Strange Sounds: Everything normal? Die Schweizer Nationalbank veröffentlichte am 6.3.23 die Zahlen........

Olivia @, Mittwoch, 08.03.2023, 05:37 vor 407 Tagen 4610 Views

Der Verlust soll 132,5 Mrd. betragen haben.....

Eine schöne Grafik, die das Ganze in Relation zu den vergangenen Jahren setzt, ist auch dabei.

Was bleibt da noch übrig zu sagen? Nichts!

https://strangesounds.org/2023/03/everything-normal-right-the-swiss-national-bank-repor...

--
For entertainment purposes only.

Das ist wirklich kaum zu glauben: ca. 130 Mrd. Verlust der SNB bei ca. 80 Mrd. Bundeshaushalt und ca. 250 Mrd. Staatshaushalt (alles CHF)

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 09:06 vor 407 Tagen @ Olivia 2948 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 08.03.2023, 09:32

Seltsam, dass diese Zahlen für die Schweiz so schwer zu finden sind, ich hab 15 min. gegoogelt für diese Zahlen aus den Vorjahren
https://www.efv.admin.ch/efv/de/home/finanzberichterstattung/bundeshaushalt_ueb.html
https://de.tradingeconomics.com/switzerland/government-budget-value

Es scheint ein Buchverlust zu sein: Anlagen wurden niedriger bewertet, nicht verkauft.

Diese Anlagen (leider haben wohl auch die Schweizer sich 2008 vom" Offenmarkt-Virus" anstecken lassen): Wieviele schweizer Staatsschulden, wieviele ausländische Staatsschulden, wieviele Firmen-Anleihen oder sogar Aktien?

Wenigstens sind die Schweizer ehrlich und geben den Wertverlust ihrer Käufe zu - wie es sich für einen anständigen Kaufmann gehört. Was käme raus, wenn die EZB das gleiche machen würde?

Bernd Borchert

P.S. NZZ von heute. Fragen von oben im wesentlichen beantwortet - dabei gehe ich davon aus, dass mit Aktien und Staatsanleihen schweizerische gemeint sind. Allerdings, warum ergibt sich dann ein Verlust? Und was bedeutet der letzte Satz mit dem Verlust aus Fremdwährungsbeständen? - ich hatte es so verstanden, der Verlust käme aus den schweizer Aktien und Anleihen?

https://www.nzz.ch/wirtschaft/kein-geld-fuer-bund-und-kantone-snb-schliesst-2022-mit-re...

Den grössten Anteil am für 2022 verbuchten Rekordverlust haben jedoch die Buchverluste auf den Anleihen und den Aktien . Die SNB hält 25 Prozent ihrer Anlagen in Aktien, wobei sie passiv breite Indizes abbildet. 64 Prozent sind in Staatsanleihen investiert und die restlichen 11 Prozent in Obligationen, vorwiegend solchen mit Top-Ratings, die sich relativ einfach wieder verkaufen lassen, wenn dies geldpolitisch angezeigt ist.

In den am Montag veröffentlichten ersten Eckdaten detailliert die SNB die einzelnen Wechselkurs- und Buchverluste noch nicht näher; dies soll erst im März geschehen. Hingegen beziffert sie den insgesamt auf den Fremdwährungsbeständen resultierenden Verlust auf rund 131 Milliarden Franken.

Werden schweizer Franken nicht auch aus dem Nichts geschöpft? Falls ja, wo ist das Problem?

Joe68 @, Mittwoch, 08.03.2023, 09:15 vor 407 Tagen @ BerndBorchert 2406 Views

Die SNB will den Wechselkurs stabil halten, und bringt dazu Franken auf den Markt, mit den Devisen kauft sie 'werthaltige' Papiere, deren Wert jetzt korrigiert wurde.

Man ist vom langbewährten abgewichen ...

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 08.03.2023, 09:40 vor 407 Tagen @ Joe68 2539 Views

... und hat so neumodisches Zeug wie Aktien in die Bücher genommen. Dabei war man mal einer der größten Goldhalter und hat damit gute Erfahrungen gemacht.

Gold ist ein so schwerer Tanker (ohne Gegenparteirisiko), daß ein Ruderboot wie der Franken sich daran gut hoch- oder runterhebeln ließe ... finanzpolitisch allerdings ein Griff in die Schlangengrube. :-P

Grüße

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Läuft in Deutschland ...

Keine Währung wird aus dem Nichts geschöpft. Darum ist der Bitcoin auch kein Geld und wird nie eines werden.

Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 21:19 vor 406 Tagen @ Joe68 1782 Views

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SNB hängt vollständig am Tropf der Fed, ECB, BoE, BoJ: Der selbstgefühlte Vorzeigestaat …

Ostfriese @, Mittwoch, 08.03.2023, 09:41 vor 407 Tagen @ BerndBorchert 2679 Views

Hallo Bernd Borchert

P.S. NZZ von heute. Fragen von oben im wesentlichen beantwortet - dabei gehe ich davon aus, dass mit Aktien und Staatsanleihen schweizerische gemeint sind. Allerdings, warum ergibt sich dann ein Verlust? Und was bedeutet der letzte Satz mit den Fremdwährungsbeständen?

… Schweiz ist eine reine Simulation - die Eurozone übt schon seit vielen Jahren auf den Franken einen immensen Druck aus.

In der Aktiven Struktur der SNB ist zu lesen: Die Aktiven bestehen aktuell fast ausschließlich aus Währungsreserven. Zudem wird ein Anleiheportfolio in Franken in der Höhe von 4 Mrd. Franken gehalten.

