Nun ist es offensichtlich: die Politik des Forums "standard"

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 04.09.2019, 06:10 vor 277 Tagen 3524 Views

Zu Beginn stellt sich die Frage, ob und wen das hier interessiert. Zum einen lesen hier auch Österreicher mit, die den "standard.at" als politisch links gerichteten Klub kennen. Zum anderen hat seit 2017 der standard auch in Deutschland ein Forum eröffnet (standard.de).

Der Hauptpunkt aber ist, dass sich jemand hinter der Meinungsfreiheit versteckt und damit sogar noch Werbung macht (bei jedem Posting erscheint der Spruch):
"Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung."
Das Erheiternde dabei ist aber die Einschränkung, die durch die Forumsregel artikuliert ist:
"Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht."

Das bedeutet, man darf seine Meinung im stillen Kämmerlein ruhig ausdrücken, vielleicht auch niederschreiben, - aber beim Posten im standard siehts dann anders aus. Wie hämisch und lächerlich wirken diese beiden Sätze in Bezug auf die demokratischen Grundrechte resp. deren effizienter Ausübung.

Bei dieser Gelegenheit wird es auch offenbar, dass der standard offensichtlich irgendeine Beziehung zu den "Holzbaronen" Schweighofer, Kronospan, etc. unterhält. Das sind österr. Firmen, die in Rumänien und der Ukraine rigoros illegalen Holzeinschlag betreiben. (ich habe darüber berichtet):
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=492348

Über diesen Firmen leuchtet die Sonne der hohen Politik, - offensichtlich ungeachtet der Koleur. Welche Beziehung der standard zu diesem Klientel unterhält, ist mir nicht bekannt (persönlich, oder geschäftlich, was auch immer). Aber dass hier etwas existiert, geht aus der behutsamen Berichterstattung sowie aus dem Antwortmail des standard hervor, da man meine Fragen bezüglich Korrelationen bewusst ausgeklammert hat.

Es sieht also so aus, dass der standard die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien kritisiert, aber der Raubbau an den europäischen Wäldern interessiert in dem Moment nicht, wenn es sich um österr. Firmen als Verursacher handelt.

Jetzt steht der standard mit dieser Einstellung zur Meinungsfreiheit nicht alleine im Forums- und Blätterwald. Es geht auch deswegen die Welt nicht unter. Aber es sollte die Aufgabe jedes denkenden Bürgers sein, sich diese Dinge bewusst zu machen und auch auszusprechen. Wenn nötig, auch öffentlich anzuprangern, - solange man das überhaupt noch darf. Denn, wenn es so weitergeht, wird auch so etwas bald unter den Begriff "Hasskommentar" fallen.

So wie in den 30er Jahren. Deshalb:

"Wehret den Anfängen"

Den Schriftverkehr, der mich zu diesen Äußerungen legitimiert, drucke ich der Übersichtlichkeit halber in einem nachfolgenden Kommentar ab.

Das kann man auch anders sehen.

nereus @, Mittwoch, 04.09.2019, 07:05 vor 277 Tagen @ helmut-1 2287 Views

Hallo helmut-1!

Ich möchte jetzt nicht über politische Einflußnahme der Medien reden.
Jeder, der sich nicht die Hose mit der Kneifzange anzieht, weiß das es keine unabhängigen Medien gibt.

Du schreibst: Der Hauptpunkt aber ist, dass sich jemand hinter der Meinungsfreiheit versteckt und damit sogar noch Werbung macht (bei jedem Posting erscheint der Spruch): "Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung." Das Erheiternde dabei ist aber die Einschränkung, die durch die Forumsregel artikuliert ist: "Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht."
Das bedeutet, man darf seine Meinung im stillen Kämmerlein ruhig ausdrücken, vielleicht auch niederschreiben, - aber beim Posten im standard siehts dann anders aus.
Wie hämisch und lächerlich wirken diese beiden Sätze in Bezug auf die demokratischen Grundrechte resp. deren effizienter Ausübung.

Nein, das bedeutet es nicht nur.
Hier wird nur auf die Rechte jeder Seite des Vertrags verwiesen.
Jeder darf schreiben, was er will, der Empfänger der Nachricht ist aber nicht verpflichtet, diese Information auch öffentlich zu machen.

Anderes Beispiel: Jeder Bürger hat das Recht ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen.
Sollte aber in Spitzenzeiten ein Bus so voll sein, daß es die Sicherheitslage und die Kapazität nicht erlauben noch mehr Fahrgäste an der Haltestelle einsteigen zu lassen, hat der Fahrer das Recht einen weiteren Zustieg zu verweigern.

Das dürfte die ursprüngliche Ausgangslage bei der Verabschiedung solcher Gesetze/Verordnungen/Statuten gewesen sein, um allen Lebenslagen zu entsprechen.
Das unter dieser Flagge inzwischen die Rechte auch eingeschränkt oder gebeugt werden, darf jedoch unterstellt werden. [[zwinker]]

mfG
nereus

Irrtum

Kaladhor @, Münsterland, Mittwoch, 04.09.2019, 08:11 vor 277 Tagen @ nereus 1843 Views

Hallo nereus.

Nein, das bedeutet es nicht nur.
Hier wird nur auf die Rechte jeder Seite des Vertrags verwiesen.
Jeder darf schreiben, was er will, der Empfänger der Nachricht ist aber
nicht verpflichtet, diese Information auch öffentlich zu machen.

Durch die Einschränkung im zweiten Satz wird das Recht auf freie Meinungsäußerung in dem zugrundeliegenden Medium torpediert! In den Anfängen waren Internet-Foren mit der Speakers Corner vergleichbar, dass ist heute nicht mehr der Fall. Und jede Einschränkung eines Grundrechts ist abzulehnen!

Anderes Beispiel: Jeder Bürger hat das Recht ein öffentliches
Verkehrsmittel zu benutzen.
Sollte aber in Spitzenzeiten ein Bus so voll sein, daß es die
Sicherheitslage und die Kapazität nicht erlauben noch mehr Fahrgäste an
der Haltestelle einsteigen zu lassen, hat der Fahrer das Recht einen
weiteren Zustieg zu verweigern.

Dieser Vergleich hinkt, denn dann wartet man einfach auf den nächsten Bus. Das einzige, was man dafür opfern muss, ist ein wenig Zeit. Die Benutzung steht aber außer Frage. Bei einem Internet-Forum müsste man aber seine "Meinung" ändern, um die Wahrscheinlichkeit der Veröffentlichung zu erhöhen, und das ist nicht vereinbar mit dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung.

