Interessantes Interview mit Dr Krall - Hauptthema Immobilien

Arbeiter @, Sonntag, 22.01.2023, 06:59 vor 18 Tagen 6342 Views

bearbeitet von Arbeiter, Sonntag, 22.01.2023, 07:14

Diesmal Hauptthema Immobilien - sehr gute Analyse über das Marktgeschehen.

Das einzige was er "noch" nicht genannt/berücksichtigt hat:

1. Wir bekommen womöglich trotz Rezession/Depression viel weniger/keine Arbeitslose, weil insgesamt die arbeitsfähigen und arbeitswilligen Menschen gerade immer weniger werden (Stichwort Krankheitsquote wegen vorallem Spritzen).

2. Die Immokrise könnte nicht nur ein 1-2 Jahre, sondern viel viel länger gehen, da solvente Käufer über Jahre(zehnt) hinweg ausfallen, siehe Punkt 1.
Was sich zumindest in real fallenden Preisen zeigen wird.

Wobei wie ich schon geschrieben habe, dieses Phänomen sich womöglich jederzeit stoppen liese.

Hier zum Interview Dr Krall: https://www.youtube.com/watch?v=oWBT_rvP1gM&

Viel Spaß!

Gruss

Arbeiter

Frage: Würdest du jetzt kaufen? Antwort: Ich würde auf keinen Fall kaufen! Es heißt, kaufen, wenn die Kanonen donnern! Nur, die Kanonen donnern noch gar nicht! Da werden gerade die Kugeln aufgeschicht

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 22.01.2023, 12:45 vor 17 Tagen @ Arbeiter 2958 Views

Diesmal Hauptthema Immobilien - sehr gute Analyse über das Marktgeschehen.

...da werden gerade die Kugeln aufgeschichtet, die Pulverfässer herangerollt, und wir ziehen unsere Gardeuniform an...
[[euklid]]
ab min 26:00

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Der Immomarkt hat seine Inflation (genauer: Geldentwertung) in den letzten Jahren schon gehabt, jetzt ziehen alle anderen Märkte nach, d.h., nominal dürfte der Immomarkt stagnieren (= real fallen). oT

BerndBorchert @, Sonntag, 22.01.2023, 12:49 vor 17 Tagen @ Arbeiter 2114 Views

Die Immobilienpreise sind NICHT gestiegen! Es sah nur so aus. Das verstehen halt die Nichtdebitisten nicht.

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 22.01.2023, 13:13 vor 17 Tagen @ BerndBorchert 3311 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Sonntag, 22.01.2023, 13:41

.

Keine Immobilie wird aus dem laufenden Einkommen bezahlt, auch nicht von denen, die das Geld cash haben.
Jede Immobilie wird finanziert.

Die Finanzierungskosten sind im wesentlichen gleich geblieben. Und das ist das einzige, was relevant ist. Nur konnte eben bei denselben Finanzierungskosten ein höherer Preis aufgerufen werden. Diejenigen Eigentümer, die das begriffen hatten, die konnten eben Windfallprofits einstreichen. Die anderen guckten in die Röhre.

Jetzt bekommt man eben weniger Immobilie für dieselben Finanzierungskosten. Das ist alles. Wer zu spät kommt, den bestraft eben das Leben.

Das sind die Grundlagen. Real sind die Immobilienpreise gleich geblieben.

Natürlich wird das überlagert durch die aktuelle Konjunkturentwicklung. Das könnte dazu führen, wie auch einer schon anmerkte, dass die Immobilienpreise real sinken, oder wie der Makler im Interview feststellte, die Leute müssen ihre Ansprüche eben zurückschrauben (er meinte, 70er- Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ich tippe eher auf 50er-Jahre.).

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Falls es uns noch weiter in die Vergangenheit katapultieren sollte, dann könnten wir uns bei diesem Päärchen Anleihen nehmen....

