Hämorrhagischen Fieber bzw. Marburg-Virus voraus ? Und RiVax - ein Impfstoff dagegen, der tötet? NEIN

Odysseus @, Mittwoch, 06.10.2021, 13:35 vor 62 Tagen 2365 Views

bearbeitet von Odysseus, Mittwoch, 06.10.2021, 13:48

Eine Leserzuschrift machte mich auf einen Artikel aufmerksam und bat mich aufgrund dadurch initiierter Sorge, diesen hier mal zur Diskussion zu stellen.
https://uncutnews.ch/eine-moegliche-marburg-rivax-endloesung-die-erfindung-der-covid-19...
Im wesentlichen geht es um etliche Hinweise, die der Autor zusammen trägt und dahingehend interpretiert, dass eine Anschlußpandemie, die erheblich mehr Menschen das Leben kosten würde, in der Planung stehen könnte bzw. zumindest gewisse Grundvoraussetzungen dafür geschaffen wurden.

Vorab: Er ist meines Erachtens auf dem falschen Weg UND hat noch nicht einmal die verlinkten Texte eingehend studiert.

Seine Argumentationskette:

-GAVI veröffentlichte am 22-Apr-2021 einen Artikel mit dem Titel „The next pandemic: Marburg?“
-Marburg-Virus ist ein relativ seltenes hämorrhagisches Fieber.... Seit 2005 gab es insgesamt nur 376 Todesfälle ( im Text ist ein Schreibfehler vom Autor, es muss wohl im Zusatz "davon 16 Krankenschwestern" heißen, soweit meine eigene Recherche)-
-Primerdesign hat 2018 einen Einschritt-Real-Time-PCR-Test genesig® für hämorrhagisches Marburg-Fieber entwickelt
-Soligenix eilt derzeit zur Erprobung eines rizinhaltigen Impfstoffs RiVax® gegen das hämorrhagische Marburg-Fieber. RiVax hat von der US-FDA den Fast-Track-Status für die Vorbeugung von Rizin-Intoxikationen erhalten. Bei der Zulassung des Rizin-Toxin-Impfstoffs wird die Tierversuchsrichtlinie der FDA angewandt, sodass die Versuche der Phasen 1, 2 und 3 entfallen.
-Der Hauptbestandteil des Rivax-Impfstoffs ist Rizin, ein Lektin und hochwirksames Toxin
-Ein Papier mit dem Titel Asymptomatic Infection of Marburg Virus wurde im Januar 2021 von den NIH veröffentlicht.

(S)Ein mögliches Szenario:

Die Symptome des hämorrhagischen Fiebers können leicht verstärkt und sichtbarer gemacht werden, indem man anfälligen, durch COVID-Injektionen geschädigten Patienten, die jetzt in Krankenhäusern und Pflegeheimen inhaftiert sind, sowie Kindern Auffrischungsimpfungen aufzwingt. Die Symptome des hämorrhagischen Fiebers würden wie eine riesige Marburg-Pandemie erscheinen und könnten durch den neuen Marburg-PCR-Test bestätigt werden...
....RiVax könnte mit Hilfe der bestehenden COVID-Injektions-Infrastruktur schnell eingesetzt werden....
Das giftige Rizin im RiVax würde Milliarden von Menschen sehr schnell und effektiv töten, bevor sie merken, was passiert, da die Todesfälle aufgrund der Symptome dem hämorrhagischen Marburg-Fieber zugeschrieben würden.


Auch die weiteren Ausführungen sind schwer vorstellbar, aber von der Sache her durchaus möglich.

Hier ein Überblick zu Marburg und hämorrhagischen Fieber:
https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?lng=DE&Expert=99826


Der Text des Autors fasst durchaus wesentlich Aspekte der Covid-Krise gut zusammen und hält auch sonst einige interessante Infos und Anregungen parat.

Allerdings habe ich bei der schnellen Recherche Aspekte gefunden, der das ganze Szenario, der den Kern des Artikels ausmachen, hinfällig machen:
-Im Artikel um asymptotische Infektion geht es um Fledermäuse
-Der besagte Impfstoff RiVax soll gegen ein Rizin-Vergiftung schützen und sonst nichts.
https://www.soligenix.com/pipeline-programs/rivax-to-prevent-ricin-poisoning/
-Der von Soligenix entwickelte Impfstoff gegen Covid heisst CiVax.
-Die Plattform auf der diese Impfstoffe entwickelt wurde, ist aus der Sicht der Firma ein Hoffnungsträger für zukünftige Impfstoffe u.a. gegen das Marburg-Virus, für die bislang keine Impfstoffe verfügbar sind.

https://ir.soligenix.com/2021-08-23-Soligenix-Announces-Publication-Demonstrating-Succe...

Daraus ein Auszug mit Deepl:
Filoviren wie das Zaire-Ebolavirus, das Sudan-Ebolavirus und das Marburg-Virus gehören zu den tödlichsten bekannten Viren, und sie kommen in Gebieten der Welt vor, in denen die Stromversorgung und das Verteilungsnetz unsicher sein können. Ein thermostabilisierter Impfstoff im Einwegformat würde die Reaktion des öffentlichen Gesundheitswesens auf einen neuen Ausbruch an der Quelle erheblich verbessern", erklärte Axel Lehrer, PhD, Associate Professor, Department of Tropical Medicine, Medical Microbiology and Pharmacology, John A. Burns School of Medicine (JABSOM), UHM. "Unsere bisherige Arbeit hat die Machbarkeit einer schnellen und effizienten Herstellung sowie die Fähigkeit zur Thermostabilisierung mehrerer Antigene gezeigt, die dann bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius gelagert werden können. Die Verfügbarkeit einer solchen Impfstoffplattform hat das Potenzial, weltweite Impfkampagnen für künftige gesundheitliche Notfälle zu beschleunigen, einschließlich einer weiteren globalen Pandemie, wie wir sie leider mit COVID-19 erleben.

