Die dritte Spaltung
Schwarzweißdenken führt nicht weiter
Es ist bereits die dritte Spaltung der letzten Jahre – denn zuvor waren ähnliche Brüche, die jetzt durch den “Widerstand” laufen, schon zweimal aufgetreten, die bis heute nicht gekittet sind: Da waren zuerst Coronamaßnahmen und die Impfung, an der sich bald die Geister schieden. Die nächsten Verwerfungen sahen wir dann vor anderthalb Jahren beim Ukraine-Krieg, als bald jeder, der davor warnte, in Putin den weißen Ritter und wohlmeinenden Widerpart zum verhassten Westen zu sehen, zum “Systemling”, zum verkappten Transatlantiker und US-Knecht gestempelt wurde, der der Mainstreampropaganda zum Opfer gefallen sei oder diese gar aktiv mitbetriebe (Boris Reitschuster, ausgewiesener Kenner der Materie und sicherlich einer der am besten über Russland informierte Journalist Deutschlands, der wusste, worüber er schrieb, musste dies mit einem Drittel seiner Follower bezahlen).
Und dasselbe Schwarzweißdenken wie damals (Ukraine böse, Russland gut) wiederholt sich jetzt bei Israel und Palästinensern mit ebenso erschreckender Holzschnittartigkeit und Diffenzierungslosigkeit. Dabei müsste die Vergangenheit eigentlich gezeigt haben, dass es Wahrheiten nicht “im Dutzend” gibt und mit plumpem Schubladendenken die Spaltung nur vertieft wird. So kommen wir nicht weiter in Deutschland, wenn die Bereitschaft immer weiter schwindet, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren. Wir müssen auf den Schnittmengen, nicht auf dem Trennenden aufbauen.
Gruß
Albrecht
--
SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)