Was passiert am Kartoffelmarkt?

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 08.06.2026, 15:32 vor 52 Tagen 4037 Views

Hallo,

ich verstehe die Situation am Kartoffelmarkt nicht.
Es begann damit, dass ich vor etwa einem Monat las, dass die Kartoffelpreise unten seien, so dass ein Landwirt den verbleibenden Teil der Ernte verschenkt hat:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/landwirt-in-dahl...

Heute stehe ich bei Kaufland am Regal und wollte mal gucken, welche Marken (z.B. Belana und andere) es gibt.
Marken finde ich keine, dafür aber die Herkunftsländer USA und Israel.

Wie passt das zusammen?
Teurer Import trotz lokalem Überangebot?

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

am Luxus geht die Welt zugrunde

Weiner, Montag, 08.06.2026, 16:26 vor 52 Tagen @ paranoia 3405 Views

Es kommen jetzt die neuen Kartoffeln aus Ägypten, Israel et al. in den Markt.

Die sollen schöner aussehen und gesünder sein als die einheimischen vom letzten Jahr (stimmt real nicht, da die Lagerung heute perfektioniert ist).

Daher werden diese Auslandskartoffeln sowohl von den Kunden bevorzugt wie auch von den Supermärkten, weil letztere sie teurer verkaufen können (mehr Ertrag pro Angebotsfläche).

Die einheimischen Bauern müssen verschenken oder vernichten (Biogas) oder unter Gestehungskosten verkaufen.

Du kannst lange nach besserem Staat und nach besserer Politik rufen, aber wenn die Schafe, die den Staat und die Politik finanzieren, selbst dumm sind, macht das wenig Sinn.

Der Terminmarkt dazu:

Dieter @, Montag, 08.06.2026, 17:37 vor 52 Tagen @ paranoia 2913 Views

Hallo paranoia,
Kartoffeln werden auch auf Termin ge/verkauft. Hier mal einen Überblick:
https://www.kaack-terminhandel.de/eex/veredelungskartoffeln (Bei Kontrakt auf "fortlaufend" klicken.

Das hat mit den Landenpreisen sicher nichts zu tun. Da nimmt man, was man kriegen kann.

In Portugal ist derzeit auch Erntezeit bei Kartoffeln, fängt im Mai an. Es gibt aber auch späte Sorten oder in Verbindung mit einer späteren Legeweise.

Beim Landhandel kann der Selbstanbauer meist zwischen 10-20 versch. Sorten Legekartoffeln wählen (was sicher noch extrem minimal ist im Verhältnis zur Sortenvielfalt bei Kartoffeln im allgemeinen.

Meine Nachbarn verwenden für ihre neue Ernte die Reste der alten Ernte, meist schneiden sie sie noch kleiner, also je nach Anzahl der Augen je Kartoffel.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Kartoffelpreise, Flächenstilllegungen

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 08.06.2026, 20:13 vor 52 Tagen @ Dieter 2644 Views

Hallo Dieter,

Kaack-Terminhandel war damals Mitglied bei der EWB (Europäische Warenterminbörse in Hannover).
Ich glaube, die MATIF in Paris (wenn sie überhaupt noch so heißt) stellt heute den Referenzkontrakt.

Ich hatte damals mal eine Hauptversammlung der EWB mit bösen Fragen aufgemischt. Berechtigterweise!
Die EWB wollte für eine long-Kontraktposition mehr Margin haben als der Kontraktwert ausmachte.
Das war aber nicht deren einziger Dilettantismus.

Hallo paranoia,
Kartoffeln werden auch auf Termin ge/verkauft. Hier mal einen Überblick:
https://www.kaack-terminhandel.de/eex/veredelungskartoffeln (Bei Kontrakt auf "fortlaufend" klicken.

Das hat mit den Landenpreisen sicher nichts zu tun. Da nimmt man, was man kriegen kann.