Die Anlagestruktur Ende 4. Quartal 2022 US-Dollar: 38%, Euro: 37%, Yen: 8%, Britisches Pfund: 6%, … weicht nicht wesentlich von jener des Jahres 2015 mit 500 Milliarden Franken Aktiva (= Sicherheiten) in Devisenbestände ab.

https://www.snb.ch/de/iabout/assets/id/assets_reserves

Die SNB des kleinen Landes kann nur mit dem Potenzial anderer Währungsräume bzw. Staaten haften.
Sie hat keinerlei Einfluss auf die Geldpolitik der Eurozone und damit auch keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit ihrer Sicherheiten. Sie steht einem heimischen Franken-Publikum gegenüber, das keine Sicherheiten mehr bieten wird, die auf CHF lauten. Woher sollen die kommen? Aus dem kommenden wirtschaftlichen Umfeld erst recht nicht.

Für alle Zentralbanken gilt: … Abgeschrieben wird so oder so.

Verfrühte Einladung zur Beerdigung des CHF - Tod folgt demnächst.

https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=337532

Gruß - Ostfriese

Werden von der SNB die Guthaben in Euro, Dollar etc. gehalten, oder jeweils in Staatsanleihen? Und egal was von beiden: Warum wird das nicht von der SNB verkauft?

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 10:32 vor 407 Tagen @ Ostfriese 2159 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 08.03.2023, 10:41

https://www.snb.ch/de/iabout/assets/id/assets_reserves

Ich verstehe diese Tabelle aus der SNB Bilanz so, dass 64% der gehaltenen Staatsanleihen aus dem Ausland sind, und davon 37% in Euro Staatsanleihen und 38% in Dollar Staatsanleihen (was dann auf jeweils ca. 25% hinausläuft). Oder hat man die Euro, Dollar etc. direkt irgendwo als Guthaben, z.B. bei der EZB?

Egal, die Frage ist: Was soll das mit den fremden Staatsanleihen bzw. Geld-Guthaben? Was hat die Schweiz als Staat, oder was haben die schweizer Bürger davon, oder die Inhaber der SNB (teilweise private Eigentümer)?

Warum wurde das angehäuft bzw. warum wurde/wird das nicht verkauft? gegen CHF, die sich dann bei Erhalt bei der SNB auflösen und die SNB Bilanz verringern, was an sich gar kein Problem ist.

Wenn der Grund dafür in @Ashitakas posting steht, dann bitte übersetzen, ich versteh ihn immer so schlecht mit seinem debitistischen Kauderwelsch.

Bernd Borchert

Machterhalt mit erneutem Beweis: "Letztendlich sind alle Demokratien …

Ostfriese @, Mittwoch, 08.03.2023, 12:54 vor 407 Tagen @ BerndBorchert 2258 Views

Hallo Bernd

Egal, die Frage ist: Was soll das mit den fremden Staatsanleihen bzw. Geld-Guthaben? Was hat die Schweiz als Staat, oder was haben die Schweizer Bürger davon, oder die Inhaber der SNB (teilweise private Eigentümer)?

Systemisch zu begreifen für den Debitismus ist, dass es einzig um die Besteuerungsfähigkeit des Staates geht: Es ist der einzige Sinn der Wirtschaft. Zwecks Machterhalt und Entfaltung muss der Staat wegen des nicht lösbaren Vorher-Nachher-Problems wachsende Abgaben erzwingen, um sein Aufschulden besichern zu können: Er expandiert in alle Lebensbereiche, um sich vor(finanzieren) und seine Vorfinanzierungslücken wegsimulieren zu können.

Das hat ausschließlich mit der Hereinnahme realökonomischer Titeln seine Grenzen, weshalb mit Beginn des 20. Jhd. zwangsläufig die grandiose selbstzerstörerischen Idee mit der Hereinnahme von Staatsanleihen zwecks Besicherung der Geldemission durch die Zentralbanken entstand.

Der Private ist Derivat des Zwingherrn, SEINE ABLEITUNG! Wenn sich das Miteinander der Privaten nicht mehr aufschulden lässt, ist Feierabend mit Freiheit. Dottore hat hier vollkommen recht, wie auch die Aufrüstungsgedanken der EU signalisieren: … Militärdiktaturen im Wartezustand."

Dieser Satz steht stellvertretend für die Verwirrung, die noch immer herrscht. Staaten können sich nicht selbst aufschulden! Genau diese fälschliche Annahme wollte ich im StarWars-Beitrag aufgreifen. Es hat sich gegenüber den vormonetären Zeiten NICHTS diesbezüglich geändert. Einzig die Refinanzierungskraft mittels Staatspapiere ist dazu gekommen. Doch ich bitte dich, die gehen rein und raus, kaufen nur weitere Staatsverschuldung im Rahmen der Refinanzierungssummen. Die Gläubiger der Staaten sind WIR, über Pensionskassen, Treuhandgesellschaften, Versicherer etc. Schau dir die Pfänder der EZB, der FED etc. an. Die Staatsverschuldung wird durch Anleiheemissionen und unseren Kauf nach oben getrieben, also dadurch, dass die Staaten BEREITS VORHANDENDES GELD an den Kapitalmärkten einsammeln. Die Emission der Anleihen (aus den Effekten heraus) wird über streng geprüfte Bieterbanken vorgenommen. Diese Bieterbanken geben dem Staat aber keinen Kredit!

Die kleine Schweiz steht einem heimischen Franken-Publikum gegenüber, das keine Sicherheiten mehr bieten wird, die auf CHF lauten.

https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=315198

Gruß - Ostfriese

Ich erkenne da keine Erklärung, warum die Schweiz die riesigen Euro-, Dollar-, etc. Bestände aufgebaut hat bzw. nicht verkauft hat

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 13:06 vor 407 Tagen @ Ostfriese 1922 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 08.03.2023, 14:00

Es ist schlimm genug, wenn eine Zentralbank die eigenen Staatsanleihen aufkauft (Offenmarkt = Druckerpresse), aber die von anderen Staaten ist ja noch weiter weg von ihrem Auftrag, und riskant noch dazu, was man an dem riesen Verlust sieht.

