Da kommt bei hohen Zinsen aber noch einiges an KapEst für Väterchen Staat rein!
Für den Staat bedeutet es nicht nur mehr Belastung bei den Zinskosten, sondern über die Inflation eine Entlastung der Realbürden, und dazu kommen immense Steigerungen der Einnahmen durch die Kapitalertragsteuer, die bei den eigenen Schulden einen Teil der Zinszahlungen sozusagen selbst bezahlt und zusätzlich die vielen Steuern für Kreditzinsen für alle anderen Kreditbeteiligten in allen Bereichen, die dann ins Staatssäckel fließen, dazu inflationsbedingt erheblich höher KAPErtragsteuern, denn der Kursgewinn über die Inflation geht bei faktisch allen Anlageklassen zu einem Drittel in das Staatssäckel, eine gigantische vorgezogene oder durch die Inflation erst entstehende Erbschafts- oder Vermögenssteuer.
Der Staat also wird eine Hochzinsphase überleben.
Was mit einigen hoch verschuldeten Konzernen passieren wird, wenn sie real wieder hohe Zinsen bezahlen müssen? Das wird die frage aller Fragen sein.
DAX 15.000 oder DAX 40.000 ist gerechtfertigt, solange die Realzinsen negativ sind und die Firmen wenigstens etwas Gewinn erwirtschaften, und sei es nur durch die Nutzung der Realnegativzinsen.
Wenn die Realzinsen steigen und die Firmen wieder Gewinne aus der gemeinen Produktion generieren müssen, das aber nicht schaffen, dann kann der DAX auch schnell bei 5.000 herumtorkeln.
Ein kleiner Effekt sind die Belastungen über die Betriebsrenten, mitunter überaus üppig, die über die Geldentwertung verwässert werden. Mancher Versicherer und manche Pensionskasse schafft dann auch wieder auf dem Papier die Gewinnzone. Leider für die Versicherten nur auf dem Papier.
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MfG
LR
Alles ist ein Windhauch.