Wenn da ein Landwirt 700 Tonnen verschenkt, wieso greift denn da kein Supermarkt zu?
Haben die keine Lager- bzw. Kühlkapazität?
Stattdessen finde ich bei Kaufland Ware aus den USA und Israel.

Sind wir schon so weit mit den EU-Flächenstillegungen?

Ohne diversifizierte eigene Nahrungsmittel- und Energieproduktion degradiert Deutschland zum Spielball von Epressern.

Gruß
paranoia

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Anabelle statt Importmurks

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 08.06.2026, 20:22 vor 52 Tagen @ Weiner 2619 Views

Hallo Weiner,

danke für die Info. Werde morgen zum Bauern/Landwirt fahren.
Ich brauche keine ausländische Pseudo-Edelware auf Kosten der inländischen Garanten der Nahrungsmittelsicherheit.

Eva statt Annalena!

https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Vlaardingerbroek

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

ot: Spargelzeit

Dieter @, Montag, 08.06.2026, 21:14 vor 52 Tagen @ paranoia 2409 Views

Hallo paranoia,
kenn mich mit dem Lebensmittelhandel und der typischen landw. Produktionsweise nicht aus.

Ich schweife mal ein wenig ab:

Jetzt ist natürlich Spargel-Zeit. Wir sind gewohnt, pro Person 3/4kg Spargel geschält vom Erzeuger, dazu macht meine Frau eine Vinagraitte aus Kräutern, die sie im Garten findet, dann noch 2-3 versch. Arten von Schinken und vor allem:

junge Kartoffeln als Pellkartoffeln. Die haben wir allerdings aus Portugal mitgebracht, ein Teil des Schinkens (Porco preto) auch. (Vergleichbar mit Jamon Iberico)

Irgendwie sind wir gewohnt, jetzt zum Spargel junge Kartoffeln zu essen. Bei anderen Gerichten spielt das kaum eine Rolle, da reichen auch die Altbestände.
Die jungen Kartoffeln in Portugal kosteten bei uns ca. 1,20 E das kg, die alten um 0,50 Euro/kg. In Portugal legt der Konsument sehr viel Wert auf Produkte, die in P. produziert wurden. Herkunft steht immer dabei. (regionale sind meist auch qualitativ besser)

Gruß Dieter

--
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Was soll der Quatsch?

Andudu, Dienstag, 09.06.2026, 09:07 vor 52 Tagen @ Weiner 2178 Views

Daher werden diese Auslandskartoffeln sowohl von den Kunden bevorzugt wie auch von den Supermärkten, weil letztere sie teurer verkaufen können (mehr Ertrag pro Angebotsfläche).

...

Du kannst lange nach besserem Staat und nach besserer Politik rufen, aber wenn die Schafe, die den Staat und die Politik finanzieren, selbst dumm sind, macht das wenig Sinn.

Was nicht im Supermarkt liegt, kann ich nicht kaufen! Das hat nichts mit Schafen und Dummheit zu tun, Kartoffeln kann man leider auch nicht gut und ohne großen Aufwand lagern, als Endverbraucher.

Ich war gestern selbst bei Kaufland und REWE, es gib dort aktuell keine Kartoffeln unter 1 Euro das Kilo! Ich habe bisher keine gekauft, ich werde erst alle Supermärkte abklappern und eine Weile auf Angebote warten (gelegentlich gibts dann den 10kg-Sack für 2,50 oder sowas). Aber es nervt!

ot: Wohnung ohne kühlen Keller ?

Dieter @, Dienstag, 09.06.2026, 09:36 vor 52 Tagen @ Andudu 1912 Views

"Kartoffeln kann man leider auch nicht gut und ohne großen Aufwand lagern, als Endverbraucher."

Altbauhäuser haben alle einen Keller, eben aus diesem Grund zur Lagerung nicht nur von Unrat sondern auch von lagerfähigen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Möhren, Eingemachtem, Eingelegtem, Gepökeltem usw.

