Gasvertrag zwischen China und Rußland vorerst auf Eis gelegt (Power of Siberia2)

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Mittwoch, 15.07.2026, 00:05 vor 8 Stunden, 32 Minuten 798 Views

Aus vz.ru gestohlen
https://vz.ru/news/2026/7/14/1434848.html

Die Bedingungen Chinas sind Unfug, erpresserisch, egal, wie man es nennen mag, jedenfalls müßte Rußland das Gas faktisch verschenken.
Die Preise in Rußland liegen etwa 10x tiefer, als die Gaspreise, die für den Import an der chinesischen Küste bezahlt werden.
China müßte auch massiv in Gasleitungen investieren, das Gas von der Grenze noch an die Hauptverbraucher an der Küste pumpen... trotzdem wäre auch ein höherer Gaspreis noch ein Schnäppchen, aber China möchte derzeit nicht kaufen.
Da wird wohl Rußland selbst Verbraucher schaffen müssen, die große Mengen abnehmen.
Ein Anfang war gemacht, dann kam die Konfrontation der Europäer und schließlich der Krieg mit der Ukraine , eigentlich mit den europäischen NATO-Mitgliedern, nur mit ukrainischen Truppen, seitdem liegen viele Projekte auf Eis. Mit seinem billigen Inlandserdgas könnte Rußland eigentlich die Welt mit energieintensiven Chemikalien, wie Düngemittel... fluten.
Die USA sorgen dafür, daß die Welt Öl und Gas teuer von US-Firmen kaufen müssen, auch von den Russen.
Die größten Probleme bekommen die Europäer und seit längerer Zeit auch Japan (nach der langen Stilllegung seiner Atomkraftwerke). Europäische Produkte werden langsam aber kontinuierlich vom Weltmarkt verdrängt. Dazu investiert Europa derzeit lieber in einen teuren Krieg, statt in zeitgemäße Produkte.
Nun, China handelt mal wieder meisterhaft mit Nichthandeln. Und profitiert davon?

"...
China ist bereit, das Abkommen über die Gaspipeline Power of Siberia-2 nur dann zu unterzeichnen, wenn eine zentrale Bedingung erfüllt ist – die Lieferung von russischem Gas zu Preisen, die mit den inländischen vergleichbar sind, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen.
Laut dem WSJ besuchte vor dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai in China eine russische Delegation Peking, um das Projekt zu besprechen.

"Chinesische Beamte haben dem Chef von Gazprom klargestellt, dass sie nur dann ein Abkommen über den Bau der Pipeline unterzeichnen werden, wenn Russland ihnen Gas zum gleichen Preis wie Moskau auf dem Inlandsmarkt verkauft. Tatsächlich hat Peking den Kreml gebeten, das Projekt zu subventionieren", heißt es in der Zeitung.

Quellen zufolge empfahlen Vertreter der VR China, dass die russische Seite die Diskussion dieses Themas vertagen solle, bis sich die Bedingungen ändern..."

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Peter Scholl-Latour: "Russland im Zangengriff"

Plancius @, Mittwoch, 15.07.2026, 08:17 vor 19 Minuten @ eesti 101 Views

Peter Scholl-Latour hat die gefährliche gesellschaftspolitische und geostrategische Lage Russlands bereits vor vielen Jahren in seinem Buch "Russland im Zangengriff" beschrieben.

Russland wird über die Ukraine von Westen her in die Zange genommen, im Osten macht der Chinese über Sibirien seinen Einfluss mehr und mehr geltend und im Innern gewinnt der Islamismus über die höhere Geburtenrate der russischen Muslime und die Einwanderung aus dem Kaukasus und Mittelasien immer mehr an Bedeutung.

Zur Zeit läuft ein Kräftemessen zwischen dem Westen und Russland, wer im Ukrainekonflikt als erster k.o. aus dem Ring steigt. Putins Strategie eines langen ressourcenverschlingenden Abnutzungskrieges ist in höchstem Grade riskant.

Auch wenn Russland letztendlich den Sieg in der Ukraine davonträgt, geht das Land insgesamt geschwächt aus dem Konflikt hervor. Nicht nur wegen des immensen Blutzolls, der zu zahlen ist.

Überall im Lande machen sich die Chinesen breit, ich habe es im Februar mit eigenen Augen in Moskau gesehen. Es scheint, als wenn Russland geradezu von den Chinesen erdrückt wird.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

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