Zur Sars-Cov2-Testqualität

nvf33, Dienstag, 02.06.2020, 12:37 (vor 42 Tagen) @ Manuel H.785 Views

Hallo Manuel H,
s.u. ein Kenntnisstand dazu:

Bislang hab ich nirgendwo Erhellendes gelesen, nur Andeutungen in Nebensätzen oder Leserkommentaren.

1. Es soll verschiedene Tests geben.

Es gibt
a) PCR-Tests auf Virenerbgut, d.h. RNA, und dort auf verschiedene Abschnitte der mutmaßlichen CoV-Sars2-RNA (insgesamt glaube ich 7), das Material dazu wird durch einen doppelten und ziemlich unangenehmen Abstrich aus Mund und dann Rachen genommen, sowie
b) m.E. bislang einen serologische Tests auf Antikörper im Blut, d.h. per Blutabnahme., der sich aber nicht völlig deckt mit den Aussagen der PCR-Tests

2. Mal seien diese absolut zuverlässig, mal zu 65%, dann zu 35%

Hier eine Ringstudie (d.h. viele Labore bekommen die gleichen Proben, mit, ohne und mit anderen Corona-Viren) zum PCR-Test: https://www.instand-ev.de/System/rv-files/340%20DE%20SARS-CoV-2%20Genom%20April%202020%...
sowie eine journalistische Aufbereitung dazu: https://multipolar-magazin.de/artikel/warum-die-pandemie-nicht-endet
Kurz: Ca. 1% Falsch-Positive ganz ohne Viren, und fast 10% bei Anwesenheit von Corona-Viren , die nicht Sars-Cov2 sind.

3. sie seien alle nicht validiert.

Ja, korrekt. Und das ist ein erhebliches Problem. Tatsache ist z.B. das die sonderbaren Grenzwerte, die man in der Regierung so behauptet (z.B. 50 Testpositive pro 100.000 Einwohner) schon ganz unabhängig von der Beziehung zwischen Testergebnis und Symptomatik höchstgradiger Schwachsinn sind. Ganz ohne Infizierte liefert die derzeitige Testpraxis einfach schon über 1000 Falsch-Positive! Die Infizierten-Zahlen kann man also komplett in der Pfeife rauchen. Was die "Corona"-Symptome angeht, so ist es denkbar, dass die überhaupt nichts mit den Viren zu tun haben, sondern z.B. iatrogener Natur sind, oder psychosomatisch (beides kann einen übrigens umbringen, und vor allem letzteres ist daher auch keine Bagatelle für oder von Nervenschwachen).

4. die Labors hätten entscheidenden Einfluss auf das Testergebnis, jenachdem wie oft repliziert werde. Würde man lange genug replizieren, erhalte man bei fast jedem Test ein positives Ergebnis.

Siehe die Ringstudie oben.

5. die Bereitstellung des Tests koste mal 35€, mal 100€ zzgl unbekannten Laborkosten und evtl Ärztehonoraren.

Na das hängt sicherlich auch mit der Güte des jeweiligen Labors zusammen, z.B. auch auf wieviele Gen-Orte getestet wird. Bei Drosten anfangs auf drei, derzeit meistens nur noch auf einen.

6. Die Firmen, die sich diesen unglaublich großen Markt aufteilen, müssten doch bei jedem Aktienguru die Top Kaufempfehlung sein.

Wohl möglich, aber das gilt m.E. im Pharmabereich generell, neben Rüstung die wohl robusteste Branche (in mehrfachem Wortsinne). Das Hochbuchen passiert ja seit längerem schon über die dehnbarsten Bereiche unserer Psyche, nämlich über Angstfantasien. Bei Gesundheit ist da die Toleranz noch etwas unverbrauchter als bei Terrorismus und Klima.

Friede sei mit Euch
nvf33


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