Die Bauzinsen sind von ca. 1% auf ca. 4% gestiegen. Werden jetzt - nach den Wohnnebenkosten - auch die Mieten steigen, um den Immobilienbesitzern eine entsprechend höhere Verzinsung zu bieten?

BerndBorchert @, Mittwoch, 11.01.2023, 08:24 vor 28 Tagen 2873 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 11.01.2023, 09:09

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Die Mietimmobilien-Käufer, die jetzt kaufen, werden eine höhere Verzinsung, d.h. wesentlich höhere Mieten (Verdopplung?!) einkalkulieren - da hilft es auch nicht viel, dass die Immobilienpreise (10-15%) gesunken sind.
Die Mietimmobilien-Käufer, die in den letzten Jahren zu hohen Preisen, aber niedrigen Zinsen gekauft haben, werden ebenfalls versuchen, die Mieten zu erhöhen, allein um den 10-15% Wertverlust auszugleichen.

Was bedeutet das für die, die in Miete wohnen und schon einen großen Teil ihrer Einkünfte für's Wohnen ausgeben (Beispiel Rentner mit Durchschnittsrente): konvergiert der Anteil der Wohnkosten an den Ausgaben (=Einkünfte) nach den schon erheblich gestiegenen Wohnnebenkosten plus erheblichen Mieterhöhungen gegen 100%?

Bernd Borchert

Mieten steigen weiter / Anteil der Wohnkosten geht gegen 100%

lowkatmai @, Mittwoch, 11.01.2023, 12:51 vor 28 Tagen @ BerndBorchert 2101 Views

"Werden jetzt - nach den Wohnnebenkosten - auch die Mieten steigen, um den Immobilienbesitzern eine entsprechend höhere Verzinsung zu bieten?"


Ja, wenn auch nicht in vollem Umfang. Die Mieten steigen jedenfalls weiter aktuell.


"konvergiert der Anteil der Wohnkosten an den Ausgaben (=Einkünfte) nach den schon erheblich gestiegenen Wohnnebenkosten plus erheblichen Mieterhöhungen gegen 100%?"


Ja, es wird knapp für viele Rentner. Gibt dann z.B. die Möglichkeit Wohngeld zu beantragen.


Grüße

l [[zwinker]]

viele Rentner haben Wohnungen, die die Sozialkassen als zu groß ansehen

Dieter @, Mittwoch, 11.01.2023, 13:12 vor 28 Tagen @ lowkatmai 2042 Views

Hallo,

es gibt etliche Mietverträge, die eine Index-Miete vorsehen. Also Anstieg des Lebenshaltungskosten-Indexes oder des Verbraucherpreisindex und die Miete ist in gleicher Höhe zu erhöhen. Dann die Erhöhungen aufgrund steigender Mietspiegel, viele Vermieter erhöhen spät, sodaß die Nachzügler zusätzlich den Mietspiegel nach oben treiben. - und dann wird einfach zu wenig gebaut, sodaß in den meisten Gebieten eine Nachfrage-Überhang besteht.

mit dem Wohngeld ist das so eine Sache: Viele Rentner haben Wohnungen mit einem Zuschnitt, den sie als Familie benötigten. Man bleibt wohnen, es ist schließlich das Umfeld, an welches man sich über Jahrzehnte gewöhnt hatte. Nur gibts für den zu großen Teil (lt. Bestimmungen) kein Wohngeld.

Wer die Mieten in der Volkswirtschaft runter bekommen möchte muß an den Strukturen etwas ändern, sodaß mehr angeboten als nachgefragt wird. Also: die extrem mieterfreundliche Gesetzgebung ändern, Bauen billiger machen durch Aufhebung vieler Auflagen und Bestimmungen. Mietpreisdeckel führen zum Gegenteil, können die Politiker ggf. über eine kleine Periode entlasten, aber danach kommt die Keule verstärkt zurück.

Gruß Dieter

--
Eine Partei, die eine Strack-Zimmermann in ihren Reihen duldet, ist unwählbar.

Zwei weitere Gründe für die steigenden Mieten: Die ungebrochene Immigration einschl. die von Almosenempfängern (Wohnraumnachfragesteigerung), und die Inflation (besser gesagt: Geld-Wertverlust). owT

BerndBorchert @, Mittwoch, 11.01.2023, 13:52 vor 28 Tagen @ Dieter 1380 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 11.01.2023, 13:55

Du hast einen wichtigen Grund vergessen - Kulturell inkompatible Migranten verhindern das Umziehen in kleinere Wohnungen

Plancius @, Mittwoch, 11.01.2023, 14:24 vor 28 Tagen @ Dieter 2068 Views

Hallo Dieter,

es gibt viele ältere Leute, die insbesondere nach Ableben eines Ehepartners aus ihrem Einfamilienhaus mit den ganzen Verpflichtungen (Hecke schneiden, Rasen mähen, Winterdienst, Samstags Straße fegen, ...) sehr gern in eine kleinere Wohnung im näheren Umfeld ziehen möchten.

Da viele Mehrfamilienhäuser, Plattenbauten usw. aber mittlerweile von kultur-inkompatiblen Migranten okkupiert worden sind, zögern viele Rentner/Pensionäre aus ihrem Haus in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Eine Zigeunerfamilie kann einen ganzen Wohnblock tyranisieren. Und auch die meisten anderen Zuwanderer pflegen einen Lebensstil, der nicht mit einem deutschen bürgerlichen Lebensstil vereinbar ist. Insbesondere, weil ein Großteil dieser Herrschaften nicht arbeitet, viele lärmende Kinder sein eigen nennt, die Nacht zum Tag macht und am Wochenende eine Fußballmannschaft ihrer Sippe zu Besuch bekommt.