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Das Recht auf Meinungsfreiheit ist kein Recht auf Veröffentlichung

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 04.09.2019, 08:49 vor 277 Tagen @ Kaladhor 1677 Views

Jeder kann aber einen Webserver mieten, und dort im Rahmen der Gesetze sagen was er will.


Grüße

--
[image]
** Geliefert wie bestellt! **

Das "Recht auf freie Meinungsäußerung" ist aber erheblich mehr als ein "Recht auf Meinungsfreiheit". (oT)

neptun @, Freitag, 06.09.2019, 02:39 vor 275 Tagen @ FOX-NEWS 727 Views

- kein Text -

--
Weil es permanent besonders aktuell ist:
"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Wenn du meinst!

nereus @, Mittwoch, 04.09.2019, 08:51 vor 277 Tagen @ Kaladhor 1729 Views

Hallo Kaladhor!

Du schreibst: Durch die Einschränkung im zweiten Satz wird das Recht auf freie Meinungsäußerung in dem zugrundeliegenden Medium torpediert! In den Anfängen waren Internet-Foren mit der Speakers Corner vergleichbar, dass ist heute nicht mehr der Fall. Und jede Einschränkung eines Grundrechts ist abzulehnen!

Ich sehe das noch immer anders.

Das Medium Standard bietet seinen Lesern die Möglichkeit deren Meinung kundzutun und das angeblich ohne Einschränkungen der Meinungen.
Wenn ich dieser Absicht folge und eine E-Mail an die Plattform sende, leitet sich daraus aber nicht grundsätzlich das Recht ab, daß diese Plattform diese Meinung auch veröffentlichen muß.

Ganz anders wäre das, wenn ich ein bezahltes Abo bei diesem Medium hätte und mir in dem Vertrag ein Gestaltungsrecht zugebilligt würde, wo z.B. das Veröffentlichen von Lesermeinungen ZUGESICHERT würde.

Aber so?

Wir müssen jetzt nicht über den Missbrauch von Rechten reden und dem unbedingten Gestaltungswillen der Macher im mehr oder weniger beleuchteten Hintergrund.

Es geht nur um die Frage, ob der Standard (oder jedes andere Medium) dazu verpflichtet ist alle im zugesendeten Kommentare zu veröffentlichen.
Und ich behaupte weiterhin: Das ist er nicht.

Gibt es hier einen mitlesenden Anwalt oder Profi im Medienrecht, der dazu etwas sagen könnte?

mfG
nereus

Zustimmung

Falkenauge @, Mittwoch, 04.09.2019, 10:14 vor 277 Tagen @ nereus 1583 Views

Das Medium Standard bietet seinen Lesern die Möglichkeit deren Meinung
kundzutun und das angeblich ohne Einschränkungen der Meinungen.
Wenn ich dieser Absicht folge und eine E-Mail an die Plattform sende,
leitet sich daraus aber nicht grundsätzlich das Recht ab, daß diese
Plattform diese Meinung auch veröffentlichen muß.

Es geht nur um die Frage, ob der Standard (oder jedes andere Medium) dazu
verpflichtet ist alle im zugesendeten Kommentare zu veröffentlichen.
Und ich behaupte weiterhin: Das ist er nicht.

Gibt es hier einen mitlesenden Anwalt oder Profi im Medienrecht, der dazu
etwas sagen könnte?

mfG
nereus

Ich bin kein Profi, stimme Dir aber aus meinen Rechtskenntnissen als ehemaliger Rechtspfleger am Amtsgericht voll zu, nereus.

Auch in meinem Blog kommt mir oft der Vorwurf, wenn ich einen Kommentar nicht veröffentliche, ich würde Zensur ausüben und die Meinungsfreiheit einschränken.

Der Begriff Zensur bezeichnet die staatlich gelenkte Kontrolle der Meinungen, die nicht mehr frei in Zeitungen, Rundfunk, Blogs oder mündlich geäußert werden können. Es ist eine Verwischung des Begriffs, wenn das Nicht-Veröffentlichen von Kommentaren als "Zensur" bezeichnet wird.
Eine Zeitung oder ein Blog haben sich die Aufgabe gestellt, ihre Nachrichten, Kommentare und Hintergrundberichte zu veröffentlichen. Sie sind nicht verpflichtet, Kommentare ihrer Leser dazu zu veröffentlichen. Das ist ihre Freiheit. Sie können es ganz, teilweise oder im Einzelfall ablehnen, womit sie sozusagen ihr "Hausrecht" ausüben, aber das hat mit "Zensur" nichts zu tun. Das ist auch nicht "autoritär" oder "undemokratisch", sondern Ausdruck ihrer Freiheit.
In ihr Grundrecht der Freiheit würde massiv eingegriffen, wenn man sie verpflichten könnte, das, was andere meinen, zu veröffentlichen.
Jeder kann ja selbst einen Blog oder eine Zeitung aufmachen und dort seine Meinungen verbreiten - sofern ihn eine staatliche Zensur nicht einschränkt oder hindert.

Gruß
Falkenauge

Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt was gespielt wird

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Mittwoch, 04.09.2019, 10:32 vor 277 Tagen @ Falkenauge 1581 Views

Fox News hat Recht, auch im Web gilt sowohl die Betreiberhaftung als auch das "Hausrecht", ergo bestimmt derstandard, was er veröffentlicht oder nicht.

Hier gilt dann im übrigen ebenfalls nicht das Ausgewogenheitsprinzip, da nicht Öff.-Rechtlich und nicht dem Rundfunkstaatsvertrag unterliegend.

EDIT: Eine Tageszeitung behält sich auch das Recht vor, nicht jeden Leserbrief zu veröffentlichen und das könnte sie bei einigen kontroversen Themen auch garnicht, weil dann die nächste Ausgabe mmit dem Hubwagen verteilt werden müsste...[[freude]]

--
Gruß
Der_Chris
Die falschen Ehrlichen sind die wahren Gefährlichen

Klasse, dass Du das juristisch aufarbeitest

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 04.09.2019, 14:30 vor 276 Tagen @ Falkenauge 1356 Views

Als ehemaliger Rechtspfleger hast Du natürlich einen anderen Bezug zum Recht als so ein Baumensch wie ich. Danke für Deine Betrachtungen.

Trotzdem interessiert mich Deine Bewertung für den immer beim Posten zu lesenden Satz:

"Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung."

Addieren wir mal die Fakten:

Ein Forum wie der standard, der eine politische Webseite betreibt und eine bestimmte politische Richtung vorgibt, hat Interesse daran, möglichst viele Gleichgesinnte um sich zu scharen. Nichts dagegen zu sagen.