Gruß Dieter

--
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Wir haben sogar einen Gewölbekeller...

Andudu, Dienstag, 09.06.2026, 09:55 vor 52 Tagen @ Dieter 1955 Views

bearbeitet von Andudu, Dienstag, 09.06.2026, 10:07

...leider hat der eine Temperatur und Feuchtigkeit, dass die Kartoffeln meterlange Triebe produzieren. Man kann zwar auch die Reste dann noch verwerten, aber man hat nicht nur einen wahnsinnigen Aufwand, es schmeckt auch nicht mehr besonders und der Ausfall ist relativ groß. Ich hatte sie mal testweise in sandgefüllten Eimern (sie sollten sich nicht berühren, sonst kann es passieren, dass sie zu einem großen Klumpen zusammenfaulen) über den Winter gelagert, um zu sehen, ob das funktioniert. Wir wären vermutlich nicht verhungert, aber der große Bringer ist es nicht. Ich müsste evtl. das Temperaturmanagement des Kellers verbessern, indem ich täglich prüfe und lüfte und den kalt zu halten versuche. Im Sommer ist das noch problematischer als im Winter. Kein rationaler Mensch macht das, um einige Euros zu sparen, die meisten haben nichtmal den Platz dafür. Den Leuten deswegen Vorwürfe zu machen, ist einfach nur dumm.

Kartoffeln professionell lagern, bedeutet vermutlich knapp über Null Grad zu lagern, sie zu begasen usw. wie man das halt heutzutage macht. Kein Endanwender hat die Technik dafür, schon weil es sich wegen der Mengen (Wohnraum ist knapp und teuer) schlicht nicht lohnt.

Man kann sie noch einkochen (braucht Platz und viel Energie) oder trocknen (dann kann man aber auch gleich professionell getrocknetes Kartoffelpulver kaufen). Sprich: Kartoffeln gehören zu den wenigen Lebensmitteln, die ich als "lagerproblematisch" einstufe (Reis hat diese Probleme z.B. nicht), weil sie sozusagen "frisch" aufbewahrt werden müssen und weil die Energiedichte zu gering ist, als dass es sich lohnt, sie anderswie zu konservieren. Ich kaufe daher keine Packungen mehr, die größer als 5-10kg sind und kaufe erst nach, wenn der Vorrat aufgebraucht ist.

Das Netz und die KI wissen es ...

Weiner, Dienstag, 09.06.2026, 16:51 vor 51 Tagen @ Andudu 1941 Views

Hallo Andudu -

als ich meinen Beitrag schrieb, hatte ich erst die Variante drin, dass die Lagertechnik heute bereits beim Kartoffelgroßbauern bzw. beim Kartoffelgroßhändler so ausgetüftelt ist, dass der Endverbraucher überhaupt gar nicht mehr selbst die Hand anlegen muss. Vielmehr wird ihm diese kleine Mühe ja schon komplett abgenommen. Er will aber die "alten Kartoffeln" trotzdem nicht ...

Die Lagertechnik kostet natürlich ein bißchen (Kühlkosten, Lüftungskosten, Fläche und Gebäude). Das wollte ich alles schreiben, hab's dann aber gestrichen, weil zu umfangreich und langweilig. Dadurch entstand die Gefahr, wie ich jetzt bemerke, dass ich dem Leser Unfähigkeit vorwerfe. Früher war das bei mir im Dorf halt Grundwissen, und die Leute in der Stadt wußten es eigentlich auch, denn die bekamen im Spätherbst oft ein paar Säcke geliefert und bewahrten sie im eigenen Keller auf. Mein Vorwurf wollte aber in die Richtung gehen, dass man eben "deutsche Kartoffeln" kaufen möge, die trotz der erwähnten professionellen Lagerung immer noch preiswerter und nachhaltiger (Transport Mittelmeer) und (sehr wahrscheinlich) genauso nahrhaft sind wie ägyptische ... - und man stützt damit ja die deutsche Landwirtschaft.

