hier was zum weiter lachen

Weiner, Donnerstag, 23.09.2021, 12:45 (vor 1581 Tagen) @ Das Alte Periskop2460 Views

Da folge ich ja noch lieber @nereus mit seinen Hochgradfreimaurern, wobei die (für mich) auch nur gehobenes Personal in der Schreibstube sind.

Poinsett wurde 1825 zum US-Botschafter für Mexiko ernannt. Er ging hin also dort hin, und begann mit dem Organisieren von Logen. Die katholischen upper-class-mexicanos waren sofort skeptisch, aber es gelang Poinsett, ein Netzwerk aufzubauen und von diesem aus wieder eine Partei zu gründen. Man nannte sie die Yorkinos (wegen dem schottischen bzw. yorkschen Ritus). Unter den Mitgliedern war auch ein hochrangiger General namens Guerrero. Diese ganzen Geschichten brachten natürlich Unruhe in die Gesellschaft und den Staat, und es kam zu (angezettelten) Aufständen. Diese schlug General Guerrero schließlich nieder und war kurze Zeit später Präsident von Mexiko. Poinsett konnte zufrieden nach Washington zurückkehren (später wurde er mal Kriegsminister). Er war Hobby-Botaniker und hat den Weihnachtsstern mitgebracht und zu einem Kulturgut gemacht. Nach @Taurecs Beitrag überlege ich, ob Poinsett vielleicht ein Waldgänger war ...

Gut, so ist es vor 200 Jahren abgelaufen, und noch etwa bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts (P2 in Italien). Aber die jungen Leute kannst Du heute mit schottischen Riten nicht mehr holen. Ist kalter Kaffee für sie. Stattdessen macht man das mit "Fridays for Future" oder "Pussy Riots", und das funktioniert sehr professionell, kann man quasi von der Stange heute einkaufen bei darauf spezialisierten Firmen und Diensten (sogar den Mossad kann man heute kaufen ...).

Und Leute wie die 'covidcollaborative' gehören ebenfalls zu diesem System. Dein Begriff 'Manege' ist deswegen treffend, weil diese Leute Plattformen aufbauen, wo dann die großen Löwen wie der Pfizer-Chef brüllen können. Hier handelt es sich um Veranstaltungen für das Publikum, d.h. zur propagandistischen Kontrolle der Massen. Und das ist ein nicht unwichtiges Element in diesem Business, und ganz offensichtlich funktioniert es.

Das ganz große Kapital versteckt sich. Es muss sich verstecken und tut es auf hundert verschiedene Arten, durch Schachtelfirmen, durch Streubesitz, durch hundertfache Wohn- und Firmensitze auf dem ganzen Globus, durch Schattenmänner und -frauen, durch Wohltätigkeit, durch religiöse Stiftungen. In Russland versteckt sich das Kapital hinter dem Staat, aber selbst das reicht nicht aus, und deshalb transferiert man das Vermögen und die Kinder in den Westen. Die Russen gehören zu den Newcomern und sind deswegen durchweg in Angst, Tag und Nacht (alles wieder zu verlieren und erschossen an einem Strand zu liegen). Die alten Familien im Westen sind da weit gelassener. Manchmal gibt es ein klein wenig Zoff, wie neulich zwischen George S. und Larry F. über die Haltung gegenüber China. Aber das ist eigentlich nur Schattenboxen. Denn man ist sich über die große Linie ungefähr klar. Sicher ist, dass Russland in der jetzigen Form weg muss. Nur so kann man China balancieren. Dafür hat man aber genug Zeit, denn man denkt in Generationen. Jetzt lässt man erst Mal Europa purzeln und schaut zu, wie sich dieses Purzeln auf die eurasische Platte auswirkt, bewegungsmäßig. Und derweil macht man Trara im Pazifik, obwohl der Pazifik komplett Nebensache ist. Der ist nur der dicke Bauch der Weltgeschichte. Der Kopf ist immer noch im Westen.

Weiner


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