Dieses Forum ist kostenlos, man kann als User also nicht viel verlangen, zumal man nichts dafür bezahlt, wenn man dort postet.

Stellt sich die Frage, wie sich dann so ein Forum finanziert. Von Mäzenen, die hier ihren politischen Einfluss ausüben wollen? Oder auch von den Werbeeinnahmen, die durch die Klicks entstehen?

Was passiert, wenn ich im Kommerz einen Artikel verkaufe, den ich auf bestimmte Eigenschaften anpreise, die er letztlich gar nicht hat? Dann gehör ich der Katz, was den Betrugsparagraphen betrifft, - oder nicht?

Was passiert, wenn ich in einem Forum vorspiegele, dass ich die Meinungsfreiheit vertrete (siehe den zitierten Satz), wobei ich mir vorbehalte, nur die Posts zu veröffentlichen, die mir in den Kram passen. Ist das kein Betrug?

Das Wort "Freiheit", das ist für mich was Besonderes. Da bin ich empfindlich. Für die Freiheit in den Tod zu gehen, das ist für mich keine Phrase oder Dummheit, das betrachte ich als eine Ehre. So wurde ich erzogen, und das ist das Vermächtnis meines Großvaters, der damals im 3. Reich umgekommen ist.


Wenn sich ein Forumsbetreiber die Freiheit herausnimmt, - die ich ihm jederzeit zugestehen will - , nur die Kommentare zu veröffentlichen, die ihm ihm gelegen sind, dann betrachte ich das als sein ureigenstes Recht. Das aber nicht zum Ausdruck zu bringen, das zu verschleiern oder den Postern mit dem Satz "Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung." Sand in die Augen zu streuen, das betrachte ich als unanständig.

Es müsste heißen: "Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, was aber keine automatische Veröffentlichung seines Kommentares bedeutet."

Nun stellt sich für mich die Frage, die juristisch sicher nicht einfach zu beantworten ist, ob man im Falle der Gewinnerzielung bei einem Forum (ich meine die Klicks) nicht belangt werden kann, wenn man falsche Tatsachen vorspiegelt.

Wenn ich bei etwas total überfragt bin, dann ist es das. Hier unterscheidet sich wahrscheinlich bei bestimmten Themen die Moral vom juristischen Recht.

Moral

Falkenauge @, Mittwoch, 04.09.2019, 19:18 vor 276 Tagen @ helmut-1 1213 Views

Trotzdem interessiert mich Deine Bewertung für den immer beim Posten zu
lesenden Satz:

"Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung."

Was passiert, wenn ich im Kommerz einen Artikel verkaufe, den ich auf
bestimmte Eigenschaften anpreise, die er letztlich gar nicht hat? Dann
gehör ich der Katz, was den Betrugsparagraphen betrifft, - oder nicht?

Was passiert, wenn ich in einem Forum vorspiegele, dass ich die
Meinungsfreiheit vertrete (siehe den zitierten Satz), wobei ich mir
vorbehalte, nur die Posts zu veröffentlichen, die mir in den Kram passen.
Ist das kein Betrug?

Wenn sich ein Forumsbetreiber die Freiheit herausnimmt, - die ich ihm
jederzeit zugestehen will - , nur die Kommentare zu veröffentlichen, die
ihm ihm gelegen sind, dann betrachte ich das als sein ureigenstes Recht.
Das aber nicht zum Ausdruck zu bringen, das zu verschleiern oder den
Postern mit dem Satz "Jeder User hat das Recht auf freie
Meinungsäußerung." Sand in die Augen zu streuen, das betrachte ich als
unanständig.

Es müsste heißen: "Jeder User hat das Recht auf freie
Meinungsäußerung, was aber keine automatische Veröffentlichung seines
Kommentares bedeutet."

Nun stellt sich für mich die Frage, die juristisch sicher nicht einfach
zu beantworten ist, ob man im Falle der Gewinnerzielung bei einem Forum
(ich meine die Klicks) nicht belangt werden kann, wenn man falsche
Tatsachen vorspiegelt.

Wenn ich bei etwas total überfragt bin, dann ist es das. Hier
unterscheidet sich wahrscheinlich bei bestimmten Themen die Moral vom
juristischen Recht.

Hallo, Helmuth-1,

ich glaube, das ist eher ein moralisches Problem. Ein Staatsanwalt wird Dir vorhalten, dass Du eigentlicht wissen könntest oder müsstest, dass die Zeitung rechtlich nicht verpflichtet ist, Kommentare zu veröffentlichen, dass diese allgemeine Bemerkung von der Meinungsfreiheit ein Werbetrick ist, den man moralisch kritisieren aber strafrechtlich nicht ahnden kann.
Auch wird heutzutage die Zeitung immer Ausreden von Hass und Hetze, Diskriminierung anderer etc. anführen, die von der Meinungsfreiheit nicht gedeckt seien. Das ist ja heute ein schwammiges Gelände.

Abgesehen davon, wäre der Vermögensschaden, der beim Betrug enstanden sein muss, ja wohl sehr gering.
Die Staatsanwaltschaft würde die Sache, selbst wenn Sie sie strafrechtlich relevant einstufen würde, wegen Geringfügigkeit einstellen.
Die stellen heute wegen totaler Überlastung ganz andere Sachen ein.

Also es lohnt sich m.E. nicht, hier Kraft und Denkarbeit zu verschwenden.

Gruß
Falkenauge

Sehr interessant, was Du da schreibst

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 04.09.2019, 21:48 vor 276 Tagen @ Falkenauge 1112 Views

Hallo, Helmuth-1,

Hallo, Falkenauge,


ich glaube, das ist eher ein moralisches Problem. Ein Staatsanwalt wird
Dir vorhalten, dass Du eigentlich wissen könntest oder müsstest, dass
die Zeitung rechtlich nicht verpflichtet ist, Kommentare zu
veröffentlichen,

Stimmt, - das geht ja aus den Forumsbedingungen hervor.

dass diese allgemeine Bemerkung von der Meinungsfreiheit

ein Werbetrick ist, den man moralisch kritisieren aber strafrechtlich nicht
ahnden kann.

O.k., akzeptieren wir das mal.

Auch wird heutzutage die Zeitung immer Ausreden von Hass und Hetze,
Diskriminierung anderer etc. anführen, die von der Meinungsfreiheit nicht
gedeckt seien. Das ist ja heute ein schwammiges Gelände.

