Kaufstrategie ändern?

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 19.04.2026, 20:17 vor 18 Stunden, 34 Minuten 1557 Views

Es ist zwar nichts Wichtiges, aber trotzdem interessiert mich, ob das eine rumänienspezifische Beobachtung ist oder ob sich das in Österreich oder Deutschland genauso ereignen könnte. Dazu interessiert mich, ob sich das Kaufverhalten der Kunden – so wie in meinem Falle – generell ändert oder ob ich da vielleicht überreagiere.

Mein Mail an die Verantwortlichen, das man auch im rumänischen facebook nachlesen konnte, worauf auch mehrere Reaktionen kamen, auch Reklamationen.

An die Geschäftsleitung von Dedeman (eine rumänische Baumarktkette) :

Ich bin eigentlich ein treuer Dedeman-Kunde, kaufe seit Jahren in der Filiale Hermannstadt ein und bin nun froh, dass wir auch in Mediasch eine Filiale haben. Hinsichtlich der Beratung sowie dem Kundenservice hatte ich nie Probleme, die Verkäufer vermitteln den Eindruck, dass sie geschult sind und wissen, wovon sie reden. Sollte doch einmal ein Produkt für den geplanten Zweck nicht zutreffend sein, so gab es keine Probleme beim Umtausch oder bei der Rückerstattung des Kaufpreises.

Nun bin ich um eine Erfahrung reicher:
Ich war auf der Suche nach einem kleinen Spiegelschrank für eine Toilette, der sich innerhalb der Maße 50 x 60 cm (Länge mal Höhe) befinden muss. Diese Mini-Schränke sind mittlerweile sehr selten geworden. In dieser Form war nur ein einziges Exemplar bei Dedeman im Angebot. Allerdings war das nicht mit einem Preis versehen.

Das Seltsame war, dass alle ausgestellten Objekte unterteilt waren, das heißt, man konnte entweder den Hängeschrank oder den Unterschrank mit dem Waschbecken oder die Waschbatterie extra kaufen, für alles war eine Preisauszeichnung. Bei dem Exemplar, bei dem der Hängeschrank in mein Maßkonzept passte, war es nur möglich, das gesamte Ensemble, also Hängeschrank, Unterschrank und Batterie zusammen für einen bestimmten Preis zu kaufen.

Genau das aber wollte ich nicht, ich benötigte nur den Spiegelschrank. Ich fragte die Fachverkäuferin, ob ich diesen Schrank alleine kaufen könne, und sie verneinte. Dieser Hängeschrank stünde nur im Angebot mit dem gesamten Ensemble. Die Fachverkäuferin war bereits mit anderen Kunden beschäftigt, deshalb fragte ich nicht weiter.

Daraufhin fragte ich bei der Information, ob man diesen Spiegelschrank gesondert beziehen könne. Die beiden jungen Damen meinten, dass es sicher nicht möglich sei, wenn die Fachverkäuferin das bereits verneint hätte. Allerdings machten sie sich auch nicht die Mühe, das zu überprüfen, ob der gesonderte Kauf, evtl. auch auf gesonderte Bestellung, möglich sei. Sie meinten, dass der Produzent, der dieses Ensemble an Dedeman geliefert hätte, das so vorgegeben hätte und da gäbe es dann keine Möglichkeit.

Das aber war für mich keine zufriedenstellende Antwort, sondern entsprach eher meiner Einschätzung, dass es für die beiden Damen an der Information ein zusätzlicher Arbeitsaufwand wäre, das beim Hersteller auszuloten, und dass dieser Arbeitsaufwand nicht im Interesse der beiden Damen liegt. Es ist für mich gut vorstellbar, dass auf gesonderte Bestellung dieser Spiegelschrank auch extra geliefert werden könnte, denn jeder Produzent hat ein Interesse am Verkauf. Bei einem kleineren Geschäft wäre dann sicher die Antwort in der Form gekommen, dass man am nächsten Arbeitstag, also am Montag, versuchen wird, das beim Lieferanten zu klären und dass ich dann telefonisch informiert worden würde.

Über diese Reaktion der beiden Damen, was für sie ja einen zusätzlichen Aufwand bedeuten würde, war ich natürlich verärgert. Ich stellte mir die Frage, warum sie in dieser Form reagiert haben. Es könnte sein, dass es auf Anweisung der Geschäftsführung erfolgt ist, die prinzipiell den Angestellten aufgegeben haben, sich bei Verkäufen nur auf das zu konzentrieren, was in der entsprechenden Preisauszeichnungsform vorhanden ist und zusätzliche Nachfragen für Sonderbestellungen abzulehnen, weil sich der dadurch entstehende Aufwand nicht rechnet.

Aber es könnte genauso gut sein, dass es den beiden Damen einfach zuviel war, das am nächsten Montag zu klären und sich der in Rumänien üblichen Standardantworten zu bedienen, die auch bei Behördengängen in dieser Form bekannt sind: „Das weiß ich nicht”, oder „Das geht nicht”.

Nun habe ich mich des Internets bedient und dort einen Hängeschrank gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht. Das Ganze zu einem akzeptablen Preis ohne zusätzliche Kosten für die Kurieranlieferung. Was bedeutet diese neue Erfahrung für mich:

Früher bin ich erst einmal in den Baumarkt gegangen, um mir anzusehen, was es dort im Angebot gibt. Erst, wenn es beim besten Willen nicht möglich war, einen bestimmten Artikel zu finden, habe ich mich im Internet umgesehen. Nun dreht sich die Kaufmethode bei mir um:

Zukünftig werde ich im Internet erst suchen, ob ich da fündig werde, und erst bei Nichterfolg werde ich versuchen, im Baumarkt den gesuchten Artikel zu finden. Auf diese Weise erfolgt die Umerziehung des Kunden zu einer anderen Kaufmethode. Ob das vom Baumarkt, in dem Fall von Dedeman, gewünscht war, kann ich nicht beurteilen, aber für mich ist das die logische Konsequenz.

Marketing #1 Wie baue ich mir ein Monopol

Brutus ⌂ @, Sonntag, 19.04.2026, 21:40 vor 17 Stunden, 11 Minuten @ helmut-1 884 Views

bearbeitet von Brutus, Sonntag, 19.04.2026, 22:19

Moin Helmut,
will keine Namen nennen aber wir hatten sowas Ähnliches, in sehr abgemildeter Form.

Irgendwann wird Einer immer größer, und kauft den Markt auf.

Merke: "Es ist billiger, den Konkurrent zu kaufen, als sich auf sein Preisniveau einzulassen."

Da gabs also Preise, da war die Palette Material nachweislich deutlich unter den Herstellungskosten, weit drunter und die Tauschpaletten (normalerweise) wurden kurzerhand auch noch dazugeschenkt - eh schon egal!

Kunden klatschen sich auf die Schenkel. Wohl dem, der grad jetzt Bedarf hatte.

Das ging allerdings vorhersehbar nur kurz.

Konkurrent wurde zum Verkauf genötigt, quasi abgefunden und tags drauf war der Markt "bereinigt". Der Preis tags drauf, so wie man ihn sich als Hersteller vorstellt. Auskömmlich zzgl. komfortablen Margen!

Die Kunden konnten nicht anders, mussten den Preis also zahlen. Quasimonopol.

Jetzt wurde also das Geld verdient was man vorher in den Markt kippte.

Und es kam zurück, mit hoher Rendite!

Jetzt biste meinentwegen der Bezos.
Und nun legst Du das mal auf das eben Erfahrene um.

(Schritt Null: Pandemie organisieren, geht grad nicht, warte mal noch bisschen, kommt aber ganz sicher wieder...)

Schritt eins, den Konkurrent (der nur präsent und nicht online oder eben sehr klein ist, aufkaufen (namenlos, über Mittelsmänner, ggf. auch nur die Chefetage)
Schritt zwei: einen Service vor Ort anbieten, der unter aller Sau ist.
Schritt drei: den Laden vor Ort schließen
Schritt vier: Online endlich auskömmlich Geld verdienen, weil der Kunde vor Ort ja keine Alternative mehr hat.

