Aktuelle Lage Gasversorgung

Ganapati @, Montag, 19.01.2026, 19:46 vor 51 Tagen 3830 Views

bearbeitet von Ganapati, Montag, 19.01.2026, 19:53

Wir wir hier sehen:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/_svg/Gasspeich...

Wenn man den Abstand zwischen der Füllstandskurve 2025 und 2026 als stabil betrachtet, wird Anfang März die Marke von 20 % unterschritten sein.Sinkt der Speicherfüllstand unter 20 %, verlieren die Gasspeicher ihre Pufferfunktion und es kann pro Tag weniger Gas entnommen werden. Dann hängt die Versorgung fast vollständig von laufenden Importen und vom Wetter ab, und bei Kälte drohen zuerst Einschränkungen für die Industrie. Laut Bundesnetzagentur verfügt Deutschland über ausreichende Import- und LNG-Kapazitäten, auch wenn die Speicherstände niedriger sind als in den Vorjahren. Diese LNG-Importe müssen jedoch konsequent und zwingend genutzt werden, um Industrieabschaltungen zu vermeiden. Der entscheidende Faktor bleibt das Wetter: Ein anhaltend kalter Februar wäre problematisch.

Ein fundierter Beitrag zu diesem Thema:
https://www.martinkaessler.com/gasspeicher-deutschland-2026-prognose/

Martin Käßlers Analyse zeigt: Deutschland startete diesen Winter mit nur 75 % Speicherfüllung statt der üblichen 95 % – ein Fehlbetrag von etwa einem Monat Heizverbrauch. Der größte Unsicherheitsfaktor ist der Polarwirbel: Meteorologen beobachten Anzeichen für einen "Split", der eisige Festlandsluft aus Russland bringen und einen Dauerfrost-Februar auslösen könnte. Eine Gasmangellage (Notfallstufe) bleibt unwahrscheinlich, sofern die Importinfrastruktur (Norwegen/LNG) fehlerfrei zu 100 % läuft. Jede technische Störung in diesem Bereich erhöht das Risiko jedoch exponentiell.

Mir doch egal, ich heize doch mit Öl und Holz ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Montag, 19.01.2026, 20:32 vor 51 Tagen @ Ganapati 2579 Views

... aber ernsthaft, Gasmangel dürfte dann auch Strommangel zur Folge haben. Schließlich braucht so ein Gaskraftwerk auch mehr als heiße Luft aus grünem Maul. Schaun wer mal [[sauer]]
MfG
igelei

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MfG
igelei

"Mir doch egal, dann heize ich eben elektrisch" ...

Romeo @, Somalia 2.0, Montag, 19.01.2026, 23:06 vor 51 Tagen @ igelei 2295 Views

... erklärte mir vor ein paar Tagen mein "vorbereiteter" Nachbar.

Wenn das Gas ausgeht, wird innerhalb kürzester Zeit auch das Stromnetz wegen Überlastung platt sein.

Das wird lustig.

Wie bestellt so gelieferte Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Danke. Mal was ausgewogenes, nicht die übliche Clickbait-Panikmache.

Plancius @, Dienstag, 20.01.2026, 08:10 vor 50 Tagen @ Ganapati 2107 Views

bearbeitet von Plancius, Dienstag, 20.01.2026, 08:58

Ich beabsichtige, Ende Februar für 10 Tage zu verreisen und habe natürlich ein besonderes Interesse daran, dass wir eine stabile Gas- und Stromversorgung haben.

Was mich an der ganzen Diskussion stört, ist die Tatsache, dass sich die Argumente immer nur um die Gasspeicher drehen. Andere Länder um uns herum haben viel weniger Gasspeicher bzw. die sind schon an die 20% Füllstand und dort gibt es diese Ängste vor ausbleibendem Gas überhaupt nicht.

Um hier eine sachliche Diskussion führen zu können, möchte ich mal gern wissen, ob denn:

a) die Einspeisemengen in das Gasnetz aus Norwegen und den Niederlanden ausreichen, um Europa auch in einem kalten Winter bis runter nach Spanien zu versorgen. Sind also beide Länder in der Lage, den Gashahn weiter zu öffnen?

b) Da Norwegen und die Niederlande wahrscheinlich die erhöhte Nachfrage nicht im erforderlichen Umfang befriedigen können, wird zusätzliches LNG benötigt. Sind die LNG-Terminals in Deutschland, Holland, Belgien und Italien in der Lage, das angelandete Gas im erforderlichen Umfang, in der zur Verfügung stehenden Zeit ins Gasnetz einzuspeisen? Sind auch schon genügend LNG-Frachter auf dem Weg nach Europa, um für kontinuierlichen Nachschub zu sorgen?

