Unterschiedliche Verfahren
Ist ja im Prinzip auch nicht verkehrt, es ist nur eben komplexer. :)
Antibiotika richten sich definitionsgemäß gg. Organismen (anti bios = gg. das Leben), d.h. Antibiotika stören z.B. den Stoffwechsel von Mikroorganismen, lösen deren Zellwände auf oder verhindern deren Zellteilung usw.
Antibiotika wirken definitionsgemäß aber nicht gg. Viren, da Viren ja keine Lebewesen sind:
Sie verfügen über keinen Stoffwechsel und können sich daher im Gegensatz zu Bakterien oder Pilzen auch nicht eigenständig aus eigener Kraft bewegen oder eigenständig vermehren.
Der Körper kann auch selbst antibiotische Stoffe erzeugen, die zur Abwehr von Mikroorganismen dienen, z.B. Dermcidin.
Und dann gibt es natürlich Antikörper, die vom Körper u.a. spezifisch für bestimmte Eindringlinge sozusagen maßgeschneidert werden.
In diesem Fall soll die Impfung ja dazu dienen, das Immunsystem mit dem Gegner bekanntzumachen, so daß das Immunsystem sich den Verteidigungsbauplan des Gegners für die Zukunft merken und künftig eine schnelle und zielgerichtete Verteidigungsreaktion erzeugen kann, und all dies idealerweise, ohne die eigentliche Erkrankung auszulösen.
Antikörper richten sich nicht nur gg. Viren, sie können sich auch gg. anderes körperfremdes Gewebe richten, das stellt ja z.B. ein reguläres Problem bei der Implantierung von Spenderorganen dar, die vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und bekämpft werden.
Gibt wohl auch hin und wieder Probleme mit Antikörpern bei Silikon-Brustimplantaten.