Der verwirrte Sinn
Er kommt mit seinem "Gruenen Paradox" schon ziemlich nahe an den Kern des ganzen, verwirrt aber dann mit verschiedenen widerspruechlichen Theorien. Er haette Jevons (1835-1882) nur zitieren muessen: effizientere Technologien erhoehen immer den Resourcenverbrauch, sie veringern ihn unlogischerweise nicht, daher eben "Jevons' Paradox". Paradoxe sind schwer zu verstehen, er haette es bei empirischen Beobachtungen der letzten Jahrhunderte belassen sollen.
Seine Lobby fuer die Atomkraft entbehrt leider jeglicher oekonomischen Sinnhaftigkeit. Entweder muss sie vom Staat subventioniert werden oder rein privatwirtschaftlicher Atomstrom wuerde 3-30 Euro/kWh kosten. Der Verweis auf neuere Atomkrafttechnologien ist sehr vage, denn als Oekonom muesste er das mindestens mit der wirtschaftlichen Machbarkeit und Rentabilitaet dieser neuartigen Anlagen auch begruenden muessen.
Noch verwirrter wird es, wenn er wirtschaftliches Wachstum mit Oekologie verbinden will. Allein die Art des Primaerenergieerzeugers reduziert nicht den Resourcenverbrauch bei steigendem Resourcenbedarf (er pocht ja auf Wachstum). Auch wissenschaftlich scheint er noch einige Felder vor sich zu haben, andernfalls haette die Exponentialfunktion und der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik seine Vorschlaege schon laengst in Frage gestellt.
Eigentlich sehr schade fuer einen Top-Oekonomen, der sonst nicht immer mit dem Mainstream schwimmt und faehig ist, kritisch zu denken.
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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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