Ja, beeindruckende Rede, an der man kaum vorbeihören kann
Dass das Publikum sich mit Harald Martenstein schwer tut, ist doch ganz natürlich. Die Leute bewegen sich ansonsten nur in ihrer Blase, in die normalerweise kaum andere Gedankengänge eindringen, weil man sie als "toxisch" deklariert hat.
Jetzt sitzen sie aber da und haben sich drauf eingelassen, die Standpunkte aller Protagonisten anzuhören. Kein Mensch schwenkt sofort 180 Grad in die andere Richtung. Im Gegenteil: Die erste Reaktion ist immer ein Abwehrreflex.
Aber Martensteins Gedanken und Argumente sind nun mal nicht von der Hand zu wischen. Irgendetwas löst er bei jedem Zuschauer aus. Und allein das ist gut. Niemand kann gewungen werden, anders zu denken, als er es jahrelang getan hat.