Schädlichkeit der stark gestiegenen ETF-Popularität
"Wenn der Markt aber unabhängig von Unternehmenszahlen allein nur deshalb immer weiter speziell die teuersten Titel kaufen muß, dann entstehen Blasen deren Platzen später für die Analysten glasklar und logisch nachvollziehbar zu dem Ende dieses Ponzisystems führten."
Ich sage dazu:
Wenn Unternehmenszahlen schlechter werden, werden die Kurse früher oder später sinken, dann werden die Indizes früher oder später das Unternehmen bei ihren regulären Aktienjustierungen geringer gewichten, und dann werden die ETFs, die den Index verkörpern sollen, das Unternehmen teilweise verkaufen müssen bzw. die entsprechenden Wetten anpassen müssen.
Sind Aktien aus dem Index überbewertet, kauft der Anleger über den ETF diese mit, vielleicht dafür auch viele dort befindliche unterbewertete Aktien.
Die Tatsache, dass die Popularität von ETFs stark gestiegen ist, bedeutet nur, dass ein größerer Teil der Nachfrage undifferenziert den breiten Markt aufkauft, wobei sich ein Vorteil für die individuellen Aktienkäufer ergeben könnte, da sie schneller reagieren können, aber kein Nachteil für die ETF-Käufer.
Ich sehe hier also keinen prinzipiellen Nachteil für ETFs.
Denkbar wären eher regulatorische Beschränkungen für ETFs, die jedoch bei Langfristanlegern weniger ins Gewicht fallen dürften.