Das hätten wir aber billiger haben können, wenn "wir" das gewollt hätten.

Hannes, Mittwoch, 23.08.2023, 12:55 (vor 931 Tagen) @ Dieter3437 Views
bearbeitet von Hannes, Mittwoch, 23.08.2023, 13:13

Hallo,

denn als noch-Exportnation bei den riesigen und weiter wachsenden Binnenmärkten wäre das sicher von Vorteil.
Langfristig sollte man Konzepte entwickeln, die dazu führen, vollkommen unabhängig vom US-Markt zu sein. Im Austausch zu den sich rasant entwickelnden Märkten der BRICS.

Sicherlich wäre das Rausschmeißen der Amis aus Deutschland eine gute Einstimmung auf zukünftige Strategien.
- man darf ja mal träumen -

Gruß Dieter

Gruß Dieter,

ich erinnere an die Rede Putins vor dem Bundestag, ad hoc ein Zitat daraus:

"Niemand bezweifelt den großen Wert der Beziehungen Europas zu den Vereinigten Staaten. Aber ich bin der Meinung, dass Europa seinen Ruf als mächtiger und selbstständiger Mittelpunkt der Weltpolitik langfristig nur festigen wird, wenn es seine eigenen Möglichkeiten mit den russischen menschlichen, territorialen und Naturressourcen sowie mit den Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungspotenzialen Russlands vereinigen wird." Quelle: https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort-244966 [Wortprotokoll der Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag am 25.09.2001]

Wer hat uns diese Chance versaut? Und warum?

Oder, NATO-Beitritt der Russen: "Boris Jelzin weckte am 20. Dezember 1991 hohe Erwartungen, als er einen russischen NATO-Beitritt zum „langfristigen politischen Ziel“ erhob. Noch im Jahr 2000 soll Putin Präsident Clinton gefragt haben, was er von diesem Plan halte. Solche Äußerungen wirken heute wie aus der Zeit gefallen. Mittlerweile erblickt die NATO in Russland die „Hauptbedrohung“ für die nächsten zehn Jahre." Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/nato-und-russland-vom-beitrittsw... (nur mit Abo oder Trick lesbar) [Von Ulrich Schmid - Aktualisiert am 25.05.2021-12:25]

Das enge auch wirtschaftliche Verhältnis der BRD zu den Russen widersprach durchaus auch dem strategischen Ziel "Make America Great Again" (Trump war auch gegen das Russengas wie unsere Grünen, alles eine Mischpoke von einem Clan m. E.).

Ich würde schon sagen, dass unsere Regierung strategisch überwiegend "US"-Interessen vertritt ("US"? jedenfalls fremde m. E). Stimmt's oder habe ich Recht?

[[ironie]]

So lange das so ist, ist jede Diskussion unsererseits zwecklos.

Mahlzeit

H.

PS: Wegen des Verstehen-Könnens dieses Dauerkrieges nun, gegen die Russen und uns, muss man sich erinnern: Das, was in Juguslawien vom Westen organisiert wurde, muss man als Vorbereitung dafür (u. a. Russland zu schwächen) sehen, aus der FAZ dazu: "Der Kreml hatte die Ost-Erweiterung schon in der nationalen Sicherheitsstrategie von 2009 als „inakzeptabel“ bezeichnet und diese Formulierung 2015 noch einmal bekräftigt. Am Anfang der russischen Jeremiaden über die NATO steht James Bakers berühmte Formulierung „Not one inch eastward“, die am 9. Februar 1990 in einem Treffen mit Gorbatschow fiel. Damals verzichtete Gorbatschow allerdings auf eine schriftliche Fixierung dieser Aussage"

Insbesondere meine ich dieses hier (auch aus der FAZ): "Eine entscheidende Rolle spielte in Washington, London und Paris der Jugoslawien-Krieg, der allen die Notwendigkeit eines starken Militärbündnisses in Europa klar vor Augen führte."

PPS: Deutlich wird die FAZ zum Massa|Slave-Verhältnis USA|Europa/NATO: "Um Russland zu beschwichtigen, gab die NATO Dezember 1996 eine Erklärung ab, dass die Allianz „keine Absicht, keinen Plan und keinen Grund“ habe, Atomwaffen in den neuen Mitgliedsländern zu stationieren. 1997 unterzeichneten die NATO und Russland eine Grundakte zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens. Federführend war dabei der stellvertretende US-Außenminister Strobe Talbott, der sich eng mit NATO-Generalsekretär Javier Solana abstimmte. Allerdings gerieten dabei die europäischen Alliierten ins Hintertreffen. Solana versuchte die Situation zu entschärfen, indem er den amerikanischen Formulierungsvorschlag für die Grundakte als seinen eigenen ausgab. Allerdings merkte ein britischer Vertreter an, dass Solana wenigstens die Rechtschreibung anpassen müsse, wenn er seine transatlantischen Ghostwriter verbergen wolle."

Hervorhebung von mir.


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