Silber: Wer wird zuerst fallen?
Was am 30.1 passierte, war einmalig – also historisch.
Auch wenn der hyperbolische Anstieg nach einer Korrektur schrie.
Wie die Sache abgewickelt wurde, war bemerkenswert – oder genauer gesagt – kriminell.
Ich habe jetzt keine Lust mich über den regelwidrigen Aktionismus des westlichen Establishments aufzuregen. Es ist, wie es ist.
Da werden Geschäfte einfach rückabgewickelt oder manchmal sogar gelöscht.
Egal.
Nun ist es aber so, das sich gerade die Welt für alle sichtbar verändert.
Damit treten auch neue Akteure auf den Plan, die es leid sind, von der bisherigen Drückerkolonne gemaßregelt zu werden.
Im Rohstoffsektor muß man halt irgendwann liefern.
Drei echte Unterschiede könnten dieses Mal das Muster durchbrechen:
Erstens gibt es Shanghai als Alternative. 1980 gab es keinen anderen Markt. Heute würden Händler einfach weggehen, wenn die COMEX zu offensichtlich zum Gespött wird.
Zweitens ist die industrielle Nachfrage strukturell bedingt. Man kann Nvidia nicht durch Margenerhöhungen davon abhalten, Silber für KI-Chips zu benötigen. Man kann die Produktion von Solarzellen nicht aussetzen. Industrielle Nutzer zahlen, was auch immer es kostet.
Drittens sind die oberirdischen Lagerbestände fast erschöpft. Die Hunt-Brüder hatten 100 Millionen Unzen, als weltweit 12 Milliarden existierten. Jetzt sind es vielleicht insgesamt 2 bis 3 Milliarden. Die Vorräte sind erschöpft.
Ich habe jedoch gelernt, die Kreativität des Establishments nicht zu unterschätzen, wenn es darum geht, Herausforderungen für das System zu bewältigen.
Die einzige Frage ist, ob die physische Realität letztendlich die Papierfiktion überwältigt.
Lieferung im März.
Erster Benachrichtigungstag ist der 27. Februar. Noch drei Wochen.
Quelle: https://no01.substack.com/p/this-time-is-different
Da braut sich offenbar etwas zusammen.
Doch was genau?
Die Hunt-Brüder haben es versucht. Max Keiser hat es versucht. WallStreetBets hat es versucht.
Jedes Mal haben die Behörden die Regeln geändert.
Dieses Mal stehen sich europäische Banken, amerikanische Banken und China gegenüber.
Die Amerikaner haben die Seiten gewechselt. Sie sind jetzt long. Sie gewinnen, wenn Silber läuft.
Die Europäer sind gefangen. Es gibt kein Entkommen.
Und China?
Wartet ab. Bereit, die Preisbildung zu übernehmen, wenn der Westen zu viele Spielchen spielt. Wenn die Musik aufhört zu spielen, wird jemand geopfert werden.
Und für mich sieht es so aus, als hätte Europa den Kürzeren gezogen.
Aha! Und wer käme da für Silberzocks in Frage?
Zu den wichtigsten Akteuren gehören: UBS (Schweiz), HSBC (UK/Global), Société Générale (Frankreich), Deutsche Bank (Deutschland), Barclays Capital (UK), BNP Paribas (Frankreich).
Dann schauen wir doch einmal auf die Kursverläufe dieser Großbanken.
Die Insider wissen doch, was angesagt ist und werden sich entsprechend positioniert haben oder es in Kürze tun.
Da kann ich allerdings (noch) nichts erkennen. Die Kursverläufe sehen recht ordentlich aus und indizieren keine Fluchtbewegung.
Hat jemand dazu eine Idee?
Gibt es noch andere Großbanken, die hier involviert sind oder hat man sich bereits über die neuesten Regelanpassungen geeinigt?
mfG
nereus