Auch das geht aus den Forumsbedingungen hervor, die ja so gehalten sind, dass sie immer als Begründung herhalten können. Erinnert mich an die Zeit der Fahrschule (ist schon ein paar Tage her). Da lernte man für die Theorie, wann man einen Bahnübergang nicht überqueren darf. Akustisches Signal, optisches Signal, Schranke unten, ein Bahnangestellter mit Flagge, usw. usw., und als letzten Passus, - "und wenn ein Zug kommt". Also der Autofahrer ist immer der Blöde. Genau daran erinnere ich mich, wenn ich solche Forumsregeln lese.

Abgesehen davon, wäre der Vermögensschaden, der beim Betrug entstanden
sein muss, ja wohl sehr gering.

Da bin ich etwas irritiert. Klar hat der Vorgang keinen eigentlichen materiellen Schaden bei dem hervorgerufen, der an diese Versprechungen geglaubt hat. Ich sehe das von der anderen Seite. Es wurde unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein Gewinn (über die Klicks und die Werbequoten) erzielt.

Jetzt kenne ich den Betrugsparagrafen nicht so genau. Könnte es sein, dass ich betrügen kann, wie ich will, - solange ich dabei niemanden einen nachweislichen materiellen Schaden zufüge, ist das eine rein moralische Sache und keine juristische?

Die Staatsanwaltschaft würde die Sache, selbst wenn Sie sie
strafrechtlich relevant einstufen würde, wegen Geringfügigkeit
einstellen.
Die stellen heute wegen totaler Überlastung ganz andere Sachen ein.

Glaube ich Dir aufs Wort. Die haben das ja auch bei mir eingestellt, als man mir mit einem Schwupps 12 Autos geklaut hat. Als die mitgekriegt hatten, dass die Dinger irgendwo in Litauen gelandet sind, sprach man nur noch von "ferner liefen".

Also es lohnt sich m.E. nicht, hier Kraft und Denkarbeit zu verschwenden.

Tu ich auch nicht. Hat mich nur aus Neugier interessiert.

Gruß
Falkenauge

Gruß zurück - Helmut

Auf ein Thema wurde aber bei den Kommentaren hier im Gelben nicht eingegangen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 05.09.2019, 05:45 vor 276 Tagen @ Falkenauge 1016 Views

Das ist die Sache mit den Holzdieben aus Österreich. Wenn man die Chronologie genau verfolgt, wird man feststellen, dass man mich erst ab dem Zeitpunkt mit der Streichung von Kommentaren "abgestraft" hat, nachdem ich dem standard wg. den in RO holzverarbeitenden Betrieben aus Österreich auf die Zehen getreten habe.

- Auf mein Angebot für eine authentische Analyse vor Ort, was man in Form eines Artikels im standard als Gastkommentar bringen könnte, - habe ich keine Antwort erhalten.

- Auf meine Frage im Mail vor ein paar Tagen, welche Beziehung zwischen dem standard und zu Leuten wie Schweighofer und Kronospan besteht, wurde mit keinem Wort eingegangen.

- Diese Vorgänge sowie die wenigen lauwarmen Berichte des standard über den Holzfrevel in RO, damit keiner sagen kann, sie hätten das komplett verschwiegen, geben mir Anlass genug, um zu unterstellen, dass es hier stichhaltige Gründe geben muss, warum der standard diese österr. Firmen nicht bloß stellt.

Das kann völlig unterschiedliche Gründe haben, - Werbeeinnahmen, oder politischer Einfluss von "ganz oben", oder persönliche Seilschaften zur Redaktion, - wer weiß das schon. Aber diese völlig unterschiedliche Behandlungsweise beim Raubbau an den Wäldern ist ein Absurdum. Einerseits in Brasilien, weil das weit weg ist, groß kritisieren, aber den Raubbau in Europa, gewissermaßen vor der Haustüre, vernachlässigen, weil es sich dabei um österr. Firmen handelt.

Die Reportagen des standard zum Regenwald in Südamerika sind reichhaltig, wenn man das ins Internet eingibt:

- Waldbrände am Amazonas: Die Welt ist ein Dorf - Lisa ... - Der Standard
- Brasilien will vorübergehend das Abbrennen von ... - Der Standard
- Waldbrände in Brasilien: Bolsonaro gegen Macrons ... - Der Standard
- Brasilien nimmt von G7 zugesagte Amazonas ... - Der Standard
- Interaktive Karte: Nicht nur am Amazonas brennen die ... - Der Standard
- "Amazon brennt" statt "Amazonas brennt": Netz lacht ... - Der Standard
- Waldbrände am Amazonas: Bolsonaro kündigt ... - Der Standard
- Verheerende Waldbrände auch in Bolivien - Der Standard

Das waren die Artikel seit dem 23.8. bis Ende des Monats August vom standard. Gibt man ins Netz auf rumänisch ein: "padure furat lemn" (padure = Wald, furat = gestohlen, lemn= Holz) dann erscheinen auf Anhieb mehr als 20 Artikel von allen möglichen Zeitungen und Webseiten, natürlich auf rumänisch. Und immer wieder taucht dabei der Name Schweighofer und Kronospan auf.

Warum erkläre ich das so ausführlich.Ich möchte öffentlich behaupten:

Der standard vermeidet es, die illegalen Aktivitäten der österr. Firmen Schweighofer und Kronospan in Rumänien und der Ukraine in gebührender Form öffentlich zu kritisieren. Die Gründe, warum der standard diese Firmen und deren Aktivitäten schützt, sind nicht erkennbar.

Ich denke, dass ich mich dadurch juristisch nicht angreifbar mache, wenn ich meine Aussage in der vorliegenden Form begründe. Was meinst Du?

Und noch was, wo ich nicht durchblicke

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 05.09.2019, 12:00 vor 276 Tagen @ Falkenauge 921 Views

Wie verhält sich das mit den Klicks? Oder anders gesagt, wie verdient man durch Webseiten, Foren, etc. im Internet Geld? Die Frage habe ich schon mal gestellt, aber darauf keine klare Antwort bekommen.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=495396

Weißt Du evtl. da mehr darüber? Mir gehts eigentlich nur darum, wie so ein Klub wie das standard-Forum durch seine Tätigkeit im Internet Geld machen kann.
Es ist für mich nicht vorstellbar, dass da "Selbstlosigkeit" und "Idealismus" die Grundlagen sind. Auf keinen Fall dort, wo rote und grüne Interessen gebündelt sind.

Da glaubt man, man wäre ein informierter Österreicher

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 05.09.2019, 21:49 vor 275 Tagen @ helmut-1 892 Views

Aber man glaubt es nur. Tatsache ist, dass es laufend Dinge gibt, die so hinter den Kulissen ablaufen, die für mich vorher unbekannt waren.

