Der Bandenkrieg in Haiti als Staat 'in statu nascendi' – als Staat im Zustand des Entstehens

Ostfriese @, Dienstag, 12.03.2024, 11:00 vor 125 Tagen 3152 Views

Hallo auf dem Forum

Die Aussage: "Kein Staat der Neuzeit anders als durch Gewalt entstanden." aus dem Handbuch der Gewaltforschung lässt Paul C. Martin in seinem sehr langen Posting

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=365728 Re: 'Gerechter Staat' - Tribut-Dank-Ultimatum-Spiel verfasst von dottore, 09.10.2006, 15:18

vor dem Hintergrund des machtbasierten Debitismus zu der Erkenntnis reifen, dass eben nichts neues passiert und damit gilt: Der nächste Staat entsteht.

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https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=360208 Re: Dann bohr doch mal die kriminelle Vereinigung 'Staat' an! verfasst von dottore, 31.07.2006, 15:39

→ Hi Valerie,

der "nervus rerum", den es anzubohren gilt, ist nichts anderes als die mafiose Struktur Staat.

Dazu die höchst unverdächtige Wiener Professorin Eva Kreisky (über eine ihrer Vorlesungen):

"Mafia, Staat und Männlichkeit"

"In dieser Spezialvorlesung wird versucht, Zusammenhänge zwischen Staatsbildung/Staatszerfall und Phänomenen wie Banditentum, Mafia, organisierter Gewalt und Bandenkriegen zu diskutieren. Die Entstehung des Staates aus dem Banditentum sowie der Übergang des erodierenden, zerfallenden Staates in mafiose Strukturen bilden das Kernthema der Vorlesung.

So wie sich in mafiosen Strukturen Staatsmomente aufspüren lassen, sind auch in (National-) Staaten mafiose Momente präsent. Sowohl der Staat wie auch die Mafia sind als Institutionalisierungen von Männlichkeit zu sehen, die in einer Ära der Globalisierung und Transnationalisierung entscheidende Transformationen durchmachen. Das Thema der Vorlesung hat Relevanz für Staatstheorie und Geschlechterforschung, aber auch für internationale und vergleichende Politik."

Aus der Fülle der Arbeiten, die sich mit dem Staat als stationären Banditen oder hochleistungskriminelle Vereinigung beschäftigen bitte diesen zentralen Aufsatz zur Kenntnis nehmen:

https://doczz.net/doc/6140496/mafia--staat-und-m%C3%A4nnlichkeit

Davon hatte der tüchtige und querdenkende Eric Hoffer keine Vorstellung.

Ich darf daher seinen Text wie folgt lesen - in [...]:

Der Versuch, verbrecherische Taten [den Staat] zu rechtfertigen, hat möglicherweise schlimmere Folgen als die Tat [der bis dahin zu beobachtende Staat] selbst. [Staatliche] Verbrechen der Vergangenheit zu rechtfertigen [den Staat weiterhin als 'gerechtfertigt' anzusehen], bedeutet, den Samen für [seine] zukünftige Verbrechen zu legen.

Tatsächlich ist die Wiederholung eines Verbrechens [des Staates] manchmal Teil der Rechtfertigung [seiner Existenz und seines Treibens]: wir begehen es wieder und wieder [der Staat begeht es wieder und wieder und wir lassen die Staatsmacht wieder und wieder gewähren], um uns selbst und andere davon zu überzeugen, es [der Staat] sei normal und nicht abnorm.

https://beruhmte-zitate.de/zitate/136139-eric-hoffer-der-versuch-verbrecherische-taten-... The Passionate State of Mind. New York: Harper & Brothers, 1954

Your turn!

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Gruß - Ostfriese

Das gilt universell für jeden Staat - also nicht nur für den neuzeitlichen...

Kaltmeister ⌂ @, Dienstag, 12.03.2024, 12:48 vor 125 Tagen @ Ostfriese 1862 Views

bearbeitet von Kaltmeister, Dienstag, 12.03.2024, 13:00

“When you vote, you are exercising political authority - you're using force. And force, my friends, is violence. The supreme authority from which all other authorities are derived.” [...]
"Naked force has settled more issues in history than has any other factor. The contrary opinion, that violence never solves anything, is wishful thinking at its worst. People who forget that always pay.”

Zitiert aus dem Film "Starship Troopers" nach einem gleichnamigen Roman von Robert Heinlein. In dem Buch kommt das Zitat so aber nicht vor, wenn ich mich richtig erinnere. In der deutschen Synchronfassung übrigens auch nicht, die ist politisch korrekt überarbeitet.

Filmsequenz - Starship Troopers

Daß eine kleine Minderheit eine große Mehrheit beherrscht und zur koordinierten Arbeit zwingt, ist meiner Ansicht nach der wesentliche Kern des Staates; eine Erfindung der Jungsteinzeit, wahrscheinlich ist das die eigentliche "Neolithische Revolution" (und erst in zweiter Linie die Einführung von Ackerbau und Viehzucht). Wir finden dieses Prinzip schon bei den ältesten, vorzeitlichen Staaten. Das ist aber keineswegs, wie viele meinen, grundsätzlich schlecht oder verwerflich, im Gegenteil: Alle Errungenschaften unserer modernen Zivilisation beruhen darauf. Eine egalitäre Ordnung hätte niemals auch nur irgendeine Zivilisation hervorbringen können, wir würden noch heute unter altsteinzeitlichen Bedingungen leben. Die Frage ist nur, wer von wem beherrscht wird. Bitte diesen letzten Satz nicht überlesen, das ist der entscheidende Punkt. Bei wem liegt die Macht? Ein guter Staat ist einer, in dem die Macht in guten Händen liegt. Das ist in unserer (westlichen) Gegenwartsgesellschaft nicht der Fall.

Ich empfehle in diesem Zusammenhang immer die zeitlosen Ausführungen zu Beginn des Standardwerks von Franz Oppenheimer: Der Staat (1909). Hier ist eine leicht gekürzte Fassung, in der ich versucht habe, alle wichtigen Passagen auf möglichst engem Raum zu konzentrieren:

http://www.reconquista.jetzt/index.php?id=855&tx_ttnews[tt_news]=886&tx_ttnews[...

P.S.: Dank für die interessanten Überlegungen und Verweise!

Oppenheimer schreibt, dass jeder Staat "seiner Entstehung nach ganz und seinem Wesen nach auf seinen ersten Daseinsstufen …

Ostfriese @, Dienstag, 12.03.2024, 17:00 vor 125 Tagen @ Kaltmeister 1818 Views

Hallo Kaltmeister

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich empfehle in diesem Zusammenhang immer die zeitlosen Ausführungen zu Beginn des Standardwerks von Franz Oppenheimer: Der Staat (1909).

Ich möchte im Zusammenhang mit Franz Oppenheimer und zwecks Wahrung des Erbes unseres Forumsmentors Paul C. Martin, des Begründers des machtbasierten Debitismus, dessen Beitrag

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=366884 Re: Von Wanderstaaten oder: Warum haben Kapitalisten nicht Bonität AAAA? verfasst von dottore, 26.10.2006, 16:13

vollständig zitieren.