Dass die Gasspeicher weiterhin mit 1 bis 1,5% pro Tag entleert werden, spricht aktuell eher dafür, dass zu wenig LNG eingespist wird bzw. die Niederlande und Norwegen den Gashahn nicht weiter aufdrehen können.

Was eher gegen eine bevorstehende Gasmangellage spricht, ist die Tatsache, dass das Thema in den Medien so gut wie nicht präsent ist und auch die Industrie keinen Furor macht. Also man scheint doch großes Vertrauen in die Aussagen der Bundesnetzagentur zu haben. Im Jahr 2022 waren die Gasspeicher auch nicht voll und wir sind gut durch den Winter gekommen.

Allerdings gab es da noch 3 Kernkraftwerke. Aber seit dieser Zeit ist wiederum einiges an LNG-Kapazitäten aufgebaut worden.

Weiterhin weird seit diesem Jahr wieder von einem steigendem Gasbedarf bei uns berichtet. Und das trotz der Tatsache, dass überall Gas gespart wird, chemische Industrie plus Metallurgie (Alu usw.) kontinuierlich abwandert und Heizungen sukzessive auf Wärmepumpen umgestellt werden und der Elektroenergieverbrauch auch nicht gerade steigt.

Aber was weiß ich schon, was hier tatsächlich abgeht. Es fehlt eine ganzheitliche Betrachtung des Themas.

Ganz krude Theorie

Ich habe vor kurzem mit einem älteren Herrn - einem Geologen - gesprochen, der früher im Explorationsgeschäft unterwegs war. Er meinte, dass die Bundesregierung absichtlich unsere Gasspeicher zerstören will, um eine Gasmangellage zu provozieren und die Energie- und Wärmewende für Bevölkerung und Wirtschaft auf diese Weise zu erzwingen.

Unterschreitet der Druck in en Gasspeichern einen bestimmten Wert, lagern sich Kondensate im Gestein ab, Kavernen drohen einzustürzen und poröses Gestein zerbröselt.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Kohlekraft

joep @, Dienstag, 20.01.2026, 15:21 vor 50 Tagen @ Romeo 1283 Views

Noch haben wir Kohlekraftwerke. In Zukunft sollen es wesentlich mehr Gaskraftwerke werden. Woher das Gas kommen soll, weiss keiner.

Prognose: Sobald der Ukraine-Krieg vorbei ist, kommt auch wieder Gas aus Russland.

Um so wichtiger, die eigene partiell stillgelegte Kohleförderung wieder aufzunehmen

Brutus ⌂ @, Dienstag, 20.01.2026, 23:53 vor 50 Tagen @ Plancius 1186 Views

bearbeitet von Brutus, Mittwoch, 21.01.2026, 00:31

...die ja bekanntlich einzig politisch negiert wurde.

In Sachsen beispielsweise, ist das starke Steinkohleflöz noch gar nicht angetastet worden.

Das Stadtgas früher, wurde einzig aus der KOHLEVERGASUNG gespeist!

Auch Ruhr hat Kohle satt, weil politisch in die Knie gezwungen, und wer die Braunkohle negiert, haben wir bei den Tagebauprotesten bei Köln ja nun hinlänglich erlebt. Dass Saar leer ist, nehme ich auch nicht an!

Selbst Leipzig steht auf Kohle, die Bagger stoppen zuletzt einzig aus politischen Gründen (Wende) ja , der Baggerhunger führte sogar zur politischen Wende, genaugenommen, noch genauer der Umgang mit den Leuten infolge der Kohleförderung und Kohleverstromung.

Tja und, wem der Name Wismut etwas sagt...

Die Wismut ist eine Sowjetisch Deutsche Aktiengesellschaft (im weitesten Sinne gewesen) deren einzige Aufgabe der Uranbergbau in Sachsen/Thüringen war. Die größte Bombe der Welt, Tsar, gezündet über Novaja Semlia, wurde mit Material gebaut, welches die Deutschen Wismutkumpel aus der Erde unter Schlema (Sachsen) aus dem Berg von Hand rausgebrochen haben. Und da ist noch genug Material, für 100 oder 1.000 weitere Exemplare.

