Na, das ist ja was Schönes, was das rumänische Innenministerium mit seinen Polizisten macht

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 20:45 vor 125 Tagen 3000 Views

Worum gehts:

In der Zeit der Plandemie hatten viele Leute Angst vor Bußgeldern, wenn sie die Auflagen nicht beachten. Ich nicht, mir ging das ganze am A. vorbei. O.k., ich hab ohnehin ein gutes Verhältnis zu fast allen Polizisten in unserer Stadt, aber als mich mal einer davor warnen wollte, dass ich nicht ein kräftiges Bußgeld bekomme, da habe ich ihm gesagt:

"Guter Mann, - Du kannst mir auch ein Bußgeld über 100.000 Lei aufschreiben, das ist mir egal. Ich leg sowieso Einspruch dagegen ein. Da das Verfassungsgericht bereits die Unrechtmäßigkeit der meisten Maßnahmen festgestellt hat, braucht mein Anwalt gar keinen großen Schriftsatz mehr machen, er braucht sich nur auf diese Entscheidungen berufen.

Und nun kommts: Nach dem Einspruch geht das Ganze zu Gericht. Ich hab da meinen Festpreis bei meinem Anwalt für derartige Späße, dazu hat er ja auch andere, die genauso Einspruch eingelegt haben. Es geht vom Amtsgericht zum Landesgericht in die Kreisstadt, bis nach Bukarest zum Bundesgericht. Ich brauche pesönlich dort nicht zu erscheinen, dafür ist der Anwalt da. Da man davon ausgeht, dass das Verfahren ohnehin gewonnen wird, bezahlt am Schluss der Staat alle Auslagen.

Bei Dir aber ist es was anderes. Du bist dort als Zeuge geladen, und musst persönlich erscheinen. Wenn Du Glück hast, dann ist das in Deiner Dienstzeit, der Gerichtstermin. Die Fahrtkosten kriegst Du ja erstattet. Aber wenn Du Pech hast, dann ist es in Deiner freien Zeit und Du musst dort trotzdem erscheinen. Wenn es Dir Spaß macht, im Land herumzufahren, um bei Gerichtsterminen anwesend zu sein, anstatt bei Deiner Familie, dann nur zu!"

Jeder, der dann noch rational denkt, weiß, was das bedeutet. Ich habe auch niemals ein Bußgeld bekommen. Mancher Polizist hat mich daraufhin verwünscht und hat mich stehen lassen.

Nun aber kommts, worüber ich berichten will:

Diese Einsprüche werden vor Gericht abgehandelt. Der rumänische Staat gibt nun die Kosten, die durch die verlorenen Verfahren entstehen, an seine Polizisten weiter, die die Bußgelder ausgestellt haben.

https://www.facebook.com/groups/www.partidulaurmedias.ro/permalink/790454811962580

Ich übersetze einen Absatz aus dieser Meldung:

So werden die Gerichtsverfahren, die von den dem MAI (= Abküzung für das rumänische Innenministerium)unterstellten Einrichtungen wegen der im Rahmen der Pandemie verhängten Geldstrafen verloren wurden, den Bevollmächtigten zugerechnet.
Eine Polizistin aus Bistrita-Nasaud wurde von der Bezirksinspektion zur Zahlung von Gerichtskosten verurteilt, die mehr als die Hälfte ihres Gehalts ausmachten.

Sowas sollte in Deutschland zur Gewohnheit werden! Dann würden sich manche Polizisten zweimal überlegen, ob sie zum Bußgeldblock greifen oder nicht.

Überhaupt sind die Polizisten in Rumänien arme Schweine. Sie stehen zwischen den Fronten, einerseits der Dienstgeber und andererseits der Bürger. Und für jedes Risiko müssen sie selbst gerade stehen, einschl. des Risikos für ihr Leben. Der Staat hält sich bei allem zurück.

Deshalb bekommen sie auch nur solche Leute bei den Neueinstellungen, die sonst in der freien Wirtschaft nicht unterkommen. Obwohl sie die Kriterien für die Polizistenlaufbahn schon kräftig runtergeschraubt haben, was Schulbildung, Körpermaße, körperliche Ertüchtigung, etc. betrifft. Aber sie kriegen kaum Leute, trotz dauernder Werbung.

In D. ist es auf eine andere Art schlimm

Socke ⌂ @, Sonntag, 31.07.2022, 22:55 vor 125 Tagen @ helmut-1 1901 Views

bearbeitet von Socke, Sonntag, 31.07.2022, 23:01

Deshalb bekommen sie auch nur solche Leute bei den Neueinstellungen, die sonst in der freien Wirtschaft nicht unterkommen. Obwohl sie die Kriterien für die Polizistenlaufbahn schon kräftig runtergeschraubt haben, was Schulbildung, Körpermaße, körperliche Ertüchtigung, etc. betrifft. Aber sie kriegen kaum Leute, trotz dauernder Werbung.

In D. steht schon in der Stellenanzeige: Weibsbilder und Zugereiste ("Migrationshintergrund" steht dann da ) bevorzugt.
Und so handeln sie dann auch, winken mit der Einbürgerung (dt. Pass, da nur "Deutsche" verbeamtet werden dürfen lt. Gesetz) oder stellen zierliche Weibsbilder ein.

Neulich bei mir vor der Botschaft Einsatzbesprechung für eine Absperrung wg. eines offiziellen Auftritts einer prominenten Person aus der Politik:
Da geht so ein jungsches Weibsbild, Polizistin, Anweisungen gebend und gestikulierend vor, 4 Kerle, Polizisten, alle älter als die Chefin, trotten brav zuhörend hinterher. Sie vielleicht Mitte/Ende 20, die untergebenen Polizisten so um die 30 bis 40 vom Alter.

Andere Szene an anderer Stelle (mehrfach so erlebt): Jungscher Polizist, in voller Kampfausrüstung, mit Knarre, erkennbar Zugereister ( meist türkisch od. arabisch) steigt aus der Polizeiwanne oder Bus oder U-Bahn und läuft daher als wenn er "dicke Eier" hätte. Geht wahrscheinlich uniformiert nach Hause, Schichtende. Halt das üblich Auftreten dieser Spezies.
Aus der Presse oder noch öfter hinter vorgehaltener Hand erfährt mann dann, wie es so läuft:
Die gehen uniformiert in eine Straße im Ghetto, erklären den Anliegern, den ebenfalls ausländischen Gewerbetreibenden dass sie jetzt "zuständig" für die Straße sind und halten die Hand auf, also Schultzgelderpressung. So lebt es sich dann nicht schlecht da doppeltes Einkommen.
Auf der anderen Seite sind solche "Polizisten" im Dienst bei Überschreitungen durch Ur-Deutsche begangen unerbittlich, da wird gnadenlos abkassiert und gerne noch ein Verfahren wegen Widerstandes und Beleidigung von Ausländern angehängt.
Gegen die eigene Klientel, also die zugezogenen Ghettobewohner, lässt man dann Milde walten und so gut wie alles durchgehen, die zahlen ja schließlich schon das Schutzgeld. Strafen also nur gegen Ur-Deutsche.
Die offizielle Polizei ist längst zu einer kriminellen Organisation verkommen. Schöne neue Welt.

--
Notquartier für das Gelbe:
http://derclub.xobor.de/
(Im Falle von Störungen beim Gelben soll dies nur als "Info-Kanal" dienen, bis das Gelbe wieder erreichbar ist, siehe hier)
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=509208

Ist in Deutschland (zumindest im Osten) anders. Hier drängen bürgerliche Eltern der Mittelschicht ihren Kindern eine Beamtenlaufbahn auf.

Plancius @, Montag, 01.08.2022, 09:32 vor 125 Tagen @ helmut-1 1165 Views

Hier im Osten Deutschlands wiegt das Trauma der Massenarbeitslosigkeit in den 90er Jahren noch sehr schwer. Und man sah allerorten, wie fein raus die öffentlichen Angestellten und beamteten Staatsdiener da waren. Noch dazu streichen sie die höchsten Gehälter und Pensionen ein.

Ich wage zu behaupten, die Beamten in der ostdeutschen Provinz haben als Gruppe das höchste Realeinkommen in Deutschland. Ich brauche mich doch nur bei mir umzuschauen. Die Beamten und öffentlichen Angestellten wohnen in schmucken, neu gebauten Eigenheimen, vor dem Haus steht ein Wagen der gehobenen Mittelklasse mit Stern oder 4 Ringen und ab dem 55.Lebensjahr kommt noch ein Wohnmobil dazu.

Viele bürgerliche Eltern der Mittelschicht drängen ihre Kinder, eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Und wenn bei Sohn oder Tochter die Fähigkeiten nicht ausreichen, Finanzbeamter, Gerichtsdiener oder Sachbearbeiter beim Arbeitsamt zu werden, dann schickt man die Kinder zur Polizei. Die Polizei nimmt dann praktisch alles. Deshalb kann die Polizei hier über Nachwuchs nicht klagen.

Ich kann auch das Klagen der Polizeibeamten über zu geringes Gehalt nicht nachvollziehen. Selbst ein Bereitschaftspolizist der unteren Dienstränge verdient viel mehr als ein Handwerker, der den ganzen Tag hart arbeiten muss. Nicht umsonst fahren hier schon die 20jährigen Polizisten mit neuen BMWs und Audis durch die Gegend.

Gruß Plancius

--
Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Andere Länder, andere Sitten

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 01.08.2022, 12:00 vor 125 Tagen @ Plancius 803 Views

Wie spielt sich das in RO ab, was das Polizistengehalt betrifft. Vergleichen mir mal.

https://stirileprotv.ro/stiri/actualitate/ce-salarii-au-politistii-in-2022-grila-de-sal...

Ich greife da nur die oberste und die unterste Schicht heraus.

Der einfache Polizist ohne Befehlsbefugnis liegt hier zwischen 1.520 und 4.564 lei (= 310 und 930 Euro)

Bei den oberen Rängen sieht das so aus:

Polizeioffiziere mit Befehlsgewalt liegen zwischen 6.255 și 11.270 lei (= 1.275 und 2.300 Euro)

Das Ganze ist natürlich brutto, da kommen noch die Abzüge weg, ca. 1/3.

Sie haben nur den Vorteil, dass sie früher in die Rente gehen können. Wenn sie als Mann 30 Jahre im Polizeidienst gestanden sind oder als Frau mit 25 Jahren, dann dürfen sie mit 55 Jahren in Rente gehen.

Ein guter Facharbeiter, der was kann und in einer Firma angestellt ist, bekommt nicht unter 1000 Euro, bar auf die Kralle. 40 Std. Woche, von Mo - Fr., ohne Nacht- oder Wochenend-Dienst. Also nach Abzügen. Der braucht aber auch nicht seinen Kopf hinzuhalten, wenn da ein Verrückter beginnt, planlos herumzuballern.

Hier kann man das selber nachrechnen. (mT)

DT @, Montag, 01.08.2022, 12:56 vor 125 Tagen @ Plancius 829 Views

bearbeitet von DT, Montag, 01.08.2022, 13:01

Metalltarif:
https://metall-tarif.info/era_tabelle/

Chemische Industrie (zB BASF)
https://www.belegschaftsliste.org/_Bl/files/2021/Tarifkarten%202021-2022.pdf

Öffentlicher Dienst (Angestellte und Beamte):
https://oeffentlicher-dienst.info/

Und hier der Brutto-Netto-Rechner zum direkten Gehaltsvergleich.
https://www.brutto-netto-rechner.info/

EG13 oder EG14 in guten Firmen wie der BASF, dem Daimler, Roche etc. dürften A13 oder A14 ausstechen. In der Zone mag das anders sein.

Was in der Tat schwierig ist sind die kapitalisierten Pensionen.
Eine Oberstudienrätin (diejenigen aus der Baby Boomer Generation, wenn sie sich nicht ganz doof anstellten aber trotzdem stets Verantwortung vermieden haben, wurden ohne größere Mühe Oberstudienrätin) in der Palz, günstig wohnend, sagen wir mal in Lauterecken und dort am Gymnasium tätig, hat sicher ein super Leben und kann in einer Villa wie der von Rain leben.

Da dieselbe Oberstudienrätin mehr oder weniger dieselbe Besoldung bzw. Pension in München oder Frankfurt bekommt (modulo kleine Faktoren für die verschiedenen Bundesländer), ist das Leben dort entsprechend weniger angenehm.

Ideal meiner Meinung nach ein Leben in der Südpalz, wo das Wetter schön ist, die Landschaft wunderbar, das Verhältnis zwischen Gehalt (zB beim Daimler in Germersheim oder Wörth) und Lebenshaltungskosten (wenn man noch vor 2010 gebaut oder gekauft hat) hervorragend. Es gibt nur noch wenige Landstriche in Deutschland, wo das ähnlich gut aussehen dürfte. Ich tippe auf Rheinhessen (jeweils vor 2010), die Gegend um Tauberbischofsheim, sowie um Neumarkt in der Oberpfalz. Alles vor 2010.

Das sind sicherlich die attraktivsten Landkreise in Deutschland, weil das Verhältnis zwischen anständigen Löhnen, guter Infrastruktur und gleichzeitig günstigem Bauland und dörflicher Struktur super war. Natürlich gibt es immer sowas wie Pirmasens, den Vogelsberg, die Gegend um den Kalibergbau in Nordhessen, den Harz, die Westpfalz, das Saarland, den Hunsrück, Ostfriesland, und viele Landstriche in der Zone wie die Gegend nördlich von Jena, die Uckermark etc., wo es auch jetzt noch billiger ist, aber dann muß man Abstriche bei Gegend und Infrastruktur hinnehmen. Nicht jeder mag nach Sonneberg ziehen, wo der Altersdurchschnitt jetzt schon bei über 60 liegt.

Nehmen wir also mal das RLP A14 Endgehalt, 6160 EUR brutto, davon 70% Pension, macht ca 4200 EUR Bruttogehalt, wenn sie voll gearbeitet hat (was die meisten Lehrerinnen aus Bequemlichkeitsgründen nicht haben, typischerweise haben sie schon zu Beginn ihrer Karriere um mind. 1 Tag reduziert). Macht also nochmal 20% Abschlag. Also 3400 EUR brutto als Pension.

Davon ab die Steuer (Kl IV) und die private Krankenversicherung mit 400 EUR pro Monat angesetzt, dann kommen 2500 EUR raus. Wenn sie in ihrer bezahlten Wohnung oder mit ihrem Mann im abbezahlten Haus lebt, garantieren 2.5 kEUR p.M. ein anständiges Leben in der Südpalz, wo man nicht soviel Heizen muss wie im kalten und nassen Hamburg.

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