dazu ein Interview

Joe68, Mittwoch, 22.01.2025, 17:09 (vor 401 Tagen) @ Zandow_21063 Views

...Manche Ökonomen blicken relativ gelassen auf den angezettelten Handelsstreit von Donald Trump, weil viele der Maßnahmen gar nicht den gewünschten Effekt haben werden. Bei Strafzöllen etwa würde der Dollar aufwerten, was wiederum Importe in die USA günstiger macht. Ein Effekt frisst also den anderen auf. Sehen Sie das auch so, dass viele Maßnahmen weniger bedrohlich sind als dargestellt?

Die Gefahr besteht nicht in der einzelnen Maßnahme, sondern darin, dass sich das ganze Thema auswächst. Kanada und Mexiko können die Strafzölle natürlich nicht akzeptieren und werden reagieren. Der Konflikt wird sich also perspektivisch hochschaukeln. Und irgendwann wird man dann doch in ein System kommen, in dem Zölle spürbar werden. Am Ende wird das aber wohl vor allem die Inflation in den USA anheizen, weil die Produktionskosten durch höhere Importpreise steigen. Zahlen müssen das die amerikanischen Konsumenten.

In anderen Worten: Trump ist das Inflationsgespenst, für das er auch schon im Wahlkampf gehalten wurde?

Wenn die Handelspolitik so aggressiv ist wie angekündigt, dann wird es mindestens kurz- bis mittelfristig so sein. Die langfristige Idee ist, dass man Importe durch US-Produktion ersetzt. So stellt sich Trump das jedenfalls vor. Da stellen sich Ökonomen viele Fragezeichen, zumal er gleichzeitig noch die illegale Migration eindämmen will...

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ist-Trump-ein-Inflationsgespenst-article25507971.html

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Der ungerechteste Friede ist noch immer besser als der gerechteste Krieg - Cicero


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