Wenn man es nicht weiß, wie die Lagerung geht, kann man es im Netz finden; die Empfehlung der KI habe unten einkopiert (und finde die Angaben so in Ordnung). Ich habe gelegentlich beobachtet, dass die alten Kartoffeln sogar geschmacklich besser sein können. Bei den Äpfel (alte Sorten!) weiß ich es ganz sicher, denn über den Winter verdunstet dann doch etwas Gewebewasser, und daher ist der Geschmack und Duft konzentrierter. Vermutlich finden auch weitere geschmacksbildende Umbauprozesse über die 4-6 Monate Lagerung statt. Und wenn bei den Kartoffeln drei oder vier kleine Triebe rausgucken, dann stört mich das nicht - die sind in Sekundenschnelle entfernt. Trotz einigem Probieren habe ich noch keine vernünftige (Anbau-) Ausbeute mit einem Kartoffelturm bekommen. Es hätte mich interessiert, wie hoch man aufbauen und wie weit man die Pflanzerde reduzieren kann. Hier ist die SchickiMickiVariante:

https://gustagarden.com/blogs/ratgeber/was-ist-ein-kartoffelturm?srsltid=AfmBOooOl7NJfN...

Wissenswert auch

https://de.wikipedia.org/wiki/Overather_Kartoffelkrieg
(es gab weitere Fälle andernorts und zu anderen Zeiten, und es wird wieder kommen)

Und hier noch ein LINK zum NEXUS-Journal, das eine Rubrik hat, in der monatlich Neuigkeiten zur UFO-Frage gesammelt werden (wenn ich mich richtig erinnere, verfolgst Du dieses Thema gelegentlich). Desgleichen gab es bei UNZ.com eine Serie mit sehr guten Zusammenfassungen bzw. Überblicken zu dieser Thematik.

https://www.nexus-magazin.de/artikel/kategorie/ufos-und-exopolitik (--> Disclosure Diaries)

https://www.unz.com/article/the-ufo-question-and-the-missing-physicists/ (neuester Artikel; die Webseite hat eine hervorragende Übersetzungsfunktion).

Grüße, Weiner

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suche auf google mit < Kartoffeln über den Winter lagern >

Lagern Sie Kartoffeln im Winter an einem kühlen (4–8 °C), dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort. Sie müssen absolut frostfrei sein und dürfen nicht neben Äpfeln liegen. Verwenden Sie luftdurchlässige Behälter wie Jutesäcke, Holzkisten oder Kartons, um Fäulnis zu vermeiden.Die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Überwinterung im Detail: Die richtige Temperatur: Ideal sind 4 bis 8 °C. Ist es wärmer (über 10 °C), beginnen die Kartoffeln zu keimen und schrumpeln. Ist es zu kalt (unter 4 °C), wandelt sich die Stärke in Zucker um und die Knollen schmecken unangenehm süß. Absolute Dunkelheit: Licht führt dazu, dass Kartoffeln grün werden und giftiges Solanin bilden. Decken Sie die Kartoffeln im Zweifel mit einem dunklen, atmungsaktiven Tuch oder Zeitungspapier ab.Trocken und luftig: Hohe Luftfeuchtigkeit ist zwar gut, aber es darf sich keine stauende Nässe bilden, da die Knollen sonst schimmeln. Lagern Sie Kartoffeln niemals in luftdichten Plastiktüten. Keine Äpfel in der Nähe: Äpfel und auch Birnen sondern das Reifegas Ethylen ab. Dies beschleunigt den Reifeprozess der Kartoffeln massiv, sodass sie viel schneller austreiben und verderben. Zustand der Knollen: Lagern Sie ausschließlich unbeschädigte und ungewaschene Kartoffeln. Die anhaftende trockene Erde dient als natürlicher Schutz vor dem Austrocknen.

Quelle?