Was war amazon über Jahre?
Ein Minusgeschäft!
Die Phase mit den Paletten s.o.
Aber wenn die überstanden ist, haste einen Monopolist, bei dem Du ganz sicher auch für jede Lieferung so viel Geld bezahlst, dass abholen in dem Markt, der dann nicht mehr existiert, mehrfach billiger gewesen wäre.

Der ist aber jetzt weg. Und weg, bleibt weg. Der kommt nicht mehr zurück!

Wir werden am Nasenring durch die Manege geführt.

Im Grunde müsste man den Mitarbeitern vor Ort erklären, dass sie grade ihre Existenzgrundlage zerstören.

Aber begreifen werden sie es nicht.

Weil, wie könnte denn das sein...

Früher waren Mediamarkt und Saturn mal zwei Läden....

Also?
Zeit für Amazon 2.0, 3.0, 4.0! Investoren vorgetreten!
Gruß Brutus


edit hinterher:
Was meinste, wer bei den Kundenkarten, Rabattkarten oder Handydirektbezahlsystemen oder Kartenzahlung die größte Neugier hinsichtlich der damit gesammelten Daten hat? Amazon na klar, wenn er über den Kaufpreis verhandelt. Damit legen die Läden offen, wieviel sie Wert (potentiellen Umsatz) haben.
Damit werden sie präzise transparenter und käuflicher.
Wieviele und welche Kunden, welchen Alters, mit welcher Kaufgewohnheit, kaufen an welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit, regelmäßig ein, wieviel Rest-(Kunden) usw. usf.

Demgemäß treibt selbst die schnöde Rabattkarte die Monopolisierung voran!
10 Euro chashback heute werden sich morgen als 100 Euro Mehrpreis entpuppen!

--
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Genau das habe ich auch in meinen Kommentaren gemacht

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 19.04.2026, 21:58 vor 16 Stunden, 53 Minuten @ Brutus 646 Views

Im Grunde müsste man den Mitarbeitern vor Ort erklären, dass sie grade ihre Existenzgrundlage zerstören.

Hab in meinen Kommentaren ausgedrückt, dass diejenigen, die sich derart "oberflächlich" verhalten (ums einfach auszudrücken) letztlich auch die Arbeitsplätze von denen gefährden, die sich eigentlich um den Kunden bemühen. Denn je mehr Kunden eine negative Erfahrung in so einem Laden machen, umso mehr orientieren sich (so wie ich jetzt) online.

Aber Du hast recht, die meisten kapieren das ja nicht. Bei Lidl hatte ich eine ähnliche Erfahrung. Da meinte eine der Verkäuferinnen an der Kasse, weil eben nur drei Kassen offen waren und man noch eine vierte benötigt hätte, die entsprechende Kollegin aber in der Pause war, man könne ja bei den Selbstbedienungsautomaten auch selbst scannen, mit Karte bezahlen und wäre dann schneller fertig.

Ich habe der Frau gesagt, dass ich das nicht mache, weil ich nicht ihren Arbeitsplatz gefährden will. Sie hat mich ungläubig angesehen. Dann habe ich ihr erklärt: Stellen Sie sich vor, es würden ca. 50 % der Kunden bei Lidl das machen, was Sie mir vorschlagen. Dann braucht Lidl mit Sicherheit nicht mehr soviele Kassierinnen. Vielleicht ist es gerade Ihr Arbeitsplatz, der dann wegfällt.

Sie hat mich angesehen wie von einem anderen Stern, ich bin gegangen, aber ich weiß bis heute nicht, ob die das überhaupt kapiert hat, was ich ihr erklärt habe.

Versuche nicht, einem Schwein das Singen beizubringen

Brutus ⌂ @, Sonntag, 19.04.2026, 22:10 vor 16 Stunden, 42 Minuten @ helmut-1 734 Views

Sagte mein Nachbar immer (ehemaliger NASA Mitarbeiter).

Der musste das wohl dort mehrfach versuchen, kam dann nach über 15 Jahren, womöglich konsterniert, wieder zurück nach Deutschland...