Bei dem, was Du schreibst bzw. zitierst, geht es generell darum, dass die Schuldwährungen wie EUR, USD, CHF auf Staatsverschuldung beruhen, mit der Wirtschaftsleistung der jeweiligen Steuerzahler als Pfand/Sicherheit. Das hilft mir wenig bei der Frage, warum die SNB in dem Ausmaß die Fremdanleihen aufgekauft hat.

Bernd Borchert

Die vierzig Monate der SNB @Fidel

Rybezahl, Donnerstag, 09.03.2023, 20:39 vor 405 Tagen @ BerndBorchert 1411 Views

Hallo!

Hier:
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=632145

Zitat aus https://schweizermonat.ch/die-vierzig-monate-der-snb/

"Der Euroraum ähnelt aufgrund so vieler maroder Emissionsbanken klassischen Werkbanknationen, die mangels ausreichender Eigentumsstrukturen und deshalb infolge fehlender guter inländischer Positionen ihre Währung für den Ankauf von Investitionsdevisen oder fremden Vermögenstiteln in Umlauf bringen."

ff.

Gruß!

Ich finde in dem Heinsohn Artikel nicht die Erklärung, warum die SNB so massiv Euro- und Dollar-Anleihen gekauft hat (die ihr jetzt um die Ohren fliegen). Kannst Du helfen? owT

BerndBorchert @, Freitag, 10.03.2023, 10:16 vor 405 Tagen @ Rybezahl 1244 Views

Wieso musste der Schweizer um 1980 noch 1,8 SFR aufwenden, um umgerechnet 1 € zu erhalten, während ihm der € gegenwärtig für ~1 SFR nachgeschmissen wird?

Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 10:56 vor 407 Tagen @ Ostfriese 2190 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 11:27

Für alle Zentralbanken gilt: … Abgeschrieben wird so oder so.

Verfrühte Einladung zur Beerdigung des CHF - Tod folgt demnächst.

https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=337532

Gruß - Ostfriese


1980 war der SFR umgerechnet nur etwa ein halber Euro wert, jetzt ist er annähernd pari.
Der gegemwärtige Verlust der SNB scheint den Schweizerfrankenkurs jedenfalls nur unwesentlich zu beeindrucken.


auf Max. klicken
https://www.google.com/finance/quote/CHF-EUR?sa=X&ved=2ahUKEwjTjJfJh8z9AhWmXfEDHaep...

Gruß Mephistopheles

Der Franken ist Fluchtwährung

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 08.03.2023, 11:18 vor 407 Tagen @ Mephistopheles 2380 Views

Der Aufwertungsdruck ist seit langem gewaltig und wir erinnern uns noch alle, was los war, als der Deckel bei 1,20 gefallen ist. :-P

Dem Druck, der über das Maß einer Starkwährung hinausgeht, kann nur durch Bilanzverlängerung begegnet werden; aber muss es unbedingt dieser Mist sein, den man auf die Bücher nimmt (siehe Alternative Edelmetalle)?

Grüße

--
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Läuft in Deutschland ...

Haben sie doch

Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 11:33 vor 407 Tagen @ FOX-NEWS 2241 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 11:41

Der Aufwertungsdruck ist seit langem gewaltig und wir erinnern uns noch alle, was los war, als der Deckel bei 1,20 gefallen ist. :-P

Dem Druck, der über das Maß einer Starkwährung hinausgeht, kann nur durch Bilanzverlängerung begegnet werden; aber muss es unbedingt dieser Mist sein, den man auf die Bücher nimmt (siehe Alternative Edelmetalle)?

Grüße

Bezogen auf die Anzahl der Eidgenossen haben sie mehr Goldreserven als die BRD.

Aber anscheinend haben sie auch keine Lust mehr, in die Berge zu steigen. War aber früher anders.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bergwerken_in_der_Schweiz

Trotzdem dachte bei €-Einführung keiner daran, die Währung mit Gold zu sichern. Das schaffen nicht mal die Russen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156673/umfrage/laender-mit-den-groessten...

Gruß Mephistopheles

Das Prinzip der Schwingung - Aus- und Wiedereinkehrung

Ostfriese @, Mittwoch, 08.03.2023, 13:35 vor 406 Tagen @ Mephistopheles 2076 Views

Hallo Mephistopheles

Bezogen auf die Anzahl der Eidgenossen haben sie mehr Goldreserven als die BRD.

Aber anscheinend haben sie auch keine Lust mehr, in die Berge zu steigen. War aber früher anders.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bergwerken_in_der_Schweiz

Trotzdem dachte bei €-Einführung keiner daran, die Währung mit Gold zu sichern. Das schaffen nicht mal die Russen.

Wir müssen uns heute grundsätzlich und vollständig von den Ideen einer dinglichen Besicherung innerhalb der Geldemission verabschieden und uns in die Sphären der hermetischen Betrachtungen begeben.

Es gilt zu verstehen: Der über den Kredit ermöglichte Zugang zum Geld kann nicht mehr (war nur zeitlich befristet möglich!) an eine gegenwärtig vorhandene Sache (Coin, Gold etc.) gekoppelt werden. Die Geldverteilung ist heute ausschließlich von den Erwartungen der Zukunft abhängig (zeitlich offenes System, Vorgriff, Aufschub). Weil das debitistische System als solches nach jeder inflationären Geld-/Potentialauskehrung eine deflationäre Wiedereinkehrung (Tilgungsdruck und Verschuldungsunfähigkeit) des einmal durch Kredit geschöpften Geldes erzwingt, weil alle geldpolitischen Entstehungsprozesse an Laufzeiten geknüpft sind (endlich sind), sich das System als solches jede über den Kredit in das System eingebrachte Geldeinheit über selbigen Kontrakt "mit der Laufzeit" wieder entziehen muss (das Prinzip der Schwingung, Aus- und Wiedereinkehrung).

Ashitaka, Donnerstag, 23.09.2021 https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=578838

Gruß - Ostfriese

Hermetisch betrachtet

Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 21:01 vor 406 Tagen @ Ostfriese 1727 Views

Hallo Mephistopheles

Bezogen auf die Anzahl der Eidgenossen haben sie mehr Goldreserven als die BRD.