Ich kannte Kronospan, ich kannte Kaindl, aber ich kannte nicht die Verbindung zwischen diesen beiden Konzernen. Wie man in der Pfalz sagt: "Man kann alt wer'n wie 'ne Kuh, - man lernt immer noch dazu".

https://www.addendum.org/holzmafia/kaindl-kronospan/

Aber zum Glück gibts noch aufmerksame Leser, die mir diese Infos auf mein Mail schicken. Danke dafür!

Hochinteressant. (oT)

sensortimecom @, Freitag, 06.09.2019, 14:08 vor 274 Tagen @ helmut-1 651 Views

- kein Text -

Gut, daß wir die USA als Garantin der Meinungsfreiheit haben

Tempranillo @, Donnerstag, 05.09.2019, 00:49 vor 276 Tagen @ Falkenauge 1069 Views

Hallo Falkenauge,

was sind wir doch froh, daß wenigstens die USA der Welt zeigen, was Meinungsfreiheit ist.

Hervé Ryssens Twitter-Konto wurde wegen Verstoßes gegen *unsere Verhaltensregeln* vorübergehend geschlossen.

Anlaß waren folgende zwei Zeilen:

*Es ist cool, eine Invasion über sich ergehen zu lassen. Und wenn unseren Kindern die Kehle durchgeschnitten wird, ist das bestimmt das Paradies.*

https://vk.com/hryssen?z=photo454905682_457239948%2Falbum454905682_00%2Frev

Hervé Ryssen: *Man sieht, daß Kritik an der Immigration in der "Demokratie" nicht gern gesehen ist. Sie nennen das "Haß".

Ryssen gelingt es auch nicht, seine bestens dokumentierten und sachlich nicht angreifbaren Videos über die Rolle einer gewissen, seit Jahrtausenden verfolgten Minderheit in der russischen Revolution auf Youtube zu veröffentlichen, obwohl dort nichts anderes ausgebreitet wird als bei Solshenizyn.

Tempranillo

--
*Die Gesetze sind so gemacht, daß Ihr krepieren werdet, wenn Ihr sie respektiert. Die Gesetze der Republik wurden gemacht, um Euch sterben zu lassen, um die Weißen umzubringen*, (Hervé Ryssen, ehemaliger Trotzkist und Anarchist).

Die chronologische Aufarbeitung des Vorganges - Achtung! XXL

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 04.09.2019, 22:31 vor 276 Tagen @ helmut-1 1251 Views

Ich wollte das zwar über links machen, aber ich schaff es nicht, z.B. Word-Dokuments in linkform hier anzuführen. Höhere Mathematik, und das ist nicht meine Spielwiese.

Der Ursprung liegt in diesem Artikel:

https://www.derstandard.at/story/2000108062635/thunberg-demonstriert-mit-jugendlichen-i...

Darauf habe ich mit mehreren Kommentaren geantwortet, die sich auch aus den Vorkommentaren ergeben haben.

Kommentar 1)

Das ist mir schon klar, dass da manche mit dem Begriff "objektiv" ihre Probleme haben
Objektiv heißt für mich, die positiven und negativen Seiten gleichzeitig zu beleuchten, ohne etwas davon auszunehmen. Objektivität schließt auch eine begründete kritische Betrachtung mit ein.

Würde man nur eine Betrachtung in positivem Licht bringen, wäre es nicht mehr objektiv. Insofern ist der Begriff richtig angewandt.

Was ich nicht von der Greta wusste, ist das Asperger-Syndrom. Ich dachte eher an Down. Zumindest von der Augenform her. Fest steht, das Mädchen ist in manchen Dingen benachteiligt, und unter diesem Aspekt gesehen, sind die Aktionen schon bemerkenswert.
Auch, wenn sie unter dem Schutz der historischen Bedeutung des Familienkreises erfolgen und vorgeschoben werden, - für die persönliche Zukunft des Mädchens ist es gut.

Dieser Kommentar war als Antwort auf Vorkommentare erfolgt, die bislang zu lesen sind. Diese wären:

Apprentice Mulford28 31. August 2019, 11:08:23
Man kann Greta auch objektiv sehen
wie bspw. die NZZ:
https://www.nzz.ch/amp/feuilleton/n…ssion=tru
____

johann potakowskyj1, johann potakowskyj, jatpok@gmail.com 31. August 2019, 12:59:39
Ich lese "Asperger Patienten" in der zweiten Zeile. Das wars dann auch schon mit der Objektivität.

Ich habe einen Tweet einer Frau deswegen gemeldet, weil die die Greta wegen ein paar Gesichtsbewegungen und Asperger zur Sau gemacht hat. Meine Antwort, in der ich mich über die Diskriminierung von Menschen mit Asperger Syndrom beschwert und sie herzlos genannt nannte, wurde gelöscht.

Uns Asperger darf jeder runtermachen. Wir haben keine Lobby. Da lässt jede politische Korrektheit aus.
Apprentice Mulford 28 31. August 2019, 16:24:29
Die gute Greta
ist nicht wegen ihres Aspergers minderwertig oder schlechter als Andere, sie ist aber wegen Ihres Aspergers auch nicht besser, schlauer und verehrungswürdiger. Ich hatte einen "Asperger" als Lehrling und traue mich zu sagen, dass manche Verhaltensweisen doch ein wenig gewöhnungsbedürftig sind. Manche Aufgaben hat er perfekt gelöst und für manche simple Dinge hatte er entweder keinen Bock oder keinen Durchblick.
___

johann potakowskyj1, johann potakowskyj, jatpok@gmail.com 31. August 2019, 21:37:44
Wenn Sie wieder einen Asperger als Lehrling haben, sollten Sie sich von einem Psychologen beraten lassen. Denn Sie haben ein Verständigungsproblem mit Ihrem Lehrling. Das ist ganz einfach ein essenzielles Symptom dieser Behinderung.

Als Kurzanleitung ...
Wenn er sich gerade mit einer Sache intensiv beschäftigt - und das liebt er - dann bekommt er ein Problem, wenn er eine Kleinigkeit schnell zwischendurch machen soll. Er kann den laufenden Prozess nicht einfach abdrehen. Wenn Sie Ihrer Anforderung eine Frist in der Zukunft geben, gehts vielleicht. Er versteht nur das gesprochene Wort und keine Körpersprache. Ein Lächeln versteht er nicht als Lob und einen bösen Blick nicht als Tadel. Sie müssen schon alles, was Sie meinen auch sagen.
___

Caniformia Schulwissenschaftlich verblendete Gutmenschenmigrant*in 31. August 2019, 17:50:50
„Kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten.“
Der erste Satz ist sachlich richtig. Das Gegenteil wurde allerdings nicht behauptet.
___

Caniformia Schulwissenschaftlich verblendete Gutmenschenmigrant*in 31. August 2019, 13:38:38
Dürfen sie nicht. : )
Menschen, die andere runtermachen - egal ob es um Autismus, Homosexualität, Geschlecht oder Herkunft geht - outen sich nur selbst.

