Genau das habe ich erwartet
Eigentlich interessiert es keinen. Hätte mich auch gewundert.
Es ist die neue Zeit angebrochen. Das, was für unsere Vorfahren wichtig war, gilt nichts mehr. Wir bemängeln, dass wir unsere Identität verlieren, aber wir selbst wissen gar nicht mehr, wo wir herkommen und was für unsere Vorfahren wichtig war. Wir haben vergessen, dass das Deutschtum in der Nibelungensage verankert ist, die sich geografisch zwischen Südtirol und dem Odenwald abgespielt hat. Da gabs noch keine Staatsgrenzen von Italien, Österreich und Deutschland.
Aber wir beweinen, dass uns dieses Deutschtum, dessen Wurzeln wir uns gar nicht mehr bewusst sind, durch die Übervölkerung von anderen Kulturen genommen wird. Ich denke, dass es für die meisten die Veränderung ist, die den Leuten zu schaffen macht. Der Verlust eher weniger, - weil da müsste man sich eigentlich konkret daran erinnern können, was einem verloren gegangen ist. In der Summe kann man es so benennen, dass es die Werte des christlich geprägten Abendlandes sind, die abhanden kommen.
Nein, ich gehöre nicht zu denen, die sich an importieren "Feiertagen" wie Halloween, etc. ergötzen. Mit geht auch der Valentinstag am A. vorbei, aber am 24. Februar, wenn der "Tag der Liebenden" in Rumänien abgehalten wird, der auf jahrhundertelange Tradition zurückblickt, da bekommt meine Frau eine Anerkennung aus dem Blumengeschäft. Auch hier ist es eher eine Minderheit, die sich an diesen Tag erinnert.
Es hat nicht mit Bigotterie zu tun, wenn man Tage wie den 2. Februar realisiert. Auch meine christliche Einstellung ist davon nicht abhängig, - da habe ich im Umgang mit den Leuten um mich herum (Nachbarn, Angestellte, etc.) genügend Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen.
Aber es imponiert mir, wenn die Leute hier in Rumänien am Ostersonntag, und auf den Dörfern noch eine ganze Woche danach, einander nicht mit "Guten Tag" oder sonst was begrüßen, sondern mit den Worten: "Hristos a ÃŽnviat!" (= Christus ist auferstanden) und der Gegrüßte antwortet: "Adevărat a înviat" (= Es ist wahr, er ist auferstanden).
Das gabs mal vor langer Zeit auch in den deutschen Landen, - es ist, wie so vieles, verloren gegangen. Wichtig? Oder nicht? Anstatt den Leuten aus den anderen Kulturen klar zu machen, dass z.B. am 2. Februar Mariä Lichtmess begangen wird (und da ist es sch.egal, ob man das als Evangelischer anders sieht), äußern wir uns höchstens in der Form, indem wir sagen "Sch. Islam".
Wenn die Kerle aber ihren Ramadan begehen und den Abschluss feiern, dann schweigen wir diskret, weil wir ja so tolerant sind. Wir sind nicht tolerant, wir sind eigentlich nur mehr krank. Aber wir wissen es nicht. Ein altes Sprichwort besagt, - dass derjenige, der nicht weiß, wo er herkommt, auch nicht wissen kann, wo er hingeht.
Wenn wir all das abstreifen, was unsere Vorfahren hochgehalten haben, dann müssen wir uns darauf verlassen, dass uns IM Erika sagt, wo es lang geht. Wir selbst wissen es nicht mehr, wir haben es vergessen. Wir tun nur mehr so, als ob wir es wüssten.
Die anderen Kulturen, egal, ob Moslems, Jesiden, Hindus, etc., - die haben das nicht vergessen. Das ist deren Kapital. Und aus diesem Grunde bin ich froh darüber, dass ich reich bin. Nicht so sehr an Penunzen, aber an Tradition. Und genau das gebe ich an meine Kinder weiter, und an meinen Jüngsten sogar von zwei Nationen.