Klimafolgen - generationenkünftige Adaption; hier: habitables Sibirien?

Wayne Schlegel @, Montag, 31.01.2022, 17:33 vor 1462 Tagen 2795 Views

bearbeitet von Wayne Schlegel, Montag, 31.01.2022, 17:48

Klimafolgen - generationenkünftige Adaption; hier: habitables Sibirien?

A) Hinleitung

Folgt man dem Mainstream, stecken wir akut in einer Klimaerwärmung (genauer: globale mittlere Durchschnittstemperaturerhöhung). Nach Forscher-Mindermeinung kommt dekadenfristig (!) aber eine Eiszeit.

Wohin des adaptierenden Wegs also, nach Sibirien/Kanada/Patagonien oder doch an den Äquator? Vielleicht sogar Plan A und B parallel?

Im nachfolgenden soll es in einem ersten Schritt ausschließlich um eine Analyse von Sibirien und dortiger habitabler Zonen im globalen Klimaerwärmungskontext gehen. Wer apriori da „nicht mitgehen“ mag oder nicht konstruktiv beitragen mag, stoppt hier seine Lektüre. Ist sonst reine Zeitverschwendung. Gibt doch so viele andere schönen Themen.

B) Die Ausgangslage systematisch und zum näheren Erarbeiten

1. Laut Mainstream: Globale Durchschnittstermperatursteigerung in wenigen Dekaden um 3+ Grad
Wird täglich gemainstreamt, Links spare ich mir daher.

2. Laut diametraler Mindermeinung Indizien für
2.1 Mittelfristige (Jahrhunderte) sowieso gen Eiszeit
2.2 Kurzfristige (wenige Dekaden) Eiszeit aus solaren und orbitalen Gründen (Präzession, Milankovic-Zyklen, Orbits, Sonnenaktivitätszyklen …)

Wer sich zu der kurzfristigen Eiszeittheorie informieren möchte:
- Video-Vorlesung Prof. Dr. Ganteför Klimageschichte #9: Zusammenhang von Erdtemperatur und CO2: https://www.youtube.com/watch?v=4AMMKD-sNgo
- Video-Vortrag Prof. Dr. Jörn Thiede: Zeittakt von Eiszeiten: Was steht uns bevor? https://www.youtube.com/watch?v=M3B4hpM6v5Q
- Focus-Artikel 2019: Trotz Klima-Erwärmung: Forscher sagen Mini-Eiszeit wie im Mittelalter voraus: https://www.focus.de/wissen/klima/klimaerwaermung/neue-eiszeit-neue-eiszeit_id_8487796....
- Eike-Klima: https://eike-klima-energie.eu/2022/01/23/weitere-klima-rueckzieher-eine-sich-erwaermend...
Einige Beiträge von MausS, Reffke, Reefan u.a. weisen eher in diese Richtung. Als Beispiel nur: "From Behind The Curtain" - zur nahenden Energie- und Klimakatastrophe Reefan: https://dasgelbeforum.net/index.php?id=580379

C) Zu bevorzugende habitable Gebiete in Sibirien hier im Kontext einer potenziellen globalen Klimaerwärmung

In jeder Anleitungsfibel für den interessierten präventiven Völkerwanderer steht drin:
Prämissen definieren, dann vorhandene Erschließungsachsen angucken, dann auf KO-Kriterien abklopfen, kritische Erfolgsfaktoren, Nutzwertanalyse … und los geht’s.

1. Prämissen

1.1 Durchschnittstemperatur steigt um (heftige) 4 Grad in Gesamt-Sibirien isotrop. Ist natürlich unrealistisch, aber sonst zerfasert es zu sehr.
1.2 Jetzt bereits vorhandene Erschließungsachsen sind zu nutzen.
1.3 Aktuelle staatliche, regionale und lokale Herrschaftsformen (...kratien) für die Habitabilitätsbetrachtung außen vor
1.4 (...)

