Deflation und Inflation ... einträchtig beieinander, vgl. Heinsohn
Hallo Dieter,
Kreditgeldsysteme leben in ihren Wachstumsphasen eine Inflation der Kreditpfänder,
Pfand als Bedingung VOR Geldschöpfung, von daher immer weniger Pfänder als nachfolgend Geldmenge.
Sogenannt "Vermögenspreisinflation".
Endet das Kreditwachstum, versucht die Mehrheit der Schuldner zu tilgen,
schrumpft die Geldmenge und verabschiedet sich damit aus dem Umlauf, mit allen Folgen für "dann" faule Kredite und ihre Pfänder.
Heinsohn hat das 2013 schön erklärt:
Deflation und Inflation auch 2013 einträchtig beieinander
https://www.achgut.com/artikel/0028957
Aktuell erleben wir Deflation, verschärft durch die Geldpolitik steigender Zinssätze.
M.E.n versucht die ZB damit der Geldentwertung durch Währungs-/Wechselkursverlust zuvor zu kommen und nimmt billigend in Kauf, dass sich damit die Deflation für Private verschärft.
Wer glaubt die Inflation käme durch ausufernder Staatsverschuldung in Gang täuscht sich über die Dimension ausstehender Geldmenge. Wenn alles umlaufende "Geld" = Schuld ist, wie soll der Staat diese Mengen inflationieren ohne die Privatwirtschaft vollständig zu vernichten - und damit die Illusion von Tragbarkeit staatlicher Kreditaufnahme.
Zitat Heinsohn, Quelle leider gelöscht worden:
"Am Ende käme es doch zur Entschuldung der Zahlungsunfähigen auf Kosten der Gläubiger mit der Hyperdeflation aus den dann allfälligen Liquidierungen. Eine Zentralbank kann das Bruttosozialprodukt nicht hochschieben, weil sie – Nullzins hin oder her – den dafür benötigten Akteuren weder das Pfand für Kredite noch die Innovationen für neue Geschäfte zur Verfügung stellen kann.
Mehr als ein Herausschieben des St. Nimmerleinstages geht nun einmal nicht. "
Edelmetalle unterliegen derselben Deflation wie Immobilien, Industrieanlagen, Anleihen und dem ganzen Rest.
Abraços
Fidel