Der Stern von Bethlehem

Weiner, Mittwoch, 29.01.2020, 10:42 (vor 2204 Tagen) @ Oblomow2108 Views

Sehr schöner Text, Oblomow, dafür gibt es 5 Sterne!

Eine Frage bleibt offen:

Arm und geplagt war der Mensch seit Anbeginn, nur es waren eben alle arm und geplagt.
Plötzlich waren aber einige etwas mehr geplagt und andere etwas weniger.

Eigentlich steckt da genau die zentrale Frage. Sie setzt sich aus zwei Teilfragen zusammen:

1) Warum gibt es Differenzen in den Fähigkeiten und Schicksalen menschlicher Individuen, und wie verteilen sich diese Differenzen in Raum und Zeit?

2) Wie gelingt es gewissen Individuen, sich zu organisieren und gruppendynamische Prozesse anzustoßen, die wiederum zu befristet stabilen sozialen, meinetwegen gerne auch 'debitistischen' Systemen führen, und sind solche Prozesse und stabilen Phasen eventuell ebenfalls nicht zufällig in Raum und Zeit verteilt.

Hier, in der zeitlichen Verteilung, liegt der Schlüssel. Vor ein paar Tagen lief wieder die Doku über die Kriegeraffen (Schimpansen, Ngogo in Uganda), die ich mir dann halt zum zweiten Male angesehen habe. Wahrscheinlich gebe ich mir einen Stoß und frage bei dem Forschungszentrum an, ob sie mir die Zeitstempel der wichtigsten Ereignisse geben wollen. Denn "die Zeit" hat eine eigene Ordnung. Sowohl vom Inhalt her (Qualität eines Ereignisses) wie auch von der Zahl (Zeitpunkt).

PS: Ich bin sehr gespannt auf Deine Zukunftsschau. Ich stelle mir einen
Menschen vor, der so um 1000 vor Christus sagt, was 2000 nach Christus
abläuft. Ein Kinderspiel, vermute ich,

Nein, leider nicht. Muss man unendlich viel Material zusammentragen, verstehen und sortieren und berechnen. Aber es geht. Sonst hätten die Drei aus dem Morgenland den Stall nicht gefunden.

Falls das nicht ein Märchen ist ...

Grüsse, Weiner


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung