Briefwahlen

Kaltmeister ⌂ @, Montag, 07.06.2021, 08:16 vor 14 Tagen 2266 Views

Ich habe gestern versucht, den Ablauf der Briefwahl zu recherchieren und den Weg des Stimmzettels vom Wähler zum Wahlergebnis nachzuvollziehen. Leider gibt es dazu im Netz nur sehr allgemeine Informationen, es geht eher in die Richtung: Wie beantrage ich meine Briefwahlunterlagen und fülle sie richtig aus. Wichtige Details, die Anhaltspunkte darüber geben, ob und wie ein Betrug über die Briefwahl ablaufen kann, fehlen.

Warum sollte man sich mit diesem Thema befassen? Nicht, weil man mit dem Ergebnis der einen oder anderen Partei bei dieser oder jener Wahl unzufrieden ist, sondern vielmehr, weil in einer Zeit des Universalbetruges nicht davon auszugehen ist, daß ausgerechnet bei der politischen Wahl, dem Schlüssel zur Macht, kein Betrug stattfindet.

Wenn man Wahlbetrug recherchiert fällt auf, daß immer wieder die kleinen Fälle thematisiert werden: der Wahlhelfer, der einzelne Stimmen fälscht oder verschwinden lässt oder der einzelne Wähler, der mehr als eine Stimme abgibt. Über Möglichkeiten systematischen Wahlbetrugs findet man dagegen wenig, und nur der kann beim Ausgang von Wahlen eine entscheidende Rolle spielen. In dem Zusammenhang wird immer wieder recht allgemein auf die Briefwahlen verwiesen. Nur - wie und wo kann das ablaufen? Während der (beobachtbaren) Auszählung oder danach - Meldung an den Wahlleiter, Veröffentlichung - wohl nicht mehr.

Aber stimmt es, daß die Briefwahlstimmen wochenlang gesammelt und sackweise in geschlossen Räumen gelagert werden? Wer überwacht diese Räume? Wer hat den Schlüssel? Welche Räume sind das? Besteht die Möglichkeit, in dieser Phase die "echten" Stimmen gegen andere, manipulierte auszutauschen? Welche Sicherungsmaßnahmen gibt es, um diese Möglichkeit auszuschließen?


P.S.: Ich habe vor Eröffnung des Themas ein wenig im Forum gesucht - die Sache wird immer mal wieder besprochen, aber nirgendwo befriedigend behandelt. Es gibt jedenfalls eine Reihe von Hinweisen auf Wahlbetrug, die ich hier nicht erneut thematisieren will. Ein wichtiges Indiz ist zweifellos der massive Unterschied zwischen Briefwahlstimmen und den normalen, im Wahllokal abgegebenen Voten. Tendenz: Die Briefwahl verschiebt das Wahlergebnis entscheidend zugunsten der etablierten Parteien. Das hat stocksorcerer in diesem Beitrag belegt, das betreffende youTube-Video ist aber leider verschwunden:

Massive Wahlfälschungen bei Briefwahl?

Persönliche Beobachtungen zur Briefwahl / Wahl im Wahllokal

Plancius @, Montag, 07.06.2021, 08:44 vor 14 Tagen @ Kaltmeister 2088 Views

bearbeitet von Plancius, Montag, 07.06.2021, 08:47

Ich gehe davon aus, dass die klassische Klientel der Altparteien, d.h. der klassische CDU- oder SPD-Rentner seine Stimme im Wahllokal abgibt. Nicht zuletzt die spontane Begegnung mit Bekannten, Arbeitskollegen, Nachbarn und ein ausgiebiger Schwatz mit jenen sind eine starke Motivation dieser Klientel, die Stimme im Wahllokal abzugeben. Die Minderheit, die am Wahltag wegen Urlaubs usw. verhindert sind, wählt dann per Briefwahl.

Die AfD-Wähler, die ich kenne, votieren fast ausschließlich per Briefwahl. Das sind überwiegend Vertreter der arbeitenden Schicht, die früher nicht wählen gegangen sind und keine Bindung zu einem Wahllokal haben, nicht wissen, welchen Aktivitäten sie sich am Wahlsonntag widmen, aber unbedingt möchten, dass auch ihre Stimme gezählt wird. Diese Wählerklientel hat komplett mit dem Altparteienkartell abgeschlossen und wandert sofort wieder ins Lager der Nichtwähler, wenn die AfD aus Gründen der Koalitionsfähigkeit usw. sich den Altparteien anbiedert. Nicht wenige von ihnen sagen jetzt, sie werden auf Kommunal- und Landesebene der AfD ihre Stimme geben, aber sie tragen auf Bundesebene den Meuthen-Kurs nicht mit und bleiben deshalb zur Bundestagswahl zu Hause.

Das AfD-Bashing in den Medien ist für sie ein klares Zeichen, dass der Kurs der AfD weitgehend richtig ist. Daher ist es ein strategisch schwerer Fehler der Parteiführung, zu versuchen, den CDU- oder FDP-Wähler zu sich zu ziehen. Nein, im Gegenteil - eine gewonnene Stimme aus dem CDU-Lager kostet viele Stimmen, die wieder zu den Nichtwählern gehen.

Daher ist meine Vermutung, dass bei der Briefwahl tendenziell die CDU unterrepräsentiert sein müsste und die AfD über dem Durchschnitt der Stimmen in den Wahllokalen sein müsste. Ob meine These stimmt, werden wir jedoch nie erfahren.

Ich habe bisher nie an einen systematischen Wahlbetrug geglaubt. Die Unregelmäßigkeiten bei der US-Präsidentschaftswahl habe jedoch auch mich stutzig gemacht.