Aber anscheinend haben sie auch keine Lust mehr, in die Berge zu steigen. War aber früher anders.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bergwerken_in_der_Schweiz

Trotzdem dachte bei €-Einführung keiner daran, die Währung mit Gold zu sichern. Das schaffen nicht mal die Russen.


Wir müssen uns heute grundsätzlich und vollständig von den Ideen einer dinglichen Besicherung innerhalb der Geldemission verabschieden und uns in die Sphären der hermetischen Betrachtungen begeben.

Es gilt zu verstehen: Der über den Kredit ermöglichte Zugang zum Geld kann nicht mehr (war nur zeitlich befristet möglich!) an eine gegenwärtig vorhandene Sache (Coin, Gold etc.) gekoppelt werden. Die Geldverteilung ist heute ausschließlich von den Erwartungen der Zukunft abhängig (zeitlich offenes System, Vorgriff, Aufschub). Weil das debitistische System als solches nach jeder inflationären Geld-/Potentialauskehrung eine deflationäre Wiedereinkehrung (Tilgungsdruck und Verschuldungsunfähigkeit) des einmal durch Kredit geschöpften Geldes erzwingt, weil alle geldpolitischen Entstehungsprozesse an Laufzeiten geknüpft sind (endlich sind), sich das System als solches jede über den Kredit in das System eingebrachte Geldeinheit über selbigen Kontrakt "mit der Laufzeit" wieder entziehen muss (das Prinzip der Schwingung, Aus- und Wiedereinkehrung).

Ashitaka, Donnerstag, 23.09.2021 https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=578838

Gruß - Ostfriese

Hallo Ostfriese,

hermetisch betrachtet gibt es aber keinerlei Garantie, dass das gegenwärtige Geldsystem den durch die Ukrainekrise befeuerten und wahr werdenden Max-Otteschen-Weltsystemcrash überstehen und nicht einfach aus der Geschichte, wie schon öfter gesehen, wieder verschwinden und durch ein anderes System abgelöst werden wird, wenn alle Staatsanleihen, wirklich alle, da letzten Endes energiebesichert, die es nicht gibt, sich als unbezahlbar herausstellen werden.

Das Sozialkreditsystem steht bereit, das gegenwärtige Geldsystem hermetisch abzulösen.

Gruß Mephistopheles

Willst Du es nicht kapieren?

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 08.03.2023, 21:28 vor 406 Tagen @ Mephistopheles 1744 Views

Gegen eine nachfragebedingte Aufwertung hilft nur Bilanzverlängerung, wenn man nicht zu drastischen Mitteln wie Kapitalkontrollen greifen will. Das Gold hätte den Vorteil, daß man Münzen prägen und ein Tauschfenster öffnen könnte, falls das mal oportun wäre - mach das mal mit Apple-Aktien. :-P

Grüße

--
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Läuft in Deutschland ...

Die vierzig Monate der SNB - Heinsohn im schweizer Monat 2015

Fidel @, Mittwoch, 08.03.2023, 16:24 vor 406 Tagen @ Ostfriese 1912 Views

Zitat:
Solange also hinter dem Verborger letzter Hand (Zentralbank) ein bonitätsstarker Eigentumsgeber allerletzter Hand steht, kann die Zentralbank nicht pleitegehen.
+ Sie ist als politische Macht zugleich Herrin über alle Eigentümer in ihrem Einzugsbereich und kann ihnen die notwendigen Mittel für eine Rekapitalisierung schon abpressen.

https://schweizermonat.ch/die-vierzig-monate-der-snb/


Heinsohn verstand natürlich den Gewaltcharakter der Eigentumsökonomie,
hätte er das eingestanden,
hätte er P.C.Martin -anerkennen- müssen..., to much for him.

Abraços
Fidel

Wer hat sich da verzockt; und womit? Die Zockerbande persönlich haftbar machen ..!

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 08.03.2023, 09:51 vor 407 Tagen @ Olivia 2330 Views

Das hat nichts mit "genuiner Geldpolitik" einer Staatsbank bzw. Staatsbehörde zu tun. Eigentlich ein Fall zumindest für einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss .. oder für das Verfassungsgericht und ein Referendum.

Gruß, Beo2

Wie finanzieren sich eigentlich gerade die EU-Südstaaten?

Steppke, Mittwoch, 08.03.2023, 12:01 vor 407 Tagen @ Olivia 2387 Views

Lindner sagte, dass sich die Zinskosten für DE von 4 Milliarden auf 40 Milliarden (p.a.) erhöht haben (verzehnfacht).

Wie sieht das da eigentlich bei Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und auch Griechenland aus?

Nach den starken Leitzinserhöhungen müsste doch dort jetzt "die Hütte brennen", da die Verschuldung viel höher ist.

Nur, man hört/liest dazu gar nichts.

Hat jemand aktuelle Zahlen, wie die ihren Schuldendienst finanzieren und warum es an dieser "Front" aktuell so ruhig ist?

In der Niedrigzinsphase haben praktisch alle Experten erklärt, dass die Zinsen für viele Jahre so niedrig bleiben MÜSSEN, weil sonst die "Südfront" wieder zusammenbricht (Griechenlandkrise flammt wieder auf etc.), da der Schuldendienst für diese Länder sonst nicht mehr tragbar ist. Das klang auch alles logisch.

Nur, nun ist genau das Gegenteil passiert (starke Zinserhöhungen) aber trotzdem scheint das die Südstaaten nicht zu tangieren.

Wie ist das zu erklären?

Danke und Gruß
Steppke

Die WAND kommt näher

sensortimecom ⌂ @, Mittwoch, 08.03.2023, 12:11 vor 407 Tagen @ Steppke 2862 Views

bearbeitet von sensortimecom, Mittwoch, 08.03.2023, 12:18

Nicht nur bei den Staatsfinanzierungen...