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dort kaufen, wo das meiste paßt

Dieter @, Sonntag, 19.04.2026, 22:01 vor 16 Stunden, 50 Minuten @ helmut-1 796 Views

Hallo Helmut,

ich kenne die Kaufgewohnheiten anderer Leute nicht, gehe aber aufgrund etlicher Geschäftsmodelle davon aus, daß die Mehrheit der Konsumenten nach anderen Kriterien ihre Kaufentscheidungen fällt als ich.

Zuerst einmal: Für mich steht der Preis nicht an allererster Stelle, obwohl ich sehr preisbewußt bin und auch einkaufe.
Ich kaufe im Großhandel, im örtlichen Einzelhandel und im Internet. Internet nur wenn mir Zahlungsmodalitäten passen, also niemals Paypal, niemals Amazon, usw. Gegen eine Vorauszahlung per Überweisung habe ich nichts einzuwenden. Bezüglich Ketten bin ich skeptisch eingestellt, obwohl ich auch gerne manche Dinge bei Lidl kaufe.

Nach meiner Beobachtung ist der örtliche Einzelhandel bei Eisenwaren, Beschlägen, Maschinen oftmals billiger als der Baumarkt, der Großhandel ohnehin, aber da können ja nicht alle hin.

Also: Lieber zum Baustoffhandel als zum Baumarkt. Und bei so einem Spiegelschrank hätte ich vermutlich einen Laden aufgesucht, der Rücknahmeartikel des Versandhandels günstig weiterverkauft.
Und falls ich mal etwas Beratung benötige, kommt ohnehin nur der örtliche Einzelhandel infrage. Ich käme aber niemals auf die Idee, mich dort beraten zu lassen um anschließend das bevorzugte Produkt anderweitig billiger zu erwerben.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Helmut, Du bist doch Unternehmer. (mT)

DT @, Sonntag, 19.04.2026, 23:08 vor 15 Stunden, 43 Minuten @ helmut-1 883 Views

bearbeitet von DT, Sonntag, 19.04.2026, 23:17

Sieh das ganze mal von der Kostenseite.
Wenn diese Verkäuferin für Dich anrufen sollte, muß sie vorher rauskriegen,
wer der Hersteller ist, welches Modell das ist, dann dort anrufen, 30 min in der Warteschleife hängen, etc.
Was verdient sie pro Stunde bei Euch in Rumänien? 10 EUR?
Sie verplempert 10 EUR, um dann doch noch den Kauf für Dich zu ermöglichen.
Was verdient der Baumarkt an dem Spiegelschrank? 5 EUR?

Hab beim Obi Spiegelschränke gesehen für 33 EUR, zB hier:
https://www.obi.de/p/8571598/jokey-spiegelschrank-rano-59-cm-x-51-cm-hochglanz-weiss

Wenn Du diese Art von Beratung willst, mußt Du in ein Fachgeschäft gehen, inhabergeführt,
dann zahlst Du aber auch das 10-20 fache für so einen Spiegelschrank, der ist dann aber auch von
Fackelmann o.ä.

Es gilt wie überall:
You pay peanuts,
you'll get monkeys.

Was erwartest Du denn im Baumarkt? Da geht es um schnell schnell, Masse und nicht Individualwünsche. Dort macht die standardisierte Massenware das Geschäft.

Wieso hast Du nicht selber erstmal im Internet geschaut? Spiegelschrank 50x60 cm, ein Klick bei Google, fertig.

Spiegelschrank Bad mit LED Beleuchtung 50x60 cm Eiche Sonoma Badschrank mit Spiegel Ablage und Griffloser Öffnung Aufsatzleuchte
80 EUR

Du lebst noch in einer Welt wie vor 50 Jahren wo man zum Klempnergeschäft ging, möchtest aber die Errungenschaften der Baumärkte nutzen, die günstig sind, WEIL SIE MASSENLÖSUNGEN liefern und eben grade nichts individuelles.

Wasch mich aber mach mir den Pelz nicht naß.

Wake up!