Andudu, Mittwoch, 10.06.2026, 12:41 vor 50 Tagen @ Weiner 1286 Views

bearbeitet von Andudu, Mittwoch, 10.06.2026, 12:44

Er will aber die "alten Kartoffeln" trotzdem nicht ...

Quelle? Behaupten kann man viel, insbesondere wenn das Zeug gar nicht mehr im Supermarkt ankommt. Mich nervt das, wenn jemand jeden noch so kleinen Anlass ausnutzt, um gegen seine Mitmenschen und seine Ethnie vom Leder zu ziehen, das ist sowas von typisch deutsch, oberlehrerhaft, altklug (alle dumm, außer ich)... und verhindert, dass wir uns jemals gegen die Schweine da oben zusammenschließen.

Angekeimte Kartoffeln kann man nur kleine Mengen kaufen, denn wenn man die erstmal in der warmen Wohnung hat, gehts richtig los, natürlich ist das dann mindere Qualität, wenn der Preis stimmt, kaufe ich sowas trotzdem manchmal (und i.d.R. ist die Kartoffelpalette bei Sonderangeboten recht schnell leergekauft, von daher scheint mir deine Behauptung nicht plausibel).

Lagern Sie Kartoffeln im Winter an einem kühlen (4–8 °C), dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort.

Klar und wer hat sowas? Gut belüftet, trocken, kühl, aber auch nicht zu kühl und natürlich kein Obst im selben Raum lagern? Klugscheissereien! Die KI fragen, kann ich auch, die Kunst liegt darin, die bescheidenen, vor Ort gegebenen, Möglichkeiten zu nutzen.

Ich weiß nichtmal wo ich die elenden frostempfindlichen Blühpflanzen überwintern soll, die brauchen es auch schön kühl, aber zusätzlich möglichst hell, das wäre dann der zweite Lagerraum, zu dumm dass 99,9% der Deutschen keinen größeren Bauernhof haben (ich auch nicht).

Was will man tun, wenn Gen Z es nicht raffen will und lieber Gen-Food isst wegen des Klimas? (kwT)

SevenSamurai @, Mittwoch, 10.06.2026, 13:59 vor 50 Tagen @ stokk' 1429 Views

nichts

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Wer oder was ist eigentlich der 'Staat'? – Wir sind …

Ostfriese @, Mittwoch, 10.06.2026, 19:40 vor 50 Tagen @ Weiner 1413 Views

Hallo Weiner

Genauso

Du kannst lange nach besserem Staat und nach besserer Politik rufen, aber wenn die Schafe, die den Staat und die Politik finanzieren, selbst dumm sind, macht das wenig Sinn.

ist es, wenn wir beachten, dass der Staat eine reine Simulation ist und wir uns selber dumm halten, weil wir uns der Freiheit zum eigenen Denken nicht bewusst sind und uns ihrer deshalb nicht bedienen.

… letztendlich selber der Staat! Der Staat hat keine dingliche Entität, sondern ist ein System von Relationen, die sich als Konvolut analog in 16 laufende Regalmeter Gesetze plus 70 Regalmeter Verordnungen - eventuell auf Dünndruckpapier - und in Zukunft digital widerspiegeln und manifestieren. [1]

Gruß - Ostfriese

PS

[1] https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=281047 Re: Trostlose Theorien und Frage an Dottore verfasst von dottore, 03.07.2004, 14:37
Es ist also die Gier des Publikums, das ihm den Blick auf den Betrug verstellt. Mit Hilfe einer fortgesetzten Finanzierung des Staates zockt das Publikum auf dessen Macht, mit Hilfe von bewaffnetem Zwang immer weiter und immer höhere Steuern abfordern zu können. Der Staatstitelhalter (der es nur werden kann, indem er immer wieder Papier, alias sofortige Fälligkeit, dem Staat zur Verfügung stellt) spielt also selber Staat, denn er nutzt die Staats- und Besteuerungsmacht, um immer mehr Steuern (Zinsen auf Staatstitel) an sich zu ziehen.

