Ja, die AfD würde aktuell eine Koalition wahrscheinlich nicht mitmachen, sondern auf Neuwahlen setzen
um selber den Kanzler zu stellen und generell durch mehr Prozente mehr Einfluss auf die Regierungs-policy der Koalition zu haben.
Wenn die Union mit einem AfD-freundlichen Vorsitzenden ein Angebot an die AfD machen würde und die es ablehnen würde, bleibt dann nichts anderes als Neuwahlen übrig? eventuell dann doch eine Koalition mit der SPD - wobei die beleidigt sein dürfte und es auch ablehnen wird.
Also sind Neuwahlen auch dann sehr wahrscheinlich, wenn ein Brandmauer-Brecher Vorsitzender der CDU wird.
Aber nach den Neuwahlen dürfte der Souverän dann endlich das bekommen, was er haben will: eine Koalition AfD+Union, und zwar mit AfD-Kanzler.
Bernd Borchert
Ich verwende die klassische deutsche Gender-Semantik: ein "Kanzler" kann männlich oder weiblich sein. Z.B. zählt Merkel zu den ehemaligen Kanzlern der BRD.