In der österr. KRONEN ZEITUNG gibts gerade einen Artikel (allerdings Bezahlschranke) wo man lesen kann, wie sich der Bausektor (Neubauten) nach den Sanktionen, der Teuerung und den Zinserhöhungen der letzten Zeit entwickelt.

ER IST TOT. Mause.

Ganz genau!

Steppke, Mittwoch, 08.03.2023, 12:28 vor 407 Tagen @ sensortimecom 2536 Views

In DE ist der Bausektor (Neuaufträge) über 70% eingebrochen. Wie ich hörte sind Handwerk und Bauwirtschaft noch bis Juni/Juli damit beschäftigt die zu Minizinsen finanzierten Projekte abzuarbeiten aber danach kommt das "schwarze Loch".

Aber viel drastischer müssten die Auswirkungen auf die (hochverschuldeten) Südländer sein, viel viel drastischer.

Aber, man hört NICHTS davon, ganz im Gegenteil. Einige Zentralbanker fordern, dass die Leitzinsen noch viel höher steigen müssen/werden.

Wie kann das sein?

Ist die EZB (heimlich) dazu übergegangen diese Staaten direkt zu finanzieren und kauft deren Anleihen komplett auf, egal was es kostet, ohne dass das öffentlich kommuniziert wurde, während sie auf der anderen Seite die Leitzinsen immer weiter erhöht?

Oder wie ist das sonst zu erklären?

Ich verstehe es nicht.

Weiß dazu jemand mehr?

Es ist das Spiel, das die Zentralbanken seit vielen Jahrzehnten spielen.

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 08.03.2023, 12:39 vor 407 Tagen @ Steppke 2345 Views

Erst billiges Geld verteilen, alles boomt, bis die Geldmenge zu groß wird und sich Inflation breitmacht. Dann die Zinsen erhöhen und aus den diversen Konkursmassen alles zu Pfennigen aufkaufen, was als Asset im nächsten Zyklus Gewinne verspricht, entweder selbst oder über die Geschäftsbanken als Mittelsmänner.

Wie kommst Du auf die absurde Idee, die Zentralbanken könnten im öffentlichen Interesse handeln? Auch Zentralbanken sind am Ende Banken, nichts weiter. Sie bedienen in erster Linie die Partikularinteressen der Geldmächtigen.

Gruß,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Aber genau DAS passiert ja nicht. [mkT]

Steppke, Mittwoch, 08.03.2023, 13:00 vor 407 Tagen @ Naclador 2088 Views

Erst billiges Geld verteilen, alles boomt, bis die Geldmenge zu groß wird und sich Inflation >breitmacht. Dann die Zinsen erhöhen und aus den diversen Konkursmassen alles zu Pfennigen aufkaufen, >was als Asset im nächsten Zyklus Gewinne verspricht, entweder selbst oder über die
Geschäftsbanken als Mittelsmänner.

Es gibt ja kein Konkurse der Südstaaten. Die scheinen ihren Schuldendienst (auf wunderbare Weise) problemlos bedienen zu können, was eigentlich nicht sein dürfte.

Und das ist ja das Paradoxe. Was ermöglicht sie dazu, in der aktuellen Situation?

Mit 4% Verzinsung lässt sich eine Anleihe - sagen wir eine italienische - besser verkaufen als mit 1%. No? owT

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 13:09 vor 407 Tagen @ Steppke 1908 Views

Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Denn woher sollen die 4% kommen, außer durch weitere Verschuldung? [ot]

Steppke, Mittwoch, 08.03.2023, 18:43 vor 406 Tagen @ BerndBorchert 1691 Views

Nixa

Mephistopheles, Mittwoch, 08.03.2023, 21:37 vor 406 Tagen @ Steppke 1767 Views

ot

z.B., indem gebrauchte Socken zur Sicherheit erklärt werden.

Das, was als zentralbankfähige Sicherheit akzeptiert wird, ist doch ohnehin in den letzten Jahren ständig ausgeweitet worden, z.B, indem italienische, griechische, spanische, (französische?) Staatsanleihen zum Nominalkurs als Sicherheit reingenommen wurden.
Dadurch, und nur dadurch, hat sich die Bilanz der EZB erhöht to the moon.

Gruß Mephistopheles

So ungefähr. Allerdings kommt der größte Teil der Euro-Staatsanleihen nicht über das Repo-Geschäft in den Bestand der EZB, sondern über Offenmarktkäufe

BerndBorchert @, Donnerstag, 09.03.2023, 08:41 vor 406 Tagen @ Mephistopheles 1585 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Donnerstag, 09.03.2023, 09:40

Das, was als zentralbankfähige Sicherheit akzeptiert wird, ist doch ohnehin in den letzten Jahren ständig ausgeweitet worden, z.B, indem italienische, griechische, spanische, (französische?) Staatsanleihen zum Nominalkurs als Sicherheit reingenommen wurden.

Du beschreibst das Repo-Geschäft: die EZB ist dabei passiv und muss drauf warten, dass eine Bank eine Euro-Staatsanleihe gegen ZB-Geld 1-zu-1 eintauschen will. Entscheidend dabei ist, dass der Rückkauf (repo = repurchase) schon von der Höhe und Termin festgelegt ist - die EZB hat gar kein Kursrisiko.

Seit 2008 gibt es aber zusätzlich die Offenmarkt-Geschäfte: die EZB kauft wie ein Investor auf dem Markt Euro-Anleihen. Das Geld für den Kauf erfindet sie: sie überweist ZB-Geld auf das Konto des Verkäufers der Anleihe (genauer: auf das ZB-Konto der Bank, bei der das Konto ist). Die Anleihe geht in das Eigentum der EZB über und bleibt dort bis sie von der EZB verkauft wird oder bis sie fällig wird. Bei der Buchhaltung des Anleihen-Verkäufers ist alles genau so, als wenn ein normaler Investor gekauft hätte. Bei der EZB kommt es auf beiden Seiten der Bilanz zur Erhöhung: die gekaufte Anleihe auf der Aktiv-Seite, das überwiesene ZB-Geld auf der Passiv-Seite.