"Unsere kombinierte Impfstoffplattform umfasst drei Hauptkomponenten: ein robustes Proteinherstellungsverfahren, das sich bei mehreren Proteinantigenen bewährt hat, ein neuartiges Nanoemulsions-Adjuvans, das eine breite Immunität hervorruft, und ein Formulierungsverfahren, das die Thermostabilisierung der Kombination aus Adjuvans und Antigen in einem einzigen Fläschchen ermöglicht", erklärte Dr. Oreola Donini, Senior Vice President und Chief Scientific Officer von Soligenix. "Elemente dieser Impfstoffplattform wurden in unseren Impfstoffkandidaten gegen Ricin-Toxin, Filovirus und COVID-19 verwendet, was auf ihre breite Anwendbarkeit hinweist. Die Fähigkeit, die Impfstoffkandidaten in einer Einwegplattform zu verpacken, trägt weiter zu ihrer Entwicklungsfähigkeit bei, sei es als multivalenter oder einzelner monovalenter Impfstoff, insbesondere gegen das Marburg-Marburgvirus und das Sudan-Ebolavirus, für die es derzeit keine Impfstoffe gibt.
-

https://ir.soligenix.com/2021-03-04-Soligenix-Announces-Positive-Progress-in-the-Pre-cl...

Auszug:

CiVax™ ist der hitzestabile Untereinheiten-Impfstoffkandidat des Unternehmens zur Prävention von COVID-19, der durch SARS-CoV-2 verursachten Infektion. Die laufende Zusammenarbeit mit Axel Lehrer, PhD, außerordentlicher Professor am Department of Tropical Medicine, Medical Microbiology and Pharmacology, John A. Burns School of Medicine (JABSOM), University of Hawaiʻi at Mānoa, hat die Machbarkeit der Entwicklung eines breit immunogenen Impfstoffs für COVID-19 bestätigt. Mit Hilfe eines effizienten Expressionssystems in Drosophila S2-Zellen, das von Hawaii Biotech Inc. entwickelt wurde, wurden Spike-Protein-Antigene in voller Länge produziert und auf Immunogenität getestet. Diese jüngsten Ergebnisse belegen das immunogene Potenzial des CiVax™-Antigens in voller Länge in Kombination mit CoVaccine HT™, insbesondere im Zusammenhang mit SARS-CoV-2.

Zwar ist eine Reihe von Impfstoffen weltweit im Rahmen einer Notfallzulassung verfügbar, doch die Anforderungen an die Kühlkette und die rechtzeitige Verabreichung in Verbindung mit der Logistik für den Produktionsanstieg haben das weltweite Angebot eingeschränkt. Eine rasche weltweite Verabreichung des Impfstoffs ist notwendig, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und die Entwicklung von Mutationen zu verlangsamen oder zu verhindern, die die Wirksamkeit der derzeitigen Impfstoffansätze aufheben könnten. Frühere Arbeiten mit dem neuartigen Adjuvans CoVaccine HT™, das Soligenix von BTG Specialty Pharmaceuticals, einem Geschäftsbereich der Boston Scientific Corporation, einlizenziert hat, haben gezeigt, dass CoVaccine HT™ sowohl allein als auch in Kombination mit Antigenen thermostabilisiert werden kann, so dass der Impfstoff möglicherweise in einer einzigen Ampulle verabreicht werden kann, ohne dass eine Kühlkette oder Lagerung erforderlich wäre.

Weiterhin ein Auszug aus diesem vom Autor verlinkten GAVI-Artikel:
https://www.gavi.org/vaccineswork/next-pandemic/marburg

Derzeit gibt es keine spezifischen Therapeutika für das Marburg-Virus. Allerdings kann eine unterstützende Behandlung einschließlich der Rehydrierung mit oraler oder intravenöser Flüssigkeit das Überleben verbessern. Dies kann die Aufrechterhaltung des Sauerstoffstatus und des Blutdrucks, den Ersatz von verlorenem Blut und Gerinnungsfaktoren sowie die Behandlung komplizierender Infektionen bedeuten. Mögliche Behandlungen, darunter Blutprodukte, Immuntherapien und medikamentöse Therapien, werden derzeit geprüft. Impfstoffkandidaten gegen das Marburg-Virus werden untersucht. 2019 begann beispielsweise die Internationale AIDS-Impfstoff-Initiative (IAVI) mit der Erforschung eines rekombinanten Marburg-Virus-Impfstoffkandidaten mit Vesikulärem Stomatitis-Virus-Vektor (VSV), genannt rVSVΔG-MARV-GP. Ein weiterer Impfstoffkandidat, MVA-BN Filo, der sowohl Marburg- als auch Ebolavirus-Antigene enthält, könnte potenziell vor beiden hämorrhagischen Viren schützen. Er befindet sich derzeit in Phase-3-Studien und scheint eine gute Immunität gegen den Ebola-Zaire-Stamm auszulösen, wurde aber noch nicht gegen das Marburg-Virus getestet.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


Fazit: Ein absolut haltloses Szenario, was unnötig Angst verbreitet, damit sozusagen die Gegenseite stärkt und absolut kontraproduktiv für die kritische Bewegung ist.

Habe ich etwas übersehen? Bitte aufzeigen.

Gruß Odysseus

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.