zum Verbleib der G3

Palstek, Montag, 06.04.2026, 12:44 (vor 1 Tag, 9 Stunden, 18 Min.) @ DT1128 Views

Die Gewehre G3 der Bundeswehr wurden in den 1990er-Jahren schrittweise durch das G36 ersetzt (Einführung 1997) und in der Folgezeit ausgemustert.

Einige wenige G3-Gewehre blieben weit über die 90er-Jahre hinaus als Scharfschützengewehre (G3 DMR) in der Verwendung.

Der Verbleib der G3 in den 90ern und Anfang der 2000er-Jahre:

• Verschenken und Verkauf an Partnerländer: Ausgediente Bestände wurden oft aufgrund haushaltsrechtlicher Vorgaben an befreundete Partnerländer verschenkt oder verkauft, wobei die Türkei ein Hauptempfänger war.

• Weitergabe an die kurdischen Peschmerga: Ein Teil der G3-Gewehre wurde im Zuge von Waffenlieferungen zur Bekämpfung des IS an kurdische Peschmerga-Kämpfer im Irak geliefert.

• Einlagerung: Ein signifikanter Teil der Waffen wurde in Arsenalen der Bundeswehr für den "Notfall" eingelagert (angeblich noch mehrere Hunderttausend).

• Verschrottung: Überschüssige oder nicht mehr verkehrsfähige G3-Gewehre wurden verschrottet.
(Mal gegoogelt: Offensichtlich bis zu 400.000 Stück bis 2007: https://idw-online.de/de/news50898#:~:text=Bislang%20wurden%20ausgediente%20Bundeswehr%...

• Ziviler Markt: Als Dekorations-Waffen umgebaute Exemplare für den zivilen Markt.


In meiner W15-Zeit in den 80-er-Jahren hatte ich das Glück ein G3 mit der Genauigkeit 9 rechts unten zugeordnet zu bekommen. Mit der richtigen Korrektur des Visiers konnte (nicht nur) ich noch auf über 100 m supergenau treffen. Man musste nur zügig zu Potte kommen, weil das G3 mit Magazin rund 5 Kilo wog. Leider machte damals eine Versetzung das Weitermachen bei dem Versuch, die goldene Schützenschnur zu erwerben, zunichte.


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