Olivia @, Sonntag, 22.01.2023, 19:17 vor 17 Tagen @ Mephistopheles 2191 Views

bearbeitet von Olivia, Sonntag, 22.01.2023, 19:24

Die leben offenbar in einer Stadt. Woher sie ihr Essen und Sonstiges bekommen, ist mir nicht klar geworden. Auch ist mir die Sache mit der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung nicht klar geworden.

Die Verkehrsmittel allerdings sind spektakulär... :-)

https://www.youtube.com/watch?v=6y7xnn4JgSU

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die ihr Haus nicht auf Kredit gekauft haben.
Das tun übrigens eine ganze Reihe von Menschen in Deutschland auch noch.
In der Schweiz eher nicht. Da zahlt man höchstens 50 %. Das hängt aber mit dem dortigen Steuersystem zusammen. Sollte das deutsche Besteuerungssystem bei Immobilien angeglichen werden, dann wird auch hier niemand mehr die komplette Immobilie bezahlen.... sondern höchstens 50 %.

--
For entertainment purposes only.

Ansprüche und Preise "Ich tippe eher auf 50er-Jahre."

Arbeiter @, Sonntag, 22.01.2023, 21:31 vor 17 Tagen @ Mephistopheles 1943 Views

Natürlich wird das überlagert durch die aktuelle Konjunkturentwicklung. Das könnte dazu führen, wie auch einer schon anmerkte, dass die Immobilienpreise real sinken, oder wie der Makler im Interview feststellte, die Leute müssen ihre Ansprüche eben zurückschrauben (er meinte, 70er- Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ich tippe eher auf 50er-Jahre.).

Das ist realistisch. Insbesondere wenn die Spritz- und Funkgeschädigten chronisch krank werden oder ganz ausfallen. Ich denke Dr Krall wird sich in einem Jahr dazu auch nochmal anders/schärfer äußern.

https://dasgelbeforum.net/index.php?mode=entry&id=628755

Kleines Geheimnis gefällig?

D-Marker @, Montag, 23.01.2023, 22:12 vor 16 Tagen @ Mephistopheles 969 Views

Das verstehen halt die Nichtdebitisten nicht.

Debitist sein ist nicht nur Pflicht, ich heiße sogar so.

Kannste glauben.

Beweise?


https://www.politik-sind-wir.net/threads/putins-kriegserklaerung.19164/post-2011415

Wie auch oben links Beitragsersteller zu sehen ist.

O.K, da habe ich ausnahmsweise mal als D-Marker unterschrieben.

Aber sonst meist bei meinen dortigen Freunden als Debi.


https://www.politik-sind-wir.net/threads/pistorius-neuer-verteidigungsminister.21027/po...

Antwort:

https://www.politik-sind-wir.net/threads/pistorius-neuer-verteidigungsminister.21027/po...

LG
D-Marker

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Immobilienentwicklung der letzten 60 Jahre

pascha @, Montag, 23.01.2023, 12:13 vor 16 Tagen @ BerndBorchert 1411 Views

EFH 1960 von Eltern für rund 100.000 DM (=50.000 € - incl. 2.500 qm Grundstück, gute Wohnlage Rheinland) gebaut, habe ich 2008 unrenoviert für rund 350.000 € verkauft, dh, eine Versiebenfachung des Preises in 48 Jahren. Heute würde das Haus in dem Zustand wohl für 600.000 weggehen. Sehe hier keine Überspannung des Marktes. Durchschnittliche Wertsteigerung longterm bei 4%. Wir hatten aber zwischen 1980 und 2010 ziemliche Flaute auf dem Markt.

In 10 Jahren EFH vielleicht für 60.000 Euro zu bekommen

Arbeiter @, Montag, 23.01.2023, 13:19 vor 16 Tagen @ pascha 1498 Views

REAL nach dem Wert von 60.000 Euro heute.

Vor 2028 würde ich KEINE Immo anfassen, besser erst ab 2032.

Baukosten

pascha @, Montag, 23.01.2023, 13:58 vor 16 Tagen @ Arbeiter 1393 Views

Das würde bedeuten, dass man auch für 60.000 € neu bauen kann.