Hierzu gibt es ein schönes Zitat:
"People say 'You suffer from Asperger's.' - No. I am an Aspie, I suffer from idiots."

Das Hauptproblem ist, dass Vorurteile und Klischees im allgemeinen Denken noch überwiegen und unreflektiert (auch durch Medien) herumposaunt werden. Dass mittlerweile alles mögliche unter dem Begriff Autismus zusammengefasst wird, ist dabei nicht hilfreich.
___

johann potakowskyj1, johann potakowskyj, jatpok@gmail.com 31. August 2019, 14:38:54
In den USA läuft seit Jahren eine Anti Asperger Welle, die behauptet, dass alle, die in Schulen Schießereien veranstaltet haben, ein Asperger Syndrom hatten. Das hängt auch damit zusammen, dass Eltern über Kinder mit jedweder Geisteskrankheit herumerzählen, dass ihr Kind ein Asperger wäre.
Alle Medien machen da mit. Die zitieren dann sogar Nachbarn, die denen die Diagnose zustecken. Dass eines der Geschwister meint, der hätte schwere Psychopharmaka genommen, geht da völlig unter. Es gibt kein Medikament fürs Asperger Syndrom, das nicht als Geisteskrankheit geführt.

Aber das ist der Meute nun mal schon völlig egal ...
Greta wird in den USA in Foren und Medien durch den Fleischwolf gedreht. Dann machen die Medien hier auch gleich mit.
___

Eswarmalsoschön? 31. August 2019, 19:30:05
Die wahren Geisteskranken sitzen nicht diagnostiziert in der Psychiatrie
oder beim Therapeuten, sondern sind meist undiagnostiziert und ihren Wahnsinn an anderen auslassend irgendwo Daheim unterwegs...und das sage ich als Psychologin: Die, die mit Leidensdruck Symptome entwickelt haben, weil sie Bösartiges, Grausames, Brutales oder Unmenschliches nicht mehr ausgehalten haben, reagieren wesentlich gesünder, als jene, die sich damit unbewusst identifiziert haben und nach aussen vorerst anscheindend symptomlos weiterleben und dann später ihre Täterintrojekte an ihren Kindern oder Partnern, Untergebenen etc. auslassen...diese haben auch oft keinerlei Einsicht in ihre Taten oder wenn, dann kaschieren sie....diese Menschen sind 1000 Mal gefährlicher als die anderen, die noch immer von Unwissenden stigmatisiert werden!
___

Eswarmalsoschön? 31. August 2019, 19:38:57
Fortsetzung...
des weiteren sind Asperger oder auch die heute so gern erwähnten ADHSler SICHERLICH NIEMALS ALS GEISTESKRANK DIAGNOSTIZIERT irgendwo in einem NARRENTURM oder ähnlichen Ort gelandet- denn dieser extreme NORMIERUNGSWAHNSINN ist auch erst heute entstanden- dass jeder, der ein bisschen anders ist, sofort eine Diagnose umgehängt bekommt- früher gabs Z.B. ein Trauerjahr- heute würde ihnen die Zeit keiner mehr genehmigen, früher fuhren ADHSLer um die Welt und entdeckten, dass sie keine Scheibe ist, heute sind sie lästig,...damals war der Spielraum einfach wesentlich grösser, es gab auch Berufe für verschiedenste- heute wird alles, was nicht 0815 -massenschulfähig ist und 100leistungsfähig, aussortiert...und dabei geht viel Begabung verloren!

Mein unter 1) genannter Kommentar war die ganze Zeit als Antwort auf den ersten Vorkommentar lesbar, die Löschung erfolgte erst Tage später.Aber die aufgelisteten Kommentare sind nach wie vor im standard lesbar.

Da ich aber in diesem Zusammenhang auch die illegale Abholzung der Wälder in Rumänien angesprochen habe, gabs von meiner Seit aus noch zwei andere Kommentare:

Kommentar 2):
Kennst Du Voltaire?
Eines seiner berühmten Zitate lautet:
"Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen."
Ich muss mich danach richten, deshalb werde ich auch nicht viel dazu sagen. Schließlich willst Du meinen Kommentar ja auch hier lesen.....
Ich lebe hier in Siebenbürgen, wo diese Schweinereien ablaufen. Alle Deutschstämmigen, die sich dafür interessieren, wissen, was Sache ist. Auch viele Rumänen. Interessant ist nur der Regenschirm der österr. Politik:
https://ibb.co/XF3vTgN
Das ist der damalige österr. Botschafter in RO. Ich kenne ihn sehr gut. Von ihm stammt die Initiative nicht zu diesem Foto. Der Staatspräsident, Johannis, wird sich wohl kaum mit dem Mann ablichten lassen. Er ist nicht korrupt.

Kommentar 3):
Ich stelle nun die provokative Frage:
Kann es sein, dass Schweighofer, Kronospan, usw., also die ganzen Gentlemen im Nadelstreifenanzug, in irgendeiner Form (Anzeigen, Werbung, etc.) zu den Kunden des standard zählen?

Ein Schelm, der Böses dabei denkt............

So weit, so gut.
Als ich diese beiden Kommentare 2) und 3) geschrieben habe, gabs einen Stau. Es erfolgte keine Freigabe der Kommentare. Dann bemerkte ich bei der Anzahl der zensierten Kommentare bei meinem Postings (wird angezeigt), dass sich die Zahl um einen weiteren gelöschten Kommentar erhöht hat. Da man die gelöschten Kommentare beim standard nicht mehr lesen kann, wusste ich nicht, um welchen Kommentar sich es handelt. Kommentar 1) aber nicht, der war zu diesem Zeitpunkt immer noch lesbar.

Also, - 1 gelöschter Kommentar, aber Kommentar 2) und 3) waren nicht lesbar. Einer der beiden hängte demnach im Nirwana.

Das veranlasste mich zu meinem Mail vom 3 sept um 6:35 an foren@derstandard.at:

Ihr Verhältnis zur Meinungsfreiheit - Zensur der Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit längerer Zeit frage ich mich, wie es um die Meinungsfreiheit des standard bestellt ist. Ich verzeichne derzeit über 75 zensierte Kommentare, unter denen wohl kaum einer ist, der den Forumsregeln betr. Diskriminierung, Beleidigung, oder sonstiges, widerspricht. Es entspricht nicht meinem Stil, mich in vulgärer Form auszudrücken, - es sei denn, ich kopiere die Ausdrucksweise eines Vorkommentators. Dann aber betone ich das extra.

