Jamal ist Auslaufmodell, d.h. wird reduziert
https://www.focus.de/finanzen/news/belarus-konflikt-lukaschenko-und-der-gas-transit-nac...
Gazprom: Auffälliges Buchungsverhalten des russischen Konzerns
Davon zeugt das sehr auffällige Buchungsverhalten des Konzerns. Für das in der Gasbranche am 1. Oktober angebrochene Geschäftsjahr 2021/2022 hat Gazprom in dieser Pipeline keine langfristigen Transportkapazitäten reserviert, er will lediglich kurzfristig, monatlich entscheiden, wie viel er durch die Jamal-Europa pumpen will - wenn überhaupt. So kam in Deutschland im Oktober auf diesem Weg lediglich etwa ein Drittel jener Mengen an, die noch vor einigen Monaten üblich waren. Und Anfang November, noch vor der Drohung Lukaschenkos, stand die Leitung einige Tage gänzlich still oder pumpte Gas sogar in die entgegengesetzte Richtung - von Deutschland nach Polen.
Es hat also den Anschein, dass jene Gaspipeline, mit deren Blockade der belarussische Machthaber der EU zu drohen versucht, zusehends zu einem Auslaufmodell wird.
Russland hält sich wohl an Verträge, aber wie sie diese erfüllt, die Optionen nützt, ist deren Sache. Ich vermute, dass die Russen Druck machen, NS2 frei zu bekommen. Daher wird geschickt gespielt und alle Optionen genutzt.
Es ist ja schlicht absurd, dass Europa im Gasnotstand ist, zugleich aber eine wesentliche Pipeline nicht öffnet. Zudem ist es für die Russen auch von Vorteil, eben Europa am Gashaken zu haben, falls die doch meinen, mit den USA der Ukraine den Krieg zu erlauben.