Die Produktion war ganz einfach nicht wirtschaftlich.
Mit der Entspannung, der Wende in der DDR, Gorbatschows Kapitulation und dem folgenden Zusammenbruch der UdSSR, kam maximal Uran aus der Kriegsindustrie auf den Markt, oder wurde plötzlich zumindest nicht mehr für diesen Sektor benötigt.
Die Produktion in der DDR und im angrenzenden Gebiet in der CSSR war strategisch wichtig.
Der Förderpreis war zweitrangig.
Schlagartig brauchte man Marktpreise, zu denen man nicht fördern konnte, und war strategisch nicht mehr notwendig.
Jahrzehntelang war der Uranpreis dann im Keller.
Das ändert sich jetzt wieder.
Niemand hatte und hat bis heute Interesse an den deutschen Uranminen.
Eine Bergbauproduktion in der BRD ist völlig illusorisch.
Mich würde nicht wundern, wenn einige Atommächte später melden werden, daß man sein Atomarsenal ausgebaut hat.
Der Uranpreis steigt zumindest an und sagt, daß da schon ein steigendes Interesse da ist.
Um neue Minen (z.T. wieder) an den Markt zu bringen braucht es dauerhaft deutlich über 100US$/Pfund.
Und dieser Preis wird kommen müssen.
Die Alternativen für die gängigen Uranreaktoren sind zwar theoretisch möglich, aber bisher scheint da kein wirklicher Durchbruch in Sicht.
Und Fusionsreaktoren wird es wohl nie geben, aus Materialgründen.
Zumindest nicht in den nächsten 100 Jahren.
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MfG
LR
Alles ist ein Windhauch.