HUXIT - Jetzt oder nie?

Ikonoklast, Donnerstag, 26.08.2021, 15:20 (vor 150 Tagen)2868 Views
bearbeitet von Ikonoklast, Donnerstag, 26.08.2021, 15:44

Isten hozta Forum!

ich möchte den Beitrag von @Mirko zum Anlass nehmen, den Gedanken des HUXITs (Austritt Ungarns aus der EU) etwas ausführlicher zu betrachten.

Das Thema HUXIT kam erstmals 2016 im Zuge der von Merkel initiierten Flüchtlingskrise auf das ungarisch-europäische Tablett. Damals wohl eher als Drohgebärde gegen das moralbesoffene Kerneuropa, allen voran Merkeldeutschland mit seinem bunten Empfangskomitees an deutschen Bahnhöfen und tatkräftiger Propagandamaschinerie in Print, Fernsehen und Web. Ungarn konnte sich letztendlich durchsetzen, was die Aufnahme von sog. "schutzbedürfigen Geflüchteten" und den Schutz der EU-Außengrenze angeht.

Nun etliche Jahre und Strafverfahren der EU gegen abtrünnige Länder im Osten später, ist die Welt dank überbordender Geldruckorgien, Corona, (beabsichtigtes) Chaos in Afghanistan und nicht zuletzt der aufziehenden ROT-ROT-GRÜNEN-Gefahr in Deutschland eine andere.

Erneut angestoßen wurde die Debatte um das Ausscheiden Ungarns aus der EU von Tamas Frincz. Frincz ein konservativer Berater der Denkfabrik Alapjogokért Központ (Zentrum für Grundrechte), welche als regierungsnah gilt, bzw. gute Verbindungen zur Regierung nachgesagt werden. Frincz analysiert in seinem Artikel die Probleme (die globalistische Finanzelite, die korrumpierte EU-Organe, Werteverfall etc.) an denen die EU / es in der EU krankt. Anschließend geht er im Text auf das Für und Wider eines Austritts Ungarns ein, wobei seiner Meinung die Vorteile eines Austritts derzeit überwiegen.

Doch warum kommt die Debatte - abgesehen vom schon länger bestehenden Siechtum der EU - nun ausgerechnet jetzt wieder in Fahrt?

Vorschlag 1: 2022 ist Wahljahr in Ungarn (oder nie)
In Ungarn stehen 2022 die Parlamentswahlen an und Orban möchte wiedergewählt werden, wenn möglich mit absoluter Mehrheit. Um sich gegen die Angriffe aus der EU zu Wappnen (Rechtstaatlichkeitsverfahren etc.) stellt er den HUXIT in den Raum um von der EU und insbesondere Deutschland ein Entgegenkommen zu er-kooperieren.

Volschlag 2: Fleundlich lacht del Zastel aus China (jetzt, aber nur ein bisschen)
Orban weiß, dass er in der EU keinen Blumentopf gewinnen wird und und China baut sein Engagement in Ungarn weiter aus. Er wendet sich dem Machtblock Russland-China zu, tritt aus der EU aus und wird zum Bückling der beiden Großmächte. (Würde ich anhand der. ungar. Persönlichkeitsstruktur eher ausschließen, siehe unten)

Vorschlag 3: EXTRA HUNGARIAM NON ESCHT VITA! (Jenseits von Ungarn gibt es kein Leben!)(jetzt)
Wie schon Peter Hammerschlag in seinem Gedicht "Die Ungarische Schöpfungsgeschichte" mit Witz und Humor das Magyarentum trefflich beschreibt: Ein Ungar, bleibt ein Ungar, bleibt... und ist nur sich, seinem Volk und Gott Rechenschaft schuldig. Soll heißen Ungarn geht seinen eigenen Weg und wird die Schweiz Osteuropas. Oder geht strategische Partnerschaften mit Gleichgesinnten ein. Sozusagen eine Ost-EU mit einem intakten Wertekompass.

Vorschlag 4: Orban hat exklusive Infos (jetzt! aber mit Nachdruck)
Orban hat aus ominösen, aber gesicherten Quellen Infos zum bevorstehenden Game Over (neuerdings firmiert GO ja unter Great Reset) und versucht Ungarn mit einem Austritt besser durch die kommende Krise (Reset] zu führen. Hier würde die militärische Aufrüstung Ungarns in den letzten Jahren eventuell dafür sprechen. Eventuelle Blockbildung wie unter Punkt 3 nich ausgeschlossen.

P. S. Mir kam aus Ungarn von deutschen Rentern als Gerücht zu Ohren, dass Ungarn angeblich ein Gesetz gegen Immobilienbesitz in ausländischer Hand plant. Deshalb haben die Rentner Hals über Kopf ihre Immobilien verkloppt und sind zurück zu Mutti-Merkel. Ich habe dann mal in Ungarn angefragt, dort war man ratlos und wusste von keinem Vorstoß Orbans in diese Richtung. Weiß hier eventuell ein Forist oder Leser mehr? Antworten nehme ich gerne als PN von Lesern entgegen.

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Grüße

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