Wegen PM: Antwort hier:
Die PM: "beide(!) delivery methoden bringen den bauplan/rna in die zellen und der körper produziert auf unbestimmte zeit das gewünschte protein. wo genau ist das soviel besser? erläutere mal!"
Nun, ich bin kein Experte, der jedes Detail erläutern kann, aber es gibt inzwischen doch einige Informationen, die einen beachtlichen Unterschied machen. Mal ganz unabhängig davon, dass beide Methoden letztlich Zellen zur Proteinproduktion anregen, gibt es einige grundlegende Unterschiede:
1. Als "Vehikel" werden bei der mRNA Nanolipide benutzt, die im Gegensatz zu den modifizierten Adenoviren die Blut-Hirn-Schranke, die Plazentabarriere oder die Endothelbarriere überwinden und sich im Körper also viel weiter unkontrolliert verbreiten können. An diesem Mechanismus kann man eine Menge Nebenwirkungen festmachen. Die Vektorimpfstoffe nutzen einen in der Natur vorkommenden Verteilungsmechanismus, wo Viren tatsächlich Zellen umprogrammieren.
2. Für die Massenproduktion der mRNA-Impfstoffe (Herstellung der Plasmid-DNA) wurden anders, als für die klinische Zulassung, Colibakterien eingesetzt, deren DNA-Reste durch ein Reinigungsverfahren entfernt werden müssen. Der Vorwurf ist, dass diese Reinigung großen Qualitätsschwankungen unterlag und teilweise unzureichend war. Daran festgemacht werden Nebenwirkungen, möglicherweise Krebs. Auch Vektorimpfstoffe haben bei der Herstellung einen Reinigungsprozess, aber m.W. gab es da keine Vorwürfe in Bezug auf die Qualität.
Anm.: Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca unterscheidet sich vom Sputnik V, von dem keine kritischen Nebenwirkungen bekannt sind. Der Vorwurf aus dem Westen: Die Surveillance sein schlechter gewesen. Das allerdings ist eher ein Hohn, in Anbetracht der is heute zurückgehaltenen Daten.