Dadurch, und nur dadurch, hat sich die Bilanz der EZB erhöht to the moon.

Nee, die Bilanz ist so aufgebläht durch die Offenmarkt-Geschäfte, nicht das klassische Repo-Geschäft. Hier einer der wenigen Medienberichte darüber, es wird von 5 Billionen Euro gesprochen als Gesamtwert der im Offenmarkt aufgekauften Euro-Anleihen:

Aufgeblähte Bilanz: Das Fünf-Billionen-Euro-Problem der EZB
https://www.derstandard.de/story/2000143271236/aufgeblaehte-bilanz-das-fuenf-billionen-...

Man kann den gigantischen Posten auch in der EZB Bilanz finden, er hat die Nummer 7.1, hier die Bilanz von 2021:
https://www.ecb.europa.eu/pub/annual/balance/html/ecb.eurosystembalancesheet2021~f9edd2...

Grob gesagt stammen 5 Bill. der EZB-Bilanz aus den Offenmarktgeschäften, und 3 Bill. aus dem klassischen Repo-Geschäft (wenn man die sanft ansteigende Kurve 1999-2007 bis 2022 weiterführt, sollte man ungefähr bei 3 Bill. landen):

[image]

(Die Graphik mit dem eingezeichneten Zins suggeriert, dass der niedrige Zins der Grund für die die Aufblähung ist. Das dürfte falsch sein, denn der Grund für die Aufblähung ist die Erlaubnis zu Offenmarktgeschäften. Es ist ein Fall von "Korrelation bedeutet nicht notwendigerweise Kausalität" - das Thema hatten wir ja schon bei Corona-Diskussionen)

Bernd Borchert

Ja, die STAATEN können zahlen.

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 08.03.2023, 13:18 vor 406 Tagen @ Steppke 2033 Views

Die Staaten haben ja auch kaum noch Tafelsilber zu verpfänden, also gibt es für die EZB auch keinen Grund, sie auflaufen zu lassen. Vermutlich werden sie tatsächlich direkt aus der Druckerpresse finanziert, was das Inflationsproblem verschärft und der EZB wiederum Argumente gibt, die Zinsen anzuziehen.

Gruß,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Sind Zentralbanken etwa keine Privatinstitutionen?

Der gestiefelte Kater, Mittwoch, 08.03.2023, 13:23 vor 406 Tagen @ Naclador 1945 Views

Sorry, bin bei Finanzen eher unbefleckt, deswegen nur diese neugierige Frage: In meinem (Geschichts-)Verständnis sind Staaten und deren Zentralbanken in letzter Konsequenz (und auch juristisch in Form von Stiftungen u.ä.) in privater Hand (ich weiß nicht, ob man das auf dem Papier auch immer als Eigentum bezeichnen kann, wie wohl bei der FED).

Wie kommst Du auf die absurde Idee, die Zentralbanken könnten im öffentlichen Interesse handeln? Auch Zentralbanken sind am Ende Banken, nichts weiter. Sie bedienen in erster Linie die Partikularinteressen der Geldmächtigen.

Das würde bedeuten, die "wahren Eigentümer" lassen ihre Institutionen auch regelmäßig Pleite gehen nach Ablauf einiger Jahrzehnte oder Jahrhunderte, aufgrund von Überalterung sozusagen, um neue Strukturen zu schaffen. Logischerweise ziehen sie vorher alles Werthaltige aus diesen Institutionen heraus, was über deren Existenzspanne von der Bevölkerung abgesaugt wurde. Die eingangs gepostete Grafik könnte genau diesen Vorgang zeigen, oder irre ich mich?

Parallel müsste auch noch ein massives Aufkaufen substantieller Werte stattfinden (Immobilien, Edelmetalle, Ländereien). Ist das der Fall? Oder ist ein Transfer substantieller Werte in andere Länder zu beobachten (bspw. Gold gen Osten)?

Die Fed und die Bank of England sind private Banken.

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 08.03.2023, 13:36 vor 406 Tagen @ Der gestiefelte Kater 1932 Views

Die EZB ist rechtlich eine öffentliche Institution, was immer das im Rahmen der EU heißen mag.

Und ja, ich gehe schwer davon aus, dass die EU gerade eine reife Orange ist, die es jetzt gründlich auszupressen gilt. Jetzt werden die Schuldner und Nachschuldner zur Kasse gebeten. Wir werden in allen Sektoren eine massive Kapitalkonzentration in den Händen einiger weniger vermögender Investoren sehen.

Das ist der Versuch einer Refeudalisierung Europas. Das Gottesgnadentum wird durch die Macht des Geldes ersetzt. Wenn es gelingt, die Macht über das Geldsystem vollständig in private Hände zu überführen, sehen wir einen neuen Totalitarismus. Die zunehmende Digitalisierung aller Zahlungsvorgänge zielt genau in diese Richtung.

Gruß,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Die SNB auch

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 13:42 vor 406 Tagen @ Naclador 1886 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 08.03.2023, 14:02

https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerische_Nationalbank

Das Aktienkapital beträgt 25 Millionen Franken und war zuletzt zu rund 55 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand (Kantone, Kantonalbanken etc.). Der Bund besitzt keine Aktien.[9] Ende 2018 war die SNB zum ersten Mal mehrheitlich in privatem Besitz; bereits 2017 ist die Thurgauer Kantonalbank ausgestiegen.[10] Bei der Nationalbank arbeiten rund 900 Personen. Sie ist damit eine der kleinsten Zentralbanken in Europa.[9]

Die grössten Aktionäre der SNB per 31. Dezember 2020[11]:

Kanton Bern mit 6,63 Prozent
Kanton Zürich mit 5,2 Prozent
Theo Siegert mit 5,04 Prozent
Kanton Waadt mit 3,4 Prozent
Kanton St. Gallen mit 3,0 Prozent

Ich frag mich, was Theo Siegert aus Düsseldorf jetzt macht: 5,04% von 132 Mrd. CHF nachzuschießen dürfte selbst ihm als Manager und Professor schwer fallen.