Das würde bedeuten, daß niemand mehr bauen will ...

Arbeiter @, Montag, 23.01.2023, 15:14 vor 16 Tagen @ pascha 1303 Views

bearbeitet von Arbeiter, Montag, 23.01.2023, 15:20

-Da kein Geld.
-Überangebot an Häusern.
-Zu große Unsicherheiten (gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich)
-Auch die BRD lässt dann nichts mehr bauen, da in die BRD, wenn es sie denn noch gibt, niemand mehr flüchten will. Das Sozialschmarotzen endet.
usw.

Endlich Platz - degrowth von seiner schönsten Seite (o.T.)

pascha @, Dienstag, 24.01.2023, 11:55 vor 15 Tagen @ Arbeiter 591 Views

Bei den unrenovierten alten Klitschen zählt alleine das Grundstück

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 23.01.2023, 16:08 vor 16 Tagen @ pascha 1174 Views

EFH 1960 von Eltern für rund 100.000 DM (=50.000 € - incl. 2.500 qm Grundstück, gute Wohnlage Rheinland) gebaut, habe ich 2008 unrenoviert für rund 350.000 € verkauft, dh, eine Versiebenfachung des Preises in 48 Jahren.

vermutlich habt ihr Baulandwerte von ca 140 E/qm.

Heute würde das Haus in dem Zustand wohl für 600.000 weggehen.

Wenn du die alte Bude hättest abreißen lassen, gibbet etwas mehr.
Die Käufer möchten lle mindestens einen 3-Spänner, oder auc 6-spänner darauf errichten

Sehe hier keine Überspannung des Marktes. Durchschnittliche Wertsteigerung longterm bei 4%. Wir hatten aber zwischen 1980 und 2010 ziemliche Flaute auf dem Markt.

Bei den Renovierungen, die der Käufer bezahlen müsste, um das Haus zukunftstauglich zu gestalten entsprechend den politischen Vorganen, ist es billiger für ihn, er lässt die alte Bude abreißen und baut gleich neu.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Resultat: Zinsen müssen wieder runter

Steppke, Sonntag, 22.01.2023, 18:45 vor 17 Tagen @ Arbeiter 2422 Views

bearbeitet von Steppke, Sonntag, 22.01.2023, 18:58

Danke für das verlinkte Interview, Arbeiter. [[top]]


Krall ja ja gut aufgezeigt, was da "anrollt" und welche Probleme in Bälde auf Bürger + Politik zurollen werden. Bis hin zu einer neuen (möglichen) Bankenkrise (faule Kredite).

Auch die Aussagen des anwesenden Maklers über den aktuellen Immobilienstatus in Stuttgart waren sehr interessant. Stuttgart (+Umfeld) ist eine der reichsten Regionen in DE.

Um dies alles abwenden zu können, bzw. in die Zukunft verlagern zu können, gibt es nur ein Mittel: Die Zinsen müssen wieder runter.

Und die Politik wird genau DAS tun, über ihr politisches Vehikel EZB, das nur auf dem Papier unabhängig ist.

Minuszinsen werden wir erstmal nicht mehr sehen aber die Zentralbanken werden die Leitzinsen trotzdem spürbar senken. Sie MÜSSEN!

Die FED aber auch EZB haben in den letzten 2 Wochen ja schon Anmerkungen in diese Richtung getätigt.

Sie werden (mMn) nicht so schnell agieren, wie sie sie hochgeschraubt haben, sie werden es ganz langsam machen.

Wer jetzt bald eine Anschlußfinanzierung braucht, wird ein echtes Problem haben. Er/sie müssen zu 3 bis 4 Prozent finanzieren, während die Hypothekenzinsen schon im nächsten Jahr bei 1,5 bis 2 Prozent liegen werden (um Druck aus dem Kessel zu lassen).

Dann werden sich diejenigen 9 Jahre lang ärgern, weil sie praktisch doppelt so hohe Zinszahlungen leisten müssen (falls sie eine 10-jährige Anschlußfinanzierung/Prolongation) gewählt haben, obwohl die Zinsen schon kurz darauf wieder anfangen langsam zu fallen.

