 3300 kW):

Eigenbedarf der Windenergieanlage
Der Leistungsbedarf der Windenergieanlage im ‘Stand-by-Betrieb‘ setzt sich aus dem Einzelverbrauch folgender Komponenten zusammen:

● Steuerung (Betriebsführungsrechner und Umrichter)
● Azimutsystem
● Pitchsystem
● Hydraulikaggregat
● Umwälzpumpen der Kühlsysteme
● Heizungen und Lüfter
● Hilfssysteme (Befahranlage, Gefahrenfeuer, Optionen, etc.)

...

Die Anschlussleistung beträgt unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Faktoren maximal 55 kW. Der Jahresenergiebedarf (Leistungsbezug aus dem Netz) liegt an einem Standort mit mittlerer Windgeschwindigkeit bei ca. 15 000 kWh/a. Der Jahresenergiebedarf ist jedoch sehr stark standortabhängig und sollte spezifisch bestimmt werden.

Gruß, H.W.

15000 kWh sind 15 MWh. (mT)

DT @, Mittwoch, 02.03.2022, 10:25 vor 1436 Tagen @ HW71 1840 Views

Läuft ein 6 MW Anlage also 10h bei Volllast, ist der Jahresverbrauch gedeckt.

Wozu sollte ein Windrad mehrere Zehn kW benötigen, um "am Leben zu bleiben"? (mT)

DT @, Mittwoch, 02.03.2022, 07:35 vor 1436 Tagen @ Manuel H. 2181 Views

Die einzigen Verbraucher sind die Beleuchtung sowie die Steuerung der Stellung der Flügel und die Drehung des Rades in den Wind.

Und für den Rückbau ist ein Fonds angelegt, um einen Prozentsatz der Erträge als Rücklagen anzusparen. Dieser wird alle 5 Jahre überprüft (bei hoher Inflation zB) und wird angepaßt.

Meist werden die bestehenden Anlagen aber durch Repowering upgegraded und die bestehenden Anlagen nach Südosteuropa verkauft, wo sie weiter laufen.

Ich weiß, von was ich spreche, denn ich habe einen Vertrag mit einem Windkraftbetreiber.

Einfach mal Kreutzers Text lesen, da wird es erklärt (owT)

Otto Lidenbrock, Mittwoch, 02.03.2022, 09:15 vor 1436 Tagen @ DT 1787 Views

Der Unterschied kW zu kWh

mh-ing @, Mittwoch, 02.03.2022, 09:57 vor 1436 Tagen @ Manuel H. 1980 Views

kW und kWh kann man nicht vergleichen und gleichsetzen. Wenn diese WKA für die Drehung der Gondel kurz Strombrauchen, dafür kurzfristig hohe Leistung ziehen, ist das keine gesamt nenneswerte Leistung in kWh.
Man müsste hier den Vergleich von eingespeister und gezogener Leistung in kWh ansehen und ich vermute, dass auch in der Dunkelflaute die Aufnahmeleistung in kWh gering ist.

Der Unterschied von kW zu kWh: (mT)

DT @, Mittwoch, 02.03.2022, 10:20 vor 1436 Tagen @ mh-ing 1916 Views

kW ist Leistung = Energie pro Zeit, kWh ist Energie=Arbeit.

Anschlussleistung

mh-ing @, Mittwoch, 02.03.2022, 11:54 vor 1436 Tagen @ DT 1771 Views

Ja, das ist der Unterschied. In diesem Artikel wird nicht differenziert zwischen Anschlussleistung (in kW) und der Energie als Bilanz. Es ist nicht genannt und erwähnt, welche kWh-Menge da gezogen wird. Erst das würde aufklären.

Aber so in dieser Form ist dieser Artikel oben nicht seriös und nicht verwertbar, eher blamabel.

Die Grundaussage war ja eine andere, und da spielen die KW doch eine Rolle

Martin @, Mittwoch, 02.03.2022, 13:15 vor 1436 Tagen @ mh-ing 1682 Views

Die Grundaussage war ja, dass alle WKA zusammen im Stillstand (bei Dunkelflaute) einen hohen Strombedarf hätten, vor allem, wenn wir weiterhin fleißig WKA zubauen. Die Leistung muss ja irgendwo herkommen. Und diese Überlegung ist im Prinzip richtig. Da geht es nicht um die Jahresbilanz, sondern um Betriebsbedingungen unter denkbaren Voraussetzungen.

Nur waren die angenommenen Leistungen im Eigenbedarf weit übertrieben. Wenn das im Bereich von 0,5 % der installierten Leistung (20 kW bei 4.000 KW-WKA) ist, dann wären das heute bei ca. 60 GW installierter WKA-Leistung etwa 3 GW bei Dunkelflaute. Das ist zwar nicht wenig, gemessen an der gesamten Leistung kein Beinbruch. Und, wenn wir die dreifache Anzahl WKA hätten,müssten bei Dunkelflaute tatsächlich einige konventionelle Kraftwerke zusätzlich liefern.

Wie hoch ist dieser Strombedarf in Dunkelflaute konkret?

mh-ing @, Mittwoch, 02.03.2022, 14:49 vor 1436 Tagen @ Martin 1649 Views

Es ist immer nur von kW als Anschlussleistung die Rede, nicht vom konkreten Bedarf in genau dieser Zeitspanne der Dunkelflaute. Wenn z.B. 100kW je h dort notwendig wären, dann wäre das eine Leistung. Sind es aber nur 100kW für 5 Minuten, ist das halt nur 1/20.

0.5% von 60 GW sind 300 MW, nicht 3 GW. (mT)

DT @, Mittwoch, 02.03.2022, 22:07 vor 1435 Tagen @ Martin 1513 Views

0.5% sind 1/200, nicht 1/20.
300 MW sind noch nicht mal ein KKW.
Das ist ein kleines Kohlekraftwerk.
60 GW sind 40-50 KKWs. Leider nicht Grundlast-fähig.

Flaute, nicht Dunkelflaute, und niemals deutschlandweit

Gernot ⌂ @, Mittwoch, 02.03.2022, 21:54 vor 1435 Tagen @ Manuel H. 1630 Views

Das wollte ich schon seit Jahren mal verkünden:

Windstille ist eine meteorologische Ausnahmeerscheinung. Sie liegt stets zeitlich eng begrenzt und lokal, vielleicht selten mal regional, vor, aber nicht deutschlandweit. Die Erde dreht sich weiter, Luftdruck- und Temperaturunterschiede gibt es immer, die Corioliskraft wirkt.
Während es im eigenen Garten mal fünf Minuten lang windstill ist, kann es beim Nachbarn schon wieder wehen, und 20 Meter höher erst recht.
Dunkelheit bzw. fehlender Lichtdruck auf die Rotoren spielt dabei wahrscheinlich eine nicht messbare Rolle.

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