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→ Hi Wal,

1. Du beginnst deine Staatsableitung mit der beginnenden Sesshaftigkeit der Völker, also rund 8.000 bis 10.000 v. Chr.

Nein. Staat hat mit Sesshaftigkeit nichts zu tun. Wir kennen aus Geschichte und Gegenwart Stämme noch und noch, die sesshaft waren/sind, aber niemals Staat, die akephalen sowieso nicht. Die kephalen kennen zwar Chiefs, aber aus dem Chiefdom folgt keineswegs, dass es sich beim kephalen Stamm um einen Staat gehandelt hätte. Dies hatte Marx übersehen bzw. konnte er mangels Kenntnis der Forschungsergebnisse über frühe Stämme, die wir heute haben, überhaupt nicht wissen.

Auch das schöne Fach Soziologie, deren zwei größten deutschen Koryphäen Max Weber und Franz Oppenheimer beim Tode Marx‘ (1883) noch recht unbedarfte Jünglinge waren (beide *1864), war ihm unbekannt und das immense Faktenmaterial, das die Soziologie inzwischen zusammengetragen hat (erster spezieller Lehrstuhl 1919), ebenfalls. Wir können nicht so tun als sei die gesellschaftswissenschaftliche Welt 1883 stehen geblieben.

Oppenheimer wurde schon mal zitiert, wird aber gern wiederholt: Ausweislich der der quellenbasierten Historiographie, schreibt er, ist jeder Staat … fast ganz eine gesellschaftliche Einrichtung, die von einer siegreichen Menschengruppe einer besiegten Menschengruppe aufgezwungen wurde mit dem einzigen Zwecke, die Herrschaft der ersten über die letzte zu regeln und gegen innere Aufstände und äußere Angriffe zu sichern. Und die Herrschaft hatte keinerlei andere Endabsicht als die ökonomische Ausbeutung der Besiegten durch die Sieger. Kein primitiver Staat der Weltgeschichte ist anders entstanden."

Die Origin-of-State-Debatte, die Robert L. Carneiro 1970 angestoßen hat, bestätigt dies inzwischen: Es entstehen Staaten nicht durch Krieg allein, sondern, wenn der Krieg zur Eroberung führt, die sich ihrerseits aus der Notwendigkeit ergibt, den Eroberer-Stamm physisch zu erhalten bzw. den physischen Erhalt produktiver zu gestalten - ganz simpel dadurch, dass Ober-Stamm A Stamm B für sich arbeiten lässt, siehe Sparta und die Messener bzw. die Heloten. Kein Spartaner hätte selbst den Buckel krumm gemacht.

Der wichtigste Schüler Oppenheimers war Erich Preiser, der sich besonders um die Verteilungstheorie verdient gemacht hat. Verteilung ist nach meiner bescheidenen Interpretation auch die zentrale Fragestellung von Karl Marx. Mit den Finessen der modernen VT (Grenzproduktivität, Substitutionselastizität, die Theoreme von Stolper/Samuelson oder Heckscher/Ohlin, usw.) konnte sich Marx ebenfalls nicht beschäftigen, da er sie nicht kannte. Die Verteilung in Stämmen (Stichworte: reziprok, redistributiv, Big-Man- und LU.GAL-Phänomen) ist inzwischen in einer Tiefe untersucht und dargestellt, die Marx nicht kennen konnte.

Das ist soweit verständlich, als erst mit der Sesshaftigkeit auch dauerhafte politische Gebilde als Machtüberbau über der Gesellschaft entstehen.

Mit Staat hat das überhaupt nichts zu tun. Politisches Gebilde ist ebenso ein Leerwort, wie Machtüberbau oder Gesellschaft.

Tatsache ist aber, dass die Menschheit die längere Zeit (ich nehme - mehr oder minder willkürlich den Zeitraum um 50.000 bis 10.000 v. Chr.) nomadisch und auf Wanderschaft gelebt hat, also von Sammeln, Jagen und Viehzucht. Was solche Horden bzw. Stämme produzierten, erjagten und erbeuteten war immer gemeinsamen Eigentum, das nach festen Regeln unter alle verteilt wurden. Nachzulesen in Homers Ilias oder zu studieren bei ethnologischen Forschungen von indianischen und anderen Gesellschaften.

Ganz richtig. Nur: Wie kommen wir von Horden bzw. Stämmen zu Staaten?

Siehe auch meine Arbeit über die Entwicklungsformen des Handels. Der Handel entwickelte sich ohne staatlichen Zwang und ohne staatliche Einmischung ganz naturwüchsig, wie Marx es nennen würde.

Keineswegs. Schon das Wort naturwüchsig (Wachsen wie ein Baum - und dann? Warum wächst er nicht immer weiter? Warum stirbt er ganz natürlich ab?) zeigt, dass hier zu einer Metapher gegriffen wird, die gar nichts aussagt, demnach eine Aporie anzeigt.

Wo wäre denn der Handel der Indianer und anderer Stämme und Horden? Wo waren ihre Märkte? Sie waren auch lange genug unterwegs bzw. sesshaft und kein entsprechender Naturwuchs hat sich eingestellt. Nanu! Wir hatten den Handel schon des Öfteren diskutiert. Nirgends findet sich ein Beispiel, dass sich Händler in staatenlosen Gesellschaften entwickelt hätten oder dass sie eine rätselhafte Schicht vor (oder gar außerhalb?) von Staaten gegeben hätte.

Es gibt Austausch in allen möglichen Varianten zwischen Herrschern, siehe die Amarna-Korrespondenz, die Marx nicht kennen konnte oder den Potlatch und die Kula-Ringe, die auch erst Jahrzehnte nach seinem Ableben entdeckt wurden. Auch kannte er nicht den - inzwischen durch zahlreiche Tontafelfunde verorteten - DAM.GAR, der Palasthändler war (royal agent) und der ohne staatliches Geleit niemals aufbrach. Für das spätere Mykene galt dasselbe.

Die DAM.GAR (später tamkaru o.ä.) waren abgabenverpflichtet, wie sich überhaupt nirgends ein Handelsplatz findet, bei dem der Staat nicht abkassierte (Marktrechte usw.) und dies bis heute (Umsatzsteuern usw.). Es gibt auch keine griechische Agora, die nicht von Amts-, Verwaltungs- und/oder Magistratsgebäuden umstellt war.

Sobald dann und wo dann eine Staatsmacht etabliert war, monopolisierte die Staatsmacht den Außenhandel, und ursprünglich war jeder Handel zunächst Außenhandel.

Es existiert kein vorstaatlicher Außenhandel, den die Staatsmacht hätte monopolisieren können. Es lief genau umgekehrt: Der Austausch, siehe eben, startete als der zwischen Staatsmächten und die damit betrauten Agenten konnten aus der Arbitrage, also dem, was nach Abzug ihrer Zwangsabgaben verblieb, private Geschäfte betreiben. Den staats- bzw. abgabenfreien Händler hat es schlicht nie gegeben.

