Sohn fliegt kurz vor Erreichen der mittleren Reife von der Schule: was tun?

Ötzi @, Dienstag, 16.12.2025, 11:47 vor 57 Tagen 5178 Views

bearbeitet von Ötzi, Dienstag, 16.12.2025, 12:16

Hallo zusammen,

ich benötige ein paar Gedankenanstöße durch die Gelbe Schwarmintelligenz.
(wem der Text zu lange ist, einfach mal ganz nach unten scrollen, dort steht das, wozu ich hauptsächlich Gedankenanstöße brauche):

Unser Sohn geht in die 10. Klasse eines privaten Gymnasiums (kirchliche Trägerschaft) in Rheinland-Pfalz. Die 9. Klasse hat er wiederholt, und darf daher die 10. Klasse nicht auch noch wiederholen.
In zwei Hauptfächern steht er derzeit zischen 4 und 5, in allen anderen Fächern sieht es recht gut aus. Er ist für seine Verhältnisse momentan recht fleißig und vor allem motiviert. Er will am liebsten Abitur machen, und nach der 10. Klasse hätte er zumindest schon mal die mittlere Reife.

Nun wurde aber unserem Sohn aus Verhaltensgründen zum Halbjahr (31.1.) der Schulvertrag gekündigt (an privaten Schulen geht so etwas einfacher als an staatlichen). In der Klasse gibt es verfeindete Schülergruppen, und ein großer Teil dessen, weswegen der Schulvertrag gekündigt wurde, beruht nicht auf Beobachtungen von Lehrern, sondern auf Beschwerden von Mitschülern. Dadurch ist die Situation extrem aufgeheizt. In der 11. Klasse gäbe es dann keinen Klassenverband mehr.

Die Frage ist: wie nun vorgehen?

Möglichkeit 1:
Wir könnten gegen die Aufkündigung des Schulvertrags klagen, und die Aussichten wären vielleicht gar nicht schlecht. Allerdings würden wir damit extrem viel Öl ins Feuer gießen, und ich weiß nicht, ob mein Sohn das psychisch durchsteht, denn er wäre dann einige Wochen lang weiter in der Klasse, während das Eilverfahren läuft. Ein Teil der Klasse freut sich gerade, dass er weg muss, ein anderer Teil steht auf seiner Seite. Zudem würde sich die Gefahr erhöhen, dass er die 10. Klasse nicht schafft, und dann noch ein Jahr Schulpflicht an einer Realschule absitzen müsste, um die mittlere Reife zu erreichen.
Mit der Schulleitung und Lehrerschaft hätte ich kein Mitleid, da unser Sohn schon bei früheren Gelegenheiten meinem Eindruck nach nicht ganz fair behandelt wurde, weil er an der Schule einen schlechten Ruf hat. Teils ist sogar die Benotung unfair. Habe hier eine Deutschland-Klassenarbeit von ihm liegen (Note 4+), aber der Lehrer hat an mehreren Stellen Konjunktiv/Indikativ falsch korrigiert, also richtiges als falsch angestrichen. Ist nach meinem Eindruck eine 3. Sozialkunde-Arbeit 5+, ist aber klar eine 4.

Für eine Klage spricht auch, dass unsere Tochter im gleichen Gymnasium in der 5. Klasse ist, und da alles wunderbar läuft. Sie hat sich so lange drauf gefreut, endlich an die gleiche Schule zu gehen, wie ihr großer Bruder, und ist super happy. Wenn das jetzt plötzlich auf diese Weise vorbei wäre, würde das bei beiden seelische Spuren hinterlassen. Wenn ich mir vorstelle, dass sie möglicherweise in 8 Jahren noch in Klassenräumen sitzen wird, in deinen unserem Sohn von Mitschülern und Lehrern übel mitgespielt wurde, und er längst weg ist. Mag ich mir gar nicht vorstellen....


Möglichkeit 2:
An ein anderes Gymnasium wechseln. Die vielen Wechsel tun ihm aber überhaupt nicht gut. Er kennt dort niemanden, würde unter Umständen in der Pause dumm auf dem Hof rumstehen (ging mir in meiner Schulzeit zeitweise so, und ist nicht schön). Das nächste Gymnasium ist ca. 20 km weit weg. Bedeutet, noch mehrere Jahre weiter Schulweg, wenn er Abitur machen will. Wahrscheinlich ist dort das Niveau niedriger, vielleicht sogar deutlich niedriger, wodurch sich seine Chancen erhöhen würden, die 10. Klasse zu schaffen. Bin mir da aber nicht ganz sicher. Andernfalls müsste er nach einem halben Jahr ein zweites Mal die Schule wechseln, auf eine Realschule, weil er ja nicht wiederholen darf. Es gibt noch ein anderes sehr nahegelegenes Gymnasium, die haben aber ein G8-System, also anderen Lehrplan. Wahrscheinlich würden sie ihn gar nicht nehmen, und wenn doch, würde es nicht einfach für ihn.

Möglichkeit 3:
auf die Realschule wecheln, sofern das so kurz vor der Mittleren Reife noch geht. Ich führe das nur als theoretische Möglichkeit auf, da wir das schon ausgeschlossen haben. Der Umgang dort würde ihm nicht gut tun.


Möglichkeit 4:
Ihn einfach zu Hause lassen. Erstmal Führerschein machen, ihn dabei unterstützen, sich sinnvolle Freizeitbeschäftigungen zu suchen, später Schulabschlüsse nachholen, oder sich in ein Leben mit Hauptschulabschluss einrichten (den hat er durch bestehen der 9. Klasse).
Problem: Schulpflicht. Eine Schule wird sich zwar nicht bei uns melden, weil er ja dann an keiner Schule angemeldet ist, aber das Jugendamt wird mit Sicherheit von seiner bisherigen Schule informiert, wenn wir denen keine Auskunft geben, wohin er gewechselt ist, und die werden Stress machen. Vermutlich gibt es auch noch weitere Staatliche Stellen, die sich da einschalten werden (Schulaufsicht oder so).

Die Schulordnung Rheinland-Pfalz ist auch so merkwürdig formuliert, dass ich mir gar nicht sicher bin, ob die Schulpflicht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres geht (dann wären es noch 11 Monate) oder noch länger. Da steht das Wort "Heranwachsende" drin, und ich habe nicht herausgefunden, was das juristisch genau bedeutet.

Hier wäre vor allem die Frage an die Gelbe Schwarmintelligenz: gibt es da irgendwelche Ideen oder Tricks, wie man das Ende der Schulpflicht de facto etwas vorziehen könnte?

Wer von Euch hat Ideen, was der beste Weg ist? Habe ich vielleicht irgendetwas gar nicht bedacht?

Weihnachtliche Grüße,

Ötzi

Einstweilige Anordnung ...

Revoluzzer @, Dienstag, 16.12.2025, 12:22 vor 57 Tagen @ Ötzi 3461 Views

Schülerwohl ist das Wichtigste.

Zum Amtsgericht, einstweilige Anordnung holen, Zusage Deines Sohnes, dass er baW in der Klasse nicht weiter auffällt, blablabla, es braucht Zeit, eine Alternative zu finden...

Dann sitzt Dein Sohn Morgen wieder in der Schule und ihr könnt in Ruhe weiter überlegen.

Das musst aber sofort machen. Heute. Sonst ist Eilbedürftigkeit nicht mehr gegeben, vermute ich mal.

Wenn das Amtsgericht keine einstweilige Anordnung rausgibt, kannst es vergessen. Ein langer Rechtsweg bringt nix, denn dann ist das längst rum. Besser dann es akzeptieren und sich in einer neuen Schule einfinden.

Das ist nicht das Hauptproblem

Ötzi @, Dienstag, 16.12.2025, 13:23 vor 56 Tagen @ Revoluzzer 3134 Views

bearbeitet von Ötzi, Dienstag, 16.12.2025, 13:29

Hallo Revoluzzer,

meinem Sohn wird "ordentlich gekündigt", wie es im Schulvertrag steht, nicht fristlos. Das heißt, mit einer Frist von 6 Wochen zum Halbjahresende. Fristlose Kündigung ginge nur, wenn er sich täglich mit anderen Schülern prügelt oder Fensterschreiben einwirft etc.

Das heißt, er kann noch bis Ende Januar weiter in den Unterricht gehen, zumindest theoretisch. Praktisch versucht die Schulleitung, das zu verhindern. Nachdem mir die Entscheidung mündlich bekannt gegeben wurde, wurde er sofort mündlich beurlaubt, bis Weihnachten, bzw. es wurde ihm überlassen, ob er in den Unterricht kommt, aber uns wurde klar zu verstehen gegeben, dass es nicht erwünscht ist. Da noch zwei Klassenarbeiten anstanden, haben wir das auch erstmal angenommen. Als er dann kam, um einen Entschuldigungsbrief abzugeben (war seine Idee) und danach in den Unterricht gehen wollte, wurde er sofort rausgeschmissen, und ich musste ich abholen. Ihm wurde angedroht, wenn er nicht ginge, würde er es schriftlich bekommen, dass er gehen muss. Ich habe da nichts dagegen eingewendet, weil ich zu dem Zeitpunkt noch versucht habe, mich gütlich mit der Schulleitung zu einigen. Daraus ist aber nichts geworden.