DT

PS: Die Zeit für den Brief (schreiben, drucken, frankieren, einwerfen) hat Dich mehr Zeit gekostet als den Spiegelschrank im Internet bestellen UND zu montieren. Du änderst damit gar nichts, die Zeit ist vergeudet, der Brief ist für die Mülltonne. Du hast das Prinzip "Baumarkt" nicht begriffen, und den Baumarktchefs bist Du als Individualkunde egal. Dafür haben sie ihren Baumarkt nicht gebaut.

Und beim Lidl suchen sie händeringend Verkäuferinnen und können gar nicht genug finden. Ich verstehe auch nicht, wieso die 10 Scannerkassen immer halb leer sind, das ganze Fachkräftepack am Samstag aber in der 10-Mann Schlange an den paar Kassen ansteht. Sind das alles komplette Analphabeten? Wie schwer ist es denn, ruck zuck seine Artikel über den Scanner zu ziehen und danach die EC Karte an den Kartenleser zu halten?

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@DT Du bist doch Vertriebler

Brutus ⌂ @, Montag, 20.04.2026, 06:44 vor 8 Stunden, 8 Minuten @ DT 648 Views

bearbeitet von Brutus, Montag, 20.04.2026, 07:20

oder nur Servicetechniker?
Wobei, ist doch auch egal.

(Ich schreib mal in der Vergangenheitsform - dem Verständnis halber.)

Ich hatte einen Kunden, der erledigt Reklamationen, egal ob sein Kunde mit der Reklamation sachlich im Recht ist.

Er tut es einfach, kurz schnell spontan ohne Larifari.

Dann hatte ich einen Kunden, der macht Reklamationen, wenn sie unberechtigt sind, nicht. Statt dessen bezahlt er einen Anwalt und landet bei jedem 2. vor Gericht.
Bekommt meist Recht.

Jahre gehen ins Land.

Kunde 2 gibts nicht mehr.

Der bekam zuletzt einfach keine Ausschreibungen mehr.
Weil er immer Recht hatte, wollte keiner mehr mit ihm bauen.

Wer hat unter dem Strich jetzt richtig und auskömmlich Geld verdient?

Kunde 1, weil er etwas begriffen hat:

Vertrauen ist wichtiger, als jedes Mal, bis in kleinste Detail Recht zu bekommen.

Und genauso musste er nicht jedes Mal bis ins kleinste Detail kostendeckend seinerseits den Kunde beraten.

Schlechte Nachrichten verbreiten sich mit Faktor 7. Gute mit 1,5.

Diese beiden Kunden lernten diese Faktoren kennen.

Der sich also unkompliziert im Markt positionierte, hat mit seinen guten 1,5 (Kundenbehandlung Vertrauensaufbau) den Markt von dem Konkurrenten der immer Recht bekam bereinigt!

Man muss nicht jeden Pups kostendeckend abrechnen.
Jede Investition ist erstmal kostenfressend.
Und es gibt viele Investitionen, die, nachdem Millionen versenkt wurden, sich als fail herausstellte. (Daimlers Chryslerbeteiligung). Ich unterstelle der EInfachheit halber mal, dass diese "Investition" freiwillig stattfand.

Ein Großteil der Merchandisingtätigkeit ist reines aktives Draufzahlgeschäft. WIe Werbung ja auch. Aktiv nimmt man Nichts damit ein.
Aber eben hernach mittel- und langfristig.

Gute Beratung ist "Werbung".
Schlechte oder Nichtstattfindende aber eben auch! Negative, mit dem vorgenannten Faktor 7!

Was weiste heute Gutes über Rumänien? - kaum etwas. Das von der schlechten Beratung im dortigen Baumarkt, den Du gar nicht erst aufsuchen brauchst, aber sehr wohl!

Manche Geschäftsführer werden durch Nachdenken schlau, andere durch Erfahrung ( im Regelfall eben bittere Erfahrung)!

Und Kunden genießen über Jahre hinweg gleiche Ansprechpartner, bzw. wollen überhaupt welche und eben keine Maschine als solche!

