Der Schwindel um das Nitrat im Grundwasser

Manuel H. @, Mittwoch, 15.09.2021, 00:28 vor 4 Tagen 1420 Views

man wird schlichtweg nach politischen Agenden (der Grünen, Umwelt"schutz") nach Strich und Faden verschaukelt.

Die angebliche zunehmende Nitrat-Vergiftung unseres Grundwassers sei schlichtweg dreist herbeigetrickst.

https://www.youtube.com/watch?v=tugVShQPacA (4 Minuten Dauer)

Der Heini in dem Video labert viel Stuss

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 15.09.2021, 05:48 vor 3 Tagen @ Manuel H. 760 Views

bearbeitet von helmut-1, Mittwoch, 15.09.2021, 05:52

Ich hätte ihm das gerne persönlich gesagt, - aber es lohnt sich nicht.

Wie kommt der Mann auf die Idee, von einem Grundwasser in 25 m Tiefe zu sprechen? Es gibt die 1. Grundwasserschicht, die 2. und oft auch noch die 3. Die erste war - unterschiedlich nach Region und Qualität des Bodens - meist bei 4 - 6 m. Irgendwann in den extrem trockenen Sommern (weiß nicht mehr genau, in den 70er oder 80er Jahren) ist dieser Grundwasserspiegel um ein paar Meter abgesunken, so auf 8 - 9 m.

Ist auch in den Jahrzehnten darauf nie mehr auf das alte Maß gekommen. Kann natürlich sein, dass sich das durch den nassen Sommer in diesem Jahr geändert hat.Diese 1. Grundwasserschicht ist - gebietsweise, nicht überall - von den chemischen Nitratdüngern der Landwirtschaft versaut. Mal mehr, mal weniger.

Früher hatten manche Bauern auf ihrem Hof den üblichen Misthaufen unweit vom Brunnen gelagert und dazu noch die Fließrichtung im Grundwasser nicht berücksichtigt, - da kams auch schon mal vor, dass man eine gelbliche Einfärbung im Brunnenwasser gesehen hat. Das sind die selteneren Fälle, wo sich die Gülle im Grundwasser wiederfindet. Üblicherweise wird dieser natürliche Stickstoff (wenn er auf das Feld aufgebracht wird) von den Pflanzenwurzeln in den oberen Bodenschichten aufgenommen, sodass das Zeug erst gar nicht in den Untergrund ausgewaschen wird.

Das mit den Brunnen war eine Zeitlang in Österreich in der Form bekannt, dass es in der Steiermark mehrere Regionen gegeben hat, wo der Nitratgehalt durch die Misthaufen im Brunnenwasser, was der Bauer üblicherweise auch als Lebensmittel verwendet, ziemlich hoch war. Medizinisch begründete man damit die Kropfbildung. Wenn ich mich richtig erinnere, wird durch das Nitrat im Trinkwasser das Jod in der Schilddrüse gebunden und es bildet sich der Kropf. Daher auch die Strophe in einem Scherzlied. "Jeder Steiermärker ist am Hals viel stärker,...."

Was der Mann bei min.3.00 von sich gibt, z.B. die Sache mit den Leguminosen, das ist Unsinn. Zum einen sind die Leguminosen von den bestimmten Bakterien abhängig, mit denen sie in Symbiose leben, und nur dann können sie in den Wurzelknöllchen den Stickstoff bilden. Der "platzt" aber nicht auf, sondern wird beim Mulchen in der oberen Bodenschicht langsam in der Form abgebaut, dass er den Kulturpflanzen dann zur Verfügung steht. Sowas wird niemals ins Grundwasser ausgewaschen, geht ja gar nicht. Dazu muss man auch überlegen, von welcher Menge man da spricht. Über diese Gründungung durch Leguminosen produziert man ca. 30 kg Nitrat auf 1 ha (also 30 kg auf 10.000 m², das sind 0,003 kg pro m², umgerechnet auf Gramm sind das 3 Gramm auf den m²)

Abschließend:
Es gibt verschiedene Grundwasserspiegel in unterschiedlichen Tiefen. Die 2. Grundwasserschicht befindet sich - je nach Gegend - in ca. 20 - 100 m Tiefe. In den Gegenden, wo keine Berge mit Quellen zur Verfügung stehen und man das Trinkwasser aus dem Grundwasser entnimmt, wird generell die 2. Schicht verwendet. Dabei muss der Brunnenbohrer streng darauf achten, dass er nicht durch das Durchbohren der wasserundurchlässigen Schicht (meistens Ton) unter der 1. Grundwasserschicht das Eindringen der versauten 1. Schicht in die 2. Schicht bewirkt und dadurch auch diese langfristig versaut. Um das zu verhindern, muss er mit Bentonit oder Polymeren arbeiten, die zur Abdichtung dienen.

Deshalb wird man auf dem Feld, wo man die Pumptraktoren der Bauern sieht, die die Felder bewässern, niemals die 2. Schicht abpumpen, sondern immer nur die 1. Schicht. Ansonsten würden die Bauern vom Wasserwirtschaftsamt kräftig eins auf die Nüsse bekommen.

Die 25 Meter sind ein Beispiel aus Niedersachsen, wo dort das Trinkwasser entnommen wird.