Die paar verbleibenden Schultage vor Weihnachten ignorieren wir jetzt, wir wollen da unserem Sohn auch seine Ruhe lassen. Im Januar sieht die Sache dann aber anders aus. Wenn die Schule ihn dann schriftlich der Schule verweist, macht sie aus der ordentlichen Kündigung de facto eine fristlose, was komplett rechtsmissbräuchlich wäre. Ich will auch auch nicht mal gänzlich ausschließen, dass ich dann drohen muss, die Polizei zu rufen.

Gruß,

Ötzi

Dann...

Revoluzzer @, Dienstag, 16.12.2025, 14:07 vor 56 Tagen @ Ötzi 2928 Views

Klage einreichen und einstweiligen Rechtsschutz beantragen, dass die Kündigung bis auf Weiteres unwirksam ist.

Aber wenn ihr selbst schon akzeptiert habt, zeitweise den Ausschluss mitzutragen?

Das liest sich für mich danach, dass ein Neustart an anderer Stelle fällig ist und dass Euch das eigentlich auch schon klar ist.

Nein

Ötzi @, Dienstag, 16.12.2025, 15:06 vor 56 Tagen @ Revoluzzer 2677 Views

am Donnerstag haben wir mitgeteilt bekommen, das der Schulvertrag gekündigt werden soll. Am Freitag und Montag hätte er zwei Klassenarbeiten gehabt. Er sollte einfach keine schlechten Noten bekommen, weil er sich nicht konzentrieren kann. Deshalb ist er Freitag nicht hingegangen, Montag dann doch. Und auf heute (Dienstag) bis Freitag kommt es nun wirklich nicht an. Danach sind Ferien.

Warum nicht z.B. aus der 10b in die 10c wechseln? Dort sind andere Mitschüler. (kwT)

SevenSamurai @, Dienstag, 16.12.2025, 12:57 vor 56 Tagen @ Ötzi 2641 Views

kwT

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

will die Schule nicht(owT)

Ötzi @, Dienstag, 16.12.2025, 13:10 vor 56 Tagen @ SevenSamurai 2478 Views

Warum nicht für 6 Monate auf die Realschule wechseln?

stokk', Dienstag, 16.12.2025, 13:24 vor 56 Tagen @ Ötzi 2832 Views

bearbeitet von stokk', Dienstag, 16.12.2025, 13:42

Dort wäre er vielleicht der Klassenbeste.

Danach kann er im August/September (mental gestärkt) in die 11. Klasse auf das Gymnasium gehen.

Oh, und wegen "dem Umgang" auf der Realschule: Ein halbes Jahr geht so schnell vorbei und ausserdem kommt er dann raus aus der Gymnasium-Bubble. Er wird ja noch viele Jahrzehnte mit "diesem Umgang" zurechtkommen müssen.

Gruß
stokk

Das ginge eventuell schon

Ötzi @, Dienstag, 16.12.2025, 13:34 vor 56 Tagen @ stokk' 2816 Views

würde ihm aber nicht gut tun, da er auf der Suche nach Anerkennung leider dazu neigt, sich mit den "Deppen" zusammenzutun und Grenzen zu überschreiten, zumal in einem neuen Umfeld, in dem er mehr oder weniger gezwungen wäre, irgendwelche Kontakte zu knüpfen.
Er wäre dort auch völlig unterfordert, was ihm aus Erfahrung nicht gut tut. Die Schule, an der er jetzt ist, ist an sich nicht schlecht, bis auf die Schulleitung.
Ein Berufsziel hat er auch noch nicht, er steckt in der Freizeit seine ganze Energie ins Fussball.

unterfordert?

Dieter @, Dienstag, 16.12.2025, 14:36 vor 56 Tagen @ Ötzi 2791 Views

Hallo Ötzi,
Auch wenn meine Einlassung keine Hilfe sein sollte, da ich die jeweiligen Schulen bei Euch nicht beurteilen kann:

Ich weiß nicht wie es bei Euch ist, aber in meiner Gegend OWL (NRW) ist es eher so, daß ein guter Realschüler mehr kann als ein Gymnasiast, der das gymn. Klassenziel noch halbwegs schaffte, vielleicht mit Ausnahme der Sprachen.

Oder anders ausgedrückt: Bei uns wäre ein schlechter Gymnasiast in der Realschule keinesfalls unterfordert. Sicher hängt es auch von der jeweiligen Schulleitung und Lehrerkollegium ab, welche Anforderungen jeweils an die Schüler gestellt werden? Das Niveau dürfte von Schule zu Schule gleichen Typs unterschiedlich sein.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Antwort

Ötzi @, Mittwoch, 17.12.2025, 11:21 vor 56 Tagen @ Dieter 1951 Views

Hallo Ötzi,
Auch wenn meine Einlassung keine Hilfe sein sollte, da ich die jeweiligen Schulen bei Euch nicht beurteilen kann:

Ich weiß nicht wie es bei Euch ist, aber in meiner Gegend OWL (NRW) ist es eher so, daß ein guter Realschüler mehr kann als ein Gymnasiast, der das gymn. Klassenziel noch halbwegs schaffte, vielleicht mit Ausnahme der Sprachen.

Oder anders ausgedrückt: Bei uns wäre ein schlechter Gymnasiast in der Realschule keinesfalls unterfordert. Sicher hängt es auch von der jeweiligen Schulleitung und Lehrerkollegium ab, welche Anforderungen jeweils an die Schüler gestellt werden? Das Niveau dürfte von Schule zu Schule gleichen Typs unterschiedlich sein.

Gruß Dieter

Hallo Dieter,

soweit ich das hier in der Region mitbekommen habe, sind diejenigen Schüler, die vom Gymnasium auf die Realschule wechseln, dort unterfordert bzw. schreiben nur noch 1er und 2er. Wir sind hier auf dem Land, in den Städten kann es anders sein. Vorteil der Realschule ist, dass dort Praktika während der Schulzeit gefodert sind, während am Gymnasium Praktika nur während der Ferien abgeleistet werden können, was dann natürlich kaum ein Schüler machen will.

Er sollte alt genug sein für eine eigenständige Entscheidung

Langmut @, Dienstag, 16.12.2025, 15:02 vor 56 Tagen @ Ötzi 2655 Views

Hallo in die Runde,
er sollte selbst entscheiden, Fehler können später noch korrigiert werden.

Die Eltern sollten ihm dann diesen Weg ermöglichen.
Gruß
Langmut

--
Die Mutter der Dummheit ist immer schwanger.

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. (Joachim Meyerhoff)

Komplizierte Sache

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 16.12.2025, 15:45 vor 56 Tagen @ Ötzi 2494 Views

Da fehlen mir aber noch Erkenntnisse:

1) Die Schulleitung will ihn auf jeden Fall von der Schule weghaben, deshalb wird auch kein Wechsel in eine Parallelklasse akzeptiert.(a)

2) Du hast bereits versucht (mehrmals?) mit der Schulleitung und den Lehrern in ein einvernehmliches Gespräch zu kommen, was aber nicht geklappt resp. keinen Erfolg gebracht hat?

3) Wie empfindet das Dein Sohn? Fühlt er sich von den Mitschülern gemobbt oder von den Lehrern unterdrückt? Oder gar beides?

4) Du versuchst, den Weg zu gehen, der dahin führt, dass er auf dieser Schule und in dieser Klasse bleibt. Will das Dein Sohn genauso (unter diesen Umständen)? Leidet er nicht unter dieser Situation?

5) Irgendwas muss da im Persönlichkeitsprofil Deines Sohnes mitspielen, dass er sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern drangsaliert wird. Liegts an der Art, wie er kommuniziert, wie er sich gibt, oder woran könnte das liegen? Liegts am System der katholischen Schule, wo gewisse Dinge ja nicht gerne gesehen oder akzeptiert werden?

Zu 1)a): Wie sieht das in der Parallelklasse aus, wäre Dein Sohn da bei den Mitschülern besser aufgehoben, oder ist da genauso die Mobberei wieder zu erwarten?

zu 1)b): Sind in der Parallelklasse dieselben Lehrkräfte wie in der Klasse, in der er jetzt ist? Dann kommt er ja vom Regen in die Traufe.

zu 1)c): Wie bewertet das Dein Sohn mit der Idee der Parallelklasse?

