Sind Putin & Lawrow vielleicht Blender und Tölpel, und Annalena Baerbock in Wirklichkeit ein sich tarnendes Genie?

Miesepeter, Montag, 28.02.2022, 11:29 (vor 1438 Tagen) @ Beo23163 Views
bearbeitet von Miesepeter, Montag, 28.02.2022, 11:52

Was müsste Putin tun, um den Krieg doch noch zu gewinnen :

_ 1) die Westgrenzen der U. (zu Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien) abriegeln, evtl. aus der Luft, um den Waffen-/Munitionsnachschub zu unterbinden; dasselbe gilt für die südliche Küste;

Wenn er die Versorgungslinien des Widerstands nicht unterbrechen kann, dann hat er mit seiner gegenwärtigen Armee keine Chance. Das musste er aber vorher wissen, Stingers haben Russland schon in Afghanistan entscheidend geschwächt.

_ 2) alle größeren Städte umgehen und umzingeln = klassische Belagerung, notfalls monatelang (vgl. Leningrad im WK-II). Es wäre in der Verantwortung der Stadtkommandanten, die eigene Bevölkerung verhungern oder ziehen zu lassen, oder sich zu ergeben.
_ 3) sich ausschließlich auf militärische Ziele außerhalb der Städte konzentrieren;
_ 4) natürlich die militärische Lufthoheit nutzen, obwohl langsam und tieffliegende Kampfjets vom Boden aus sehr gefährdet sind (.. erst recht die Hubschrauber).

Fraglich ist letztendlich, in wie weit die klassische Militärstrategie anwendbar ist, in einer Zeit, in der dezentrale Kleinsteinheiten von Partisanen mit Stingern und Javelins teure und schwerfällige Militärtechnik aus dem Spiel nehmen können. Russlands Militär scheint insgesamt eher auf einen grossen Konflikt mit den USA bzw dem Westen ausgerichtet zu sein, wo sie sich selber darauf vorbereitet haben, mit vergleichsweise kleinen und mobilen Einheiten aus einer defensiven Position die kolossale Militärtechnik der USA auszuschalten und dann schnell ins gegnerische Territorium vorzustossen. Jetzt stehen sie aber stattdessen einer grossen Anzahl bestens unterstützter Partisanen entgegen. Diese sind nicht nur schlagkräftig ausgerüstet, sondern dürften auch auf eine weltklasse militärische Aufklärung zurückgreifen können.

Tatsächlich kämpft Putin also bereits gegen die NATO, allein das Schlachtfeld und das ausführende Personal gehören der NATO nicht offiziell an.

Wenn er da nicht ein paar asymetrische Asse vorbereitet hat, und nicht genug Mittel hat, um notwendige taktische und strategische Züge auch durchzuführen, dann wäre er besser zuhause geblieben.

Bisher war jede Reaktion der westlichen Allianz absolut vorhersehbar. Dort sind (auf beiden Seiten) Profis am Werk, vermutlich die besten Militärstrategen der Welt, auf dem Level von Schachweltmeistern, unterstützt von KI („Ich habe mich immer gefragt, wie es sei, wenn eine überlegene Spezies auf der Erde landete und uns ihre Art Schach zu spielen zeigte. Nun weiß ich es.“). Die können sicherlich 1-2 Schritte in einer Entscheidungskette vorausdenken [[zwinker]]

Das kann man von den meisten Otto Normalverbrauchern nicht unbedingt annehmen. Es ist also erst einmal wahrscheinlicher, dass wir noch Überraschungen erleben werden, als dass die russische Armee bereits am 3. Tag einer lange durchdachten miltärischen Aktion politisch und militärisch Schachmatt ist.

Gruss,
mp


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