Die Macht der Gewohnheit ist unglaublich mächtig

trosinette, Mittwoch, 04.03.2020, 16:19 (vor 2170 Tagen) @ SevenSamurai1254 Views

Von dieser Unersättlichkeit sind weiß Gott nicht ausschließlich Bankstern befallen.

Das stimmt. Aber wie bekommt man das in den Griff?

Eine gute Frage, die ich leider nicht beantworten kann.

Wir belehren uns nicht selbst, sondern die Ereignisse belehren uns. Deshalb befürchte ist, dass wir die schlechten Gewohnheiten, die die Geldwirtschaft aus uns herausgekitzelt hat, erst in den Griff bekommen, wenn wir richtig im Dreck liegen. In der Regel nimmt der Mensch grundlegende Veränderungen in seinem Wesen erst vor, wenn er hilflos und voller Verzweiflung am Boden liegt. Bis dahin wurstelt man sich mit den alten Gewohnheiten ohne Ende bis zum Ende durch. Durchwursteln ist auch viel Energieeffizienter. Wandel ist dagegen anstrengend.

Und ist es, weil es auch andere betrifft, schon gut?

Der Mensch ist nach meiner Meinung in seinem ursprünglichen Wesen für die Geldwirtschaft nicht besonders gut geeignet.

Von seinem Ursprung her halte ich den Menschen primär nicht für ein rational konkurrierendes Individuen, sondern für ein empathisches und kooperierendes Gemeinschaftswesen. Die Gemeinschaft ist dabei gemäß Dunbar-Zahl zu verstehen. Mit Gemeinschaft im globalen oder nationalen Maßstab ist der Mensch augenscheinlich überfordert. Deshalb lassen sich Gemeinschaft im globalen oder nationalen Maßstab nur durch Zwang und Gewalt konstituieren und aufrechterhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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