Bevor ich da meine Meinung dazu abgebe, wären die Antworten auf meine Fragen schon wichtig. Dann könnte man - je nach Art der Antworten - über gewisse Institutionen Druck machen. Polizei, Gericht, Jugendamt, - etc.

Antworten

Ötzi @, Donnerstag, 18.12.2025, 22:20 vor 54 Tagen @ helmut-1 1623 Views

bearbeitet von Ötzi, Donnerstag, 18.12.2025, 22:26

Da fehlen mir aber noch Erkenntnisse:

1) Die Schulleitung will ihn auf jeden Fall von der Schule weghaben, deshalb wird auch kein Wechsel in eine Parallelklasse akzeptiert.(a)

richtig.


2) Du hast bereits versucht (mehrmals?) mit der Schulleitung und den Lehrern in ein einvernehmliches Gespräch zu kommen, was aber nicht geklappt resp. keinen Erfolg gebracht hat?

richtig.


3) Wie empfindet das Dein Sohn? Fühlt er sich von den Mitschülern gemobbt oder von den Lehrern unterdrückt? Oder gar beides?

Das ist kaum in wenigen Worten zu beantworten. Kurz gesagt, ist es so, dass die Schulleitung extrem linke Schulpolitik betreibt,d.h. wer dort irgendwie ein Sonderling ist, sich z.B. als Homosexuell outet, wird über die Maßen in Schutz genommen und hat quasi Narrenfreiheit. Jungs, die irgendetwas "rechtes" sagen, und sich auch mal pubertär daneben benehmen, werden hingegen extrem in die Mangel genommen. Hinzu kam bei ihm dann noch ein Beziehungskonflikt, in den auch einer der oben genannten "Sonderlinge" involviert ist, und seine Schwierigkeit, sich sozial angemessen zu verhalten, die vermutlich dadurch bedingt ist, dass er extrem Frühgeboren ist. Körperlich hat er das gut überstanden, aber psychisch nicht. Daher braucht er auch sehr lange, Freundschaften aufzubauen. Das ist bei extrem Frühgeborenen häufig so. Seine jüngere Schwester ist da das komplette Gegenteil.
Daher hatte ich auch die Überlegung, ihn gar nicht mehr in eine Schule zu schicken, was aber kaum umsetzbar ist. Er müsste eigentlich wohin, wo er nur Umgang mit älteren Erwachsenen hat (Abendschule), das klappt viel besser.


4) Du versuchst, den Weg zu gehen, der dahin führt, dass er auf dieser Schule und in dieser Klasse bleibt. Will das Dein Sohn genauso (unter diesen Umständen)? Leidet er nicht unter dieser Situation?

Ja. Er tut sich schwer, soziale Kontake aufzubauen, und in seiner Schule hat er einen "Stamm" von einigen guten Freuden, den er sich über Jahre mühsam aufgebaut (siehe oben). Als er in die 5. Klasse kam, waren wir neu zugezogen. Damals gabe es auch Probleme, und der schlechte Ruf, den er an der Schule hat, ist seitdem geblieben, auch wenn es zwischendrin wesentlich bessere Zeiten gab.


5) Irgendwas muss da im Persönlichkeitsprofil Deines Sohnes mitspielen, dass er sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern drangsaliert wird. Liegts an der Art, wie er kommuniziert, wie er sich gibt, oder woran könnte das liegen? Liegts am System der katholischen Schule, wo gewisse Dinge ja nicht gerne gesehen oder akzeptiert werden?

siehe oben.


Zu 1)a): Wie sieht das in der Parallelklasse aus, wäre Dein Sohn da bei den Mitschülern besser aufgehoben, oder ist da genauso die Mobberei wieder zu erwarten?

diese Frage stellt sich nicht mehr.

zu 1)b): Sind in der Parallelklasse dieselben Lehrkräfte wie in der Klasse, in der er jetzt ist? Dann kommt er ja vom Regen in die Traufe.

diese Frage stellt sich nicht mehr.


zu 1)c): Wie bewertet das Dein Sohn mit der Idee der Parallelklasse?

Bevor ich da meine Meinung dazu abgebe, wären die Antworten auf meine Fragen schon wichtig. Dann könnte man - je nach Art der Antworten - über gewisse Institutionen Druck machen. Polizei, Gericht, Jugendamt, - etc.

geht nur noch per Gericht. Heute kam das Kündigungsschreiben. Die Erfolgsaussichten unserer Klage sind meines Erachtens recht gut.

Da ist aber noch ein Punkt

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 19.12.2025, 06:11 vor 54 Tagen @ Ötzi 1558 Views

Den man nicht übersehen sollte:

Es wird Auswirkungen auf Deinen Sohn haben, von Seiten der Lehrer und der Schulleitung. Es ist Dein Bier nun als Vater, ihn darauf mental vorzubereiten, damit er da nicht einknickt. Gewissermaßen, dass er da etwas Besonderes sei, weil kaum jemand von den anderen Eltern das macht, was Du jetzt anleierst, bei Gericht. In dieser Richtung würde ich ihm das nahebringen.

Wenn er nun in die Kategorie "etwas Besonderes" reinkommt, dann muss man ihm klarmachen, dass das für ihn gewisse Auswirkungen hat. Z.B. dass er jetzt erst recht beweisen muss, dass er "was draufhat", und das kann man nur mit erhöhtem Lernaufwand und guten Zensuren. Also, man könnte diese Situation auf ihn als Ansporn umlegen, natürlich mit Schonkost.

Du hast es nicht erwähnt, aber ich hätte auch mal versucht, an einem Elternabend mit den Eltern ein eher offenes Gespräch zu führen, mit der Hoffnung, dass das positive Auswirkungen auf die Mitschüler hat. Es sei denn, das sind bei denen überwiegend verbohrte Gestalten, die ihr Kind als das Non-Plus-Ultra ansehen, das nie was falsch macht.

Dasselbe würde ich in ähnlicher Weise mit dem Klassenlehrer machen, in Form eines ausführlichen 4-Augen-Gesprächs. So, wie ich das mit den OP-Terminen für meine Frau hingekriegt habe, - nicht mit Geld, nicht mit Drohungen, sondern mit dem Zauberwort "Verantwortung". Bei den Ärzten wars einfach, da habe ich denen klargemacht, dass es in ihrer Verantwortung liegt, wenn ein OP-Termin weiter hinausgeschoben wird und sich im Vergleich zum aktuellen Status dadurch Verschlechterungen im Gesundheitszustand ergeben. Und, dass ich in diesem Falle die Verantwortung auch einfordern würde.

Jetzt leg das mal um auf Deine Situation. In KI ist es so schön formuliert, welche Aufgaben ein Klassenlehrer hat, nämlich u.a. : Er ist der Hauptverantwortliche für eine Schulklasse, zuständig für ...., pädagogische Führung und Vertretung der Klasse gegenüber Eltern, Kollegen und Schulleitung, ...., Konfliktlösung, .....

Versuch das mit dem Wink des Zaunpfahls, dass er in diesem Fall in der Verantwortung steht, und dass er, wenn da was in die Hose geht, dann versagt hat, was Du letztlich auch nicht für Dich behalten würdest.

In Unkenntnis der spezifischen Situation würde ich das so machen.

genau so!

Ötzi @, Freitag, 19.12.2025, 21:55 vor 53 Tagen @ helmut-1 1446 Views

Den man nicht übersehen sollte:

Es wird Auswirkungen auf Deinen Sohn haben, von Seiten der Lehrer und der Schulleitung. Es ist Dein Bier nun als Vater, ihn darauf mental vorzubereiten, damit er da nicht einknickt. Gewissermaßen, dass er da etwas Besonderes sei, weil kaum jemand von den anderen Eltern das macht, was Du jetzt anleierst, bei Gericht. In dieser Richtung würde ich ihm das nahebringen.

Wenn er nun in die Kategorie "etwas Besonderes" reinkommt, dann muss man ihm klarmachen, dass das für ihn gewisse Auswirkungen hat. Z.B. dass er jetzt erst recht beweisen muss, dass er "was draufhat", und das kann man nur mit erhöhtem Lernaufwand und guten Zensuren. Also, man könnte diese Situation auf ihn als Ansporn umlegen, natürlich mit Schonkost.