Ich muss gestehen: Vor dem Problem stehen wir leider auch!

Ich zerbreche mir schon seit Längerem den Kopf, wie man dieses Problem umschiffen könnte.

Ziemlich beschi**ene Situation gerade ...


Gruß Steppke

Prolongation variabel oder mit 1 oder 2 Jahren Laufzeit abschließen. K.T.

Bankster @, Sonntag, 22.01.2023, 21:24 vor 17 Tagen @ Steppke 1682 Views

.

--
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen.(Otto Rehagel)

Frage!

Steppke, Montag, 23.01.2023, 10:06 vor 16 Tagen @ Bankster 1393 Views

Prolongation variabel oder mit 1 oder 2 Jahren Laufzeit abschließen.

Hallo Bankster,

gibt es (Hypotheken)Anschlußfinanzierungen mit einer Laufzeit von ein bis zwei Jahren?

Das habe ich noch nie gehört. Dachte, dass die kürzesten Hypotheken eine Laufzeit von 5 Jahren haben.

Oder kann man das mit den Banken verhandeln (nur auf spezielle Nachfrage)?

Hast Du dazu mehr Informationen?

Danke und Gruß
Steppke

Jeder Jeck ist anders.

Bankster @, Montag, 23.01.2023, 13:18 vor 16 Tagen @ Steppke 1241 Views

Jedes Institut kann das natürlich handhaben, wie es will.
Bei uns (Sparkasse) ist von variabel bis 15 Jahre jede Laufzeit im Tableau.
Ich weise darauf hin, dass auch jede Sparkasse ein Einzelinstitut ist.
Du hast von den kurzen Laufzeiten vermutlich nie etwas gehört, weil immer nur die variablen und 10-Jahres-Konditionen verglichen/angefragt werden.

--
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen.(Otto Rehagel)

Ist das aufwändig für euch (Banker)?

Steppke, Dienstag, 24.01.2023, 13:23 vor 15 Tagen @ Bankster 636 Views

bearbeitet von Steppke, Dienstag, 24.01.2023, 13:44

Bei uns (Sparkasse) ist von variabel bis 15 Jahre jede Laufzeit im Tableau.

Hallo Bankster,

dürfte ich noch eine Frage stellen?

Folgende hypothetische Ausgangslage:

Bestandskunde mit 10-jähriger Hypothek, die bald ausläuft.
Immowert übersteigt die Restschuld um das 3 bis 4-Fache.
Top-Bonität

Dieser Kunde kommt jetzt auf euch zu und möchte, da er darauf setzt, dass die Zinsen in den nächsten 2 Jahren wieder etwas sinken werden, erstmal eine 2-jährige Anschlußfinanzierung, um anschließend/währenddessen (entweder per Forward-Darlehen oder normaler Prolongation) eine weitere 10-jährige Anschlußfinanzierung abzuschließen (die dann vielleicht 0,5 bis 1% günstiger, als aktuell, zu haben ist).

Bonitätscheck, Grundbucheintragungen/änderungen usw. fallen ja alles weg, da Bestandskunde, aber trotzdem wollt ihr natürlich (daran) was verdienen.

Wäre solch eine 2-jährige Anschluß(zwischen)finanzierung aufwändig für euch (Kosten/Nutzen)? Würdet ihr das in der aktuellen Situation machen oder eher abwinken, da sich so etwas für euch nicht lohnt?

Wäre nett wenn Du mir dazu was sagen könntest (denn ich muss bald mit einem Deiner Kollegen solch eine Verhandlung führen ... und da möchte ich natürlich so gut wie möglich vorbereitet sein).

Danke und Gruß
Steppke

Krall hat es doch gesagt

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 22.01.2023, 23:30 vor 17 Tagen @ Steppke 2456 Views

Ich muss gestehen: Vor dem Problem stehen wir leider auch!

Ich zerbreche mir schon seit Längerem den Kopf, wie man dieses Problem umschiffen könnte.

