Es lohnt sich!
Hallo dito
Dazu
Aristoteles und Parmenides sagen mir etwas.
Schwingung und Schöpfung – Interview mit Alexander Lauterwasser https://www.sein.de/schwingung-und-schoepfung-interview-mit-alexander-lauterwasser/
Lohnt sich die Lektüre der hermetischen Schriften - oder beziehst du dich auf etwas anderes?
Auf jeden Fall!
In diesem Zeitalter des Spektakels (Guy Debord) mit seinen Orgien der Kommunikation (Jean Baudrillard) geht es darum, Relationen in Strukturen zu erkennen, zu betrachten und zu denken: Fraktale Sichtweisen zugunsten der Ganzheitlichkeit zu überwinden.
Vor 60 Jahren hatte der Kunstlehrer seinen Schülern die ganzheitliche Erfassung und Deutung der Malerei in den Höhlen von Lascaux, über die Gotik, die Renaissance, das Goldene Zeitalter, den Impressionismus bis zu Munch, dessen Werk den Beginn der expressiven Orgien in der Gegenwart markiert, verständlich gemacht.
Diese in der - auf der Grundlage des aristotelisch-parmenideischen Weltsicht - formulierten Sprache stehende ganzheitliche Deutung sehe ich auch in Paul C. Martins machtbasiertem Debitismus. Der Übergang zur hermetischen Abfassung steht schon im Raum.
Den entsprechenden Wechsel der Blickrichtung hat auch Heisenberg's Schüler Hans-Peter Dürr vollzogen:
Sagen wir mal, ich bin ein in der Wolle gefärbter Quantenphysiker. D.h. also, ich habe im vollen Bewusstsein diese Entwicklung mitgemacht, die am Anfang dieses Jahrhunderts war. Das hat mit Planck angefangen, Einstein und so fort. Aber das Wichtige ist, dass ja Planck und Einstein, die diese Entwicklung begonnen haben, sie eigentlich nicht geglaubt haben. Weil, sie haben sich gestört Unschärferelation und so fort und dann Quantenphysik und so fort. Sie haben gesagt, dass kann nur ein Übergangsstadium sein. Und es waren die jungen Leute Werner wie Heisenberg, in dessen Büro ich hier sitze, Werner Heisenberg als Zwanzigjähriger, der gesagt hat: Dass ist doch überhaupt der Durchbruch! Wir müssen die Wirklichkeit total anders sehen. Nicht mehr materiell, sondern viel offener. Für diese Leute ist dann die Schwierigkeit aufgetreten: Wie kann aus etwas, was so offen ist, das auch den Menschen auf einmal miteinschließen konnte, wir wollten uns ja nie dem Determinismus unterwerfen, weil wir uns selbst als kreativ vorgekommen sind. Wie kann aus etwas, was so offen ist, was auch den Menschen auf einmal miteinschließen konnte, weil, wir wollten uns ja nie dem Determinismus unterwerfen, weil wir uns selbst selbstverständlich als kreativ vorgekommen sind. Wie kann in einer solch offenen Welt je so etwas wie eine Naturgesetzlichkeit herausbekommen? Und dann stellt man fest: Dass geht. In dieser Potenzialität, in diesen Gerinnungsvorgängen entstehen Gesetzlichkeiten, die genau den Gesetzen der klassischen Physik entsprechen. Und das war selbstverständlich der Durchbruch. Nicht, dass sie streng gelten, aber dass sie so aussieht, als ob sie gelten würden. Und für uns, die hier überleben wollen und etwas begreifen müssen, greifen müssen, um uns zu ernähren, reicht das vollkommen aus. Aber es reicht nicht aus, um unseren Ursprung zu verstehen und die Welt zu verstehen und so fort. Ich nenne es nicht, die moderne Physik, nicht die Quantenphysik, sondern die holistische Physik. Das Wesentliche war in der Quantenphysik, das wir sagen, wir können strenggenommen nicht mehr von Teilen sprechen. Es gibt nicht so was wie Teile. Es gibt immer nur das Ganze. Aber dieses Ganze ist schon differenziert. Es hat sich gewissermaßen Zäune und Abgrenzungen, aber das ist mehr so wie die Wellen auf der Oberfläche des Ozeans und man soll nicht sagen, der Ozean ist aus Wellen zusammengesetzt. Das bringt es gar nicht. Aber wenn ich oberflächlich hingucke, stimmt das schon. Die Oberfläche des Ozeans ist aus Wellen zusammengesetzt, das ist eine ganz gute Beschreibung und für den oberflächlich Denkenden ist das auch gut. Für irgendjemand, der Schifffahrt betreibt, den interessiert ja nicht, was zwei km unter dem Ozean ist. Der sagt gut: Gut ich muss jetzt auf diese Welle achtgeben und manipulieren und ich muss dem ausweichen. Das heißt, für den ist die Oberflächenstruktur des Ozeans viel wichtiger als die Zusammenhänge des Meeres.
https://www.youtube.com/watch?v=lrgQakHPRP8 Hans-Peter Dürr: Das Geistige ist die treibende Kraft.
Dürr's Ausführungen sind die Interpretation des hermetischen Prinzips der Geistigkeit: "Das ALL ist Geist; das Universum ist geistig."
Das im Forum schon mehrfach benutzte Wort ALL ist die - uns im Gegensatz zur Realität, die gemäß Jean Baudrillard Simulation ist, - nicht zugängliche Wirklichkeit, die allen äußeren Manifestationen und Erscheinungen, welche wir unter den Ausdrücken das materielle Universum, die Erscheinung des Lebens, Materie, Energie erkennen, kurz allem, was unseren materiellen Sinnen wahrnehmbar ist, zugrunde liegt. Diese ALL ist universell gedachtes, unendliches, lebendes - in der englischen Literatur über Hermetik gebräuchliche und nicht übersetzbare - Wort Mind, welches in sich selbst unerkennbar und undefinierbar ist.
Gruß - Ostfriese