Hallo Helmut,

ich lese, dass du dich sehr gut in unsere Situation hineingedacht hast. Genau so sehe ich es auch und genau so werden wir das machen. Gerade hier im ländlichen Raum ist es schon sehr ungewöhnlich, gegen die Schule zu klagen. Ich habe mit unserem Sohn schon ein paar Vorgespräche geführt, ihn auf die Situation vorzubreiten, wenn er wieder in die Klasse kommt. Da muss er alle Nachfragen auch der besten Freunde abwiegeln und nur noch nach vorne schauen, das heißt, mitarbeiten und Leistung zeigen. Bereits gestern haben wir zu Hause damit angefangen. Da seine Problemfächer Französisch und Mathematik sind, heißt es jetzt, täglich mehrere Stunden Französisch-Übungen machen. Mathe dann später auch, mir ist Französisch aber wichtiger, weil man in Mathe in der Aufregung immer mal "auf dem Schlauch" stehen kann in der Klassenarbeit. In Sprachen ist da die Streuungsbreite zwischen gut und schlecht verlaufenen Klassenarbeiten bei gleichem Leistungsstand viel geringer.


Du hast es nicht erwähnt, aber ich hätte auch mal versucht, an einem Elternabend mit den Eltern ein eher offenes Gespräch zu führen, mit der Hoffnung, dass das positive Auswirkungen auf die Mitschüler hat. Es sei denn, das sind bei denen überwiegend verbohrte Gestalten, die ihr Kind als das Non-Plus-Ultra ansehen, das nie was falsch macht.

Das habe ich auch vor. Glücklicherweise bin ich sogar stellvertretender Elternsprecher, weil das sonst niemand machen wollte. In der Kürze der Zeit war das jetzt vor Weihnachten aber nicht mehr möglich, wir sind von der Schulleitung geradezu überrollt worden mit der Geschwindigkeit der Entscheidung.
Wir hatten Mühe und Not, in den wenigen Tagen alle möglichen Optionen zu durchdenken, und einen Anwalt zu finden, der sich einigermaßen auskennt und der an den wenigen Werktagen Ende Dezember auch tatsächlich beabsichtigt, zu arbeiten.


Dasselbe würde ich in ähnlicher Weise mit dem Klassenlehrer machen, in Form eines ausführlichen 4-Augen-Gesprächs. So, wie ich das mit den OP-Terminen für meine Frau hingekriegt habe, - nicht mit Geld, nicht mit Drohungen, sondern mit dem Zauberwort "Verantwortung". Bei den Ärzten wars einfach, da habe ich denen klargemacht, dass es in ihrer Verantwortung liegt, wenn ein OP-Termin weiter hinausgeschoben wird und sich im Vergleich zum aktuellen Status dadurch Verschlechterungen im Gesundheitszustand ergeben. Und, dass ich in diesem Falle die Verantwortung auch einfordern würde.

Die Klassenlehrer sind in diesem Fall recht jung und unerfahren. Von dieser Seite ist nicht viel zu erwarten, auch wenn wir mit ihnen natürlich rechtzeitig wieder das Gespräch suchen werden. Die entscheidenden Impulse zu Glättung der Wellen müssen aber von uns, von anderen Eltern und von der Schulleitung kommen.
Heute hat mich eine neue, eigentlich überflüssige Mail der Schulleiterin erreicht, die wohl langsam Muffensausen vor einem Prozess bekommt. Das hat mir nun wieder etwas Hoffung auf eine außergerichtliche Einigung zumindest im Hauptverfahren gemacht. Sobald wir die einstweilige Verfügung haben, sitzen wir am längeren Hebel und ich werde dann auch zu Kompromissen bereit sein. Die Schule könnte die Kündigung zum Halbjahr zurücknehmen und wir dann einvernehmlich zum Schuljahresende kündigen.


Jetzt leg das mal um auf Deine Situation. In KI ist es so schön formuliert, welche Aufgaben ein Klassenlehrer hat, nämlich u.a. : Er ist der Hauptverantwortliche für eine Schulklasse, zuständig für ...., pädagogische Führung und Vertretung der Klasse gegenüber Eltern, Kollegen und Schulleitung, ...., Konfliktlösung, .....

Versuch das mit dem Wink des Zaunpfahls, dass er in diesem Fall in der Verantwortung steht, und dass er, wenn da was in die Hose geht, dann versagt hat, was Du letztlich auch nicht für Dich behalten würdest.

In Unkenntnis der spezifischen Situation würde ich das so machen.

Kleine Ergänzung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 20.12.2025, 07:58 vor 53 Tagen @ Ötzi 1324 Views

ich lese, dass du dich sehr gut in unsere Situation hineingedacht hast.

Danke für die Blumen! War aber nicht so schwer. Zum Einen bin ich dreifacher Vater, und zum Anderen war ich 20 Jahre in der ehrenamtlichen Jugendarbeit tätig, wo ich mit solchen Fällen zwar nicht direkt konfrontiert wurde, die ich aber verfolgt habe.

Nun ein Wort zu der Lernschwäche bei Französisch und Mathematik. Eigentlich zwei divergierende Bereiche. Nach meiner Einteilung (und das machen auch andere so) gibt es die "Realos" und die "Idealos".

Realos sind die Mathematiker, die Physiker, die Beherrscher der toten Sprachen wie Latein und Griechisch, etc.

Idealos sind diejenigen, die sich in den Naturfächern leicht tun (Biologie, etc.) sowie bei den lebendigen Sprachen, natürlich auch Deutsch, sowie Musik, Kunst, etc.

Deshalb wundere ich mich darüber, dass hier Probleme in beiden Richtungen bestehen. Natürlich muss man dann ausloten, in welche Gruppe Dein Sohn gehört. Aber ich will Dir ein Beispiel von meiner Wenigkeit erzählen:

Ich bin ein klarer Idealo. Schon auf dem Gymnasium sowie später auf der Ing.Schule hatte ich Probleme mit Mathe und Physik, zumal das auch ein Lehrer war, der in meine Richtung eine bestimmte Form der "Hassliebe" entwickelt hat. Immer irgendwo zwischen 4 und 5, - mehr war da nicht drin. Später, in Stgt.Hohenheim, da gabs auch einen Lehrer in Mathe. Auch mit diesem Mann hatte ich ein sehr seltsames Lehrer-Schüler-Verhältnis.

Was und wie der das genau gemacht hat, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Aber ich weiß noch, dass der mich öfters in ganz bestimmter Weise provoziert hat, die in mir einen Kontra-Effekt auslösten. Tatsache ist, dass es das erste und auch einzige Mal in meinem Leben war, wo ich im Fach Mathe eine 1 im Zeugnis hatte.

O.k., diese Story hilft Dir nicht weiter. Aber es sollte die Erkenntnis beleuchten, dass es oftmals am Lehrer hängt, was er aus einem Schüler rausholen kann.

Und auch umgekehrt:

In Wien auf der Ing.Schule hatte ich einmal eine Wette gegen unsern Deutschlehrer gewonnen (Deutsch hat mir immer sehr gelegen), da handelte es sich um die genaue Rechtschreibung eines Fremdwortes, wo wir unterschiedlicher Meinung waren. O.k., er hatte seine verlorene Wette mit Humor genommen, Thema erledigt.

In Stgt. Hohenheim gings anders zu. Da hatte ich einen Disput mit der Deutschlehrerin, weil ich in der Grammatik etwas behauptet habe, was sie strikt ablehnte. Ihrer Meinung nach gäbe es kein Reziprokpronomen, sondern nur mehr ein Reflexivpronomen mit der Kombination "gegenseitig". Ich vertrat aber bis zum Schluss meine Meinung und bekam deshalb eine schlechtere Note.

Wiederum als Fazit:

Der Lehrer hat viel mehr in der Hand, als wir oft vermuten, was die Lernfähigkeit, und daraus folgend, die Beurteilung eines Schülers betrifft.

Ich möchte noch etwas anfügen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 19.12.2025, 16:30 vor 53 Tagen @ Ötzi 1364 Views

Ich hatte mit meinem Ältesten auch Probleme in der Schule, mit den Klassenkameraden. Das hing damit zusammen, dass er stotterte. Wir haben das in den Griff bekommen.

Was haben wir gemacht: Wir haben sein Selbstwertgefühl gestärkt, und wodurch: Er ging ins Karatetraining. Logischerweise hat sich dann sein Oberkörper verändert, insbesondere die Muskulatur. Nicht sofort, aber mit der Zeit. Wenn er dann im Sportunterricht das Hemd geöffnet hat, ist schon Ruhe bei den Klassenkameraden eingekehrt.

Klar gabs danach auch manchmal Probleme, ist ja auch klar, wenn sich die Eltern von anderen Kindern bei uns beschweren, weil ihre Kinder mit blutigen Nasen heimgekommen sind. Aber das hat sich gelegt, und auch das haben wir in den Griff bekommen. Aber er wurde von den Klassenkameraden nicht mehr gemobbt, sondern akzeptiert. Nicht, weil er andere verprügelt hat, sondern weil er auf sich selbst sicherer wurde.