Und bei genau solchen Konstellationen, gibts auch keine Warteschleifen.

Und es gibt genug Kunden, die diesen Mehrpreis sich nicht nur leisten können, sondern zahlen wollen, weil es Komfort mit sich bringt, den man sich ja auch in entsprechenden Restaurants beispielsweise nicht nur leisten will, sondern auch gerne bezahlt!

Und auf den Punkt von @helmut:
Der Baumarkt deklariert sich selbst wegen fehlendem Service als obslolet. Da kann man direkt online arbeiten.

Er tut aber so, dass er wegen der Präsenz Beratung bieten würde - was er aber nicht leistet.

Deshalb wird er den Gang des Irdischen gehen, wie allgemein befürchtet.

Und realisieren werden es seine Kunden! Die ehemaligen, demnächst eben ausbleibenden Kunden!

Wie blöde kann man sein. Die ganze Welt buhlt darum, und betreibt den allerhöchsten Aufwand, nur um den Fuzzi an den Tisch zu bekommen, und der schickt ihn einfach weg!

Der GF ist der Fail des Jahrzehnts!

Ich kann zwar kein rumänisch (und dabei bleibts), aber ich arbeite auch gegen Bezahlung, falls die mal fachliche Hilfe benötigen.

Der wichtigste Punkt im Verkauf ist die Beziehung zwischen Verkäufer und Kunde.

Basiert diese auf Vertrauen und Sympatie - läufts.
Kunden gewinnen durch guten Service! Statt dessen - Warteschleife = Zeit. Und Zeit = Geld!

Mit schlechtem Service verliert man als Kunde also auch im Besondernen Geld! Weil man Zeit verliert!

Eine Mrd. YT Videos vorher anklicken (dabei Mrd Minuten Werbung aushalten) bis ich endlich die passende Antwort auf meine Frage habe, kostet mich auch zu viel Zeit (also Geld).

Und auf die Idee, dass man sich als Kunde, voll fortschrittlich, jung, modern, groß (Kinder) oder gar selbständig und selbstsicher fühlen könnte, nur weil man eine Scannerkasse schon vollkommen eigenständig, ohne fremde Hilfe bedienen kann, bin ich noch gar nicht gekommen! Danke, für diesen Blickwinkel! [[top]]

Ich hab mich ehrlich schon gewundert, wie viele Rentner mit dem Handy bezahlen. Das ist die Antwort!
Weil systemisch passt das nicht zu ihnen.
Die wollen einfach ihr Selbstwertgefühl steigern, nicht alt werden, noch zur Gesellschaft gehören, die vermeintlich alles mit dem Handy macht.

Das Bergeldlose selbständige Bezahlen mit Handy, als Jungbrunnenersatz oder -Adäquat!

Faktisch hat man denen das Bezahlen aber so einfach gestaltet, dass sie außer diesem faktisch NICHTS mit dem Handy machen.

Reicht aber, um sich jünger zu fühlen!

Interessante Psychologie - muss man erstmal drauf kommen!

Aber die liebe Zeit, immer fehlt sie.

Deshalb war das Lesen Deines Beitrags soeben für mich ein echter Zeitgewinn! Danke dafür!

Gruß Brutus

--
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nur für kurze Zeit: https://telegra.ph/Kleine-Presseschau-2025-06-27-06-27

Deiner aber auch!

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 20.04.2026, 06:49 vor 8 Stunden, 3 Minuten @ Brutus 497 Views

bearbeitet von helmut-1, Montag, 20.04.2026, 07:08

Deshalb war das Lesen Deines Beitrags soeben für mich ein echter Zeitgewinn! Danke dafür!

Für mich waren beide Kommentare aufschlussreich, sowohl der von DT als auch von Dir! Auch Dieter hat interessante Sichtweisen geschrieben.

Deshalb Danke!