Das Staatsoberhaupt steht hier aber nur in der Tradition der früheren Repräsentanten der Gesellschaft, die durchaus keine staatliche Gewalt innehatten, sondern die Sprecher (Häuptlinge) ihrer Gemeinschaft und damit die Verhandlungspartner (Handelspartner) nach Außen waren. Mit beginnender Sesshaftigkeit

Klartext also: Vor der Sesshaftigkeit, also bevor sie beginnend war, zog die Gesellschaft umher? Du meinst nicht im Ernst Wanderstaaten mit Wanderstaatsoberhäuptern und unsesshaften Handelspartnern, die demnach im wahren Sinn des Wortes fliegende Händler gewesen wären?

werden alle ursprünglichen gesellschaftlichen Gewohnheiten noch tradiert, bis sie sich endlich als Staatsmacht verfestigen.

Was konkret heißt verfestigen und wie hat man sich das vorzustellen?

Vor der Staatsbildung wurde z.B. Kriegsbeute vom (gewählten) Heerführer (Häuptling) verteilt, der aber keineswegs Eigentümer der Beute war.

Wir reden nicht von vor der Staatsbildung, sondern nach der Staatsbildung und nicht von Beute, sondern vom Tribut (laufende Abgabe). Die Wikinger (Normannen) teilten als Stamm die Beute, waren aber kein Staat. Auch der Tribut wurde noch verteilt, siehe die weit verstreuten Hortfunde. Nachdem aber des Tribut-Territorium besetzt war, z.B. England 1066, gehörte das gesamte besetzte Territorium dem Chef der Eroberer (daher das schöne Wort Kronland), bei den Römern (ius occupandi - die Provinzen wurden vom Staat zur Plünderung freigegeben, siehe Cicero ad Verrem) und den Spaniern war es ganz genau dasselbe.

Siehe in der Ilias den Konflikt zwischen Achilles und dem Heerführer Agamemnon, der sich als Eigentümer der Beute aufführt und Achilles die hübscheste Sexbeute wegnimmt. Achilles und seine ganze Mannschaft treten daraufhin in Streik. Agamemnon hat keine Macht über Achilles und muss nach mehreren verlorenen Schlachten vor Troja den Achilles kniefällig um Verzeihung und um Teilnahme am Kampf gegen Troja bitten. Das ist das Hauptthema der Ilias: Kriegsbeute ist gemeinsames Eigentum und nicht Eigentum eines politischen Oberhaupts.

Ganz richtig. Nur wurde Troja vernichtet (einmal Beute und weg) und nicht abhängig gemacht, da das trojanische Territorium nicht in das irgendeines griechischen Stammesführers (oder Oikos-Herrn) eingegliedert und dann Eigentum dieses Stammesführers geworden wäre. Odysseus kehrt auf sein Eigentum (Ithaka) zurück ohne, dass er Troja besetzt hätte, die anderen Griechen genauso. Der Trojanische Krieg ist zwar schön zu lesen, trägt aber zum Thema Staatsbildung überhaupt nichts bei.

Nach der Staatsbildung wird das Staatsoberhaupt ganz selbstverständlich Eigentümer der Kriegsbeute, und in zentralverwalteten Staaten auch der Obereigentümer aller anderen Wirtschaftsleistungen.

Richtig, siehe eben. Aber der Staat bildet sich nicht (wie denn? Etwa per Gesellschaftsvertrag?) aus dem Stamm heraus, sondern erst, nachdem Stamm A Stamm B territorial (= inklusive aller dort Befindlichen) unterworfen hat.

Der lange Vorlauf von nomadischen Gesellschaften, die ohne Staat wirtschaften,

Sie produzieren und verteilen das Produzierte. Auf den Unterschied zwischen Produzieren (ohne Geld, Einzel-Untereigentum an Grund und Boden, Zins, usw.) und Wirtschaften (mit) muss immer wieder hingewiesen werden. Produzieren = ohne Staat (bis heute muss keine Familie fürs Pflücken und familieninterne Verteilen von Äpfeln oder Arbeiten im Haus Lohn- oder Umsatzsteuer zahlen). Wirtschaften = nur mit Staat und seinen Derivaten definierbar.

in sesshafte staatliche Gemeinschaften (Sumer, Ägypten etc.), wo der Staat die Wirtschaft lenkt und leitet, kommt in deiner Theorie nicht vor.

Sehr wohl. Der Staat kommt nicht von der Sesshaftigkeit (widerspräche auch oben Deinem Vagabundenstaat), sondern von der Eroberung mit Unterjochung/Abgabenzwang, was logischerweise zentral organisiert sein muss.

Deine Geschichte der Wirtschaft beginnt unvermittelt und unhistorisch mit dem staatlichen Sündenfall wie in der Heiligen Schrift die Geschichte der Menschheit mit der Vertreibung aus dem Paradies beginnt. Solche Historiker machen es sich leicht, wenn sie einen (beliebigen) Zeitpunkt setzen und behaupten: Da beginnt die Geschichte. Davor ist Vorgeschichte, Prähistorie.

Es gibt keinen staatlichen Sündenfall. Der Ablauf Stamm → Staat ist klar und nachvollziehbar. Der Zeitpunkt ist auch nicht beliebig, sondern gut (traditionell) zu datieren: beim Übergang von der vordynastischen zur dynastischen Zeit. Je nach Weltgegend unterschiedlich.

2. Politische und ökonomische Macht wirken (in der Regel) zusammen, das ist ein Allgemeinplatz. In aller Regel ist die politische Macht aber eine Allgemeinmacht, selbst wenn sie persönlich von Einzelnen ausgeübt wird.

Was ist Allgemeinmacht? Kratie? Pantokratie? Wenn also alle herrschen (= Macht haben) und niemand Nicht-Macht hat? Akratie?

Alle Beispiele von dottore, (soweit ich sie kenne) stellen immer die politische Allgemeinmacht einzelnen und individuellen ökonomischen Mächten (einzelnen Eigentümern) gegenüber.

Falls Allgemeinmacht den Obereigentümer meint: Warum ist nicht jedermann Obereigentümer (= souveräner Staat)? Der einzelne Eigentümer ist immer Untereigentümer. Das hatte Marx überlesen, was ihm vorzuwerfen ist. Denn die Literatur seines Jahrhunderts war voll davon.

Gegenüber jedem einzelnen Eigentümer ist die politische Macht (fast) immer überlegen. (So wird heute von jedem Einzelnen die Staatsmacht als übermächtig erlebt und wahrgenommen.) - Es sei denn, dieser Einzelne kann die ihm feindliche Staatsmacht stürzen und seine individuelle Macht als politische Macht etablieren.

Damit würde er Obereigentümer und damit automatisch souverän.

In der römischen Geschichte war das zum Beispiel der Konflikt zwischen dem Cäsar als Einzelnen und dem Senat als Repräsentant der Staatsmacht. Ein moderner Cäsar wäre z.B. Osama Bin Laden, der als Individuum einer politischen Staatsmacht den Kampf ansagt. Niemand glaubt, dass er mit seiner Kampfansage Erfolg haben wird.

Auch der römische Senat war nicht die Staatsmacht. Er konnte z.B. ab Augustus nur Scheidemünzen prägen lassen (S C = senatus consulto). Nur die Staatsmacht, zuerst als ROMA, dann als IMP, AUG, usw. hatte die Münzhoheit.