Ich weiß nicht, ob Dir das hilft, zumal Dein Sohn ja voll in Fußball drin ist. Fußball ist aber etwas, wo man verlieren und auch gewinnen kann, je nachdem. Bei Nahkampfsport (egal ob Judo, Karate oder JiuJitsu) wird man durchs Training so gedrillt, dass man sich auf der Gewinnerseite fühlt.

Kombi Privatunterricht / Schule ?

Martin @, Dienstag, 16.12.2025, 17:13 vor 56 Tagen @ Ötzi 2397 Views

Hallo Ötzi,

Ich hatte vor einiger Zeit auch mal Möglichkeiten eruiert für eine letzte Abiturklasse. In B-W kann man die Abiturprüfung beispielsweise ohne Schule abschließen. Details sind in der entsprechenden Landesordnung beschrieben. Dabei war ich darüber gestolpert, dass es in vielen Fächern Privatlehrer gibt. Gäbe es eine Verhandlungslösung mit der Schule, dass Dein Sohn nur zu Prüfungen präsent ist, und sich sonst privat unterrichten lässt?

Ich kenne auch einen Fall, bei dem die Schülerin wegen ADHS (Attest) fast gänzlich zuhause bleibt und (erfolgreich) autodidaktisch den Stoff abarbeitet, von den Lehrern Stoff und Übungsaufgaben per email zugeschickt bekommt.

Gruß
Martin

Guter Gedanke

Ötzi @, Mittwoch, 17.12.2025, 11:28 vor 56 Tagen @ Martin 1886 Views

Hallo Ötzi,

Ich hatte vor einiger Zeit auch mal Möglichkeiten eruiert für eine letzte Abiturklasse. In B-W kann man die Abiturprüfung beispielsweise ohne Schule abschließen. Details sind in der entsprechenden Landesordnung beschrieben. Dabei war ich darüber gestolpert, dass es in vielen Fächern Privatlehrer gibt. Gäbe es eine Verhandlungslösung mit der Schule, dass Dein Sohn nur zu Prüfungen präsent ist, und sich sonst privat unterrichten lässt?

Ich kenne auch einen Fall, bei dem die Schülerin wegen ADHS (Attest) fast gänzlich zuhause bleibt und (erfolgreich) autodidaktisch den Stoff abarbeitet, von den Lehrern Stoff und Übungsaufgaben per email zugeschickt bekommt.

Gruß
Martin

Hallo Martin, das ist ein guter Gedanke, ich befürchte allerdings, dass es so etwas allenfalls für's Abitur gibt, nicht für die Mittlere Reife. Ein Privatlehrer wäre für die mittlere Reife gar nicht notwendig, er könnte sich mit etwas Unterstützung durch mich alles aus Lehrbüchern selbst erarbeiten.

Mit Humor nehmen

Rybezahl, Dienstag, 16.12.2025, 18:08 vor 56 Tagen @ Ötzi 2534 Views

Hallo!

Als Technischer Zeichner bewerben und Absagen erhalten wegen fehlender Männertoiletten. Dann deutscher Politiker, MdB, Bundestagspräsident a. D., Parteivorsitzender, Bundesarbeitsminister werden. Dann dem Mittelstand den Kampf ansagen und das Land total machtberauscht ruinieren.

Genau wie Bärbel Bas.

Gruß!

PS: Sorry für den blöden Humor. [[freude]]

pov: du bist unterdurchschnittlicher Maschinenbau Student

Fidel @, Dienstag, 16.12.2025, 18:41 vor 56 Tagen @ Rybezahl 2634 Views

Hallo Rybezahl,
als Anhang an deinen Humor.

"lieber eine 4.0 in Maschinenbau als eine 1.0 in BWL"
https://www.youtube.com/watch?v=e5oOGvJb8pM

Zitat KI
"Wissenschaft als Beruf" bezieht sich sowohl auf den
klassischen Vortrag von Max Weber über die ethischen Grundsätze und Herausforderungen einer akademischen Laufbahn als auch auf die realen Berufsperspektiven und Bedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute.
--

= hat sich meine Meinung von Studien, Studium, beamteter science stark relativiert.
Als 2021 gleich 3x mRNA shots alternativlose Voraussetzung für Erstsemester waren,
war der peak of Akademie erreicht. Kein Wissen lohnte dieses Risiko, das Wissen der
Hochschullehrer ebenso realitätsfern wie der "Ober"-Studienräte der Gymnasien.

Die aktuell beklagenswerte Lage hat genau diese Akademie verbrochen und Besserung ist erst zu erwarten, wenn diese Existenzen alle abgeräumt sind. Ob sich deren Ausbildung rentiert mag jeder für sich selber beurteilen.
Die Erwartungen von vor 30 Jahren sind outdated.


Abraços
Fidel

Dir ist schon klar

Dragonfly ⌂ @, Dienstag, 16.12.2025, 19:14 vor 56 Tagen @ Fidel 2430 Views

dass Ingenieure und Naturwissenschaftler derzeit viel höhere Arbeitslosenquoten haben als Geisteswissenschaftler und BWLer? Von Medizinern mal ganz zu schweigen.

Ich würde zu keinem MINT Studium raten. Maximal Informatik. Maximal.

Moeglichkeiten.

Dragonfly ⌂ @, Dienstag, 16.12.2025, 18:40 vor 56 Tagen @ Ötzi 2520 Views

Wo wohnt er, wenn man fragen darf?

Welche Sprachen spricht er?

1. Gespräch mit der Schule suchen.

2. Ich würde, bei erfolglosem #1, den Rechtsweg versuchen. Was könnt ihr verlieren? Soweit wie ich es verstehe, dreht es sich doch nur um wenige Monate.

Abitur, ja. Nie schlecht zu haben. Weil man studieren kann, aber nicht muss.

Ich würde auch die Wehrpflicht im Auge behalten.

Europaschule, ein Jahr sparen.

Abitur und Ausbildung

Oh je...

Andudu, Dienstag, 16.12.2025, 22:55 vor 56 Tagen @ Ötzi 2457 Views

Nun wurde aber unserem Sohn aus Verhaltensgründen zum Halbjahr (31.1.) der Schulvertrag gekündigt (an privaten Schulen geht so etwas einfacher als an staatlichen). In der Klasse gibt es verfeindete Schülergruppen, und ein großer Teil dessen, weswegen der Schulvertrag gekündigt wurde, beruht nicht auf Beobachtungen von Lehrern, sondern auf Beschwerden von Mitschülern. Dadurch ist die Situation extrem aufgeheizt. In der 11. Klasse gäbe es dann keinen Klassenverband mehr.

...was um Himmels Willen ist da los? Ein Engel scheint er jedenfalls nicht zu sein, ein Streber auch nicht.


Ich würde ihn an eine öffentliche Realschule schicken! Falls ihr die Wahl habt, dann sucht euch die am wenigsten schlimmste aus. Warum würde ich das tun?:

1) Das Niveau ist vermutlich niedriger, was ihm Selbstvertrauen schafft! Ich habe eine Weile als Nachhilfelehrer gearbeitet und das größte Problem ist i.d.R. nicht Verstand und Fleiß, sondern Selbstaufgabe, die Angst vor manchen Fächern lähmt die Kinder regelrecht, umso mehr, je größer die Versäumnisse angewachsen sind! Das ist zu großen Teilen reine Psychologie, ein Kind das einen ersten guten Eindruck an der Schule erweckt, wird nicht nur motivierter und selbstbewusster sein, sondern auch durchgehend besser bewertet werden, selbst wenn es mal daneben liegt!

2) Er kann danach das Abitur machen (habe ich auch), technisches Gymnasium etc. komplett neue Klassen und unbelasteter Anfang, dafür braucht er aber ein entsprechendes Zensurenniveau in der Realschule (zumindest war das zu meiner Zeit so). Erreicht er das nicht, dann sollte er vom Abitur eher absehen, es kann eine verdammte Quälerei sein und ist doch erst der Auftakt zu noch mehr Quälerei beim Studium.

Ich würde das an deiner Stelle in einem Gespräch mit ihm durchdiskutieren und ihm die Bedingungen und Möglichkeiten explizit klarmachen:

a) aus allen Streitigkeiten raushalten, die vergangenen Probleme analysieren und wie man ihnen künftig aus dem Weg gehen kann

b) von vornherein einen guten Eindruck wecken und maximale Leistung bringen (er hat ja nur ein Jahr Zeit um auf einen guten Durchschnitt zu kommen, was auch auf Realschule nicht einfach sein wird)

c) evtl. ein persönliches Gespräch mit den wichtigsten Lehrern suchen und sie sensibilisieren und um ehrliches Feedback bitten, wenn sie Probleme sehen, einen Klassenwechsel anregen, bevor irgendwas eskalieren kann

d) persönliche Schwächen (Handy- oder Spielsucht? etc.) ansprechen und Reglements offen besprechen und vereinbaren, er muss aber dahinter stehen, in dem Alter kann man keine Vorschriften mehr machen, er muss selbst den Sinn einsehen!


