Tesla - unglaubliche Performance!

Zorro, Samstag, 17.10.2026, 16:29 (vor 3 Stunden, 46 Minuten) @ Hardy, der Student553 Views
bearbeitet von Zorro, Samstag, 17.10.2026, 17:54

Die Beschleunigung von Fahrzeugen der 1000 PS Liga ist ein außergewöhnliches Erlebnis. Da die meisten keine Gelegenheit haben werden dieses Spektakel zu genießen, ist mein Tipp bei Interesse mal zu einem Segelflugverein zu gehen, der auch Gastflüge anbietet. (20,-€)

Wird das Segelflugzeug mit einer starken Motorwinde angezogen ist der Effekt nahezu identisch was die Beschleunigung von Null auf 100 angeht, welche nach 2 Sekunden erledigt ist. Die Dramatik die ein Elektrofahrzeug wie der „Plaid“ verursacht, ist der Schub, der auch nach der 100er Marke nicht aufhört, sondern mit unglaublicher Vehemenz fortgesetzt wird.

So vergehen kaum mehr als weitere 4 Sekunden und der Apparat mit über 2,1to. hat die 200er Marke überflogen. Wer jetzt denkt danach geht es gemütlich vorwärts hat sich geschnitten. Im Track Mode schießt der Bolide unaufhaltsam auf die elektronisch begrenzten 280 km/h zu.

Hier glaubt man gegen eine Wand zu fahren so abrupt endet dort die Orgie. Dabei liegt der Wagen völlig souverän auf der Piste, das Luftfahrwerk leistet ganze Arbeit, für mich könnte es sogar noch einen Tick straffer sein als Wahloption.

Ein Drittel meiner Beifahrer und Beifahrerrinnen ist zwischenzeitlich schwarz geworden vor Augen, es kam zu Kreislaufproblemen oder die Nerven lagen blank! …das ist wirklich so.
Das langsame Auffahren auf eine leere Autobahn mit anschließendem Durchbeschleunigen bis zur Abriegelung in wenigen Sekunden ist nichts für schwache Gemüter!

Tesla selbst bietet eine Freischaltung an bis Tempo 322 km/h wenn der Kunde sich das Keramik Bremsenpaket als nachträgliche Erweiterung verbauen lässt. Da ich kein Freund dieser Bremsen für den Alltag bin, gibt es vom namhaften Hersteller Brembo eine GT-Bremse für das Tesla Model S, was mit Pizza-Teller großen geschlitzten, zweiteiligen Stahlscheiben an der Vorderachse für Verzögerungswerte sorgt, dass die Augäpfel nach vorne quellen. Dann ist Vmax kein Thema.

Doch selbst bei 322 ist im technischen Sinne noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Verrückte Ami´s haben auch diese Begrenzung geknackt und Endgeschwindigkeiten von 348 km/h erzielt. Da fährt man dann allerdings außerhalb des Geschwindigkeitsindex der Reifen, also riskant!

Was sich wie Angeberei oder Spielchen im Autoquartett anhört ist im Alltag wunderbar zu genießen.
Das Auto fährt völlig normal, nahezu lautlos, ist allerdings aufgrund seiner Größe unpraktisch im engen Stadtverkehr.
(2m breit und über 5,07m lang)…auch eine Standardgarage kapituliert da.

Zugegeben, Geschwindigkeiten über 200 Sachen sind eine Seltenheit und müssen wohlüberlegt vorbereitet werden, wenn man den Pinsel bei 150 kurz durchdrückt und wenige Sekunden später schon im Begrenzer hängt.
Das Problem sind schlichtweg andere Verkehrsteilnehmer, die nicht im Ansatz ein Vorstellung haben „können“, wie schnell dieser Tesla, welcher eben noch als kleiner Punkt im Rückspiegel blinkte, plötzlich formatfüllend hinter einem klebt.

Dahingehend ist der Tesla Roadster mit noch besserer Beschleunigung zur Erheiterung des Fahrers wohl selten nutzbar im Straßenverkehr. Wobei hier noch der gesundheitliche Aspekt zu erwähnen ist, der vermutlich bei den meisten Insassen Probleme auslösen wird.
Überhaupt muss man alles festschnallen im Wagen und vor allem den Beifahrer vorab fragen ob er entspannt im Sessel sitzt. Schon eine ungünstige Kopfhaltung oder kein Anliegen an der Kopfstütze kann hier Folgen haben.

Ganz interessant für die Verbrauchsjünger sind die Ergebnisse beim Nachtanken! Während Verbrenner-Autos aka 10-Zylinder aus
Sant´Agata Bolognese oder auch V8 Boliden bei solchen Spassveranstaltungen nach 100km meist 25-30L super ultimate genehmigen, ist der Elektro-Renner mit 50-70 kWh Verbrauch unterwegs. Im Ernstfall kommt man also gerade mal 200km weit.

Das juckt die Besitzer eines Tesla Model S "Last Edition" allerdings wenig bis gar nicht, da der liebe Elon für dieses Fahrzeug „Supercharging free auf Lebenszeit“ dem Erstbesitzer zur Verfügung stellt.
In der Praxis kommt man bei normaler, aber zügiger Fahrweise auf Werte zwischen 22 und 28 kWh je nach Außentemperatur und Fahrtstrecke. Das sind dann bis zu 400km Reichweite, die aus dem 100kWh Akku zu realisieren sind.

Was alle Elektroautos nur schwerfällig können ist Kurvenhatz im Odenwald oder sonstiges flottes Geschlängel. Hier schiebt die Masse einfach zum äußeren Kurvenrand. Ich habe noch einen alten Porsche Boxster S mit 1280kg, samt rennstreckentauglichem Gewindefahrwerk auf straßenzugelassenen Semi-Slick. Mit dem kann ich "Kreise um den Plaid fahren", wenn das Geläuf nur aus Kurven besteht – ...aber wehe es geht dann 100 m geradeaus…! :-P

Dahingehend wäre der Ansaugeffekt des neuen Roadsters spektakulär, um Fliehkräfte auszugleichen.

Kurzum, ich würde den Tesla Roadster sofort bestellen, wenn die Kaufsumme nicht weh tut. So viel Gesamtspaß die letzten 6000 km mit dem „Plaid“ auf Reisen und Geschäftsfahrten hatte ich noch nie in einem anderen Fahrzeug. Und da gab es wahrlich schon viele! Zwischenzeitlich ist sogar ein Wertzuwachs eingetreten. Auf mobile.de werden 2 Model S Plaid gebraucht oberhalb des Neupreis gehandelt. Für den normalen Alltag tut´s ein superpraktisches Model Y Performance auch. Das Teil ist für 65 Scheine zu haben und stellt das deutsche "Elektro-Gelumps" locker in den Schatten!

Man lebt übrigens nur 1x :-) ...dem Silber sei Dank, ...aber die Geschichte kennt ihr ja [[top]]

Grüsse Zorro

PS: @DT Meine Einladung zur Probefahrt steht noch!

https://www.youtube.com/watch?v=4hipXODrTpc

Video: 0-328 im Tesla Model S Plaid (krass ab min. 3:45 im Video)

https://ibb.co/HDf5vN9s

Im Bild: (Model Y Performance 2026 vs. Model S Plaid 2026)

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