Bernd Borchert

Die BOE widerspricht

Miesepeter @, Mittwoch, 08.03.2023, 14:11 vor 406 Tagen @ Naclador 2038 Views

Aus ihrer Chronologie:

1946: Die Bank of England wird verstaatlicht

Im Laufe unserer Geschichte haben wir uns immer als öffentliche Institution verstanden, die im nationalen Interesse handelt. Obwohl sich die Bank lange Zeit in privatem Besitz befand, wurden unsere Aktivitäten von der Regierung und der Gesetzgebung bestimmt.

Als die Bank 1946 verstaatlicht wurde, bedeutete dies, dass sie sich nun im Besitz der Regierung und nicht mehr im Besitz privater Aktionäre befand.

Dadurch erhielt die Regierung die Befugnis, die Gouverneure und Direktoren der Bank zu ernennen und der Bank Anweisungen zu erteilen. Bis heute hat die Regierung von ihrem Weisungsrecht keinen Gebrauch gemacht.

Sollten gegenteilige Informationen vorliegen, bitte Angabe.

Danke & Gruss,
mp

Nein, hast Recht, ich hab mich geirrt.

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 08.03.2023, 14:42 vor 406 Tagen @ Miesepeter 1863 Views

Da muss ich irgend etwas durcheinander gebracht haben. Tut mir leid.

Gruß,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Nein, sind sie nicht. Hier die Schweizer Nationalbank (SNB) kurz erklärt ..

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 08.03.2023, 15:35 vor 406 Tagen @ Der gestiefelte Kater 1851 Views

bearbeitet von Beo2, Mittwoch, 08.03.2023, 15:47

+ https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerische_Nationalbank

ZITAT: "Die Nationalbank ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundesrechts. Sie wird unter Mitwirkung und Aufsicht des Bundes nach den Vorschriften des Nationalbankgesetzes verwaltet. Die Aktien sind als Namenspapiere ausgestaltet und an der Börse kotiert. Das Aktienkapital beträgt 25 Millionen Franken und war zuletzt zu rund 55 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand (Kantone, Kantonalbanken etc.). Der Bund besitzt keine Aktien [...]

Nach Art. 31 des Nationalbankgesetzes (NBG) erhalten die Aktionäre eine Dividende von höchstens 6 Prozent des Aktienkapitals, also 1.5 Mio. Franken. Das sind bei einem Nennwert von 250 Franken maximal 15 Franken pro Aktie. Der diese Ausschüttung übersteigende Betrag des Bilanzgewinns fällt zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone [...]
Als geldpolitisches Instrument zur Umsetzung ihrer Geldpolitik setzte die SNB ab dem Jahr 2000 primär Repo-Geschäfte ein, mit denen sie den Markt regelmässig mit Geld versorgte. Bei Bedarf entzog sie mit dem gleichen Instrument dem Markt Liquidität. Im Zuge der Finanzkrise löste die SNB das Repo-Geschäft ab Oktober 2008 sukzessive durch Devisenkäufe ab. Die durch den Ausbau der Währungsreserven entstehende überschüssige Franken-Liquidität schöpft sie durch die Emission eigener Geldmarktpapiere, den sogenannten SNB Bills, wieder ab. Mittlerweile stellen Devisenkäufe und SNB Bills die wichtigsten Instrumente zur Umsetzung der Geldpolitik dar.

Das oberste geschäftsleitende und ausführende Organ der Nationalbank ist das Direktorium. Es ist insbesondere zuständig für die Geld- und Währungspolitik, die Strategie zur Anlage der Aktiven und für die internationale Währungszusammenarbeit. Das Erweiterte Direktorium besteht aus den drei Mitgliedern des Direktoriums und ihren drei Stellvertretern. Es ist zuständig für die operativ-betriebliche Führung der Nationalbank. Die Mitglieder des Direktoriums und die Stellvertreter werden auf Vorschlag des Bankrats vom Bundesrat für eine Amtsdauer von sechs Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich [...]
Der Bankrat [Aufsichtsrat - Anm.v. Beo2] beaufsichtigt und kontrolliert die Geschäftsführung der Nationalbank. Er besteht aus elf Mitgliedern. Sechs Mitglieder, darunter der Präsident und der Vizepräsident, werden vom Bundesrat und fünf von der Generalversammlung gewählt. Der Bankrat bildet aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss, einen Risikoausschuss, einen Entschädigungsausschuss und einen Ernennungsausschuss. Die Amtsdauer für die Mitglieder des Bankrats beträgt vier Jahre und die gesamte Amtszeit maximal zwölf Jahre" ENDE
____________________________

Das würde ja noch fehlen, dass eine nationale Zentralbank von privaten Profitinteressen dominieren wird! Das wäre das Ende jeder Staatsmacht und Landessouveränität.
Mit Gruß, Beo2

Du hast bei Wikipedia das hier überlesen: "Ende 2018 war die SNB zum ersten Mal mehrheitlich in privatem Besitz". owT

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 16:12 vor 406 Tagen @ Beo2 1657 Views

Das mag für kurze Zeit so gewesen sein ..