2. Vorhandene Erschließungsachsen
2.1 Transsibirische Eisenbahn in Ost-West-Richtung
Streckenführungen der Transsib mit Karte und Städten: https://de.wikipedia.org/wiki/Transsibirische_Eisenbahn#/media/Datei:Karte_Transsibiris...
2.2 (Fernstraßenführung aufgrund der Distanzen nachrangig)

3. KO-Kriterien

3.1 Radius 500 km Atomtestanlagen, AKWs, ICBM-Standorte;
3.2 Radius 100 km Giftverklappungsgebiete
3.3 (?)

4. Kritische Erfolgsfaktoren

4.1 kurzest mögliche Zeitspanne an (Perma)frost
4.2 vorhandene einheimische Ethnien
4.3 Bodenfruchtbarkeit
4.4 Insektenplage
4.5 (…)

Kurzum:
Wo könnte es an der Achse der Transsib (Südachse?) Gebiete geben, die eine nähere Analyse lohnen?

Widerspruch in Deiner Kriterienliste zwischen Punkt 2 und 3

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 31.01.2022, 20:52 vor 1462 Tagen @ Wayne Schlegel 1630 Views

bearbeitet von paranoia, Montag, 31.01.2022, 21:00

Hallo Wayne Schlegel,

wenn Du so den Fokus auf Kernenergie und Kernwaffen legst, bedenke folgendes:

https://www.welt.de/politik/ausland/article159876454/Moskau-arbeitet-am-gefuerchteten-A...

So ein Zug fährt dann an Deinem Gartenzaun vorbei. Und wenn dann ein ausländischer Agent den schon mit einem Sender präpariert hat, bist Du eventuell Zielgebiet und weißt es nicht.

Die ICBM-Standorte kennst Du vermutlich nicht.

Leider finde ich die Quelle nicht mehr, aber für die Sowjetunion sei nach einer alten Version des SIOP 1 Sprengkopf für jede Stadt über 50.000 Einwohnern vorgesehen worden.

Wenn Du jetzt Kreise um russische Städte malst (mit welchem Radius eigentlich?), was bleibt Dir dann übrig?

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Danke für Rückmeld. Nicht Beschusswechsel, sondern Unfall an dauerhaften Standorten. Transsib-Risiko aufgrund Streckenlänge m.E. vernachlässigbar (oT)

Wayne Schlegel @, Montag, 31.01.2022, 21:02 vor 1462 Tagen @ paranoia 1476 Views

(oT)

Kenia ist kühler als Deutschland

solstitium @, Mittwoch, 02.02.2022, 20:50 vor 1460 Tagen @ Wayne Schlegel 1096 Views

bearbeitet von solstitium, Mittwoch, 02.02.2022, 20:54

Grad gelesen:

Hab grad mit nem Kenianer gesprochen.
"Ja bei uns in Kenia ist es nicht so heiß, wie in Deutschland"
Ich: "Hä?"

(man kennt ja die Serengeti aus TV Sendungen etc.pp., wie passt denn das zusammen?)

Er:" Es gibt ja nicht nur die Serengeti sondern andere Gegenden. Ja also wir haben immer 25°C niemals 30°C und kaum unter 20°C. Ich war letztes Jahr in Süddeutschland, da ist es mir zu heiß!"

Na ich guck also mal seine Stadt Nakuru in Kenia und der hat die Wahrheit gesagt:
Jahrestemperatur zwischen 24°C und 28°C also Süd-Deutschland ist im Sommer in der Spitze, und das nicht selten, 12 Grad heißer.

https://www.timeanddate.de/wetter/kenia/nakuru/klima


Also der Kenianer, ist ein komplett -Schwarzafrikaner kein KonialEngländer oder Europäer oder sonstwas etwa.

Afrika hat also Gebiete, die kühler sind als Deutschland - war mir neu!


Und woran liegt es?

Bei den Azoren auch deutlich südlicher, verhält es sich meiner Erinnerung nach ja ähnlich. Hier ist es der Atlantik, in Kenia an dem Punkt, ist es die Höhe.

Gucken wir mal nach Südamerika:
Quito direkt am Äquator
https://www.timeanddate.de/wetter/ecuador/quito/klima

Jahresdurchschnitt
zwischen 19°C und 20°C

deutlich kälter und angenehmer als Süddeutschland nebst Schweiz mit 40°C im Sommer.

hier sind es die 2800 m.