Was in der Argumentation von dottore (soweit ich sie kenne), immer ausgeblendet ist, ist die ökonomische Gesamtmacht, - in der Marxschen Terminologie die kombinierte Macht der besitzenden Klasse.

Besitz mit Eigentum verwechselt! Eine besitzende Klasse wären demnach alle Mieter. Kapital als Besitz existiert nicht und wird auch nirgendwo verbucht. Böser Schnitzer!

Demgegenüber (und nur demgegenüber!) - so meine Meinung und die Theorie von Marx - ist die Staatsmacht immer und überall ohnmächtig.

Nein, siehe eben. Der Staat als Obereigentümer kann jederzeit das Untereigentum wieder an sich ziehen. Der Untereigentümer kann niemals den Obereigentümer Staat enteignen. Der kann mit Hilfe seiner Obereigentums Umsatz herbeizwingen (Steuern erheben), was der Untereigentümer (Kapitalist) nicht kann. Der Staat kann sich jederzeit an Firmen beteiligen (EADS). Warum muss sich der Staat niemals (und gegen kein Risiko) versichern, der Kapitalist sehr wohl?

Warum kann sich keine Firma (kein Kapitalist) am Staat beteiligen? Wäre doch schon allein wegen der Bonität von Vorteil.

Wäre das private Kapital mächtiger als der Staat, müsste es doch wohl die Bonitätsstufe AAAA erhalten. Warum ist das nicht der Fall?

Studieren kann man diese Frage in allen Krisenzeiten, den Endzeiten und Untergangszeiten einer Staatsmacht.

Bevor der Obereigentümer in die Krise rutscht, stecken die Untereigentümer schon längst drin.

Nehmen wir als jüngeres Beispiel die Staatsmacht der Nazis in Deutschland kurz vor ihrem Untergang 1945. Speer schreibt es sich in seinen Memoiren zu Gute, dass er den Befehl Hitlers zum ökonomischen Selbstmord Deutschlands ignorierte und seine Durchführung verhinderte. Mit dieser Argumentation rettete er im Nürnberger Prozess seinen Kopf.

Speer als Individuum hätte da gar nichts verhindern können, wenn nicht zehntausende und hunderttausende der Kapitalisten und ihres Anhangs diesen Befehl Hitlers, in Deutschland verbrannte Erde zu schaffen, nicht hätten verhindern wollen. Speer handelte hier (wie vorher auch) im Interesse der Zukunft der Gesamtheit der Kapitalistenklasse, deshalb setzte sich Speer gegen Hitler durch. Hitler (die Staatsmacht) stand hier gegen das Gesamtinteresse der Kapitalistenklasse. Deshalb war Hitler (die Staatsmacht) in dieser Frage macht- und wirkungslos.

Wenn ein Krieg verloren geht, kann nicht mehr von dieser Staatsmacht gesprochen werden. Und als Gegenbeispiel: Die Reparationen und Demontagen nach WK I und WK II: Wo war da die Kapitalistenklasse (die internationale noch dazu), um das zu verhindern? Da triumphierten die Staatsmächte der Siegerstaaten.

Scheinbar wird jeder Staat in der Phase seines Unterganges übermächtig. Klassisches Beispiel: das römische Kaiserreich, das sich zunehmend in alles und jedes einmischte, und für alles und jedes Steuern und Abgaben verlangte. Tatsächlich war diese Hyperaktivität des Staates immer und überall ein Zeichen von Schwäche. Die Staatsmacht bringt mit immer höherem Input (Steuern, Schikanen gegen die Untertanen) immer weniger Output (innen- und außenpolitische Macht) zustande.

Just mein Reden.

Damit entfernt sich die Staatsmacht zunehmend vom Gesamtinteresse der besitzenden Klassen und gerät zunehmend in Konflikt mit dem Interesse der besitzenden Klassen.

Das Interesse der Untereigentümer-Klasse (besitzend wieder falsch!) ist immer der starke Staat. Wie sonst könnte diese Klasse ihr Untereigentum erhalten?

In der Folge verschwindet dann die Staatsmacht.

Ja diese. Denn schon ist die Folgestaatsmacht da (Goten-Reiche, Merowinger-Reich usw.).

Die besitzenden Klassen und ihr Eigentum verschwinden keineswegs, sondern organisieren sich neu. Langfristig siegte so überall das Eigentum über den Staat, nicht der Staat über das Eigentum.

Hier geht’s nicht um Sieg, sondern um die simple Tatsache, dass Untereigentum (privates Kapital) ohne Staatsmacht (Waffen-, Gebiets-, Steuer-, Geldmonopol!) nicht zum besicherten Wirtschaften eingesetzt werden kann.

Kleinigkeit am Rande: Meine Familie wurde (Ostzone) 1947 enteignet. Wie funktionierte das? Ganz einfach! Die Staatsmacht löschte die Firma, in der auch die Grundstücke enthalten waren, aus dem Handelsregister. Sehr gut, und mir übrigens völlig egal (damit nicht falsche Schlüsse gezogen werden).

Ich möchte die Kapitalisten(klasse) sehen, die es schaffen/schafft, einen Obereigentümer aus dem Register der souveränen Staaten zu löschen.

Die römische Staatsmacht verschwand, aber die römischen Latifundien blieben.

In Westrom wurden sie zu Kronland der Eroberer (nächste Staatsmacht). In Ostrom konnten sie sich länger halten, weil die Staatsmacht länger hielt. Ab 1071 (Manzikert) waren auch die kleinasiatischen Latifundien verloren und die neue Staatsmacht war die der Seldschuken.

Auch das lässt sich am Übergang von Hitlerdeutschland zur Bundesrepublik genau verfolgen. Das Staatspersonal und die Staatsregeln wurden (weitgehend) ausgetauscht. Das Produktionseigentum der Kapitalisten blieb als Eigentum erhalten, wenn es auch quantitativ beschädigt war. Qualitativ und juristisch blieb es unangetastet.

Personal und Regeln spielen keine Rolle. Ist in der Nachkriegszeit die Staatsmacht selbst verschwunden? Sehen wir irgendwo ein staatsmachtfreies Gebiet?

Dass die Staatstheorie von Marx der Staatstheorie von dottore ziemlich entgegengesetzt ist, braucht einen dottore nicht zu stören.

Schade, dass ein so brillanter Kopf wie Marx Staat, Staatsentstehung, Stamm / Staat, Beute / Tribut, Zwangsumsatz (Steuern) vs. Marktumsatz, Obereigentum / Untereigentum, Eigentum / Besitz, usw. nicht sauber abgearbeitet hat.

Vielen Dank für die Steilvorlagen + Gruß!

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Gruß - Ostfriese

Hat der geschätzte Dottore auch was über Lobbyismus geschrieben?