Mein Fall liegt hier offensichtlich anders, - es liegt an meiner Sichtweise mancher Dinge. Sie haben das ja in dem Antwortschreiben v. 28 Mai um 18:39 elegant umschrieben, - als Sie die Löschung von Posts u.a. damit begründen, wenn sie zu "keiner sachlichen Diskussion führen". Das dieser Aspekt mehr als subjektiv zu sehen ist, brauche ich nicht zu betonen.

Selbstverständlich habe ich Verständnis dafür, wenn der standard auf die politische Einstellung der Redaktion und des überwiegenden Teils der Nutzer Rücksicht nimmt. Dann aber sollte man sich wahrheitsgemäß nicht mehr des Prädikates "Meinungsvielfalt" bedienen, sondern einräumen, dass man im standard die aktuellen Vorgänge aus roter und grüner Sicht sieht und sehen möchte.

Wogegen auch nichts zu sagen ist, schließlich kann ja jeder Forumsbetreiber sein Forum so führen, wie es ihm gefällt, solange er das geltende Recht berücksichtigt. Aber es ist in meinen Augen nicht anständig, einerseits zu behaupten:

"Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung."

Andererseits lassen Sie sich die Hintertüre offen, wovon Sie öfters Gebrauch machen:

"Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht."

Nun habe ich im Verlaufe der Klimadiskussion :

https://www.derstandard.at/story/2000108062635/thunberg-demonstriert-mit-jugendlichen-i...

zwei Kommentare gepostet, die beide nicht erschienen sind. An der Zahl der gelöschten Kommentare ersehe ich, dass einer der beiden zensiert wurde, - aber es ist nicht zu ersehen, welcher der beiden. Fakt ist, dass beide nicht veröffentlicht wurden. Ich drucke Sie zum besseren Verständnis ab:

Kommentar 1) als Antwort auf einen Vorkommentar:

Kennst Du Voltaire?
Eines seiner berühmten Zitate lautet:
"Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen."
Ich muss mich danach richten, deshalb werde ich auch nicht viel dazu sagen. Schließlich willst Du meinen Kommentar ja auch hier lesen.....
Ich lebe hier in Siebenbürgen, wo diese Schweinereien ablaufen. Alle Deutschstämmigen, die sich dafür interessieren, wissen, was Sache ist. Auch viele Rumänen. Interessant ist nur der Regenschirm der österr. Politik:
https://ibb.co/XF3vTgN
Das ist der damalige österr. Botschafter in RO. Ich kenne ihn sehr gut. Von ihm stammt die Initiative nicht zu diesem Foto. Der Staatspräsident, Johannis, wird sich wohl kaum mit dem Mann ablichten lassen. Er ist nicht korrupt.

Kommentar 2)

Ich stelle nun die provokative Frage:
Kann es sein, dass Schweighofer, Kronospan, usw., also die ganzen Gentlemen im Nadelstreifenanzug, in irgendeiner Form (Anzeigen, Werbung, etc.) zu den Kunden des standard zählen?

Ein Schelm, der Böses dabei denkt............


Da ich auf mein Mail vom 28 Juni um 23:39 (Anfrage wg. eines Gastartikels) keine Antwort bekommen habe, wobei es um das Angebot eines Artikels vor Ort über Schweighofer in Rumänien geht, darüber hinaus auch Kritik im Forum von anderen Usern zu lesen ist, aufgrund der sehr "behutsamen" Berichterstattung über den Waldfrevel und deren Verursacher, frage ich mich, was dafür der eigentliche Grund ist.

Ich habe mich nochmal über die Schweighofer-Artikel im standard eingelesen. Es wird immer nur über "Verdachtsmomente" berichtet, darüber hinaus verwendet der standard bei der Unterstellung der illegalen Holzeinschläge den Konjunktiv. Es wird nicht berichtet, dass de im gesamten Umfeld von Schweighofer in Rumänien rechtskräftige Verurteilungen gegeben hat, genauso lassen Sie die Illegalität als Vermutung im Raum stehen (https://www.derstandard.at/story/2000083887877/neue-vorwuerfe-gegen-holzkonzern-schweighofer), obwohl bereits im Jahr davor der Beweis dafür erbracht wurde, was zum Rauswurf der Fa. Schweighofer aus dem FSC führte.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Sie keine negativen Artikel/Kommentare über die Leute veröffentlichen oder zulassen, denen Sie nahestehen oder die Sie als Ihre Kunden bezeichnen. Aber dann wäre es eigentlich nur ehrlich, das auch zuzugeben.

Nun frage ich Sie konkret:
- Warum löscht der standard meine kritischen Artikel zum Holzfrevel in Rumänien?
- In welchem Verhältnis steht der standard zu den österreichischen Firmen wie Schweighofer, Kronospan, etc., die andauernd im Kreuzfeuer der Kritik wg. illegalen Holzeinschlags stehen?

Es wäre schön, wenn ich darauf eine klare Antwort bekommen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Daraufhin löschte man noch einige meiner Kommentare, auch den Kommentar 1). Dazu bekam ich dieses Mail, vom 3 sept um 17:04:

Sehr geehrte/r helmut-1,  

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihren Beitrag im Forum von derStandard.at.

Postings wie
„Ich stelle nun die provokative Frage: Kann es sein, dass Schweighofer, Kronospan, usw., also die ganzen Gentlemen im Nadelstreifenanzug, in irgendeiner Form (Anzeigen, Werbung, etc.) zu den Kunden des standard zählen? Ein Schelm, der Böses dabei denkt............“
ODER
„Das ist mir schon klar, dass da manche mit dem Begriff "objektiv" ihre Probleme haben Objektiv heißt für mich, die positiven und negativen Seiten gleichzeitig zu beleuchten, ohne etwas davon auszunehmen. Objektivität schließt auch eine begründete kritische Betrachtung mit ein. Würde man nur eine Betrachtung in positivem Licht bringen, wäre es nicht mehr objektiv. Insofern ist der Begriff richtig angewandt.
Was ich nicht von der Greta wusste, ist das Asperger-Syndrom. Ich dachte eher an Down. Zumindest von der Augenform her. Fest steht, das Mädchen ist in manchen Dingen benachteiligt, und unter diesem Aspekt gesehen, sind die Aktionen schon bemerkenswert. Auch, wenn sie unter dem Schutz der historischen Bedeutung des Familienkreises erfolgen und vorgeschoben werden, - für die persönliche Zukunft des Mädchens ist es gut.“
werden bei uns nicht veröffentlicht, da sie zu keiner sachlichen Diskussion führen und nicht unseren Community- Richtlinien entsprechen:

