Nichts anderes führte ich aus - sog. Kissengas kriegt man nicht gefördert
Verstehe deine Grätsche nicht...
Ist wie eine 11 kg Propangasflasche. Bei Umgebungsdruck (~1 bar) hat auch der Rest in der Flasche diesen Druck und den kriegt man nicht mehr raus.
Bei Kavernen und Porenspeichern sowie dem gesamten Rest in der Pipeline braucht man einen gewissen "Gegen"druck, in meiner Ausführung als Vordruck bezeichnet, um über Verdichterstationen noch was raus zu lutschen.
Mit Stickstoff "nachdrücken", so wie man in der chemischen Industrie Rohrleitungen spült und vom Medium entleert, scheidet aus Kostengründen aus und wäre aufgrund der Mengen auch viel zu gefährlich (Stickstoff ist giftig), mit Luft drücken scheidet ebenfalls aus, weil man erst ein explosionsfähiges und dann ein zündfähiges Gemisch herstellt.
Ich gehe davon aus, dass man bereits vor Erreichen des Gaspolster (=Kissengas) an die Grenze der Förderfähigkeit gelangt. Hier stehen dann (An-)Saug und Druckprobleme an.
Ich weiß nicht, wie die Gasverdichter aufgebaut sind, könnte mir aber ein mehrstufiges Turboverdichterverfahren vorstellen. In meiner aktiven Zeit in der Chemie haben wir solche Apparate zum Verdichten von Chlor eingesetzt, um dann gekühltes und verdichtetes Chlor flüssig zu Lagern.
Beim Erdgas erfolgt der Transport in der Pipeline ja gasförmig. Das sich immer weiter verzweigende Netz bis zum Hausanschluss bedingt dabei auch einen stetigen Druckabbau. Druckschwankungen aufgrund eines schlechten Füllgrads der Verdichter hätten m.E. nach auch unangenehme Auswirkungen auf die sog. letzte Meile, also das städtische Netz.
Deswegen glaube ich, dass wir schon in Probleme kommen werden, bevor die errechnete Restmenge erreicht ist.
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Gruß
Der_Chris
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