Weiner, Mittwoch, 13.03.2024, 14:28 vor 124 Tagen @ Ostfriese 1154 Views

Kannte er das WEF und die Young Leaders? War ihm klar, wie umfangreich "jüdische" Einzelpersonen und Organisationen BEHERRSCHEND in die Staatsstrukturen und -funktionen der USA eingedrungen sind, von außen und ohne selbst ein Staat zu sein? Hat er zwischen guten Staaten und schlechten Staaten einen Unterschied gemacht? Ist es sinnvoll, den Staat als VERBRECHEN zu bezeichnen, wenn doch moralische Regeln erst NACH der Staatsgründung festgelegt werden (vorher, nachher und nebenher gilt allein das "Recht" des Stärkeren). Hat Dottore die neuesten Forschungen, etwa 10 Jahre zurück, zu frühen machtarmen und gewaltarmen 'Gesellschaften' in der Zeit zwischen 10.000 und 4.000 v.Chr. wirklich gut gekannt?

Deine Ausführungen, werter Ostfriese, sind sehr interessant und anregend. Das gilt auch für Beiträge anderer Foristen in Deinen Threads, und ich danke allen. Wollte schon früher einsteigen (wußte nicht was CHOC bedeutet ...) und würde gern mehr schreiben, aber meine Zeit ist LEIDER zu knapp.

Ich sehe zunächst definitorische Probleme. Wir haben "soziale Ordnungen" überall, wo es Menschen gibt. Es ist nun erlaubt zu sagen, dass eine soziale Ordnung, die auf ausbeutender Macht/Herrschaft einer (kleinen) Gruppe über eine andere (große) Gruppe basiert, als STAAT bezeichnet werden solle. Die Frage ist, ob man mit einer solchen Forderung dann im Konzert der MainStream-Wissenschaftler durchdringt. Wohl eher nicht, weil es ja auch im biologischen Bereich 'Staaten'bildungen gibt, die nicht auf Macht basieren (es gibt dort durchaus auch Sklaverei und Kolonialismus, v.a. bei Termiten). Der "Staat" ist mithin die häufigste, effizienteste und derzeit dominante Organisationform unter Menschen, aber gewiss nicht die einzige.

Es wird hier immer wieder gesagt, "der Debitismus" beschreibe naturgesetzliche Vorgänge. Meinetwegen gerne, doch werfe ich ein, dass es trotz der Tatsache der GRAVITATION dennoch Vögel und Flugzeuge und Ufos gibt. Ich bin wie zB. @Beo2 der Auffassung, dass es prinzipiell die Option gibt, einen Staat auch so auszulegen und zu gestalten, dass beide Seiten, Beherrschte und Herrschende zufrieden sein können (u.z. ohne dass die Beherrschten etwa medienmanipulierte Vollzombies oder physisch angekettete Vollsklaven sind).

Das Problem der Gegenwart ist nicht der Staat, sondern dass es Untereigentümer im Staate gibt (zB. ein Bill Gates oder ein Larry Fink), die den eigentlichen Obereigentümer nach Strich und Faden manipulieren können. Der Obereigentümer ist nur noch ein formaler, fiktiver Fake-Obereigentümer, der den wahren HERRSCHERN (den hinteren Obertanen) als Instrument dient. Der Staat, mit allen seinen traditionellen Strukturen und Funktionen (Wahlen, Parlamente, Regierung, Verwaltung, Justiz, Polizei, Militär) ist für diese Leute nur noch ein Werkzeug. S'Schwäble in Davos hat hier weitergedacht und ist darauf gekommen, dass im voll ausgebildeten Transhumanismus sogar Wahlen und Eigentum überflüssig werden. Man redet heute von PrivatePublicPartnership, aber da Ziel ist, die beiden letzteren Begriffe überflüssig zu machen. Hat Dottore realisiert, dass der Staat eine sterbende Einrichtung ist, eine Variante von SOZIALER ORDNUNG, die ihre längsten Jahre bereits hinter sich hat?

Wir haben aber noch ein wenig Zeit. Und wir täten gut daran, uns Gedanken zu machen, wie es hinterher weitergeht (das Ende des Staates wird furchtbar sein). Manche Zeitgenossen kommen aber nichtmal mit angemessener Vorbereitung zurecht. Zu Haiti übrigens gib es Gegenbeispiele. In El Salvador hat Nayib Bukele ganz brutal zigtausende Kriminelle verhaften lassen - seine Bürger loben ihn in den Himmel, und Nachbarstaaten wollen von ihm wissen, wie er das gemacht hat. Bitte bei Interesse eben 'guckeln'. Ich warte mal, ob man in Mexiko sich das zum Vorbild nimmt ...

Beste Grüsse und Dank für Eure Beiträge!

W.

PS: ... und immer bleibt die Frage unbeantwortet: 'Wann' hat 'wem' die 'Lizenz zu Staat', …

Ostfriese @, Mittwoch, 13.03.2024, 19:37 vor 123 Tagen @ Weiner 1071 Views

Hallo Weiner

Viele Dank für Dein Posting. Es führt mich zunächst zu @Zandows - erinnert sei an dieser Stelle an seinen bemerkenswerten Beitrag über Zeit, Wert & Preis - Darlegungen in

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=329448 Interpretationen verfasst von Zandow, 20.08.2005, 00:53

Das Schöne an dottores Theorie ist doch, daß er zu jedem Punkt Belege liefern kann. Seine Erkenntnismethode ist hauptsächlich historisch, nicht nur theoretisch (siehe dazu den Methodenstreit zwischen Menger und Schmoller Ende 19.Jhh.). dottore hat bisher jedes Gegenargument mit archäologischen, ethnologischen, schrifttümlichen usw. Belegen widerlegt. Bei der Betrachtung von Artefakten und Schriften sind natürlich unterschiedliche Interpretationen möglich. Diese sind jedem freigestellt. Doch aus einer anderen Interpretation, als der von dottore, eine in sich geschlossene Theorie zu präsentieren, ist bisher niemandem gelungen. Du bist herzlich eingeladen, dazu einen Versuch hier im Forum zu starten.

Ich bin wie zB. @Beo2 der Auffassung, dass es prinzipiell die Option gibt, einen Staat auch so auszulegen und zu gestalten, dass beide Seiten, Beherrschte und Herrschende zufrieden sein können (u.z. ohne, dass die Beherrschten etwa medienmanipulierte Vollzombies oder physisch angekettete Vollsklaven sind).

Zum Thema Staat und Beherrschte und Herrschende möchte ich dottores Beitrag Re: Lizenz zum Eigentum, zur Waffe und zum Staat - dottore, 10.08.2006, 15:47 gerne vollständig zitieren.

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→ Hi Cujo,

das (schwierige) Thema angesprochen worden. Vielleicht in https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=360990 Re: Denkt auch mal ueber die Biedermeierrepublik hinaus... verfasst von Cujo, 10.08.2006, 00:53?