Gruß Plancius

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Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Wahlfälschung ist ein weißer Schimmel.

Linder, Montag, 07.06.2021, 12:15 vor 14 Tagen @ Kaltmeister 1158 Views

"Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann wären sie verboten!"

Wahlen an sich sind sinnbefreit, darüber (ersnsthaft!) zu reden mindestens ein Akt der Verzweiflung, eher noch das Zeugnis geistiger Umnachtung.

Natürlich wird Wahlfälschung begangen, der Umstand ist unstrittig, denn wo eine nachvollziehbare Kontrolle fehlt, sprich geheime Wahl, bei der im Nachgang Niemand die eigens abgegebene Stimme auf Richtigkeit überprüfen kann, ist dem Beschiss Tür und Tor geöffnet.
Wahlfälschung ist ein Symptom, die (geheime) Wahl die Ursache.
Diskussionen darüber dienen lediglich der Ablenkung, sie sind eine Kriegslist.

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◇◇◇ Impfung macht frei! ◇◇◇

Wenn Manipulation, dann an der Quelle. Wer hat das Kreuz gemacht?

XERXES @, Montag, 07.06.2021, 14:10 vor 13 Tagen @ Kaltmeister 780 Views

Kann mich an eine Wahl in Österreich erinnern (Vor 6 oder 7 Jahren), bei der die SPÖ in Wiener Alteneinrichtungen extreme Zustimmungswerte verzeichnete. Hat ihr damals den Arxxx gerettet.

In diesem Zusammenhang sicherlich interessant, dass die CDU nun in S-A bei den ü70 einen Stimmenanteil von 49% hatte.
https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/uvotealbum-1305.html

On ni soit qui mal y pense...[[zwinker]]

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Wenn Manipulation dann nur im großen Rechenzentrum oder den Briefwahlstimmen.

Durran @, Montag, 07.06.2021, 15:34 vor 13 Tagen @ XERXES 720 Views

Hat man sich vielleicht verrechnet un die CDU hat zu viele Stimmen bekommen?

Die AfD hatte 2016 etwa 24 Direktmandate errungen. 2021 lediglich nur noch 1. Das ist äußerst unwahrscheinlich.

Das Wahlergebnis ist völlig konträr zur Stimmung im Land. Ich kenne auch keinen AfD Wähler der nun CDU gewählt hätte. Das muss natürlich nichts heißen. Und wenn man etwas nicht beweisen kann, dann kann man es eben auch nicht behaupten.

Es bleibt eben nur noch das Prinzip Hoffnung, dass durch welchen Zufall auch immer, ein etwaiger großer Wahlbetrug aufgedeckt wird.

Denn irgendwann wird man sich dabei verrechnen.

Wenn man vor der Wahl ein Kopf an Kopf Rennen zwischen CDU und AFD prognostiziert, dann der CDU wie auch immer einen rechnerischen Stimmenvorteil verschafft, natürlich vor der Wahlauszählung, wird es schwierig. Nämlich dann, wenn aus Angst vor einer sehr starken AfD, viele unvorhergesehene Stimmen für die CDU noch dazukommen. Dann haben wir urplötzlich einen Vorsprung von 17 Prozent, wo vorher keiner war. Da kann ja selbst ein Herr Laschet sein Glück gar nicht fassen und Herr Haselhoff wird zum Chuck Norris der CDU.

Und so ist natürlich die Überraschung aller Beteiligten enorm.

Bei 314.000 Briefwählern und fast 18.000 ungültigen Stimmzetteln ist alles möglich.

Die CDU hat übrigens 394.808 Stimmen erhalten.

Die niedrige Wahlbeteiligung hat der AfD viele Stimmen gekostet - Ursache ist der Meuthen-Kurs

Plancius @, Montag, 07.06.2021, 16:49 vor 13 Tagen @ Durran 793 Views

Hallo Durran,

viele AfD-Stammwähler sind extrem verärgert über den Kurs der Parteispitze. Der Meuthen-Kurs veranlasst sie, wieder zu den Nichtwählern zu gehen.

Beim jetzigen Zustand Deutschlands fliegen der AfD die gebratenen Tauben sprichwörtlich in den Mund. Sie ist zwar nicht mehrheitsfähig, könnte aber locker 30% Wähler mobilisieren, die mit der derzeitigen Politik in Deutschland nicht zufrieden ist. Und das geht nur durch knallharte Opposition und jeglichen Verzicht des Anbiederns an Medien und Altparteien. Die wirksamste Waffe gegen den Verfassungsschutz sind hohe Wählerstimmen.

Aber die AfD ist total abgetaucht. Die Mitglieder und die Parteiführung befinden sich im Tiefschlaf. Außer ein paar markigen Reden im Bundestag ist nichts zu vermerken.

Gruß Plancius

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Statistik dazu

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Montag, 07.06.2021, 16:25 vor 13 Tagen @ XERXES 800 Views

Statistik S.-A.

Bevölkerung in Sachsen-Anhalt

In 30 Jahren minus 640.000 Einwohner in S.-A. [[trost]] Das "Ausbluten" hat erst 2010 gestoppt.

Heißt im Umkehrschluss aber auch, o.g. sind die, welche sich "woanders" eine bessere Zukunft erhoffen.

Also 20-50 jährige ganz pauschal - mithin Arbeitende.

Rentner brauchen nicht mehr umsiedeln, Aldi ist überall [[top]]

Damit ist die CDU Stärke bei den Ü49 erklärbar, ganz ohne bösen Hintergedanken. Zumal die AfD stärkste Kraft bei den rd. 30 jährigen und jünger geworden ist. Das passt also...

--
Gruß
Der_Chris
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