Impulse des Commonwealth

Falkenauge, Montag, 08.03.2021, 10:47 (vor 1760 Tagen) @ Olivia2057 Views
bearbeitet von Falkenauge, Montag, 08.03.2021, 10:53

Diese schillernde Zeremonie der Außenseite verdeckt allzu leicht die wahren Impulse des britischen Commonwealth. Dieses ist ja das Überbleibsel des britischen Empire, als des imperialistischen Weltreiches, das die Grundlage für die Weltherrschaft der Englisch sprechenden Völker bilden sollte.
Bereits Cecil J. Rhodes (1853-1902), wichtiger Impulsator des britischen Imperialismus, schwebte eine anglo-amerikanische Union vor, welche „die Regierung der ganzen Welt antreten“ und „den Frieden der Welt in alle Ewigkeit sichern würde.“
Der mit ihm befreundete W.T.Stead und, wie er berichtete, sowohl die Liberalen unter Lord Rosebury als auch die Koservativen unter Lord Salisbury nahmen diese Idee auf und ergänzten sie mit der einer Föderation der europäischen Staaten, die letztlich unter der Dominanz der anglo-amerikanischen Union stehen müsse.

Lionel Curtis forderte in seinem Buch „The Commonwealth of Nations“ (London 1916), das britische Commonwealth dürfe nicht auf eine Nation oder ein Reich beschränkt bleiben, da es immer wieder durch Kriege bedroht würde, sondern müsse auf die ganze Menschheit ausgedehnt werden, um so den Weltfrieden herbeizuführen. Es sollte ein anglo-amerikanisch geprägtes Welt-Commonwealth geschaffen werden. Philip Kerr förderte diese Idee mit aller Kraft. Um die Welt vor einem Krieg aller gegen alle zu bewahren, sei „die einzige Endlösung der Weltstaat“. Gemeinsam mit Curtis unterstützte er die Paneuropa-Bewegung von Graf Coudenhove-Kalergi.
Das bedeutet: Diesem Ziel dient auch die EU.
Siehe dazu hier.


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