Die Diskussion nach Deinem Posting ist sehr lehrreich. Nur habe ich das Gefühl, sie setzt bei etwas an, das eben nicht am Anfang steht: nämlich Eigentum und dem zwangsläufig sich daraus ergebenden Staat. Dabei:

Phase 1: HERRscher ist Erst- und Alleineigentümer. Er herrscht (inkl. seiner Clique) mit Hilfe von Waffen, über welche die Beherrschten nicht verfügen, da sie sonst nicht beHERRscht wären, also dem HERRscher gegenüber - in welcher Form auch immer und auf welche Umstände auch immer lautend verpflichtet sind. Die Waffe, worauf @Holmes scharfsinnig hingewiesen hat, schafft immer eine neue Lage. Sie ist das primum movens der Geschichte. Waffe definiert nicht als Jagd-Waffe, sondern als Mann-Waffe, zunächst eingesetzt (und heute noch von verfeindeten Stämmen eingesetzt) als Instrument des Man-Huntings, in dafür geeigneten Environments (weite Flächen, Flusstäler usw., nicht schwieriges Gelände wie z.B. Neu-Guinea) des Man-Farmings. Die Unterworfenen sind als Kriegsgefangene oder Sklaven nur bedingt zu gebrauchen (Überfremdungsgefahr, innere Aufstände, etc.). Idealerweise bleiben sie vom Kerngebiet getrennt (Provinzen, Kolonien) und werden durch Androhung von Waffen-Einsatz (Sanktion usw.) kirre gemacht. Auf die entsprechenden Tribut- und Zinnß-Phänomene wurde schon intensiv eingegangen.

Phase 2: HERRscher zediert innerhalb seines Machtareals Eigentum bzw. Eigentumsrechte - Privilegia - zum Zweck des Machterhalts, behält aber das Obereigentum, letztlich definiert durch das (erst HERRschafts-, dann) Staatsgebiet, das bekanntlich nicht herrenlos ist, also eine res nullius. Alles, was Grenzen hat, ist Eigentum. Unbegrenztes oder grenzenloses Eigentum ist nicht definierbar, siehe schon Rousseau, u.a. Zur Entstehung von Staatsgrenzen siehe v. Creveld. Ober- und Untereigentümer verfügen zunächst über in etwa gleiche Waffen, zumal die Untereigentümer zum Waffendienst zugunsten des Obereigentümers verpflichtet sind, was im Rahmen der Zession gemeinhin vereinbart wurde. Selbst mittelalterliche Großklöster (Fulda usw.) mussten noch entsprechende Kontingente stellen, vgl. LeGoff. Von Jagdwaffen kann schon seit der Vor- und Frühantike keine Rede mehr sein: Mit Dolch und Schwert ist schlecht jagen, mit Streitwagen (vgl. die Protzerei der Pharaonen damit, vgl. die erste große Kriegswaffen-Schlacht bei Kadesh https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Kadesch auch nur bedingt. Spätestens mit der Phalanx kann auch mit einem noch so feinen Waffenschein kein Bürger jemals kaufen (Kadenz 950 Schuss/Minute!).

Die Tatsache, dass das Waffentragen ein Vorrecht des Adels geblieben war und die Untertanen bei ihren Gegenwehr-Versuchen entweder mit dem Dreschflegel beginnen mussten (Bauernkriege) oder die Zeughäuser stürmten (französische Revolution) und vor allem die scharpff metz - das klassische Geschütz, das u.a. die Schlacht von Frankenhausen 1525 zugunsten der staatlichen HERRlichtkeiten entschied.

Phase 4: Die Kleinwaffen im Publikum (wie weit auch immer verbreitet bzw. zugelassen, vgl. BoR) führt zum Wunsch nach Sicherheit. Von der Angst profitiert der Staat, der seinerseits stets aus Waffengewalt hervorgegangen ist und sich nach außen nur als bewaffnet definieren lässt. Der Staat verheißt nun Ruhe und Ordnung und findet dafür breite Zustimmung. Logisch. Wiewohl die völlige Sicherheit pure Illusion bleibt, ist ihr Versprechen inzwischen zur Legitimation des Staates schlechthin geworden. Der Staat verspricht das Ende der inneren Gewalt, die der Bürger nur noch als von seinesgleichen ausgeübt erkennen kann, womit die Gewalt nach innen , die er selbst sanktionslos ausübt gänzlich aus dem Blickfeld verschwindet.

Phase 5: Der Bürger wird mit dem Recht auf Sicherheit abgespeist, ist aber nicht mehr in der Lage zu unterscheiden, dass der Grund zur Erklärung dieses Rechts die maßlosen Übergriffe des Gewalt- und Waffenmonopols des Staates gegenüber dem internen und externen Nichtstaatssektor war. Die viel beschworenen Menschenrechte haben nicht den bösen Nachbarn als Adressaten (dafür gibt es alle möglichen Sanktionen, von Strafgeldzahlungen über Spiegelstrafen, von sozialen Ächtungen - Erklärung der Vogelfreiheit - bis hin zu modernen Strafgesetzbüchern). Der Adressat ist der mit allermodernstem Equipment (einschließlich Massenvernichtungswaffen aller Couleur) ausgerüsteten Staat, der seinen Macht- und sonstigen Gelüsten jederzeit freien Lauf lassen kann.

Phase 6: Da für den Einzelnen immer und überall Gefahren drohen, auch solche, die nichts mit Waffeneinsatz zu tun haben, sondern mit normalen Wechselfällen des Schicksals, lädt der Einzelne auch den Schutz vor diesen Fährnissen auf den in seinen Augen allmächtigen Staat ab, der seinerseits mit weiteren Versprechungen (Wohlstand für alle, sichere Renten, Bürgergeld, Rechtsansprüche auf Solidarität von Staats wegen, usw.) von sich her macht und Kritiker überdies mit dem Hinweis darauf abspeist, man könne jederzeit die herrschende Clique wechseln. Dass zu dieser gewechselt wird, sobald sie noch mehr Sicherheit verspricht, versteht sich von selbst. Um das Ganze im Sinne des Obigen noch abzuschmecken, wird der private Waffenbesitz mehr und mehr verboten. Der Bürger mutiert so zum de facto rechtlosen Leibeigenen des HERRschaftssystems und unterscheidet sich nur noch in einem Punkt von Hörigen früherer Feudalismen: Er kann den HERRN wechseln, indem er sich vom Acker macht, alias das Staatsgebiet wechselt. Wobei er oft genug (zu spät) erkennt, dass er vom Regen unter Umgehung der Traufe gleich in der Jauche landete.

Staatliches Obereigentum, staatliches Top-Waffen-Monopol und die sog. bürgerliche Freiheit lassen sich in keinem wie auch immer konstruierten Gesellschaftssystem vereinen. Wie das Wasser zu seinem tiefsten Punkt streben solche Ensembles immer wieder auf die umfassende Staatsallmacht zu. Da sich diese aus x-fach vorgetragenen Gründen in sich selber scheitern muss, ist es also eine Frage der Zeit, wann der Kreislauf der Staatsformen (Polybios usw.) seine Runde vollendet. Um zur nächsten zu starten. Gut möglich, dass die aktuellen Vorgänge dieses Rondo beschleunigen, weshalb man es nicht nur kritisieren, sondern vielleicht sogar begrüßen sollte?

Lacht heute, morgen wird’s ein anderes Lachen sein (spanisch) + Gruß!

… alias der Souveränität gegeben?