Sollte es trotz allem nicht fürs Gymnasium reichen: auch kein Problem, ein Handwerksmeister verdient sicher doppelt soviel wie ich. Wichtig ist, dass man Spass an der Arbeit hat und in eine Nische rutscht, in der man gefragt ist (durch KI ist sowieso alles unsicher, gerade Akademikerjobs).

Niemals würde ich bei der beschriebenen Gemengelage vors Gericht ziehen, kostet Geld und Nerven und wird seinen Status eher noch verringern! Feinde und Streit lässt man am besten hinter sich und probiert es anderswo! Wenn er notenmäßig eh Probleme hat, wirds sehr wahrscheinlich auf diesem Weg auch nicht besser. Bei einem Vierer oder Fünfer-Schnitt muss er erstmal Boden unter die Füße bekommen, Versäumnisse aufarbeiten und Selbstvertrauen gewinnen.

Letztendlich lebt jeder selbst sein Leben und irgendwie wird er seinen Weg finden, ein schiefer Weg ist dabei manchmal unglaublich lehrreich (ich spreche aus Erfahrung [[zwinker]] ), nur aufgeben sollte man nie.

Viel Glück jedenfalls!

Sehr guter Vorschlag! Gibt aber noch das BGB 1666, also sich Alles bieten lassen, das kanns auch nicht sein!

Brutus ⌂ @, Mittwoch, 17.12.2025, 00:23 vor 56 Tagen @ Andudu 2394 Views

bearbeitet von Brutus, Mittwoch, 17.12.2025, 01:46

BGB 1666 fullquote:

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1666 Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls
(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind.
(2) In der Regel ist anzunehmen, dass das Vermögen des Kindes gefährdet ist, wenn der Inhaber der Vermögenssorge seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind oder seine mit der Vermögenssorge verbundenen Pflichten verletzt oder Anordnungen des Gerichts, die sich auf die Vermögenssorge beziehen, nicht befolgt.
(3) Zu den gerichtlichen Maßnahmen nach Absatz 1 gehören insbesondere
1.
Gebote, öffentliche Hilfen wie zum Beispiel Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfürsorge in Anspruch zu nehmen,
2.
Gebote, für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen,
3.
Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, an denen sich das Kind regelmäßig aufhält,
4.
Verbote, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen,
5.
die Ersetzung von Erklärungen des Inhabers der elterlichen Sorge,
6.
die teilweise oder vollständige Entziehung der elterlichen Sorge.
(4) In Angelegenheiten der Personensorge kann das Gericht auch Maßnahmen mit Wirkung gegen einen Dritten treffen.


Die Kündigung selbst ist u.U. kindeswohlgefährdend!

https://abc-kindesvertretung.de/kuendigung-des-kindergartenplatzes/
(Am Beispiel Kita erörtert)


von:

Familienrichter Prestien

den wir hier kennengelernt haben:

https://odysee.com/@Corona-Ausschuss:3/Ausschuss44_Part2_Prestin_720p:5

oder in diese Sendung

https://odysee.com/@Corona-Ausschuss:3/Hans-Christian-Prestien---Sitzung-48-Von-L%C3%B6...

Gibt Herr Familienrichter a.D. klar an, dass Jeder anonym, also die Gemeinschaft nach BGB 1666 einen Hinweis geben kann, dass Kinder (psychisch, was Mobbing ja nun mal ist) misshandelt werden.

Wenn es so wäre, wie beschrieben, dann wäre diese Frage zu erörtern.
Sollte also mal jemand gegenprüfen.

Wie im verlinkten Fall berichtet wurde, gab es angeblich ein von vornherein schnippisches Auftreten der Lehrerin.

Eigentlich allerdings, muss man anderherum anfangen.
Ohne Ötzi zu nahe treten zu wollen, richtig Text kann man abgeben, wenn man die Schilderung der Gegenseite gehört hat.

Dies ist bis dato nicht geschehen.
Also hochspekulativ, das alles hier!

Was aber zu lesen ist, riecht nach Mobbing.
Ein Lehrer, der Mobbing entweder zulässt, also nicht aktiv verhindert oder gar forciert bzw. anstiftet (gibts tausendfach) (also über Bande spielt und auch das wird hier geschildert, zumal die Kündigung mit dem Reden Dritter, die Schule also sich dahinter versteckend, begründet wird) inwiefern das noch auf der Grundlage des Gesetzes nach BGB 1666 steht, darf sicher erörtert werden.


Hatte das Andernorts in anderem Zusammenhang gelesen, kriegs nicht mehr auf die Schnelle zusammengebastelt. (vllt in der Linksammlung unten)

Mobbing, also psychische Kindeswohlgefährdung.

Auf Zuruf Dritter (mal böse unterstellend, zum Mobbing Angestifteter) Maßnahmen gegen, in der Regel Schlaue, zu ergreifen, klingt für mich, dass hier die Zulassung der Schule als Lehranstalt auf dem Spiel steht!

Ferner: Falsch korrigierend, hanebüchen! Vorsatz!
Da hast Du es schwarz auf weiß!

BGB 1666 ohne wenn und aber.

Aber man braucht Sportsgeist das anzugehen.

Sunzi sagt: "Beginne nur den Krieg (oder schieße überhaupterstmal zurück), von dem Du weißt, dass Du ihn gewinnen wirst."

Psychisch, das hat uns doch C. gelehrt, "taucht ein Schlauer auf, verbrüdern sich die Dummköpfe".

Ferner hat das Herunterbuttern von Schlauen oder Überdurchschnittlichen "System".

Wie könnten sonst Hochbegabte versetzungsgefährdet sein?
Sind sie, x-fach vorgekommen, stets auffällig, wegen notorischer Unterforderung!

Und mir sind diverse Leute begegnet, die trotz Eignung nicht gefördert, in die Durchschnittlichkeit verdammt wurden.

Diese Verdammung in die Durchschnittlichkeit, hat "System"!
Das genau will diese staatlich befohlen "Gleichmacherei", neuerdings sogar beim Sport, der die Bundesjugendspiele abschafft.

"Wenn Du erkennst, dass Du einen Krieg nicht verhindern kannst, schlag als Erster zu!" (Wladimir Wladimirowitsch Putin)

Ich rätsle noch, inwieweit jener sich darüber im Klaren war, wo (bei wem) er in dem Moment gedanklich abgeschrieben hat.

Demgemäß, die Schule und die Lehrkräfte über Bande mit dem Familiengericht und BGB 1666 konfrontieren.

Das haut rein!

Zumal wenn man eh mit dem Rücken an der Wand steht...kann man leichter die Richtung erkennen, in welche man schießen muss!

Ferner, ganz profan:
Die Schulpflicht bis 18 Jahre, ist Kokolores!

Nach den Gesetzen die ich lese, endet die Schulpflicht nach der 9.Klasse!

Demgemäß hätte er schon ein Jahr was Anders machen können.

Allerdings muss man danach (lt. Gesetz) mind. noch ein (1!) Berufsschuljahr (Anwesenheitspflicht) nachweisen.

Weltreise ginge auch noch.

Gesammeltes dazu:
https://telegra.ph/Kindergeld-Ausland-01-03

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Beispiel aus einem Bundesland (war schneller zu finden)
Schleswig-Holsteinisches Schulgesetz
(Schulgesetz - SchulG)
Vom 24. Januar 2007*
§ 20
Umfang der Schulpflicht
(1) Für Kinder und Jugendliche, die im Land Schleswig-Holstein ihre Wohnung oder ihre Ausbildungsstätte haben, besteht Schulpflicht. Andere Kinder und Jugendliche, die in einem Heim, einer Familienpflegestelle, einem Internat oder einem Krankenhaus untergebracht sind, können öffentliche Schulen im Lande besuchen. Völkerrechtliche Abkommen und zwischenstaatliche Vereinbarungen bleiben unberührt.

(2) Die Schulpflicht gliedert sich in

1.
die Pflicht zum Besuch einer Grundschule und einer Schule der Sekundarstufe I oder eines Förderzentrums von insgesamt neun Schuljahren (Vollzeitschulpflicht) und

2.
die Pflicht zum Besuch eines Bildungsganges der Berufsschule (Berufsschulpflicht).