Das haben die Indianer früherer Jahre ja auch gemacht, dass sie in die Höhe migrierten, als die Halbinsel Yucatan aufgrund der Abholzung wegen dem ausufernden Pyramidenbau zur Wüste wurde. Bekanntestes Höhen-Ziel Machu Picchu.

Und was haben wir in Germoney?

Die Alpen, also die halbhohen Lagen, das Erzgebirge den Harz. Selbst das Sauerland den Thüringer Wald, die Schwäbische Alb, Schwarzwald, den Bayerischen Wald. Überall gibt es Höhenlagen die sich von den Brutstätten FFM oder Freiburg Breisgau selbst München deutlich angenehm unterscheiden.

Die Küstengebiete Schleswig Holsteins sind aufgrund der Meereslage auch deutlich kühler bei den sonstigen Temperaturspitzen.
https://www.timeanddate.de/wetter/deutschland/husum/klima

Also man kann es auch hier ohne Maxi Temparaturen aushalten, man muss nur wissen wo!
Und dann hört man, es sei genau so angenehm kühl, wie bei uns in Kenia!

--
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=568547
[image]

"...nein, wer NICHT kämpfen will, der fällt genauso!"
(Zur Erklärung, man "fällt" im Krieg, ohne Krieg hieße es man stirbt!)

Von den Pfahlbauten nach Atlantis.

solstitium @, Mittwoch, 02.02.2022, 23:21 vor 1460 Tagen @ Wayne Schlegel 1090 Views

bearbeitet von solstitium, Mittwoch, 02.02.2022, 23:28

Think Big!
Think Bigger!
Think "Von den Pfahlbauten nach Atlantis".


Also geht uns das Plastik aus?

Das schwimmt über die Meere bildet einen nord- und südpazifischen Strudel (wegen der Corioliskraft) und wir überlegen, wo man es klimatisch aushalten könnte – ja ebenda liebe Freunde.

In Uhldingen sind die Pfahlbauten zu besichtigen.
Das soll so grob vor 5.500 Jahren erschaffen worden sein.

Also ein Lebensraum, der aus welchen Gründen auch immer nicht an Land sondern auf dem Wasser, hier dem Bodenseewasser stattgefunden haben soll oder tatsächlich hat.

Die Gründe kann man vielerlei erklären, vielleicht war es Überbevölkerung an Land und nur noch auf dem Wasser war und blieb Platz, weil es sich nicht kartographieren ließ.

Wir wissen es nicht.

Jetzt sind also 5.500 Jahre älter und hinsichtlich Lebensraum auf dem Wasser noch keinen mm weiter?

Geht uns also das Plastik aus?

Aus den vorgenannten Strudeln, ließen sich vor Ort Schwimmkörper bauen, also das Material ist da, es braucht nur noch seinen Einsatzzweck finden, der hiermit benannt sei – Schwimmkörper.

Diese bilden die Grundlage für ein Terrain, welches nach derzeitigen ermessen faktisch nahezu grenzenlos groß sein könnte und auch an keinen räumlichen fixen Ort gebunden sein muss.

Im übertragenen Sinne wäre es mit einer Raumstation auf dem Wasser vergleichbar.

Muss man sich mal vorstellen eine Raumstation, die es nicht gibt, und deren möglicher Ort der Existenz für nahezu Keinen Otto Normalo erreichbar ist kennen wir, aber eine zweckgleiche Seestation kennen wir nicht.

Es sind die vorgenannten Pfahlbauten 5.500 Jahr später und mit einer technischen Neuerung, den nämlichen Schwimmkörpern eben.

Diese brauchen nicht auf dem Wasser sondern bevorzugt eher unter der Wasseroberfläche schwimmen.

Über der Wasseroberfläche sei dann die Plattform beliebiger Größe und flexibel erweiterbar gebildet. Verbindung zwischen den Schwimmkörpern und der Plattform mittels Schwerter, die die Wasseroberfläche in Fließ oder Strömungs- oder Fahrtrichtung schneiden.