Wenn sich eine Sowjetunion auflöst, dann geht die Grundlage des Namensgebers der Wismut verloren, demzufolge die Förderung 1990 eingestellt werden musste, (was für ein Zufall, alle Förderstellen, sowohl in Thüringen, als auch in Sachsen, pünktlich und korrekt mit der politischen Wende versiegt, und am 24.12. kommt der Weihnachtsmann! Ja, Uran kommt abschnittseise vielleicht aus Mali billiger rüber, wie auch Steinkohle aus Polen oder Mozambique billiger war oder ist, im Vergleich zu heimischer Kohle. Aber die Importe ergeben eine Abhängigkeit, wie bei Gas und eine Versorgungsunsicherheit.

In Wirklichkeit könnten wir uns allein schon mit Uran die nächsten tausend Jahre selbstversorgen!

Und wer noch was von der Kohleverflüssigung weiß (so schlau waren wir mal!) Bergius-Pier-Verfahren, und das alles zusammenaddiert, wird feststellen, dass wir real gesehen energetisch vollkommen autark sein könnten, wenn wir nur wollen, respektive wollen könnten, wäre wohl korrekt gesagt.

Wir dürfen nicht wollen.

Aber wenn die Fesseln eh grad abgelegt werden, warum dann nicht gleich diese mit?

Aktuell wird grad das längste Strom-Unterseekabel der Welt sinniert, zwischen Marokko und .....??? Deutschland! Wegen Stromübertragung, der dort mit PV und Wind gewonnen werden soll (haben wohl Platz, die Kollegen da unten).


Faktisch haben wir soviel Energie dass wir Afrika in die Gegenrichtung mit genau diesem Kabel versorgen könnten!

Wir lassen uns künstlich arm und wertlos rechnen.

Wenn dann alle Einheimischen sich haben für dumm verkaufen lassen und abgehaun sind lassen die anderen die Katze aus dem Sack, kassieren das Land unserer Vorväter, (wie Schlesien Pommern, Preußen Lothringen Deutsche Wolgarepublik, und und und, von uns unwürdigen Erben, und dann wird Deutschland ein muslimisches weiteres Energieexportland wie Kuwait oder Saudiarabien!

...("Hauptsache die Deutschen habens nicht" - J.Fischer)

Sch...fast vergessen, Erdöl gibt's natürlich auch - schau mal nach Norddeutschland a) Salzwedel b) Schleswig Holstein, c) dsbzgl. Meldungen über den Greifswalder Bodden, Quellen voll, muss man nur die Museumspumpen wieder einschalten!

Es gibt also keine tatsächliche Energierknappheit sondern eine prinzipielle!

Deshalb lassen sie uns auch auf Teufel komm raus die Landschaft mit Propellern und PV zukleistern und damit faktisch ruinieren - weil klar ist, dass damit keine Energie umgewandelt werden kann, mit der man ein Stromnetz betreiben kann.

Früher war Deutschland mal souverän.

- Erst politisch entmündigt (entsouveränisiert), dann
- territorial beraubt (Pommern, Schlesien, Preußen), dann
- monetär entmündigt (DM), dann
- wirtschaftlich entmündigt, dann
- intellektuell zermalmt (Grünenwählerproduktion), dann
- etnisch zerstört, und jetzt noch
- energetisch entmündigt und ruiniert!

Überall dort draufhaun, wo noch ein Fünkchen Souveränität (wirtschaftlich/energetisch) aufleuchtete!

- Hatten wir schon militärisch der Lächerlichkeit preisgegeben?

