Sehe ich auch so
Hallo Aprizli,
ich verfolge den Bergkarabach-Konflikt auf Southfront, und so wie es aussieht, wird Armenien verlieren. Die haben zu wenig Luftabwehr oder sind nicht entsprechend ausgebildet, das russische Material sinnvoll gegen die türkischen und israelischen Drohnen einzusetzen.
An dem russischen Gerät selbst kannst es nicht liegen, da die Russen Drohnenangriffe auf ihre syrische Basis Hmeimim regelmässig abwehren.
Die Azeris schalten jetzt mit Drohnenangriffen erst die Luftabwehr aus, dann schalten sie Artillerie und Panzer aus und dann kommt der Einmarsch. Für den Einmarsch haben sie Söldner aus Idlibistan, weil die eigenen Männer den Heldentod offenbar scheuen.
Russland ist sauer, weil sich die neue armenische Regierung dem Westen zugewandt hat. Zudem wäre ein Eingreifen zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich schon zu spät bzw. extrem aufwendig.
Dass die Azeris Berg-Karabach angreifen, ist auch reine Eitelkeit, weil es offiziell zum Staatsgebiet gehört. Dort gibt es ökonomisch nichts zu holen.
Für die Armenier ändert sich auch nicht so sehr viel. Die können die Flüchtlinge aus Bergkarabach einfach in Armenien integrieren, da die Bevölkerung sowieso rückläufig ist.
Was eventuelle Gefahren für den Iran betrifft, dazu kann ich nichts sagen.
Klar ist für mich, dass es für die Russen am besten ist, Berg-Karabach aufzugeben und das Geld und Militärmaterial stattdessen nach Syrien zu schicken.
Dort den Fleischwolf Idlib bei Zeiten wieder anzuwerfen, schadet der Türkei, Israel und dem Westen viel mehr und ist erfolgversprechender.
Nebenbei: im Jemen läuft es auch schlecht für die vereinigte westlich-islamistische Front.
Wer sich als westlicher Politikdarsteller mal am antiken Staudamm von Ma'rib ablichten lassen möchte, sollte sich beeilen, denn die Stadt wird wohl bald fallen. Der Westen schrumpft - noch schrumpft er ganz langsam - man muss ganz genau hinsehen an den Rändern, um es zu sehen.
Gruß,
Ötzi