Vorsitzender der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft

Weiner, Dienstag, 16.06.2026, 17:09 vor 44 Tagen @ Andudu 997 Views

Hallo Andudu -

Du hast nach einer Quelle gefragt, hier ist sie:

https://www.bild.de/politik/inland/trotz-ueber-ernte-in-deutschland-supermaerkte-setzen...

ZITAT: „Das Verbraucherverhalten resultiert aus Zeiten, als Kartoffeln nicht richtig bis zum Frühjahr gelagert werden konnten und oft schrumpelig in den Geschäften lagen.“ Das sei zwar längst anders. Dank moderner Lagermethoden können Landwirte ihre Knollen bis zur nächsten Ernte frisch und in Top-Qualität anbieten. Trotzdem greifen im Frühjahr viele noch immer lieber zu Kartoffeln vom Mittelmeer. Für deutsche Bauern eine bittere Realität. [Weil dann Vernichtung droht]

Mit meiner ersten Antwort auf Deinen Einwand hatte ich bereits klargestellt, dass der Verbraucher überhaupt nicht selbst lagern muss (wenn er, aus welchen Gründen auch immer, nicht kann oder will). Denn die Erzeuger oder Großhändler nehmen ihm das ab. Er muss sich nur bequemen, einen Lieferanten suchen, der DEUTSCHE Kartoffeln anbietet (die dann außerdem sehr wahrscheinlich auch günstiger sein werden).

Die Ausgangsfrage von @paranoia nach Einkauf bei 'Kaufland' war berechtigt. Die Supermärkte kennen ganz genau das Verhalten der Schlafschafe und nutzen es gnadenlos aus (für den Supermarkt höherer Ertrag pro Quadratmeter Angebotsfläche). Beide Parteien sind im übrigen unsolidarisch gegenüber der heimischen Landwirtschaft, von der sie letztlich abhängen - was sie in wenigen Jahren bitter werden schmecken müssen.

Gruß, Weiner

Der Begriff SIMULATION stört mich!

Weiner, Dienstag, 16.06.2026, 19:18 vor 44 Tagen @ Ostfriese 1001 Views

Hallo Ostfriese -

wir können uns vielleicht in vielen Dingen einig werden, aber wenn ich einen Brief von Finanzamt bekomme, dann ist das für mich keine Simulation sondern ärgerliche Realität. Der "Staat" ist da (seit etwa 5000 Jahren). Wahrscheinlich bekommen wir ihn nie mehr weg.

Die Zeiten also, da überschaubare Menschengruppen ihre je eigenen Anführer hatten, sind seit Jahrtausenden vorbei (regional verschiedene Zeitskalen). Die laufend zunehmende Populationsdichte und die je begrenzten Ressourcen haben daher zu großen geschichteten und arbeitsteiligen Menschenkollektiven geführt. Ihnen droht immer die Gefahr, dass die stärkeren Individuen (nach Intelligenz und Organisationstalent, physischer und psychischer Kraft) sich zu einer Elite zusammenschließen (sie mag dabei elitenintern gerne ein Wettbewerbssystem haben). Diese Elite wird dann die schwächeren Mitglieder der Gesamtgruppe unterdrücken und ausnützen. Es gab ein paar wenige Momente in der Geschichte der letzten 3000 Jahre, wo man versucht hat, diese gefahrbergende Struktur aufzubrechen. Die bekanntesten sind für die Antike die Reformen von SOLON (mit nachfolgender Polis-Demokratie), für die Neuzeit die Epoche der Aufklärung und der "Französischen Revolution".