Der Staat schneit einfach so herein, vgl. GG:

Artikel 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

[Woher kommt die Bundesrepublik Deutschland? Wer hat sie denn errichtet? Als Staat oder als was? Wer hat ihre Existenz bestimmt? Wenn sie ist - wie kommt es, dass sie ist? Die Erklärung was sie ist, erklärt mitnichten, dass sie ist.]

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

[Wenn sie vom Volk ausgeht: Was war, bevor sie ausgegangen ist? Wann hat das Volk das Ausgehen - Klartext: die Zession – der Gewalt beschlossen, verfügt, sich abschwatzen lassen? Was ist das Volk? Ein Volk? Ein Staat? Wie kann ein Volk eine Staatsgewalt generieren, wo es doch ein Volk ist und ein Volk bestenfalls eine Volksgewalt haben kann?]

Darüber lassen sich die GG-Kommentatoren leider nirgends aus...

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/search.php?search=Staat+und+Beherrschte+und+He...

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Gruß - Ostfriese

es gibt keine "Lizenz zum Staat"

Weiner, Mittwoch, 13.03.2024, 21:26 vor 123 Tagen @ Ostfriese 1107 Views

Hallo Ostfriese -

es wundert mich, dass Dottore solche Formulierungen gebraucht. Vielleicht aus Gründen der verdeutlichenden Zuspitzung - ähnlich wie mit der Formulierung, der Staat sei ein Verbrechen?

Der Staat entsteht, indem sich irgendeiner Einzelner (selten!) oder irgendeine (geführte!) Gruppe herausnimmt, einen Staat zu gründen. Das setzt zwei Dinge voraus: erstens die Idee dazu, zweitens die Befähigung, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Die Idee zum Staat muss ausgereift sein. Viele Versuche einer Staatsgründung sind gescheitert, weil nicht die richtige Vorstellung davon da war, wie der geplante Staat funktionieren soll. Die Waffengewalt sehe ich hier als sekundär an, wiewohl sie natürlich essentiell ist. Oft genügen politisches Geschick (Intrigen und gebrochene Versprechen ...) sowie überzeugende Drohungen (zB. bei der spanischen Eroberung Amerikas). Die alten Slawen im Raum Kiew haben - so wird erzählt - die Waräger eingeladen zu herrschen (durchaus mit Waffengewalt zu herrschen ...), weil sie ihrer ewigen inneren Streitigkeiten überdrüssig waren. Das war ein Trugschluß und Fehler: ist ihnen hinterher noch schlechter ergangen ...

Niemand hat Bill Gates eine Lizenz zum Herrschen gegeben, niemand hat den Juden die Lizenz gegeben, den gesamten USA-Staat und seine Vasallen zu manipulieren. Sie nehmen sich das einfach heraus, aus eigener Souveränität und aus dem Selbstvertrauen heraus, dass sie es eben können. Sie versuchen es einfach. Arbeiten sie mit Waffen? Eher nicht. Offenbar gibt es Arten von Waffen, die nicht auf Eisen und Pulver basieren.

Ich hab's hier vermutlich schon mal erwähnt. Trotzki ist zu den Matrosen gegangen und hat eine Rede gehalten: die Revolution braucht Euch etc. - und sie haben sich ihm angeschlossen. Andere vom Militärrevolutionären Kommittee haben ein paar Tage später (7.11.) in der Staatsbank fünf Stunden lang mit den Angestellten dort diskutiert, dass sie nun bitte nicht mehr für Kerenski arbeiten mögen. Sie hatten natürlich Soldaten mit Gewehren dabei, aber wenn die Angestellten sich hätten erschießen lassen (und das stand durchaus im Raume), dann hätten die Revolutionäre nicht gewußt, wie man Auszahlungen und Überweisungen macht und Kredite vergibt.

Begriffliche Zuspitzung ist gut und erlaubt, Schwarz-Weiß-Malen auch, aber die Wirklichkeit ist eine Spur komplexer. Und letztlich, wenn man den Begriff 'Lizenzierung' gebrauchen will - ich finde ihn trotzdem unpassend -, dann geben diejenigen die Lizenz, die sich dem Herrschaftsanspruch unterwerfen. Nachdem die Bankangestellten ein paar Wochen später ihr Wissen an die Revolutionäre weitergegeben hatten, wurde sie erschossen. Nachdem Cortez und Pizarro mit Hilfe von unterdrückten Stammen die Obereigentümer (Inkas/Aztekendynastien) besiegt hatte, beseitigten sie die ehemals verbündeten Stämme.

Die 'Lizenz zum Staat' ist primär die Idee und der Wille und die Befähigung, herrschen zu können - verbunden mit der Hoffnung (!) - die der Erfahrung nach nicht trügt -, dass andere sich unterwerfen. Denn würden die Anderen sich nicht unterwerfen, dann würden sie getötet, und es gäbe dann gar keinen Staat. Die Lizenz zum Staat liegt im Akt der Unterwerfung. Wenn sich niemand unterwirft, und alle tot sind, müssen die Männer mit dem Schwert ihre Kartoffeln selbst anbauen.

Letzte Frage: Woher kommt die Lust, andere Menschen beherrschen (und ggfs. töten) zu wollen? Ist das eine Krankheit? War's die falsche Erziehung? Ein frühkindliches Traume? Ein Gendefekt? *)

Abendliche Grüße von Weiner

*) PS: Ich gebe eine (Teil-) Antwort, die überraschen mag: Dem LEBEN ist ganz tief eingeboren, sich fortzupflanzen, zu wachsen und sich zu vermehren. Dieser Trieb ist so stark, dass er Zerstörung riskiert (Zerstörung im eigenen Gewebe, d.h. programmierter Zelltod, oder Zerstörung in der eigenen Population). Der Staat ist eine "List der Natur", um maximales Wachstum zu generieren. Wie wir jetzt sehen können, hat das über die letzten 10.000 Jahre extrem gut funktioniert.

Das perfekte Verbrechen …

Ostfriese @, Donnerstag, 14.03.2024, 08:37 vor 123 Tagen @ Weiner 1046 Views

bearbeitet von Ostfriese, Donnerstag, 14.03.2024, 09:18

Hallo Weiner

… besteht in der Bewusstwerdung der Dissimulation, dass im heutigen Kreditgeldsystem das Geld mithilfe der geldpolitischen Operationen erscheint, was nichts anderes bedeutet, als letztlich die Verausgabung von Steuern, die der Staat noch nicht abgefordert hat.

Der Betrug liegt darin, dass die Staaten auf Einnahmen ziehen, die sie nicht nur noch nicht haben, sondern die sie niemals haben werden.

Wegen des im unerfüllbaren Zahlungsversprechen des Staates liegenden Betruges ist das heutige Geld - egal auf welches Geld oder Geldmaterial es lautet - nur eine Quittung für niemals zu erbringende Steuern.

Wegen des nichtlösbaren Vorher-Nachher-Problems finanzieren die Untertanen den Staat, um mit Hilfe des bewaffneten gegen ihn selbst gerichteten staatlichen Zwanges immer höhere terminlich-fixiert sanktionsbewehrte Steuern abfordern zu können. Anders formuliert: Der Staatstitelhalter, der den Staat mit immer mehr Staatsanleihen mit sofortiger Fälligkeit finanziert, spielt also selber Staat , denn er nutzt die gegen ihn selbst gerichtete Staats- und Besteuerungsmacht, um immer mehr Steuern (Zinsen auf Staatstitel) an sich zu ziehen.