Themenbezug: Ihre Beiträge müssen sich auf das Thema des Artikels beziehen, relevante Aspekte einbringen und können konträre Standpunkte beinhalten. Je weiter sich Ihr Posting vom Ursprungsthema wegbewegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass es von uns gelöscht wird. Das gilt auch für Fragen und Kommentare, die unsere Moderation betreffen.
Respektvoller Umgang: Behandeln Sie andere User, in Artikeln genannte Personen und STANDARD-Mitarbeiter mit Respekt und Rücksicht und verzichten Sie auf Feindseligkeiten. Achten Sie darauf, niemanden herabzuwürdigen oder lächerlich zu machen. Unterlassen Sie zum Beispiel die Verballhornung von Namen oder abwertende Bemerkungen über das Aussehen von Personen. Beschimpfungen, Drohungen und Beleidigungen, sowie ruf- oder geschäftsschädigende Äußerungen werden nicht akzeptiert.
Sachliche Argumentation: Untermauern Sie Ihre Meinung mit nachvollziehbaren Begründungen, geben Sie Quellen an und gehen Sie auf die Argumente anderer User auf einer sachlichen Ebene ein. Bitte unterlassen Sie nicht prüfbare Unterstellungen oder Verdächtigungen. Konstruktive Kritik ist willkommen, wenn diese respektvoll und sachlich formuliert ist und auf konkrete Argumente zurückgreift (Details).
Aktuelle Information zu unserer Community finden Sie hier.

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf konstruktive Beiträge in den Foren von derStandard.at!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DER STANDARD-Team

Daraufhin antwortete ich noch einmal:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bedanke mich für Ihre rasche Antwort. Sie beziehen sich dabei auf die beiden genannten Postings, die vom Thema und Inhalt her völlig unterschiedlich sind.

Das erste Posting betrifft die Frage, inwieweit der standard mit den Herrschaften wie Schweighofer, Kronospan, etc. eine - wie immer geartete - Beziehung unterhält.

Klar kann das zu keiner sachlichen Diskussion führen, wenn meine Vermutung zutreffen sollte.

Das andere Posting bezieht sich auf Greta Thunberg. Da heben Sie optisch die Passage hervor, wo ich das Asperger-Syndrom angesprochen habe. Interessant ist dabei nur, dass ich das nicht "erfunden" habe, sondern dass meine Postings eigentlich nur die Antwort auf diverse Vorkommentare waren. Noch interessanter ist, dass Sie den ersten Kommentar, der dieses Asperger-Syndrom bei Greta Thunberg erwähnt, stehen gelassen haben, sowie alle anderen, die dieses Thema im Anschluss daran behandeln.

Nur meinen Kommentar haben Sie aufgrund meines Mails gelöscht (die ganze Zeit vorher war er vorher lesbar), obwohl dieser mit einer positiven Bewertung dieses Mädchens endet (ich zitiere: "für die persönliche Zukunft des Mädchens ist es gut.“ ) . Sicherheitshalber habe ich neben meinen Postings auch die anderen Kommentare kopiert und angehängt, für den Fall, dass diese überraschend gelöscht werden sollten.

Sie können beim besten Willen daraus keine Form der Diffamierung konstruieren, aus dem, was ich geschrieben habe, lediglich eine Feststellung oder eine Vermutung. Dazu liegt mir jedwelche Abwertung derartiger Personen fern, zumal mein Neffe Autist ist und ich die damit verbundene Problematik genau kenne.

Für mich steht fest, dass Sie Leute, die nicht im Sinne der Redaktion kommentieren oder politisch eine andere Meinung vertreten, - nach Belieben mit Zensuren "abstrafen", was auch in meinem Fall damit klar belegt ist. Wie ich in meinem ersten Mail bereits ausführte, ist das Ihr gutes Recht. Aber im selben Atemzug dann zu behaupten, jeder User hätte das Recht auf freie Meinungsäußerung, das bezeichne ich als unanständig.

Was mich aber viel mehr interessiert hat, das ist die Verbindung des standard zu den Waldfrevlern in Rumänien und der Ukraine. Da Sie mit keinem Wort darauf eingehen, sondern ihre Forumsregeln vorschieben, die hier gar keinen Ansatz dafür bieten, ergibts sich die Antwort von selbst. Sicherlich kann es zutreffen, dass man dadurch (ich beziehe mich auf Ihre Forumsregeln) die standard-Mitarbeiter nicht mit Rücksicht behandelt, wenn mein Verdacht zutrifft.

Ihre Reaktion auf meine Frage bezüglich der Verbindung des standard mit Leuten wie Schweighofer oder Kronospan, etc. stellt das Problem ins richtige Licht. Es existiert offenbar eine Verbindung, - welcher Art auch immer. Und diese Verbindung gibt dem standard auf, sich hier - so weit wie möglich - bedeckt zu verhalten, was die Berichterstattung und vor allem die Kritik an den Vorgängen betrifft. Sonst hätten Sie das in Abrede gestellt.

Es erinnert mich an die Methode der orthodoxen Pfarrer hierzulande, - daher kommt auch das Sprichwort:
"Du sollst das tun, was der Pfarrer sagt, nicht das, was der Pfarrer tut."

Ich aber versuche, mich an dem Zitat von Gennadius von Marseille zu orientieren, das da lautet:
"Gib acht, dass du das, was du mit dem Munde singst, auch mit dem Herzen glaubst. Und dass du das, was du mit dem Herzen glaubst, auch durch Werke unter Beweis stellst."

Im Andenken an meinen Großvater, der mit diesem Prinzip im 3. Reich sein Leben verlor, werde ich auch - meine Person betreffend - keine andere Richtung einschlagen, - ungeachtet, um welches Thema es geht. Bedauerlicherweise hat der standard hier andere Grundsätze, auch beim Schutz unserer Umwelt wird hier mit mindestens zweierlei Maß gemessen, was den Raubbau an den Wäldern betrifft. Die unterschiedliche Form der Berichterstattung belegt es.

Ich bedanke mich nochmal für Ihre Antwort, denn sie bewirkte eine Klarstellung der Situation. Wenn Sie es wünschen, dann überlasse ich Ihnen auf Wunsch eine Auflistung der Foren und Medien, denen diese Korrespondenz übersandt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Das wars dann. Eine weitere Antwort ist nicht erfolgt, - von keiner Seite.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.