Übersichtlich und nachvollziehbar, was Du schreibst

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 20.04.2026, 06:45 vor 8 Stunden, 6 Minuten @ DT 517 Views

Trotzdem ein paar Anmerkungen dazu:

Hab beim Obi Spiegelschränke gesehen für 33 EUR, zB hier:

Sehr nett, aber hilft mir nichts, weil der alte, den ich ersetzen muss, 40 cm breit war und ich maximal 50 cm in der Breite Platz habe. Ich hab aber über Internet dann einen gefunden, mit 48 cm Breite und für ca. 30 € (umgerechnet). Wird ohne Kurierkosten angeliefert.

Dazu eine Beobachtung: Als ich nach der Bestellung diesen Spiegelschrank in der gezeigten Galerie des Internetangebots nochmal angeklickt habe, war er schon um 2 € teurer. Vermutlich errechnen sich die dort angegebenen Preise nach der Anzahl der Klicks.

Was erwartest Du denn im Baumarkt?

Dass das Verkaufs- und Beratungssystem in einem Baumarkt so aufgebaut ist, damit man den Kunden zufriedenstellt und ihn dadurch behält.

Ich habe im Osten Niederösterreichs an unserm Häuschen die Reparaturarbeiten durchgeführt, weil es verkauft werden soll und ich deshalb einen optimalen Zustand herstellen will, damit der Preis stimmt. Normalerweise rechnet sich so etwas nicht, würde ich das mit Firmen aus Österreich machen. So aber habe ich diese ganzen Aktionen (jeweils zwischen einer und zwei Wochen) mit Leuten aus Rumänien erledigt, und da war das ganze finanzierbar. Sämtliches Material natürlich aus Rumänien, weil es da viel billiger ist.

Die letzte Aktion war die längste, da war ich nun alleine dort, und hat ca. 4 Wochen gedauert. Natürlich gibt es laufend Überraschungen, mit denen man nicht rechnet und deshalb war ich eine Art Dauerkunde im OBI- Baumarkt, in einem anderen Dorf. Bei speziellen Problemen habe ich mich an den Filialleiter gewandt, aber auch die Angestellten waren sehr hilfreich.

Deshalb weiß ich, dass es auch anders geht. Man hat sich bei speziellen Wünschen meinerseits schlau gemacht, auch beim Franchise-Partner angerufen, etc., ob man für mich den Artikel x oder y besorgen könne. Ein bestimmtes Sägeblatt für die Flex (als Beispiel), das aufgrund von mehreren Unfällen in Österreich nicht mehr verkauft werden darf, gabs im OBI nicht. Aber der Verkäufer sagte mir, wo ich das in einem anderen Nachbardorf kaufen könne.

Das war ein kleineres Geschäft mit Einzelunternehmer, und da traf genau das zu, was Du auch geschrieben hast. Das war ein stolzer Preis für das Sägeblatt für eine 125er Flex mit über 50 €. Aber ich habs letztlich bekommen.

Da ich ein Mensch für Außenanlagen bin, verstehe ich wenig vom Innenbereich. Musste aber Laminat verlegen, was ich noch nie gemacht habe. Sicher gibts da - wie bei allen Gewerken - Erfahrungen, die man eben haben sollte. Deshalb habe ich den Filialleiter gefragt, ob er nicht jemanden kennt, der mir das evtl. schwarz macht. Er bedauerte, half mir aber doch erheblich:

Er sagte mir, sprechen Sie mit dem Herrn xyz, der im Holzzuschnitt bei uns arbeitet, er war vorher 20 Jahre lang im Innenausbau beschäftigt. Das habe ich getan, und mich fast eine Stunde lang mit dem Mann unterhalten. Der hatte auch die Geduld, mir die Kniffe und Vorgangsweisen zu erklären, und daraufhin habe ich das problemlos hinbekommen. Obwohl ich bei OBI kein Laminat gekauft habe, das habe ich mir aus Rumänien mitgenommen.

Langer Rede - kurzer Sinn: Es geht auch anders. Vermutlich kommt es auf den Filialleiter an.

Soviel zu Deiner Frage, was ich von einem Baumarkt erwarte. Ja, Du hast recht, ich lebe noch in der "alten" Zeit. Nehme mir das Recht aber dazu heraus, zumal ich zu den Leuten gehöre, für die ein Handschlag nach einer Vereinbarung mehr bedeutet als ein schriftlicher Vertrag. Klar, ich gehöre damit zu einer aussterbenden Rasse.