--
[image]
nur für kurze Zeit: https://telegra.ph/Kleine-Presseschau-2025-06-27-06-27

Die Zarbombe mit ihren 50 MT war eine Wasserstoffbombe. (mTuL)

DT @, Donnerstag, 22.01.2026, 10:43 vor 48 Tagen @ Brutus 891 Views

bearbeitet von DT, Donnerstag, 22.01.2026, 11:18

Sie enthielt ca 3-6 kg Plutonium 239, was in einem AKW aus Uran erbrütet wurde.
Der Rest war D und T. Es war wohl auch noch etwas LiD dabei als Fusionsbrennstoff.

https://de.wikipedia.org/wiki/AN602

Das Uran könnte durchaus von der Wismut gestammt haben, aber heute ist Rußland und Kasachstan ein großer Uranlieferant.

https://www.quora.com/How-much-uranium-and-or-plutonium-was-used-in-the-Tsar-Bomba

Ja, in Wasserstoffbomben wird oft Uran eingesetzt

Reffke @, Narragonien, Donnerstag, 22.01.2026, 12:48 vor 48 Tagen @ DT 835 Views

AI:
Ja, in Wasserstoffbomben wird oft Uran eingesetzt, aber nicht als Hauptbrennstoff für die Fusion, sondern als Primärstufe (Zünder), die die extremen Bedingungen (Temperatur, Neutronen) für die Fusion von Wasserstoffisotopen (Deuterium und Tritium) erzeugt, und manchmal auch als Mantel (Tertiärstufe), der durch die Fusion selbst zur Spaltung angeregt wird, wodurch die Sprengkraft stark erhöht wird – eine sogenannte „schmutzige“ Waffe.
Wie Uran in einer Wasserstoffbombe eine Rolle spielt:
Fissions-Zünder: Eine Wasserstoffbombe benötigt eine herkömmliche Atom(fissions)-Bombe (Uran oder Plutonium), um die nötige Hitze (Millionen Grad Celsius) und Neutronen zu erzeugen.
Fusion: Diese Energie zündet dann die Fusionsreaktion (Deuterium + Tritium → Helium + Energie).
Uran als Mantel (Teller-Ulam-Design): Viele moderne H-Bomben haben einen äußeren Mantel aus natürlichem Uran (Uran-238). Die energiereichen Neutronen aus der Fusionsstufe spalten dieses Uran-238, was die Sprengkraft dramatisch erhöht (Fission-Fusion-Fission-Bombe).
Zusammenfassend: Uran ist in Wasserstoffbomben präsent, entweder als Teil des Zündmechanismus oder als Material für den leistungssteigernden Mantel, was sie zu dreistufigen Waffen macht, die sowohl Kernspaltung als auch Kernfusion nutze

sowie:
https://www.tagesanzeiger.ch/was-eine-wasserstoffbombe-so-gefaehrlich-macht-148976331192

LG Reffke

--
Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Wunder gibt es immer wieder…???

Reffke @, Narragonien, Donnerstag, 22.01.2026, 14:34 vor 48 Tagen @ Ganapati 878 Views

L.S.,

Ein lesenswerter Artikel bei den Klimanachrichten:
Vor Jahresfrist hatten die Speicher Ende Januar noch 41% Restfüllung, im Februar wurden noch 11% verbraucht. Dieses Jahr werden wir wohl bei 31% Ende Januar stehen, die „gesetzliche Vorgabe“ (in Rot) ist deutlich zu niedrig. Kein Wunder: man bezog sich dabei auf das „Wetterjahr 2016“, der Winter damals war der zweitwärmste (+3,4°C) nach 2020 (3,9°C) nach DWD-Daten!

Eine „Mangellage ist also recht wahrscheinlich in diesem Winter mit einer erwarteten Mitteltemperatur Dezember und Januar von 0,8°C. Das liegt nicht an den so tiefen Temperaturen, das ist nicht ungewöhnlich. Es liegt vor allem daran:

“Deutschland begann die Heizperiode trotz der zu rund 81 % vermarkteten Gasspeicherkapazitäten am 1. November 2025 mit einem Füllstand von lediglich 75 %.”
https://klimanachrichten.de/2026/01/22/wunder-gibt-es-immer-wieder/#more-10430

LG Reffke

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Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Die Zar-Bomba war vom Design her vierstufig.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 23.01.2026, 00:16 vor 48 Tagen @ Reffke 741 Views

Ein Plutonium Fissionszünder und dann eine Kaskade von drei Fusionsstufen. Beim Test auf Nowaja Semlja waren nur zwei Fusionsstufen aktiv (ca. 50 Mt. TNT-äquivalent). Die dritte Stufe hätte die Konfiguration auf 100Mt Sprengkraft gebracht, was aber die Crew im Einsatzflugzeug wohl nicht überlebt hätte.

Grüße

--
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Afuera!

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