Divergierende Prognosen erschweren die Orientierung

Zweifler, Montag, 16.02.2026, 14:58 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 17 Min.) @ Martin1024 Views

So rechnet Klinkmüller (HKCM) mit Rückgängen in den 30 Dollar-Bereich, während viele Marktteilnehmer zum Jahresende Silber bei deutlich über 150 Dollar sehen.
Hoffnungen werden derzeit auf einen Silberqueeze im Umkreis des 27. Februar gesetzt, der Tag, an dem der Comex das lieferbare Silber ausgehen soll. Ich bin eher skeptisch! Sollte es so sein, dass große Marktteilnehmer wirklich in Schwierigkeiten stecken, dann werden sie das Vorfeld für massive Drückungsversuche nutzen. Dass das möglich ist, hat man Ende Januar bewiesen. Silber ist immer noch hochvolatil – auf gehebelte Positionen sollten „normale Anleger“ tunlichst verzichten.

Was tut sich dagegen auf dem physischen Markt? Relative Einigkeit herrscht, dass dieser Markt in den letzten Jahren zunehmend defizitär ist. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich und es ist kein schnelles Ende in Sicht, da beide: Angebot und Nachfrage relativ „unelastisch“ seien. Regulieren könne in dieser Situation nur der Preis, der zwangsläufig (wenn auch nicht kurzfristig) steigen muss. Stimmt diese Einschätzung? Wenn ja, kann ich mir eine Bewegung vorstellen, die zunächst einmal durch Drückung versucht, „schwachen Hände“ abzuschütteln (im Silber, aber vor allem in den Minen), bevor die Preise nachhaltiger ansteigen.
Klinkmüller bemüht vor allem die Marktpsychologie auf der Basis der Wellentheorie. Gier und Angst können kurz- und mittelfristig einiges an Bewegung verursachen, ein brachiales Tief ist also nicht ausgeschlossen.

Längerfristig zeigt der Kurs von Gold in japanischem Yen die Richtung vieler Rohstoffpreise, auch den von Silber, an: Er steigt seit 20 Jahren, in den letzten 5 Jahren parabolisch. Die Probleme unseres Geldsystems spiegeln sich darin. Es gibt Korrekturen, die teilweise mehrjährig sind, doch beim Auszoomen minimalisieren sie sich.

Was bedeutet das für Investitionen?
In Silber ist man entweder schon seit Jahren physisch investiert oder man kauft sich jetzt in Tranchen ein – und umgeht Zeiten mit großen Spread und Steuern, so gut es eben geht. Minen sind zur Zeit ein interessantes Investment, eignen sich aber nicht, um sie auf Dauer zu halten.


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