Rein formal und theoretisch gesehen ist gemäß der neuzeitlichen Staatsphilosophie demnach das Individuum (anteilig!) der Souverän im "Staat". Das heutige Individuum ist sich dessen aber nicht wach bewußt und hat nicht die Fähigkeiten, nicht die Mittel und nichteinmal den Willen, seine Souveränität auch wahrzunehmen. Daher ist der Ausdruck berechtigt, dass dieses Individuum eigentlich schläft (Kant hätte freundlicherweise gesagt, es sei nicht 'aufgeklärt'). Dieses Individuum nun träumt davon, dass es einen imaginären Staat gäbe, der all das für das Individuum regelt, was es nicht selbst leisten kann oder nicht gerne selbst machen will - etwa die Verteidigung des Kollektivs gegen den bösen Putin oder Raubzüge nach billigem Erdöl und seltenen Erden oder Schutz vor Messerstechern in der Straßenbahn und Grapschern im Freibad.

Die Elite weiß von der Unfähigkeit und den Träumen der Masse, nutzt diese führ ihre eigenen Interessen schamlos aus und ist dabei bereit, über Millionen Leichen, Verstümmelungen und Zerstörungen hinwegzuschreiten (Weltkriege, Corona u.ä.). Anderes Besipiel: früher haben die Kinder ihre Eltern während deren Alterszeit selbst gepflegt, heute dagegegen gibt es das System der staatlichen Pflegeversicherung - organisiert von einer Elite aus Politikern, Beamten und Unternehmern - und ich habe Einrichtungen gesehen (betrieben von einer osteuropäischen Pflegemafia), da lagen halbtote 80-Jährige stummgespritzt und angeschnallt in Betten und produzierten 2000 Euro Profit im Monat. Alles, was der Einzelne nicht tun mag, wird gerne auf "den Staat" verlagert, damit das Individuum maximalen Mehrwert produzieren und zugleich sich selbst frei entfalten kann - letzteres wiederum weitgehend entlang den Anregungen, die von der Elite stammen (Disneyland, Hollywood und META etc. etc. etc).

Je größer nun die Masse und je gerissener die Elite, desto disparater wird die Spannung im Gemeinwesen. Dies führt dazu, dass das komplett degenerierte politische Schlafschaf entsteht - ein defektes, seiner selbst entäußertes Individuum, am Ende seelisch und materiell obdachlos und drogenabhängig. Der Elite ist dies absolut gleichgültig. Denn es gibt so viele Menschen, dass der einzelne Mensch (aus Sicht der Elite) ersetzbar ist und somit zur Nebensache wird. Er ist nur noch ein "handle"-bares Wirtschaftsobjekt (Menschenmaterial, human ressources) bzw. ein weitgehend steuerbares Konsumsubjekt.

Diese ganze Angelegenheit wäre (welthistorisch gesehen) nicht weiters schlimm. Ich finde sie stellenweise (!) sogar gut. Denn entlang diesem Mechanismus hat die Menschheit wirklich unglaubliche kulturelle und technische Leistungen erbringen können. Siehe zum Beispiel hier:

https://www.youtube.com/watch?v=QVx7HgODYzI
(Die wichtigste Maschine der Welt)

Es gibt nur ein einziges Risiko auf dieser Schiene der Weltgeschichte: die Elite hat keine Bremse eingebaut. Sie selbst ist nicht disziplinierbar. Sie lässt sich nicht steuern. Ihre Gier ist unersättlich. Sie ist pathologisch soziopathisch. Und diese Eigenschaft wird noch dadurch laufend verstärkt, dass die Elite intern in einem Wettbewerbssystem steht (d.h. es findet fortlaufend eine Selektion in Richtung dieser pathologischen und kriminellen Verhaltensweisen statt).

Dieser maximale Antrieb von Seiten der Elite, verbunden mit einer maximalen Masse an ausbeutbarem Menschenmaterial und hohem Ausbeutungsgrad, führt nun zu einer Situation, die man als Selbstzerfleischung bezeichnen könnte. Und die größenmäßige Dimension des Geschehens (bei 8,5 Milliarden Menschen) führt darüberhinaus zu einer Belastung des gesamten planetaren Ökosystems. Die Selbstzerfleischung der Menschheit ist man bereit hinzunehmen. Die Elite rechnet damit, führt teilweise das Geschehen selbst herbei, ist darauf eingestellt, nimmt das Risiko in Kauf (ORDO NOVO AB CHAO). Es bleibt die Frage, ob der Planet es aushält. Sehr wahrscheinlich JA! Er hat schon Schlimmeres erlebt.

