Dazu
Hi,
ZITAT: Als Dostojewski die Legende vom Großinquisitor im Dezember 1879 vor Studenten an der Petersburger Universität vortrug, schrieb er eine Einführung, in der es heißt:
Wenn der Glaube an Christus verfälscht und mit den Zielsetzungen dieser Welt vermengt wird, dann geht auch der Sinn des Christentums verloren. Der Verstand fällt dann dem Unglauben anheim, und statt des großen Ideals Christi wird lediglich ein neuer Turm zu Babel errichtet werden. Während das Christentum eine hohe Auffassung vom einzelnen Menschen hat, wird die Menschheit dann nur noch als große Masse betrachtet. Unter dem Deckmäntelchen sozialer Liebe wird nichts anderes als offenkundige Menschenverachtung gedeihen.
QUELLE: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gro%C3%9Finquisitor
Also 1878 war die Befreiung Bulgariens von den Türken. Dostojewski war ein glühender Befürworter dieser Befreiung. Die russische Armee hatte in diesem Krieg auch ihre Verluste. Der Krieg wurde an zwei Fronten geführt auf dem Balkan und im Kaukasus.
Die offenkundige Menschenverachtung von der er sprach bekam einen Knacks, als die Russen in Bulgarien einmarschierten und sahen, dass die wohlhabenden Bulgaren besser lebten im osmanischen Reich als die russische Oberschicht in Russland.
Insofern ist das eine Kritik Dostojewskis an die soziale Lage der Menschen in Russland.
Russland hatte sich nach 1878 aus Bulgarien zurückgezogen. Es war ihnen nicht genehm die Realität zu akzeptieren. Hiernach unterstützten sie die Serben. Gemeinsam mit Habsburg war Serbien dazu erkoren Bulgarien damals nieder zuhalten. Habsburg hatte ein Interesse Serben und Bulgaren im Krieg zu sehen. Was auch 1885 geschah.
Der Neid war die Quelle des Krieges. Habsburg konnte nicht ertragen, dass Bulgarien wieder auferstand.
Später war Jugoslawien begünstigt und war mit Tito sozusagen ein Teil Habsburgs. Viele aus Jugoslawien konnten in Österreich und Deutschland auswandern und arbeiten.
Gruß