Martin @, Mittwoch, 15.09.2021, 06:40 vor 3 Tagen @ helmut-1 681 Views

Ich sehe das nicht als Verallgemeinerung. Vor allem müsste - ähnlich den NO2-Verkehrsmessstellen - EU-weit einheitlich gemessen werden. Bei NO2 hat sich Österreich auch geschickt aus der Fahrverbotsdiskussion heraushalten können. Alles kommt eben auf die lokalen Umweltbehörden an.

Wenn bei 25 m Trinkwasser entnommen wird,

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 15.09.2021, 11:15 vor 3 Tagen @ Martin 395 Views

dann ist das die zweite Grundwasserschicht, und die liegt dann relativ hoch, resp. eben nicht sehr tief. Denn aus der 1. Grundwasserebene wird niemand Trinkwasser entnehmen, das ist logisch.

Irgendwelche Messereien betreff des Wassers aus der 2. Schicht sind Humbug, weil dort kein Nitrat vorhanden ist. Es sei denn, man hat geschlammt und hat beim Bohren das Wasser aus der 1. Schicht in die 2. Schicht laufen lassen.

Dann ist das aber trotzdem zu vernachlässigen, da die zweite Schicht in der Regel wesentlich ergiebiger ist und sich nach dem physikalischen Gesetz der Diffusion innig vermischt, wodurch die messbare Konzentration in den Bereich "ferner liefen" gerückt wird.

Also, das Video ist mehr als "mäßig".

Antwort eines in der Sache aktiven Landwirts aus Niedersachsen

Martin @, Mittwoch, 15.09.2021, 08:54 vor 3 Tagen @ helmut-1 820 Views

Der Landwirt hat auch eine Ausbildung in Informatik und hat sich intensiv mit den Zahlen des UBA beschäftigt:

"Der Bericht ist nicht wirklich korrekt. Er nähert sich dem Problem an. Einiges stimmt, es bleibt aber ein Stochern im Nebel.

Primäre Ursache der Nitratbelastung im Grundwasser ist nicht das Nitrat aus der Landwirtschaft. Die Ursache sind steigende Sauerstoffsättigungsgrade des Wassers. Dies ist eine Folge der Grundwasserabsenkungen ab den 50ern. Bis dahin stand das Grundwasser oft knapp unter Flur. Das Wasser war sauerstoffarm. Mit den Grundwasserabsenkungen wurde das dortige Ökosystem zerstört. Es entstand eine neue relativ trockene Schicht. Je größer dort die Zwischenräume sind (Sand) und je mächtiger diese Schicht wurde, desto mehr Sauerstoff in der Schicht. Versickerndes Regenwasser nimmt Sauerstoff mit in die Tiefe. Dort wo Sauerstoffsättigunsgrade von mehr als 1% sind, gerät die Nitratatmung, der bakterielle Abbau von Nitrat, ins stocken bzw. hört bei höheren Werten komplett auf.

Diese sauerstoffreichen Schichten sind nicht besonders dick, nach unten hin gibt es weiterhin keinen Sauerstoff und somit auch kein Nitrat. Ausserdem fließt der obere Bereich des Grundwassers in Richtung der Oberflächengewässer. Es liegt in der Natur der Sache, dass in diese Richtung der Flurabstand des Wassers geringer wird, denn ansonsten wäre dort kein Oberflächengewässer mehr. Damit nimmt auch der Sauerstoffgehalt ab. Die Nitratatmung setzt wieder ein und das Nitrat verschwindet weitgehend, bis auf den "natürlichen Hintergrund".

Grundwassermessstellen werden gezielt an Stellen mit hoher Sauerstoffsättigung platziert. Laut Gesetz müssen sie in Deutschland im obersten Grundwasserstockwerk, also in der sauerstoffreichen Zone sein. Repräsentativ ist an diesen Messstellen überhaupt nichts. Solange es weiter Grundwassersenkungen gibt, werden auch die Nitratgehalte zunehmen. Egal ob dort gedüngt wird oder nicht. Durch Düngeverbote lässt sich lediglich die absolute Höhe des Nitratanteils beeinflußen.
"

Eine sachliche Analyse, die man auch nachvollziehen kann. (oT)

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 15.09.2021, 11:16 vor 3 Tagen @ Martin 243 Views

Du sollst kein Fleisch essen! - Mal wieder betrügt man die Menschen mit Statistiken, Corona, Klima, Todesangst ... immer der gleiche illegale grüne Mist

Lenz-Hannover @, Mittwoch, 15.09.2021, 10:07 vor 3 Tagen @ Manuel H. 545 Views

https://www.facebook.com/georg.keckl.7/posts/649254029224569?

Die Ernte ohne Dünger: ... Auf diesen schwachen Böden dürfte es bei dem sich abzeichnenden Klimawandel und neuen Düngerestriktionen immer schwieriger werden auskömmliche Erträge zu ernten.

Quelle: https://www.statistik.niedersachsen.de/startseite/presse_service/presse/presse_archiv/n...

Fakt ist: Wenn man den Verzehr von Fleisch verhindern möchte, kann man das direkt verbieten oder via Gülle/Nitrat den Menschen mal wieder Angst vor Krankheiten einreden.

FAST DIE PRESSE MACHT WIEDER MIT, WIE IMMER, 1914, 1933 ff.

Wird lustig, wenn die Regierenden dies Land heruntergewirtschaftet haben, wir nur noch wenig zu exportieren haben und dann vermehrt Strom und Lebensmittel importieren müssen.

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