Ziemlich beschi**ene Situation gerade ...

Irgendwo in dem Video ist er genau darauf eingegangen, wie er reagieren würde, wenn er vor dieser Situation stünde und eine Anschlussfinanzierung benötigte.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Was meinst Du genau?

Steppke, Montag, 23.01.2023, 11:16 vor 16 Tagen @ Mephistopheles 1499 Views

Hallo Mephistopheles,

einmal sagte er, dass er Immos verkaufen, auch mit Abschlag, und dann warten "bis die Kanonen donnern" und erst danach kaufen würde, ein anderes Mal, wenn die Immo praktisch schuldenfrei ist, würde er es aussitzen (wenn ich das richtig verstanden habe).

Der Wert unserer Immo (Mietshaus) übersteigt die Restschuld um das 3- bis 4-Fache.

Selbst wenn der Wert um 30% einstürzen würde, würde uns das nicht stören.

Desweiteren gibt es hier bei uns keine freien Wohnungen mehr (und wir leben nicht in einer Großstadt). Wird bei uns eine Wohnung frei, müssen wir nicht mal inserieren. Die Neuinteressenten kommen schon von ganz alleine (Buschfunk).

Und diese Situation hat man ja fast bundesweit. Wohnungsmangel + starke Zuwanderung.

Wie will die Politik dieses Problem lösen?

Zeltstädte bauen oder an der Zinsschraube drehen (lassen) und auch weitere Hürden, die den Neubau unrentabel machen, abschaffen?

Ich tippe mal auf Zweiteres.

Wir verkaufen unsere Immo jedenfalls nicht. Meiner Meinung nach werden wir in spätestens 2 Jahren wieder Hypothekzinsen zw. 1% und 2% sehen. Dafür wird der ökonomische Zwang sorgen (Überschuldung, Zombieunternehmen, Wohnungsmangel, mögliche neue Bankenkrise (faule Kredite), wieder möglicher Zusammenbruch des Interbankenhandels usw.).

Wir müssen jetzt "nur" ein Jahr irgendwie überbrücken, damit wir nicht 10 Jahre lang zu den aktuellen Zinsen anschlußfinanzieren müssen. Alleine 1% Zinsunterschied ergibt über 10 Jahre (hochgerechnet) eine riesige Summe ... und man wird sich schwarzärgern, jeden Tag aufs Neue.

Gruß
Steppke

Krall hat empfohlen ..

Arbeiter @, Montag, 23.01.2023, 13:25 vor 16 Tagen @ Steppke 1674 Views

auf jeden Fall auch zu den jetzigen Preisen zu verkaufen, da man schon in kurzer Zeit viel günstiger zurückkaufen kann.

Und wenn der Wert das Darlehen um das 3-4 fache übersteigt, dann macht es ja um so mehr Sinn.

Wieso bei dem was sich da alles zusammenbraut eine Immobilie halten?

Das ist ein Investment für die Goldilocks Phase.

Krall hat denjenigen, bei denen die Zinsbindung demnächst ausläuft, empfohlen...

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 23.01.2023, 16:24 vor 16 Tagen @ Steppke 1461 Views

Hallo Mephistopheles,

einmal sagte er, dass er Immos verkaufen, auch mit Abschlag, und dann warten "bis die Kanonen donnern" und erst danach kaufen würde, ein anderes Mal, wenn die Immo praktisch schuldenfrei ist, würde er es aussitzen (wenn ich das richtig verstanden habe).

Genau.

Und den anderen hat er empfohlen ca. 20-30% der Immo zu verkaufen und somit das Eigenkapital auf mind 50% zu erhöhen und es dann auszusitzen.


Der Wert unserer Immo (Mietshaus) übersteigt die Restschuld um das 3- bis 4-Fache.

Selbst wenn der Wert um 30% einstürzen würde, würde uns das nicht stören.

Na also.
Dann habt ihr ja EK von 65-75%. Wo ist das Problem?
Bei drohender Insolvenz ist immer der Eigenkapitalanteil ausschlaggebend.