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 08.03.2023, 16:40 vor 406 Tagen @ BerndBorchert 1707 Views

bearbeitet von Beo2, Mittwoch, 08.03.2023, 16:52

.. etwa nachdem die Thurgauer Kantonalbank als öffentlich-rechtlicher Aktionär ausgestiegen ist:
+ https://de.wikipedia.org/wiki/Thurgauer_Kantonalbank

Das war aber ohne Bedeutung für die vom Parlament (Bundesrat) eingesetzte mehrheitliche Geschäftsführung sowie Aufsichtsrat und damit für die Geldpolitik der SNB. Es wurde auch bald korrigiert. Es gilt nach wie vor:

+ https://www.snb.ch/de/iabout/snb/org/id/snb_org_stock
ZITAT: "Die Nationalbank ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundesrechts. Sie wird unter Mitwirkung und Aufsicht des Bundes nach den Vorschriften des Nationalbankgesetzes verwaltet. Die Aktien sind als Namenaktien ausgestaltet und an der Börse kotiert. Das Aktienkapital beträgt 25 Millionen Franken und ist zu rund 55% im Besitz der öffentlichen Hand (Kantone, Kantonalbanken usw.). Die übrigen Aktien befinden sich grösstenteils im Besitz von Privatpersonen. Der Bund besitzt keine Aktien."

Beo2

Ok, Du willst es unbedingt verteidigen ... Dann kannst Du mir bestimmt erklären, warum die SNB vom Repo Geschäft weg gegangen ist und angefangen hat, massiv die fremden Währungen anzuhäufen? owT

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 16:55 vor 406 Tagen @ Beo2 1625 Views

Österreichs Nationalbank-Chef Holzmann spricht davon...

sensortimecom ⌂ @, Mittwoch, 08.03.2023, 12:40 vor 407 Tagen @ Steppke 2405 Views

...dass noch VIER weitere Zinserhöhungen seitens der EZB in diesem Jahr kommen müssen, um die Inflation zu bekämpfen (in Österr. bei offiziell 11,5%, tatsächlich weit über 20%).

Das glaub ich auch, und das wird noch lustig.

Ist die SNB damit eigenlich überschuldet, d.h. hat sie negatives Eigenkapital? Das Thema SNB-Verlust müsste in der Schweiz ein riesen Skandal sein, oder? Handelsblatt und Tagesschau

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 13:57 vor 406 Tagen @ Olivia 1995 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 08.03.2023, 14:47

Beim Handelsblatt ist es keines der 3 Top Themen in der Rubrik Finanzen
https://www.handelsblatt.com/

P.S. Die Tagesschau hat um 14.42 eine Meldung geschaltet:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/rekordverlust-franken-schweizerische-nati...

Die Notenbank verzeichnete nach vorläufigen Zahlen 2022 einen Fehlbetrag von 132 Milliarden Franken, wie sie heute mitteilte. Nach der Verrechnung mit der vorhandenen Ausschüttungsreserve und den Rückstellungen für Währungsreserven bleibe ein Bilanzverlust von etwa 39 Milliarden Franken, schreibt die SNB.

SNB-Direktoriumsmitglied Martin Schlegel hatte im Oktober in einem Zeitungsinterview aber erklärt, dass die SNB ihre Aufgabe auch mit negativem Eigenkapital erfüllen könne.

Und, ist die Null-Linie der Bilanz unterschritten?

Bernd Borchert

Warum schaust Du nicht einfach in den letzten Geschäftsbericht der SNB?!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Mittwoch, 08.03.2023, 19:30 vor 406 Tagen @ BerndBorchert 1717 Views

Hallo BerndBorchert,

was spricht dagegen, dass Du eigenständig recherchierst?

Der Geschäftsbericht für das Jahr 2021 steht Dir zum Herunterladen zur Verfügung.
Auch wenn Du vielleicht eher wirtschaftsfern bist, gibt es genügend entnehmbare Informationen!

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Danke für den Hinweis. Die SNB hatte 2021 Rückstellungen in Höhe des heute angegebenen Verlustes. Also keine Überschuldung der SNB.

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.03.2023, 20:53 vor 406 Tagen @ paranoia 1665 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 08.03.2023, 21:53

Ende 2021 betrug das Eigenkapital 204 Mrd. CHF. Das ist enorm, 80% der Staatseinnahmen. Keine Ahnung, wie man das ansammeln konnte. Man hatte die Korrektur wohl kommen sehen ....

https://www.snb.ch/de/iabout/snb/annacc/id/snb_annac_balance

Also wird die SNB nach dem 132 Mrd. Verlust nicht überschuldet sein (Das aktuelle EK sollte in Gr.Ordnung der Differenz 204-132 = 72 Mrd. liegen)

Bernd Borchert

Eigenkapital ist ein irreführender Begriff. Das englische equity ist besser: equity (Gleichheit) sorgt dafür, dass die beiden Seiten der Bilanz gleich werden - wie der Name es sagt.

Noch viel 'stranger': NATO will eine eigene Bank aufmachen (nur ein LINK und drei Sätze Kommentar):

Weiner, Mittwoch, 08.03.2023, 15:02 vor 406 Tagen @ Olivia 2513 Views

https://www.atlanticcouncil.org/content-series/nato20-2020/open-a-bank/

Vordergründig geht es natürlich darum, Finanzierungslücken zu schließen (zB. Kredite an Lieferanten) sowie Kooperationspartner zu finden (Investitionspartner, Geschäftsanteilseigner). Politikphilosophisch gesehen fährt die NATO allerdings auf dieser Schiene in Richtung 'private military enterprise' (wie WAGNER ...) - und die letzten 70 Jahre NATO waren dann also nur der Eidotter für die Entwicklung eines künftig supranationalen Militärmonsters für das supranationale KAPITAL!

Ich bin immer wieder beeindruckt von der Professionalität dieser Leute, die sogar im Voraus schon an Segelyachten mit Reisepässen, Sprengstoffspuren und Schnorcheln denken, und sich dabei wahrscheinlich fast kaputtlachen - nicht über die Dummheit sondern über die voraussehbare Inaktivität der Schlafschafe.

Wirklich schräg!

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 08.03.2023, 15:11 vor 406 Tagen @ Weiner 2386 Views

Die NATO soll eine eigene Bank bekommen? Was kommt als nächstes? Der NATO-Gerichtshof für Menschenrechte?

Es wird höchste Zeit, diese überkommene Institution zu begraben.

Gruß,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

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