Corona-Test-Kit von TIB Molbiol (Berlin) kostet 2,50 Euro
und anscheinend haben die so viele davon, dass sie diese Tests sogar verschenken können
Hallo helmut-1,
@Jazznow hatte bereits auf Olfert Landt verwiesen. Dieser ist Gründer und Inhaber von Tib Molbiol (Berlin) und erklärte in einem Gespräch mit "Der Tagespiegel":
[Zitatanfang] So ein Set besteht aus einem Plastikbeutel mit einer etwa zwei Zentimeter langen Plastikampulle, die einige Körnchen enthält und besagtem Beipackzettel. Das Set wiegt nur 14 Gramm, ist also klein und leicht genug, um es in einem Standardbrief zu verschicken. Damit lassen sich 96 Tests durchführen – bei Verdünnung sogar die doppelte Menge, verrät Landt. [...]
[Hier sollte eigentlich ein Bild von diesem Testkit aus dem Artikel erscheinen, es gelingt mir nicht. Kann mal jemand schauen, warum?]
[Danke Meph, nun erscheit das Bild an der vorgesehenen Stelle]
![[image]](https://m.tagesspiegel.de/images/tagesspiegel/25602432/2-format4040.jpg)
Rund 2,50 Euro koste einer seiner Tests, erklärt der Firmeninhaber. Mit Arbeitskosten und dergleichen dürften die Labore eigentlich nicht mehr als zehn Euro verlangen, rechnet er vor. Dass ein Test um die 300 Euro kosten solle, könne er sich nur mit einer „riesigen Geldverschwendung“ erklären. [Zitatende]
Mit "riesigen Geldverschwendung" drückt sich Herr Landt m.E. sehr zurückhaltend aus. Müsste man nicht eher von schamloser Ausnutzung der Not sprechen? Oder soll so verhindert werden, dass Otto Normalinfizierter sich Gewissheit verschafft?
Trotzdem irritiert mich, dass so viele Länder, gerade auch im asiatischen Raum, diese Schnelltests zur Verfügung haben, und Deutschland als Hochtechnik-Land hat keinen.
In dem Artikel ist ja nur von einer (1 Stück), Verzeihung, Klitsche, die Rede. Wieviele mag es noch geben, die diese Testkits raushauen könnten, wie der Großbäcker seine Brötchen?
Verdacht: Man müsste diese Tests nur bestellen.
Vermutlich dachte Herr Landt ganau daran, wenn er sagte: "Wir erleben ein kapitales Versagen der Administration", was so auch bereits von Herstellern von Schutzausrüstungen beklagt wurde.
Oder ist Deutschland eigentlich kein Hochtechnik-Land mehr?
Verdacht: Noch vorhandene High- und Lowtech weiß langsam niemand mehr zu nutzen.
Kennt vielleicht jemand von den Lesern noch eine Adresse einer Firma in Deutschland, die Schnelltests herstellt oder (vielleicht von einem ausländischen Hersteller) anbietet?
Siehe oben. Ansonsten mal bei den Herstellern von Pulverdosieranlagen fragen, wer von Ihren Kunden patentfreies Pulver in Plastikampullen abfüllen könnte, wenn er wöllte und söllte.
Das staatliche Unvermögen (oder dessen Unwille?) ist zum Kotzen.
Viele Grüße