Desweiteren gibt es hier bei uns keine freien Wohnungen mehr (und wir leben nicht in einer Großstadt). Wird bei uns eine Wohnung frei, müssen wir nicht mal inserieren. Die Neuinteressenten kommen schon von ganz alleine (Buschfunk).

Und diese Situation hat man ja fast bundesweit. Wohnungsmangel + starke Zuwanderung.

Dann kannst du bei der Neuvermietung zuschlagen. Da kannst du ohne weiteres verlangen, was der Markt hergibt, während du bei Bestandsmietern nur um jeweils 5%/Jahr erhöhen darfst.

Gruß Mephistopheles

Wie will die Politik dieses Problem lösen?

Zeltstädte bauen oder an der Zinsschraube drehen (lassen) und auch weitere Hürden, die den Neubau unrentabel machen, abschaffen?

Ich tippe mal auf Zweiteres.

Wir verkaufen unsere Immo jedenfalls nicht. Meiner Meinung nach werden wir in spätestens 2 Jahren wieder Hypothekzinsen zw. 1% und 2% sehen. Dafür wird der ökonomische Zwang sorgen (Überschuldung, Zombieunternehmen, Wohnungsmangel, mögliche neue Bankenkrise (faule Kredite), wieder möglicher Zusammenbruch des Interbankenhandels usw.).

Wir müssen jetzt "nur" ein Jahr irgendwie überbrücken, damit wir nicht 10 Jahre lang zu den aktuellen Zinsen anschlußfinanzieren müssen. Alleine 1% Zinsunterschied ergibt über 10 Jahre (hochgerechnet) eine riesige Summe ... und man wird sich schwarzärgern, jeden Tag aufs Neue.

Gruß
Steppke

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Nachtrag (dein Text geht ja noch weiter)

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 23.01.2023, 18:15 vor 16 Tagen @ Steppke 1103 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 23.01.2023, 18:20

Desweiteren gibt es hier bei uns keine freien Wohnungen mehr (und wir leben nicht in einer Großstadt). Wird bei uns eine Wohnung frei, müssen wir nicht mal inserieren. Die Neuinteressenten kommen schon von ganz alleine (Buschfunk).

Und diese Situation hat man ja fast bundesweit. Wohnungsmangel + starke Zuwanderung.

Wie will die Politik dieses Problem lösen?

Sie wird diejenigen, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Wohnung finden, einquartieren bei denjenigen, die eine für ihren Bedarf nach Meinung der Politik zu große Wohnung haben. Insbesondere alleinstehende ältere Menschen.
Darum auch das Geheier um die Grundsteuer.

Zeltstädte bauen oder an der Zinsschraube drehen (lassen) und auch weitere Hürden, die den Neubau unrentabel machen, abschaffen?

Ich tippe mal auf Zweiteres.

Nie und nimmer.

Wir verkaufen unsere Immo jedenfalls nicht. Meiner Meinung nach werden wir in spätestens 2 Jahren wieder Hypothekzinsen zw. 1% und 2% sehen.

Das mag sein, dass die EZB den Zinssatz wieder auf 1-2% drückt, trotzdem wirst du keine Hypothek unter 5-7%, eher mehr, bekommen, weil:

Dafür wird der ökonomische Zwang sorgen (Überschuldung, Zombieunternehmen, Wohnungsmangel, mögliche neue Bankenkrise (faule Kredite), wieder möglicher Zusammenbruch des Interbankenhandels usw.).

Wir müssen jetzt "nur" ein Jahr irgendwie überbrücken,

In einem Jahr wirst du keine Anschlußfinanzierung zu den aktuellen Zinsen mehr bekommen. Du wirst dich 10 Jahre lang schwarzärgern.

damit wir nicht 10 Jahre lang zu den aktuellen Zinsen anschlußfinanzieren müssen. Alleine 1% Zinsunterschied ergibt über 10 Jahre (hochgerechnet) eine riesige Summe ... und man wird sich schwarzärgern, jeden Tag aufs Neue.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Werbung