Mein nächster Kollege ist ausgewandert - dieses mal Portugal.

Plancius, Donnerstag, 26.03.2026, 14:23 (vor 1 Tag, 0 Stunden, 18 Min.)2592 Views
bearbeitet von Plancius, Donnerstag, 26.03.2026, 14:44

Mittlerweile haben sich 4 meiner Kollegen ins Ausland verabschiedet, Einkommen jeweils weit über den Beitragsbemessungsgrenzen.

- 2 in die Schweiz
- 1 nach Teneriffa
- jetzt 1 nach Portugal

Und nicht zu vergessen: Schon vor mehr als 15 Jahren hat sich einer nach Australien und ein anderer nach Neuseeland abgesetzt. Beide arbeiten dort weiterhin im SAP Geschäft.

Der nach Teneriffa und nach Portugal arbeiten ausschließlich remote weiterhin für ihre in Deutschland ansässige Firma. Die beiden Schweizer beackern jetzt vornehmlich Schweizer Kunden.

Ich wusste gar nicht, dass man als anerkannte qualifizierte Fachkraft in Portugal einen Sonderstatus erhält mit steuerfreiem Einkommen. Krankenkasse ist sowieso absolut günstig. Vollversorgung für unter 300 Euro.

Er hat sich im Hinterland von Porto einen Landsitz gekauft. Kann aber kein einziges Wort portugiesisch.

Allen meinen Kollegen ist gemein, dass sie "Mainstreamer" sind, also Deutschland für ein wundervolles Land halten, für eine hervorragende Demokratie ohne staatliche Repression, sie sind alle geimpft und haben aus Überzeugung den Coronazirkus mitgemacht und würden nie und nimmer gegen die BRD opponieren. Sie sind treue Wähler von CDU, Grünen oder FDP.

Sie sind allesamt aus ureigensten hedonistischen Motiven ausgewandert, wegen des Wetters, wegen Freizeitgestaltung (Radfahren, Skifahren, Wandern) und natürlich, um wesentlich mehr Netto vom Brutto zu haben.

Ich glaube, dass nach wie vor die wenigsten Leute aus Deutschalnd aus politischen Motiven auswandern. Von schönerem Wetter und besseren Freizeitmöglichkeiten träumen ja viele, aber den Stein so richtig ins Rollen gebracht hat erst die mittlerweile unerträgliche Steuer- und Abgabenbelastung.

Weil der Großteil der Menschen apolitisch ist, sich nicht mit dem Staat anlegt und sein Glück im Privaten sucht, ist das Hauptmotiv zum Auswandern in der Hauptsache hedonistisch geprägt. Man möchte einfach ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis für sein Einkommen haben. Und da schneidet Deutschland mit progressiv steigender Tendenz schlecht ab.

Ich glaube diejenigen liegen total falsch, die uns versuchen weiszumachen, dass die Menschen wegen Unzufriedenheit mit dem politischen System aus Deutschland auswandern. Gesellschaftliche Probleme, wie Migrantengewalt, Überfremdung usw. interessiert sie nicht, sie bekommen davon nichts mit und ist für sie kein Gesprächsthema. Die Menschen waren hier unpolitisch und sind es auch in ihrer neuen Heimat. Es interessiert sie schlichtweg nicht, wenn sie in ihrem neuen Lebensdomizil nicht wählen dürfen und keinen politischen Einfluss ausüben können.

Sie wollen einfach und schlicht einen möglichst hohen materiellen Lebensstandard erzielen und ihr Leben genießen. Mehr wollen all diejenigen, die zu Millionen in unser Land strömen eigentlich auch nicht.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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