Dies ist, kurz zusammengefasst, die aktuelle Weltlage und die Sache mit "dem Staat" - aus der Sicht des hiermit freundlich grüßenden @Weiner.

Geht die Gefahr vom Staate aus - oder ist er unsere letzte Rettung?

Weiner, Donnerstag, 18.06.2026, 09:28 vor 43 Tagen @ Ostfriese 783 Views

Guten Morgen!

In dem nachfolgend verlinkten Artikel bespricht Tom-Oliver Regenauer einige der Entwicklungen, die in Richtung der umfassenden Steuerung von Menschen zielen, hier nun speziell auf der Mikroebene (Nanobots, Smart Dust, elektromagnetische Beeinflussung des Gehirns etc. etc.). Auch schildert er dabei kurz auch die in Kanada sehr weit fortgeschrittenen Bemühungen um die "Selbst-Euthanasie".

Es wird dabei sichtbar (ohne dass es Regenauer so klar benennt), dass der Antrieb, in diese transhumanistische und technokratische Welt hineinzugehen, eigentlich von wirtschaftlichen Akteuren ausgeht, die dann mit staatlichen Akteuren kooperieren bzw. diese manipulieren und zwingen (erpresserisch oder via Korruption), ihnen zu folgen.

Zwei weitere LINKs zu Stefan Homburg (War das Corona-Regime irrtümlich oder vorsätzlich?) sowie zu James Corbett (Gates wird unter den Bus geworfen) mögen das unterstreichen:

https://www.regenauer.press/zell-stoff

https://www.youtube.com/watch?v=4LS4l5Y8Rt8
(= Stefan Homburg Irrtum oder Vorsatz)

https://uncutnews.ch/vor-den-bus-geworfen-wie-bill-gates-in-ungnade-bei-den-globalisten...

( = Übersetzung des Artikels von Corbett; siehe auch dessen frühe Doku über Gates bereits in 2020: https://www.kla.tv/17372 )

Das einzelne Individuum und auch größere Gruppen von Menschen (etwa die diversen Corona-Gegner-Bewegungen) kommen gegen solche Machtballungen, kombiniert aus wirtschaftlichen Monopolen (etwa Blackrock, d.h. Banken und Vermögensverwaltern, sowie IT-Monopolen etc.) überhaupt nicht an.

Das heißt: die Masse der armen menschnlichen Schlafschafe ist hoffnungslos verloren - wird geschoren, gemolken, geschlachtet. Und bei jedem einzelnen Schritt fallen Profite an.

Gibt es einen Ausweg? Vermutlich nicht. Es sei denn, dieser ausgebeuteten, trägen Masse gelingt es IRGENDWIE (!!!???) sich zu organisieren und einen besseren Weg zu finden.

Welche Vorschläge macht die KI in Bezug auf diese Frage? Siehe beispielsweise hier - und nun wird es kurios:

https://apolut.net/warum-rat-die-ki-zur-volksdemokratie-von-sophia-maria-antonulas/

https://www.buchkomplizen.de/kritik-aus-dem-maschinengeist.html

Es sieht danach aus, dass nun sogar die KI vorschlägt, man solle sich um DIREKTE DEMOKRATIE bemühen. Was versteht man darunter? Dass die Bürger nicht mehr (nur) wählen, sondern über Sachfragen abstimmen (Volksentscheide).

Vor der Katastrophe retten kann uns also nur der Versuch, auf solch einem direktdemokratischen Weg, wieder die Kontrolle über "den Staat" zu erlangen.

Wer bessere Ideen hat, möge sie bitte hier kurz skizzieren!

Mit Dank und freundlichen Grüßen -
Weiner

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