(3) Die Schulaufsichtsbehörde kann Jugendliche, die im Ausland die dort geltende Schulpflicht erfüllt hatten, auf deren Antrag von der Vollzeitschulpflicht und der Berufsschulpflicht befreien, wenn insbesondere wegen der Kürze der verbleibenden Schulbesuchszeit eine sinnvolle Förderung nicht erwartet werden kann.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Berufsschule:
Schleswig-Holsteinisches Schulgesetz
(Schulgesetz - SchulG)
Vom 24. Januar 2007*
§ 23
Beginn und Ende der Berufsschulpflicht
(1) Die Berufsschulpflicht beginnt für Minderjährige mit dem Verlassen einer weiterführenden allgemein bildenden Schule oder eines Förderzentrums nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht und dauert

1.
bis zum Abschluss eines bestehenden Ausbildungsverhältnisses oder,

2.
wenn kein Ausbildungsverhältnis besteht, bis zum Ende des Schulhalbjahres, in dem die Schülerin oder der Schüler volljährig wird.

(2) Als Erfüllung der Berufsschulpflicht kann auch anerkannt werden, wenn die oder der Berufsschulpflichtige wegen einer Behinderung oder eines sonderpädagogischen Förderbedarfs in eine andere Einrichtung übertritt, sofern diese über ein entsprechendes Angebot verfügt.