Gruß Plancius

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Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Editiert von sprit: > Insbesondere, weil ein Großteil dieser Herrschaften nicht arbeitet, viele den Kindergeldbeutel füllende Kinder sein Eigen nennt, ... >

sprit @, Mittwoch, 11.01.2023, 15:26 vor 28 Tagen @ Plancius 1707 Views

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Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt!

Ein Beispiel von uns!

Steppke, Mittwoch, 11.01.2023, 14:35 vor 28 Tagen @ BerndBorchert 2906 Views

bearbeitet von Steppke, Mittwoch, 11.01.2023, 15:27

In unserem 6WE hat gerade ein Mieter gekündigt (will zu seiner Freundin ziehen, die auch näher an seiner Arbeitsstelle wohnt = kürzere Fahrstrecke = Einsparung Spritkosten/Fahrzeit).

Wohnung ist "abgewohnt", Komplettrenovierung steht an. Keine "Billigrenovierung", sondern höherwertig (Fußboden, Bad, etc.)

Kaltmiete war 20 Jahre stabil/gleich.

Jetzt erhöhen wir um 100%.

Haben noch nicht mal inseriert, trotzdem schon Interessenten vorhanden (Buschfunk).

Standort: Ländliche Region (im Nord-Osten).

Einbruch bei Wohnneubauten in DE im Jahr 2022 MINUS 74%! Zusätzlich anziehende Nachfrage nach Mietwohnungen.

Die Handwerker, Bauunternehmen arbeiten noch die zu Minizinsen finanzierten Neubauten ab, danach kommt eine Megaflaute im Bausektor.

CO2-Umlage, die bald auch teils vom Vermieter zu tragen ist, und mögliche energetische Zwangssanierungen (per Gesetz) werden die Mieten noch viel weiter hochtreiben. mMn

In UK sind im 4ten Quartal 2022 die Neu(bau)aufträge bei Gewerbeimmobilien um 50% eingebrochen, in nur einem Quartal. Wahnsinn!

Bin der Meinung, dass die Zentralbanken die Zinsen bald wieder senken MÜSSEN, andernfalls wird es eine harte und sehr unschöne "Bauchlandung" geben.

BNP meint, dass das im zweiten Halbjahr 2023 passieren wird (via Reuters).

Gruß
Steppke

Nachtrag: In Berlin und Baden-Württemberg müssen Immobilien (auch Bestandsimmobilien) ihre Dächer nun mit PV-Anlagen "zupflastern", per Gesetz. Nur wenige Ausnahmen möglich (z.B. denkmalgeschütze Bauten).

Einmal dürft ihr raten wer das am Ende bezahlen wird (bei Mietobjekten).

Dazu: Hamburger Investoren verdienen sich (hier) gerade eine goldene Nase.

Steppke, Mittwoch, 11.01.2023, 15:58 vor 28 Tagen @ Steppke 2610 Views

bearbeitet von Steppke, Mittwoch, 11.01.2023, 16:11

Bei uns, in der Region, gibt es noch einige alte DDR-Neubauten, auch in kleinen Dörfern.

Sowas wie hier.

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Kurz nach der der Wende wurden zwar neue Heizungen eingebaut, (neue) Strom/Telefonkabel verlegt aber die meisten dieser Objekte standen vollständig leer. Einheimische wollten dort nicht mehr leben.

Ab und zu gab es noch einen einzigen Mieter, im Erdgeschoß, der Rest war leer.

Dann standen hier auf einmal (vor ca. 1 1/2 Jahren) Hamburger Investoren "auf der Matte" und haben den Gemeinden diese ganzen alten (teils fast) abrissreifen Bauten abgekauft. Fürn Appel und ein Ei, aber die Gemeinden waren froh, diese Problembauten nicht mehr an der Backe zu haben.

12 x 24WE für je 30000 Euro - finanziert zu 1%.

Ein paar Monate später wurde die Ukrainekrise "heiß" und jetzt sind diese Bauten fast vollständig vermietet, an ukrainische Flüchtlinge.

Diese Schrottwohnungen werden zu wahnsinnigen Preisen vermietet. Licht ist Tag und Nacht an. Da spart niemand. Bezahlt alles das Ausländeramt/Sozialamt.

Diese Investoren machen gerade den Deal ihres Lebens und man stellt sich die Frage ob die einfach nur Glück hatten oder Kontakte, in höchste politische Kreise, die ihnen zuflüsterten, dass bald hundertausende/Millionen ukrainische Flüchtlinge kommen werden.

Jackpot!

So siehst aus ...

Das nächste Puzzleteil des Great Reset Agenda 2030 - Stichwort: "Fit for 55" - Erzwungene Gebäudesanierung

Albatros @, Lothringen, Sonntag, 15.01.2023, 17:40 vor 24 Tagen @ BerndBorchert 848 Views

Guten Abend

Der Beitrag passt ggf. in diesen Faden:
Die EU plant, dass Gebäude, unabhängig vom Alter, ab 2030 (für öffentliche Gebäude bis 2027) die Energieeffizienzklasse F und ab 2033 die Energieeffizienzklasse E nachweisen müssen, weil sie sonst ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr genutzt bzw. bewohnt werden dürfen. Wenn das stimmt (ich habe dies nicht weiter recherchiert) und EU-weit durchginge, ist dies nichts anderes, als eine geplante Massenenteignung.

Die 55 bezieht sich dabei auf das Ziel der EU, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. An diesem Verordnungsvorhaben arbeitet sie seit Sommer 2021 - auch ein Vorhaben "im Schatten" der Coronakrise.

In diesem Video (12 min) sind ergänzende Infos zum Thema zu erfahren.

Mit einem Gruss
vom

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Albatros

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