(mit diesem Trick wird die Wellen-Bewegung des Meeres auf die Platform nahezu 100%ig ausgeschaltet)

Aus der Differenz zwischen Meeresströmung und Wind, oder den Wellen selbst, kann Energie gewonnen werden – freilich auch aus Solar, wenn an will. Oder ein Gaskraftwerk also Grundlastlieferant. Methan ist in unvorstellbarer Menge unterseeisch vorhanden, muss man nur "abholen".

Stetig wird von neuen Ernährungsgrundlagen für die Menschheit geredet und dass dabei an Algen zu denken sei, nun die genau sind ebenda vorhanden – man wäre faktisch am Produktionsstandort.

Alles was man zum Leben bislang braucht kommt eh aus China und die Containerschiffe fahren allesamt sowieso dort vorbei.

Ferner brauchen Home Office Arbeitsplätze auch nichts anderes als diese Plattform und Strom für den PC.

Dieser Lebensraum kann vor sich hintreiben, da, wo man es als grad aushalten mag. Es regnet entlang des Äquators genauso viel, wie in den Regenwäldern entlang des Äquators also Süßwasser ist reichlich vorhanden und wird nicht einfach ins Meerwasser entlassen, indem man es oberhalb der Plattformen eben auffängt.

Die Temperatur auf See ist immer erträglich.

Sollte es doch mal anders sein, kann ein Wärmetauscher mit dem unmittelbar unter den Schwimmkörpern befindlichem kalten Ozeanwasser Kühle überall hin bringen, wo man will, vollkommen ohne Kühl- Energieaufwand.


Das einzige was uns begrenzt, ist unser Geist, unser Vorstellungsvermögen.

Freilich können wir uns statt dessen auch damit bescheiden, dass das Ende dieser Entwicklung die modellhaft miniaturisiert bestehende baugleiche Badeinsel am gewöhnlichen Baggersee sei.

Big, bigger, gigantischer noch gigantischer denken, dann kommen wir an dem Punkt.

Man stelle sich Flächen dieser Plattform vor oder von aneinandergehängten Plattformen umschlossene Gebiete, von der Größe Berlins Lebensraum für 4 Mio Menschen. Und dergestalt erst eine dann zwei dann drei und dann fünfzig, hundert, tausend!

Ja und irgendwo wollen dann die Schiffe durch, das sind dann Punkte, wie Singapore, wie Panamakanaal, wie Suez mit entsprechender Bedeutung, Einfluss, Macht!

Wer damit anfängt verdient als Erster das meiste Geld von Morgen!

Ich persönlich bin der Meinung, dass das keine Utopie ist, sondern dies auf der Hand liegt und vielleicht längst schon existiert, ohne dass die Masse Kenntnis davon hat.

Welch Sicherheit davon ausgeht, wenn man einer Gruppe habhaft werden möchte, die auf einer autarken treibenden Insel, ähnlich den Urlauberschiffen irgendwo zwischen Australien und Peru leben und heute hier morgen dort sein könnten.

Nur die Schiffe werden von außen versorgt.

Das Ding so zu bauen und zu konzipieren, dass es keine Außenversorgung braucht, dass es keine Schiffe, sondern Plattformen oder Flöße seien – das eröffnet einen Lebensraum für 20 Mrd Menschen, die vollends autark leben könnten ohne das die jetzigen 7 Mrd eine Kenntnis davon hätten oder man sich gegenseitig zur Last fallen müsste.

Und von welcher, der beiden Gruppen sodann die Eroberung des Weltalls als in seiner Größe wirklich unbegrenzt großem Lebenraum eher ausgeht, brauche ich dann wohl nicht weiter zu beschreiben.

Wenn technischer Fortschritt – dann so. Wenn nicht dann lieber alles wieder aufgeben und Leben wie die Amish!

--
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=568547
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"...nein, wer NICHT kämpfen will, der fällt genauso!"
(Zur Erklärung, man "fällt" im Krieg, ohne Krieg hieße es man stirbt!)

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