*) PS: Ich gebe eine (Teil-) Antwort, die überraschen mag: Dem LEBEN ist ganz tief eingeboren, sich fortzupflanzen, zu wachsen und sich zu vermehren. Dieser Trieb ist so stark, dass er Zerstörung riskiert (Zerstörung im eigenen Gewebe, d.h. programmierter Zelltod, oder Zerstörung in der eigenen Population). Der Staat ist eine "List der Natur", um maximales Wachstum zu generieren. Wie wir jetzt sehen können, hat das über die letzten 10.000 Jahre extrem gut funktioniert.

Exakt

Alle Debitisten kennen die nicht überraschende Antwort als Preis, dass die Gier des Publikums als ein circulus vitiosus der Selbstkasteiung - eine Selbstzerstörung - unser selbst ist.

In der Sprache der aristotelisch-parmenideischen Weltsicht der perfekt vollendeten fraktalen Analyse, Synthese und Kausalität des Debitismus grüßt der Ostfriese

Was ist mit dem Cantillon-Effekt?

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 14.03.2024, 09:16 vor 123 Tagen @ Ostfriese 950 Views

Als Cantillon-Effekt wird in der Ökonomie der Effekt bezeichnet, dass sich eine Erhöhung der (Giral-)Geldmenge (Nettokreditvergabe) nicht automatisch gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern in Stufen, wobei manche Bereiche (insbesondere der Banksektor, andere staatsnahe Firmen, der Unternehmersektor und politisch begünstigte Gruppen) zuerst profitieren, während der Rest der Volkswirtschaft später folgt oder gar nicht von der Geldschöpfung profitiert. Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, bei denen das Geld gar nicht landet, die aber dennoch die wegen der kreditschöpfungsbedingten Inflation gestiegenen Preise zahlen müssen.

Wenn die Geldmengenausweitung durch Staatsverschuldung zu einer Geldverschlechterung führt, dann werden alle Forderungshalter von GZ und dessen Derivaten in der Kaufkraft geschädigt. Ich würde das schon als eine sofortige indirekte Besteuerung betrachten ... :-P

Grüße

--
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Läuft in Deutschland ...

Die Verteilung von Vermögen und Einkommen, die sich immer weiter von der Idealverteilung entfernt …

Ostfriese @, Donnerstag, 14.03.2024, 10:59 vor 123 Tagen @ FOX-NEWS 991 Views

Hallo FOX-NEWS

Als Cantillon-Effekt wird in der Ökonomie der Effekt bezeichnet, dass sich eine Erhöhung der (Giral-)Geldmenge (Nettokreditvergabe) nicht automatisch gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern in Stufen, wobei manche Bereiche (insbesondere der Banksektor, andere staatsnahe Firmen, der Unternehmersektor und politisch begünstigte Gruppen) zuerst profitieren, während der Rest der Volkswirtschaft später folgt oder gar nicht von der Geldschöpfung profitiert. Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, bei denen das Geld gar nicht landet, die aber dennoch die wegen der kreditschöpfungsbedingten Inflation gestiegenen Preise zahlen müssen.


Wenn die Geldmengenausweitung durch Staatsverschuldung zu einer Geldverschlechterung führt, dann werden alle Forderungshalter von GZ und dessen Derivaten in der Kaufkraft geschädigt. Ich würde das schon als eine sofortige indirekte Besteuerung betrachten ... :-P

Grüße

Exakt

Dottores Darlegungen in https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=233901 über die UMTS-Vergabe und das Volkseigentum in der ehemaligen DDR zeigen die Gültigkeit Deiner Ausführungen. Sie können gemäß @Ashitaka erst im hermetischen Bewusstsein vollständig erfassen werden, dem Gesetz der Polarität als einem der sieben Prinzipien des Kybalion, weil alle anderen Perspektiven […] uns nur in auf das Fraktale beschränkte Sichtweisen drängen.

Dottore:

… ist von mir noch und noch angesprochen worden. Sie liegt im Staatsmachtsystem selbst begründet und ist nicht eine Teufelei von untereinander verschworenen Einzeltätern.

Grüße zurück - Ostfriese

Nein. Anders herum..

sensortimecom ⌂ @, Dienstag, 12.03.2024, 21:30 vor 124 Tagen @ Ostfriese 1678 Views

Das, was sich in Haiti derzeit abspielt, kennzeichnet das ENDE. (Kann man übrigens auch in der Bibel gut nachlesen, und wird auch uns mal betreffen).

Warlords und Untergang

KiS @, CGN, Mittwoch, 13.03.2024, 06:47 vor 124 Tagen @ sensortimecom 1546 Views

Da entsteht kein Staat, das werden kurzzeitig paar Warlords und ganz am Ende, wenn die humanitäre Unterstützung ausbleibt, was wiederum nur logisch ist, denn nur so legt man die "Weisse Unterdrückungs-Herrschaft" ab, wird es der komplette Untergang. Einige sehr wenige werden überleben im prä-industrialen Zustand.

--
Guter Geschmack ist der Feind der Kreativität
(Pablo Picasso)

"Einige sehr wenige werden überleben im prä-industrialen Zustand." ... ich denke erstmal nicht.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 13.03.2024, 07:16 vor 124 Tagen @ KiS 1689 Views

Wenn man den Dingen ihren Lauf ließe, gäbe das doch hässliche Bilder. Oder wie soll man sich den Vorgang vorstellen, der in einem Land dann abläuft, in dem zuviele leben, die nichts können und nichts haben?

Erst dann, wenn es uns ähnlich dreckig geht, wird dieser Unsinn mit dem Hilfswahn aufhören, weil wir dann nämlich mit unserem Scheiß genug zu tun haben! [[sauer]]

Grüße

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Läuft in Deutschland ...

Exakt. Der Staat ist Voraussetzung für das Entstehen organisierter Kriminalität.

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 13.03.2024, 09:43 vor 124 Tagen @ sensortimecom 1385 Views

Denn ohne Rechtsordnung gibt es auch kein Verbrechen.

Dass die mafiösen Strukturen das Staatswesen um eine gewisse Zeit überleben können, sei unbenommen. Sie werden spätestens enden, wenn es nichts mehr zu plündern gibt.

Die Behauptung, mafiöse Strukturen seien "Institutionalisierung von Männlichkeit" riecht nach genderistischer Pseudowissenschaft.


Viele Grüße,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Da fehlt vielen die Phantasie!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 13.03.2024, 16:06 vor 124 Tagen @ Naclador 1273 Views

Dass die mafiösen Strukturen das Staatswesen um eine gewisse Zeit überleben können, sei unbenommen. Sie werden spätestens enden, wenn es nichts mehr zu plündern gibt.

Das endet erst, wenn der letzte als Sklave auf irgendwelchen Plantagen zu Tode geschunden wurde ... :-P

Grüße

--
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Läuft in Deutschland ...

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