Zu Deinem PS:

Diesen Brief habe ich nicht deshalb geschrieben, um das System im ansässigen Baumarkt umzukrempeln (übrigens per Mail an die Geschäftsleitung, nicht gedruckt), sondern ich habe diesen Brief zusätzlich im rum. facebook abgedruckt. Das war mein Aufhänger, weil ich wissen wollte, wie die Leute in unserer Gegend darüer denken. Und siehe da, da kamen auch verschiedene Beschwerden aus anderen Gründen, war ganz interessant. Natürlich registrieren die bei dem Baumarkt auch, dass das im facebook zu lesen ist, was ich denen geschrieben habe, deshalb interessiert mich, ob nun von denen überhaupt eine Reaktion kommt oder ob das alles denen a.A. vorbeigeht.

Zu Lidl:
Ich gehöre zu den Analphabeten. Ich bin ein vehementer Verteidiger des Bezahlsystems in bar, und werde (zumindest in diesem Leben) nicht mit Karte bezahlen. Keine Bank kann mich einschätzen, und Du weißt sicher, dass es dafür Schablonen gibt (was gibt derjenige für Lebensmittel aus, was für Möbel, was für Unterhaltung, etc. etc.). Deshalb war es auch kein Problem für mich, bei meiner Filiale anzurufen, weil mir das Geld ausgegangen ist, das ich auf dem Konto hatte, um den Überziehungsrahmen deutlich zu erhöhen. Haben die auch sofort gemacht, - man kann mich eben nicht schablonisieren und einschätzen.

Für mich ist das Bezahlen mit Bargeld ein letzter Rest der Freiheit, die ich verteidigen möchte. Aber ich schütze mich damit auch vor Nachteilen.

Beispiel:

Es war in Gloggnitz (NÖ), und ich musste überraschend mit dem Zug (Schlafwagen) nach RO fahren. Online-Bestellung übersteigt mein Wissen, und deshalb musste ich nach Wr. Neustadt zum Bahnhof, wo es noch einen Schalter gab. Meine Frau bestand darauf, das ich das von ihrem Konto bezahle und gab mir ihre Karte mit. Das Ticket wurde gedruckt, und ich sollte auf dem komischen Apparat meine Karte drauflegen. Hat aber nicht geklappt. Darauf sagte mir die Frau, ,- nein, ziehen Sie die Karte seitlich am Apparat vorbei. Habe ich gemacht. Drauf sagte mir die Frau, - hat offensichtlich nicht funktioniert, mache Sie das nochmal. Hab ich gemacht. Hab mir dann das Ticket genommen und bin nach Gloggnitz zurück gefahren.

Nun kommt das Unerwartete: Meine Frau (sie ist mit dem online besser drauf, hat auch ein Streicheltelefon, ich aber nicht) eröffnete mir, dass der Ticketbetrag von ihrem Konto zweimal abgebucht wurde. Daraufhin Telefonate, der Hinweis, das würde man prüfen und zu einem späteren Zeitpunkt aufs Konto zurücküberweisen, - aber ich ging hoch wie das berühmte HB-Männchen.

Ich fuhr wieder nach Wr. Neustadt zum Schalter, und das war ca. 10 Minuten vor Schluss. Einfache Entfernung ca. 33 km. Dort kam es zu ziemlich kontroversen Diskussionen, Telefonaten der Bahnangestellten, etc. etc., - aber ich blieb da hart. Ich hab denen gesagt, dass ich nicht aus dem Schalterraum herausgehe, bevor ich die zweite Zahlung nicht entweder in bar oder auf dem Konto meiner Frau habe.

Nach vielen Widerständen der Bahn hat mich dann meine Frau angerufen und mir mitgeteilt, dass der Betrag wieder auf ihrem Konto drauf ist. Dann bin ich wieder weggefahren. Das Ganze aber war mir eine Lehre, - und deshalb: Karte? Für mich sicher nicht.

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