(3) Abweichend von Absatz 1 Nr. 2 ist die Berufsschulpflicht auch erfüllt, wenn die oder der Schulpflichtige eine Einrichtung des berufsbildenden Schulwesens mit Vollzeitunterricht mit einer Dauer von mindestens einem Schuljahr oder eine andere Einrichtung mit vergleichbarem Bildungsauftrag besucht hat oder nach Feststellung der Schulaufsichtsbehörde anderweitig hinreichend ausgebildet ist.


~~~~~~~~~~~~~~~~

Es gibt mittlerweile diverse Berufe (Ausbildungen), die überhauptkeinen Schulabschluss bedingen. Es genügt ein Eignungstest! (Rate mal für wen das konzipiert ist) z.B. Fahrlehrer (Brüller!), die werden aktuell reihenweise ziemlich dunkler und mullattiger und holpriger in grundlegenden Deutschkenntnissen und das liegt ausdrücklich nicht an dem Urlaub, den die vielleicht gerade hatten! Da fällste vom Glauben ab! Die Weiber (racemixgehirnvernebelt) gehen denen auch auf den Leim, und unsere Leute gehn leer aus!

--
[image]
nur für kurze Zeit: https://telegra.ph/Kleine-Presseschau-2025-06-27-06-27

Handwerk hat goldenen Boden. Oder Bundeswehr. (mT)

DT @, Mittwoch, 17.12.2025, 00:20 vor 56 Tagen @ Ötzi 2477 Views

Wenn er schon 2x die 9 gemacht hat und jetzt in der 10 ist, dürfte er 17 sein.
Zur Bundeswehr und dort Zucht und Ordnung lernen (ob das heute auch noch so ist in Wokistan?).
In den USA hätte man gesagt, ab zu den Marines ins Boot camp.

Ich glaube, er braucht mal ein bisschen eine harte Hand.

Ansonsten: Maurerlehre, auf dem Bau kann er die Energie rauslassen.

Danach kann er auf dem 2. Bildungsweg immer noch (Fach)abi machen und dann noch BIng oder sowas studieren.

Er zeigt ganz klar unterdurchschnittliche Schulleistungen und ist daher momentan für weitere Schulklassen erstmal nicht geeignet. Es sind nicht nur die Lehrer, es ist auch der Sohn.

Fakt.

DT

PS: Früher hat man bei uns in der Palz gesagt "dann geh doch nach Hessen, wenn Du Dein Abi kriegen willst". Aber das ist lange her. Nach 20+ Jahren Dreckssozen in RLP oder 14 Jahre Dreckslinksgrüne in BW sind die Schulsysteme komplett geschleift, wie von den Hintertanen vorgesehen, um uns kleinzukriegen.

Allgemein-Antwort an alle

Ötzi @, Mittwoch, 17.12.2025, 11:15 vor 56 Tagen @ Ötzi 2559 Views

bearbeitet von Ötzi, Mittwoch, 17.12.2025, 11:30

Hallo zusammmen,

vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Leider waren außer der Idee des Heimunterrichts von Martin bisher keine realistischen Vorschläge dabei, wie wir das Ende der Schulpflicht de facto vorziehen könnten. Vermutlich gibt es da in Deutschland keine halbwegs realistisch umsetzbaren Möglichkeiten.

Zur Einordnung noch zwei Anmerkungen:

Das Gymnasium, auf dem er ist, hat ein ordentliches Niveau. Wenn ich es mit meiner Schulzeit in den 90er Jahren auf einem Gymnasium in einer bayerischen Kleinstadt vergleiche, so ist das Niveau in den vier Kernfächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch nicht weit darunter. In Mathematik hat jede Klassenarbeit eine Knobelaufgabe, ohne die Note 1 nicht erreichbar ist. Auch die anderen Aufgaben in Mathematik sind meist deutlich oberhalb des Niveaus reiner Standard-Übungsaufgaben angesiedelt. Natürlich hängt das auch vom Lehrer ab. In den Nebenfächern müssen häufig Referate gehalten werden, die auch benotet werden.
Ein deutlicher Unterschied zu meiner Schulzeit besteht aber in Physik und Chemie, die an der Schule unserers Sohnes zu Nebenfächern degradiert sind, in denen nur einfaches Auswendiglernen gefordert ist, oder Berechung einfachster Standard-Aufgaben. Die Lehrbücher Physik und Chemie haben ein höheres Niveau, werden aber wenig genutzt. Dadurch haben die Schüler natürlich eine Erleichterung und mehr Zeit, sich auf die vier verbliebenen Kernfächer zu konzentrieren.

Das Niveau der hiesigen Realschulen ist meines Wissens deutlich niedriger.

Eine Orientierung in Richtung eines Handwerks oder eines anders Ausbildungsberufs hat er leider überhaupt nicht. Das ist teils durch Desinteresse/Faulheit verursacht, zum Teil liegt es aber auch daran, dass er seine gesamte Energie, die neben der Schule übrig bleibt, ins Fussball steckt. Er wird als Torwart in zwei Mannschaften seines Vereins eingesetzt, und geht in jede Trainingseinheit der beiden Mannschaften soweit möglich.

Es geht um den Ansatz

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 18.12.2025, 06:09 vor 55 Tagen @ Ötzi 1834 Views

Du versuchst, den Kuchen von einer bestimmten Seite anzuschneiden. Du bist darauf mental festgelegt, was aber auch natürlich ist. Ich versuche, einen anderen Ansatz zu finden. Dazu fehlen aber noch einige Infos, die ich in meinem Fragenkatalog aufgelistet habe.

Manches lässt sich erahnen, anderes ist ungewiss.

Der Bub braucht einen Tritt in den Arsch.

Dragonfly ⌂ @, Donnerstag, 18.12.2025, 21:43 vor 54 Tagen @ helmut-1 1870 Views

Der soll mal 3 Monate in der Produktion oder auf dem Bau arbeiten. Das oeffnet die Augen. [[top]]

Volle Zustimmung, ist aber nicht so leicht umsetzbar (owT)

Ötzi @, Donnerstag, 18.12.2025, 21:56 vor 54 Tagen @ Dragonfly 1673 Views

Der soll mal 3 Monate in der Produktion oder auf dem Bau arbeiten. Das oeffnet die Augen. [[top]]

Antwort

Ötzi @, Donnerstag, 18.12.2025, 22:06 vor 54 Tagen @ helmut-1 1771 Views

Du versuchst, den Kuchen von einer bestimmten Seite anzuschneiden. Du bist darauf mental festgelegt, was aber auch natürlich ist. Ich versuche, einen anderen Ansatz zu finden. Dazu fehlen aber noch einige Infos, die ich in meinem Fragenkatalog aufgelistet habe.

Manches lässt sich erahnen, anderes ist ungewiss.

Hallo Helmut,

es tut mir sehr leid, dass ich auf deinen Fragenkatalog immer noch nicht geantwortet habe.
Ich hatte die Antwort gestern oder vorgestern fast fertig, als ich unterbrochen wurde. Danach habe ich den "Ok - Eintragen" Button geklickt, ohne vorher den Text in die Zwischenablage zu kopieren, und ich denke die meisten Schreiber im Gelben wissen, was dann passiert.

Mittlerweile sind die Würfel bereits gefallen und wir haben die Entscheidung getroffen, den Klageweg zu gehen, ihn selbst dabei aber auch richtig in die Mangel zu nehmen. Er wird das nächste halbe Jahr ohne Smartphone leben müssen, und die PC-Nutzung wird auf absolut Notwendiges beschränkt. Absolut notwenige Kommunikation mit anderen werden wir ihm ermöglichen. Daneben ist tägliches Lernen angesagt.

Ötzi

Aber was nützt es...

Andudu, Samstag, 20.12.2025, 13:21 vor 52 Tagen @ Ötzi 1363 Views

Das Gymnasium, auf dem er ist, hat ein ordentliches Niveau.

...wenn er dieses nicht liefern kann oder will (und offenbar schon große Defizite angehäuft hat) und irgendwann den Bettel hinschmeisst, vielleicht mit einem schlechten Zeugnis und komplett frustriert?

Du legst deine Ansprüche an ihn an, das ist ein gutes Rezept, damit ihr am Ende beide unglücklich seid...
Jeder Mensch ist anders! Die eigene Stärke und Zufriedenheit liegt i.d.R. dort, wo das Interesse liegt!

Er ist vom Profil her, wie du ihn beschreibst, kein intellektueller Typ, sondern ein körperlicher (mein Sohn würde z.B. nie freiwillig Fußballtraining machen, der liest lieber oder hockt vorm PC). Das ist auch nicht schlecht, vielleicht kann er im sportlichen Bereich was erreichen, aber dafür ist es eher kontraproduktiv, wenn er sich durch Abi und Studium quält, statt zu trainieren.

Oder wenn dann eher sowas:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sportgymnasium
Meine Neffe und meine Nichte besuchen so eines, der Familienzweig von meinem Schwager ist komplett sportfanatisch.

Für die Esos unter uns:
https://www.youtube.com/watch?v=DTs0hXqyS_E
"Ihr Kind ist Ihr Karma – Eine spirituelle Einsicht von Elisabeth Kübler-Ross"

Interessante Antwort

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 20.12.2025, 13:32 vor 52 Tagen @ Reffke 1387 Views

Ich weiß nicht, ob Ötzi darüber komplett informiert ist. Insbesondere das Wort "Anhörungsrecht", etc. meine ich damit.

bin bestens informiert, keine Sorge

Ötzi @, Samstag, 20.12.2025, 22:25 vor 52 Tagen @ helmut-1 1339 Views

Hallo Helmut,

den Anwalt Herrn Zoller, der die Seite betreibt, habe ich bereits kontaktiert. Ihm ist aber die Anfahrt für eine mögliche mündliche Verhandlung zu weit.
Ich habe einen anderen Anwalt gefunden.

Was da zum Anhörungsrecht steht, betrifft grundsätzlich nur staatliche Schulen in Rheinland-Pfalz, allerdings hat der Träger unserer privaten Schule eine ähnliche Regelung - was denen vermutlich auch bald auf die Füße fallen wird.

Gruß,
Ötzi

Lasst es doch drauf ankommen ...

Der gestiefelte Kater, Dienstag, 23.12.2025, 18:29 vor 49 Tagen @ Ötzi 1044 Views

Möglichkeit 4:
Ihn einfach zu Hause lassen. Erstmal Führerschein machen, ihn dabei unterstützen, sich sinnvolle Freizeitbeschäftigungen zu suchen, später Schulabschlüsse nachholen, oder sich in ein Leben mit Hauptschulabschluss einrichten (den hat er durch bestehen der 9. Klasse).
Problem: Schulpflicht. Eine Schule wird sich zwar nicht bei uns melden, weil er ja dann an keiner Schule angemeldet ist, aber das Jugendamt wird mit Sicherheit von seiner bisherigen Schule informiert, wenn wir denen keine Auskunft geben, wohin er gewechselt ist, und die werden Stress machen. Vermutlich gibt es auch noch weitere Staatliche Stellen, die sich da einschalten werden (Schulaufsicht oder so).

Die Schulordnung Rheinland-Pfalz ist auch so merkwürdig formuliert, dass ich mir gar nicht sicher bin, ob die Schulpflicht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres geht (dann wären es noch 11 Monate) oder noch länger. Da steht das Wort "Heranwachsende" drin, und ich habe nicht herausgefunden, was das juristisch genau bedeutet.

Hier wäre vor allem die Frage an die Gelbe Schwarmintelligenz: gibt es da irgendwelche Ideen oder Tricks, wie man das Ende der Schulpflicht de facto etwas vorziehen könnte?

Wer von Euch hat Ideen, was der beste Weg ist? Habe ich vielleicht irgendetwas gar nicht bedacht?

Auf Nr. 4 würde ich es ankommen lassen. Steck ihn bspw. in irgendeine Onlineschule, vielleicht nur pro forma oder noch besser: Motiviere ihn vielleicht auf den Realschulabschluss in Eigenverantwortung hinzuarbeiten und ihn dann extern irgendwo abzulegen. In der wachsenden Homeschooling-Bewegung gibt es reichlich Erfahrungen und Tipps zu irgendwelchen Online-Schulen. Kenne vom Hörensagen auch welche und Freunde von uns, deren Tochter ist quasi mit 16 Jahren aus der Schule raus und hat den Rest zu Hause gelernt und dann das Abi extern abgehakt, es geht, wenn man will, in Absprache mit Direktoren bspw. Die hatten bspw. den Deal mit der Montesorri gemacht, dass die Tochter dort weiterhin offiziell hingeht und angemeldet bleibt, aber eben nicht hin ist, sondern zu Hause gelernt hat. Sie ist dann zur Prüfung hin und gut war. Mit Privatschulen kann man ja zuweilen verhandeln.

Die Würfel sind schon gefallen

Ötzi @, Dienstag, 23.12.2025, 21:32 vor 49 Tagen @ Der gestiefelte Kater 1162 Views

Hallo gestiefelter Kater,

wir haben uns für den Klageweg entschieden. Wir haben einen sehr eifrigen Antwalt gefunden, und der Entwurf des Antrags auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung ist schon fertig. Am Montag wird er ans Amtsgericht geschickt. Ich werde hier berichten, wie es weiter gelaufen ist.

Sofern der Antrag erfolgreich ist, werde ich im Januar daran arbeiten, die Wogen wieder zu glätten, indem ich als Elternvertreter die anderen Eltern auf die Probleme in der Klasse aufmerksam mache, und indem ich mich auch gegenüber der Schulleitung komproßmissbereit zeige. Eventuell wird es darauf hinauslaufen, auf das Hauptsacheverfahren zu verzichten, und dafür die Kündigung seitens der Schule zurückzunehmen und den Schulvertrag zum Schuljahresende aufzulösen. Aber das muss man sehen.
Bin gespannt wie die Schulleiterin und die diversen Lehrer mit der Situation umgehen werden. Da sind einige der Betroffenen politisch sehr links unterwegs. Der Nimbus der Unfehlbarkeit linker Entscheidungen wird da gehörig angekratzt werden. Vordergründig geht es natürlich um Fehlverhalten in der Schule, aber es haben da im Verlauf der Hochschaukelung der Ereignisse einige andere Dinge mitreingespielt (Beleidigungen aufgrund der Rasse und sexuellen Orientierung, Verteilen politischer Flyer, Kritik an der Korrektur einer Sozialkunde-Arbeit durch mich selbst, Umgang mit typisch jugendlichem Verhalten, i.e. Austesten von Grenzen, wenn sie nicht ganz eindeutig geregelt sind usw., Parteinahme für Schülerminderheiten gegen Schülermehrheiten). Und verschiedenes mehr, das würde Stoff für ein ganzes Buch ergeben.
Schon zu Beginn der 5. Klasse fing es an. Es gab drei Parallelklassen, zwei davon mit nur geringfügig mehr Jungs als Mädchen, eine mit 19 Jungs und 5 Mädchen. In diese geriet mein Sohn. Warum? Die Klassen wurden nach katholisch/evangelisch und nach Wohnort eingeteilt, so wie es immer gemacht wurde. Und wenn die Schulleitung politisch links ist, ist das ja auch kein Problem, denn zwischen Jungs und Mädels gibt es ja praktisch keinen Unterschied. Von den 19 Jungs haben es nur 7 in die 11. Klasse geschafft, drei sind noch in der 10. Klasse (darunter mein Sohn), der Rest ist nicht mehr an der Schule.

Gruß,
Ötzi

Bitte berichte

Brutus ⌂ @, Sonntag, 28.12.2025, 10:17 vor 45 Tagen @ Ötzi 844 Views

Das klingt hochgradig interessant!
Wenn so viele Jungs ausscheiden, dann brennt da die Hütte also eine konkrete Selektion, um auch mal Tacheles zu reden!

Selektion durch Linke!

Wieso sich Katholiken und Linke ideologisch zusammengefunden haben, ist mir allerdings rätselhaft.

Bitte brichte, auch gerne weitere Details über das bereits Geschehene!


...und viel Erfolg!

Gruß Brutus

--
[image]
nur für kurze Zeit: https://telegra.ph/Kleine-Presseschau-2025-06-27-06-27

Apocolocyntosis

aliter @, Sonntag, 28.12.2025, 11:05 vor 45 Tagen @ Joe68 855 Views

gabs schon mal so vor 2000 Jahren ist ein ähnliches Grundmuster.

Werbung